Star Trek - 50 Jahre Star Trek mit einigen interessanten Anekdoten

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    Es gibt wohl kaum jemanden, dem die schon nahezu weltweit bekannte Crew des Raumschiffs Enterprise kein Begriff ist. Spätestens nach dem äußerst erfolgreichen Reboot von J.J. Abrams mit Star Trek und Star Trek - Into Darkness wird auch die jüngere Generation zeitgemäß von dem Star Trek-Universum angesprochen, allerdings ohne die alte Philosophie von Gene Roddenberry, des Gründers und Wegbereiter des Franchise, zu transportieren. Am 21. Juli 2016 startete mit Star Trek Beyond das neueste Action-Abenteuer der Crew, diesmal mit Regisseur Justin Lin und mit Vorgängerregisseur und Produzent J.J. Abrams in den deutschen Kinos startet. Wir haben uns für euch den Film bereits angesehen und unsere Meinung hierzu könnt ihr euch hier anschauen.

    Seit Gene Roddenberry vor genau 50 Jahren mit der Serie Raumschiff Enterprise den Grundstein für eines der weltweit erfolg- und einflussreichsten Franchises legte, war es immer sein Interesse, mehr als tolle Unterhaltung zu produzieren. Star Trek war von Anfang an nicht nur humorvolles Abenteuer, sondern hat auch brisante und drängende Themen aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen. Im Folgenden findet ihr einige der interessantesten Beispiele für diesen einmaligen Mix, der sich bis heute in der Kultreihe wiederfindet:


    Die SexualitätDie Produzenten von Raumschiff Enterprise bauten in die Serie eindeutig sexualisierte Szenen ein (z.B. einen Kuss mit offenem Mund zwischen Kirk und einer halbnackten Frau), um damit die Aufmerksamkeit des NBC Broadcast Standards Office, die die Serie zensierten, von anderen kontroversen Themen wie Allegorien auf den Vietnamkrieg oder Rassismus abzulenken, die in Star Trek angesprochen wurden.


    Die KleidungWährend der ersten Staffel von Star Trek: Das nächste Jahrhundert war es nichts Ungewöhnliches, dass man Mitglieder der männlichen Crew mit Röcken sah. Das war eine „logische Entwicklung, da angenommen wurde, dass im 24. Jahrhundert eine absolute Gleichheit der Geschlechter bestünde“. Letztendlich wurde dieses Element jedoch wieder aus der Serie herausgenommen.


    Der "erste" KussDer Kuss zwischen Lt. Uhura (Nichelle Nichols) und Captain Kirk in Raumschiff Enterprise war der erste in einem Drehbuch vorgesehene Kuss zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann im amerikanischen Fernsehen. Die Mitarbeiter von NBC hatten Sorge, dass die Sequenz den Verantwortlichen beim Sender nicht gefallen würde und so ließen sie das Paar zwei Versionen der Filmszene drehen, einmal mit und einmal ohne Kuss. Allerdings vermasselte William Shatner vorsätzlich alle Szenen ohne Kuss, sodass die Kussszene verwendet werden musste.


    Die Bezüge zur RealitätDer fiktive Planet Vulcan hat seinen Namen von einem hypothetischen Planeten, der von dem französischen Mathematiker Urbain Jean Joseph Le Verrier im 19. Jahrhundert erdacht wurde, um als unbekannter Faktor Ungenauigkeiten in der Anwendung einer Theorie auf die Berechnung der Umlaufbahn des Merkurs zu erklären.


    Der Visor von GeordiNach der zweiten Staffel von Star Trek: Das nächste Jahrhundert wollten die Produzenten den Visor von Geordi La Forge (Levar Burton) aus dem Drehbuch herausschreiben, indem behauptet werden sollte, dass er durch ein medizinisches Experiment seine Sehkraft vollständig wiedererlangt hätte. Allerdings ließen die Produzenten diesen Plan fallen, nachdem sie erkannten, welche positive Vorbildwirkung Geordi für Menschen mit Behinderung bekommen hatte.


    Der SoundEine besondere Herausforderung für die Macher der neuen Filme war das Sounddesign. Auf der einen Seite musste der Ton den heutigen technischen Anforderungen und Hörgewohnheiten der Zuschauer angepasst werden und auf der anderen Seite sollten Fans der Serie sich an die Effekte aus der Serie erinnert fühlen. So wurde z.B. der originale Beaming-Sound aus der Serie übernommen, während die Slidetüren mit dem Vakuumsound einer russischen Zugtoilettenspülung unterlegt wurden.


    Die GastauftritteStephen Hawking hatte einen Gastauftritt in einer Episode von Star Trek: Das nächste Jahrhundert, in der er sich selbst bei einem Kartenspiel mit Albert Einstein, Sir Isaac Newton und Data (Brent Spiner) spielte. Bei einer Studiotour am Set von Star Trek soll er vor einem Warp-Antrieb (Antriebsmechanismus, der Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit möglich macht) verharrt sein und gesagt haben: „Daran arbeite ich gerade!“


    Das BeamenDer Transporteffekt beim Beamingprozess in den Star Trek-Serien wurde mit dem Bild von in Wasser herumwirbelndem Glitzer kreiert.


    Der Mut der MacherDie Macher von Star Trek sahen sich mehrmals in der Situation, dass einzelne Episoden auf Grund der politischen Anspielungen auf Konflikte in den entsprechenden Ländern erst Jahrzehnte später ausgestrahlt wurden. So wurde in der Folge Schablonen der Gewalt (Patterns of Force) von 1968, in der Captain Kirk und Spock (Leonard Nimoy) Naziuniformen tragen, erst 43 Jahre später in Deutschland gezeigt. Ähnliches passierte 1990 in Irland mit einer Episode, die eine vereinigte Insel im Jahre 2024 voraussagte. Sie wurde erst 2007 im Fernsehen ausgestrahlt.


    KultzitateZum Schluss ein Klassiker: Der berühmte Satz „Beam me up, Scotty!“ wurde nie genau so in einem der Filme gesagt und ist dennoch Kult. Als Variationen kamen vor: „Scotty, beam us up!” oder „Beam them out of there, Scotty!”


    Quelle: Paramount Pictures

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