Hannibal - Interview mit Mads Mikkelsen und Hugh Dancy zur zweiten Staffel

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  • Hannibal
    Liebe Serienfans, es ist Zeit für den zweiten Gang! FBI-Agent Will Graham (Hugh Dancy) und Menschenfleisch-Liebhaber Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) liefern sich in der 2. Staffel von Hannibal (DVD/Blu-ray Start: 4. Dezember 2014) eine Verfolgungsjagd der ganz besonderen Art - und lassen die Zuschauer wie gebannt vor den Fernsehern erstarren! Das Katz- und Maus-Psychospiel zwischen den zwei intellektuellsten Antagonisten der aktuellen Serienlandschaft geht also in die zweite Runde - und Schauspielkollege Scott Thompson, der in der Serie die Rolle des Ermittlers Jimmy Price besetzt, hatte die Gelegenheit die beiden am Set zu interviewen und Ihnen Fakten und Hintergrundinformationen zur Serie zu entlocken. Auszüge aus diesem delikaten Interview haben wir im Folgenden zum baldigen Serienstart zusammengefasst - Wohl bekomm's!

    Wie wird man eigentlich Hannibal Lecter, Mads Mikkelsen?

    Als man die Idee einer Serie über den bekanntesten Kannibalen der Filmgeschichte an den Schauspieler Mads Mikkelsen herantrug, reagierte der gebürtige Däne zunächst sehr zurückhaltend. Dabei auch noch die Rolle des weltbekannten Psychopathen Dr. Hannibal Lecter zu spielen, schien ihm sehr riskant. Erst „Hannibal“-Serienschöpfer Bryan Fuller konnte den charismatischen Schauspieler persönlich davon überzeugen, dem eloquenten Serienmörder sein Gesicht in der Serie zu leihen - und somit seine radikalen Ideen gemeinsam mit ihm umzusetzen:

    „Ich finde Bryan Fuller rätselhaft und spannend - Sein Hirn arbeitet auf eine faszinierende Art und Weise!", so Mads Mikkelsen.

    Das Besondere an seiner Figur Hannibal ist nach Mikkelsen vor allem seine Wahrnehmungsstörung, die auf eine traumatische Erfahrung in seiner Kindheit zurückzuführen ist:

    „Hannibal findet etwas Schönes, das wir anderen einfach nur schrecklich finden. Wir sehen Schrecken. Er sieht Schönheit."

    Mikkelsen und Dancy vs. Lecter und Graham:

    Mit Schauspielkollege Hugh Dancy scheint Mikkelsen auch hinter den Kulissen einen perfekten Partner für das Projekt gefunden zu haben. In der Serie geben die beiden, denen Fuller eine echte „Kumpelliebe" nachsagt, das große Antagonisten-Paar, deren unglaubliche Chemie vor der Kamera im Laufe der Serie für wahrhafte Spannungsmomente sorgt.

    Aber auch in der Serie vermutet Mikkelsen hinter Hannibals teilweise schrecklichem Verhalten gegenüber Graham eine große Verbundenheit der Charaktere:

    „Hannibal will einfach nur Wills Freund sein. Als Hannibal ist man auf der Welt ganz schön alleine!"

    Auf die Frage, was das Schlimmste sei, das Hannibal in der Serie verbrochen hat, verweist Mikkelsen verschmitzt auf die Szene,
    Spoiler anzeigen
    in der Hannibal Will Graham ein menschliches Ohr in die Speiseröhre zwingt
    - keine empfehlenswerte Tat, um sich Freunde zu machen!

    Wie wird man eigentlich zum Ermittler Will Graham, Mister Dancy?

    Bryan Fuller wusste im Gegensatz zu Hannibal Lecter aber ganz genau, wie er an den Briten Hugh Dancy herantreten muss, um ihm die Rolle des Will Graham schmackhaft zu machen: Bei einer Tasse Tee konnte er ihn überzeugen, in der Serie mitzuwirken. Seine komplexe Rolle in der Serie meistert der Schauspieler mit Bravour - Dancy zufolge braucht es allerdings ein wenig Screentime, um den Charakter ganz erfassen zu können:

    „Mir wurde nach der ersten halben Staffel klar, dass Wills Figur funktioniert, wenn man seine Mordfantasien sieht. So weiß man, welche Last er zu tragen hat. Andererseits sieht man ihn dann daheim mit seinen Hunden - das macht ihn dann wiederum menschlich."

    Will Graham: Täter oder Opfer seiner Empfindungen?

    Die Schwierigkeit der Rolle des Will Graham besteht vor allem darin, die Empathiestörung des Ermittlers glaubhaft zu spielen und weitestgehend den direkten Kontakt mit dem Publikum zu meiden - gleichzeitig aber voll in der Nachempfindung der gejagten Serienmörder aufzugehen.

    „Ich denke, was Will tut, um sich zu schützen, ist, dass er bewusst einige Verhaltensweisen adaptiert, was eigentlich das Verhalten eines Autisten ist. Lieber wählt er aber dieses Verhalten, als passiv darunter zu leiden", so Dancy über seine Figur.

    Wie bereits in den Interviews mit den Hauptdarstellern klar wird, ist „Hannibal“ eine Serie, die vor allem von den komplexen Figuren lebt, die von wunderbaren und reflektierten Schauspielern getragen werden. Wer sich also dieses Psychospiel in Serie nicht entgehen lassen will, sollte nicht verpassen sich die zweite Staffel Hannibal ab dem 4. Dezember 2014 für das Heimkino zu besorgen. Auf DVD und Blu-ray sowie als Video on Demand!

    Zum Inhalt:
    Die Fähigkeit, sich in den Verstand brutaler Serienkiller hineinzuversetzen, hat Agent Will Graham in den Wahnsinn getrieben. Wegen Unzurechnungsfähigkeit und dem Vorwurf, an den grausamen Ritualmorden des „Chesapeake Ripper“ verantwortlich zu sein, wird Will in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Überzeugt davon, dass Hannibal Lecter der wahre Täter ist, versucht er seine Unschuld zu beweisen. Doch Jack Crawford hat bei den Ermittlungen längst eine neue Vertrauensperson gefunden …

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