Die Entdeckung der Unendlichkeit - Interview mit Oscar-Favorit Eddie Redmayne

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    Nachdem Schauspieler Eddie Redmayne für seine bemerkenswerte schauspielerische Darstellung des Physikgenies Stephen Hawking im Film Die Entdeckung der Unendlichkeit (seit 25. Dezember 2014 im Kino) bereits u.a. mit einem "Golden Globe Award®" und einem "Screen Actors Guild Award" geehrte wurde, konnte er sich auch bei den "British Academy Film Awards" über die Auszeichnung als „Bester Hauptdarsteller“ freuen. Damit gilt er auch bei der kommenden Oscar®-Verleihung am 22. Februar 2015 mit als großer Favorit. Aus diesem Anlass hat uns unsere Partnerseite 'Entania' einen Teil ihres Interviews mit Eddie Redmayne zur Verfügung gestellt. Den ersten Teil des vollständigen Interviews findet ihr übrigens bei Entania, den zweiten Teil bei den Kollegen von Zolanis.

    Wie haben Sie reagiert, als Sie die Rolle des Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ergattert haben?

    Eddie Redmayne: Ich wollte diese Rolle unbedingt spielen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass man nur mir die Rolle angeboten hat. Doch so war es nicht. Als ich das Drehbuch bekam, erkannte ich, dass es um eine komplizierte, leidenschaftliche Liebesgeschichte von zwei erstaunlichen Menschen geht. Daraufhin habe ich versucht, den Regisseur James Marsh zu treffen, der bereits den atemberaubenden "Man on Wire" gedreht hatte. Da er in Kopenhagen lebt, habe ich zunächst mit ihm telefoniert. Als er dann nach London kam, sind wir in einen Pub gegangen. Es war zwei Uhr nachmittags und er fragte mich, was ich trinken wolle. Ich nahm ein Bier, er bestellte einen Kaffee und ich dachte mir daraufhin: "Oh, fuck." [lacht] Nach fünf oder sechs Tassen war er ganz aufgeregt vom Kaffee, während ich nach sechs Bier ziemlich angetrunken war [lacht].

    Während des Gesprächs haben wir über unsere Begeisterung, aber auch unsere Befürchtungen gesprochen und bereits am nächsten Tag erhielt ich die Zusage für die Rolle. Normalerweise freut man sich ein paar Wochen lang, bevor man darüber nachdenkt, wie man eine neue Rolle genau angehen wird. In diesem Fall folgte auf die Begeisterung sofort die Panik [lacht].



    Wie schwierig ist es, nach dem Spielen einer solch anspruchsvollen Rolle in den Alltag zurückzukehren?

    Redmayne: Normalerweise macht es mir nichts aus, von einer Rolle zur nächsten überzugehen. In diesem Fall war es aber auch eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Nach den Dreharbeiten brauchte ich erst mal eine Pause, da ich länger als sonst benötigte, um mich davon zu lösen.

    Trotz seiner tragischen Krankheit hat sich Stephen Hawking seinen Sinn für Humor bewahrt.

    Redmayne: Er selbst ist nicht tragisch. Nach der Diagnose war er schwermütig, doch mit Hilfe von Jane Hawking hat er das überwunden und hat seitdem nicht mehr zurückgeblickt. Wobei er nach seinem Luftröhrenschnitt schon außerordentlich bedrückt war, aber er ist jemand, der immer nach vorne blickt. Wenn man ihn trifft, ist sein Sinn für Humor überwältigend.

    Inwiefern hat der Film Ihre Ansichten in puncto Liebesbeziehungen verändert?

    Redmayne: Ich denke, dass der Film die Liebe in all ihren Erscheinungsformen auslotet. Er zeigt eine junge und leidenschaftliche Beziehung, die unglaublich ist. Doch es geht auch um die Liebe zu einer bestimmten Materie. Das gilt sowohl für Stephen als auch für Jane, die ebenfalls sehr leidenschaftlich und intellektuell brillant ist. Darüber hinaus geht es um die Liebe einer Familie, aber auch die Grenzen der Liebe. Für mich liefert der Film keine Antworten, sondern stellt große Fragen.

    Filme wie "Les Misérables" und nun "Die Entdeckung der Unendlichkeit" zeigen, dass Sie ein sehr vielseitiger Schauspieler sind.

    Redmayne: Ich liebe es einfach, Geschichten zu erzählen und habe das große Privileg, meine Leidenschaft beruflich auszuleben. Mir ist bewusst, dass nicht jeder dieses Glück hat. Ich möchte einfach weiter in der Lage sein, Geschichten zu erzählen.

    Autor: Carlos Corbelle



    Inhalt: Er ist einer der berühmtesten Physiker unserer Zeit, sein Genie und seine Theorien über das Universum veränderten die Welt: Stephen Hawking. Die Entdeckung der Unendlichkeit erzählt von den frühen Forschungsjahren in Cambridge, den Anfängen seiner Krankheit, aber auch und vor allem von der Liebe zu seiner Frau Jane, die ihn in seinem Kampf gegen die Krankheit und der Suche nach den Anfängen der Zeit unterstützte.

    Der Film basiert auf Jane Hawkings Memoiren „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“, in denen sie das Leben mit dem genialen Forscher beschreibt. Anfang der 1960er Jahre lernen sich die beiden als Studenten an der Universität in Cambridge kennen. Sie verlieben sich und Stephen führt seine Forschungsarbeit über die Dimensionen von Zeit und Raum im Universum fort. Von seinen Professoren unterstützt und hochgeschätzt, steht er kurz vor dem entscheidenden Durchbruch, als bei ihm die unheilbare Nervenkrankheit ALS diagnostiziert wird. Die Ärzte geben dem jungen Mann nur noch wenige Jahre. Hawking weiß, dass die Zeit drängt. Energisch treibt er seine Forschungen voran. Und Jane weiß: Sie wird alles tun, um mit der Liebe ihres Lebens zusammen sein zu können. Und mit ihm gemeinsam gegen die Folgen der Krankheit zu kämpfen. Denn am Ende bleibt die Hoffnung. Und Hoffnung ist alles!

    In den Hauptrollen sind Eddie Redmayne ("Les Misérables", "Meine Woche mit Marilyn") und Felicity Jones ("Cheerful Weather for the Wedding", "Breathe In") vertreten. David Thewlis ("Harry Potter und der Gefangene von Askaban"), Emily Mortimer ("Breaking the Waves", "Anna Karenina") und Charlie Cox ("Downton Abbey", "Der Sternwanderer") ergänzen den Cast. Als Regisseur konnte Oscar® und BAFTA Preisträger James Marsh ("Shadow Dancer", "Man on Wire - Der Drahtseilakt") gewonnen werden. Das Drehbuch schrieb Anthony McCarten ("Am Ende eines viel zu kurzen Tages"). Die Entdeckung der Unendlichkeit ist eine 'Working Title'-Produktion und startete am 25. Dezember 2015 in den deutschen Kinos.

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