Twin Peaks - David Lynch über das Finale und die Möglichkeit weiterer Episoden

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Twin-Peaks.jpg
    Diese Woche war die erste ohne eine neue Folge von Twin Peaks. Die dritte Staffel der Kultserie startete im Mai, das Finale wurde vergangene Woche ausgestrahlt. Vielen Fans raucht noch immer der Kopf, viele hoffen auch auf eine weitere Staffel der surrealistischen Serie von David Lynch und Mark Frost. Zwar ist das Finale durchaus ein Abschluss, dennoch bleiben noch viele Fragen offen. So rätseln nicht nur die Fans, was genau mit Audrey passiert ist, sondern auch deren Darstellerin Sherilyn Fenn hätte sich mehr Auflösung gewünscht.

    Anfang August äußerte 'Showtime'-Chef David Nevins, dass eine Tür offenstünde, sollte Lynch über weitere Episoden sprechen wollen. Er deklarierte Twin Peaks zu einem Erfolg, schließlich gab es zahlreiche neue Abonnementen. Vergangene Woche verriet Hauptdarsteller Kyle MacLachlan hingegen, dass es noch keine Gespräche gegeben habe.

    Nun aber hat sich David Lynch selbst zu Wort gemeldet, und zunächst ggab er eine Ratschläge, wie man Twin Peaks: The Return verstehen soll: "Wichtig ist, was man selbst glaubt, was passiert ist. Viele Dinge passieren im Leben einfach und man muss zu seinen eigenen Schlussfolgerungen kommen. Man kann, zum Beispiel, ein Buch lesen, das viele Fragen aufwirft, und man möchte mit dem Autor sprechen, aber dieser ist schon vor hundert Jahren gestorben. Deshalb liegt es alles an einem selbst. Man darf offenbar weiter selber interpretieren und entschlüsseln.

    Wird es denn nun eine vierte Staffel zu Twin Peaks geben? Lynch gab an, dass es noch zu früh sei, dies sagen zu können. Sollte es eine vierte Staffel geben, dann müssten die Fans jedoch sehr geduldig sein. Immerhin habe The Return vier einhalb Jahre für das Schreiben und die Produktion benötigt.

    Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass zwischenzeitlich einige Twin Peaks-Darsteller verstorben sind. Catherine Coulsons Tod wurde auch in der Serie thematisiert, indem auch die Log Lady verstarb. Hier dürfte es keine Probleme geben. Dr. Will Hayward hatte in The Return nur einen kleinen Auftritt, so dass auch Warren Frosts Tod keine große Lücke hinterlassen sollte, jedenfalls inhaltlich. Darüber hinaus würde man aber auch auf Albert Rosenfield verzichten müssen, denn Miguel Ferrer verstarb diesen Januar. Albert war in The Return deutlich präsenter, so dass hier kleine CGI-Tricks, wie sie bei den Verstorbenen Frank Silva (Bob) und Don S. Davis (Major Briggs) angewendet wurden, zwar möglich sind, es aber dennoch nicht wieder die volle Dröhnung mit Albert geben könnte - es sei denn, auch dieser wird zu einem Teekessel, Türknauf oder ähnliches.

    Erst einmal jedoch müsste man abwarten, wozu sich die Herren David Lynch und Mark Frost entscheiden - sollte es weitergehen, dann werden sie schon wissen, wie sie damit umzugehen haben.



    Mehr zum Thema

    673 mal gelesen

Kommentare 0

Keine Kommentare vorhanden