A Very Murray Christmas - Kritik und Infos zum Weihnachtsspecial auf Netflix

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Netflix
    So langsam aber sicher will 'Netflix' es wissen. Die Streaming-Plattform animiert Filmemacher zu experimentieren, gibt ihnen Freiraum und greift demnächst mit "Ridiculous Six" mit Adam Sandler bald auch die Kinos an. Seit dem 4. Dezember 2015 steht Abonnenten Sofia Coppolas Weihnachtsfilm A Very Murray Christmas zur Verfügung, der aber nicht gerade der idyllisch ist. Für gute Laune eigentlich zu deprimierend, schafft es der Film mit Bill Murray und Miley Cyrus dennoch, Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Wir haben den nur knapp 56 Minuten langen Film gesehen und unsere Kritik dazu per Video veröffentlicht:



    Außerdem stellte uns 'Netflix' einige Produktionsnotizen zur Verfügung, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

    ​Diesen Winter verbreitet der beliebte Schauspieler und Komödiant Bill Murray mit der Premiere seines
    starbesetzten musikalischen Weihnachtsspecials A Very Murray Christmas Weihnachtsstimmung der ganz besonderen Art
    auf Netflix.

    Murray schrieb das Special in Zusammenarbeit mit Sofia Coppola (Lost in Translation – Zwischen den Welten), die auch Regie führte, und einem weiteren langjährigen Freund, Mitch Glazer (Die Geister, die ich rief …, Rock the Kasbah), mit dem er häufig zusammenarbeitet. Zu den erstklassigen Stargästen und Performern zählen u. a. George Clooney, Chris Rock, Amy Poehler, Jason Schwartzman, Paul Shaffer, Michael Cera, Rashida Jones, Maya Rudolph, Jenny Lewis, Julie White, die Band Phoenix und Miley Cyrus.

    „Es war eher etwas, das wir nur für uns selbst gemacht haben“, sagt Coppola über das Projekt aus der eigenen Schmiede, das ihre erste Zusammenarbeit mit Murray seit Lost in Translation – Zwischen den Welten aus dem Jahr 2003 darstellt. „Es hat sich aus Gesprächen (mit Bill und Mitch) heraus entwickelt. Wir hatten Spaß an der Idee, Leute zusammenzubringen, von denen wir alle Fans sind.“

    A Very Murray Christmas beginnt mit Murray im legendären Carlyle Hotel in New York City, als er sich gerade darauf vorbereitet, durch eine live übertragene, internationale Weihnachtssendung zu führen. Nachdem ein Wintersturm die Produktion auf Eis gelegt hat, macht er das Beste aus der Situation und singt und feiert mit Freunden, Hotelangestellten und jedem, der vorbeischaut.

    „Ich mag es, wenn Bill seinem Gesangstalent freien Lauf lässt“, sagt Coppola. „Und ich liebe es, ihn in einen Smoking zu stecken. … Er strahlt ein bisschen Dean-Martin-Flair aus, finde ich.“

    Tatsächlich ist die erste Musiknummer „Christmas Blues“ zufällig ein Song, den Dean Martin, durch einen seiner eigenen Weihnachtsspecials bekannt machte. Glazer erzählt, wie er und Coppola sich diese und andere klassische Szenen bei der Entwicklung von A Very Murray Christmas angeschaut haben.

    „Sie waren irgendwie kitschig und rührend und aufrichtig und wir waren beide ganz hin und weg davon“, so Glazer. „Wir begannen (unser Special) als etwas zu sehen, das diese Zeit der Fernsehgeschichte wieder aufleben lässt, eine Art Rückbesinnung.“

    Zu den weiteren musikalischen Höhepunkten gehören Murrays bezauberndes und verspieltes Duett mit Jenny Lewis zu „Baby, It’s Cold Outside“; Phoenix’ schillernde Coverversion eines wenig bekannten Songs der Beach Boys und Maya Rudolphs gefühlvolle Interpretation von „Baby Please Come Home“.

    „Maya hat sich für diesen Song von Darlene Love entschieden und war einfach überwältigend“, so Glazer. „Im Hintergrund hört man Bill lachen, weil es live einfach so ergreifend war.“

    Eine Wahnsinns-Performance von Miley Cyrus war noch nicht einmal geplant: Am Drehtag, als Coppola Cyrus und Paul Shaffer beiläufig fragte, ob sie sich vielleicht spontan einen weiteren Song einfallen lassen könnten, war sie verblüfft, was daraufhin passierte.

    „Sie haben während der Mittagspause ,Stille Nacht‘ einstudiert“, erinnert sie sich. „Ich war total beeindruckt, dass sie so ein Profi war und sich darauf eingelassen hat; sie war wirklich liebenswürdig und begeistert bei der Sache.“

    „Das war einfach reines kooperatives Talent“, erzählt Glazer. „Sie war unglaublich.“

    Langzeit-Fans von Saturday Night Live werden sich darauf freuen, Murray zusammen mit Shaffer zu sehen, der auch die musikalische Leitung übernahm. Schließlich ist es fast 40 Jahre her, seit das Paar den urkomischen SNL-Sketch „Nick, the Lounge Singer“ beliebt machte. Aber ihr Zusammenspiel ist heute noch genauso elektrisierend.

    „Da ich vorher noch nie so mit Musik gearbeitet hatte, war mir (Paul) eine große Stütze dabei, herauszufinden, wie wir unsere Ideen am besten umsetzen können“, erklärt Coppola. „Er brachte all diese großartigen Musiker mit, einige davon legendäre Typen, die Bill noch aus den alten SNL-Tagen kannte. Er stellte die Musiknummern zusammen und er arrangierte alles. Ich habe das Gefühl, dass er einfach alles kann.“

    Zu den weiteren bekannten Gesichtern in dem Special gehört der Musiker/Schauspieler David Johansen, der mit Murray 1988 in Die Geister, die ich rief … zu sehen war (auch Glazer war daran als Mitautor beteiligt). Schwartzman spielte mit Murray in Rushmore aus dem Jahr 1998 und ist nebenbei auch noch Coppolas Cousin. Sofias Bruder Roman Coppola übernahm die Kameraführung. Und auch wenn manchen Zuschauern Hollywood Maître d’ Dimitri Dimitrov kein Begriff sein dürfte, kennen ihn Murray, Glazer und Coppola schon seit Jahrzehnten.

    Dass das Special während eines echten Schneesturms in New York City gedreht wurde, gibt der gemütlichen Weihnachtsstimmung noch mehr Nachdruck.

    „Wir haben in der Woche, in der wir dort waren, zwei Schneestürme mitgemacht“, erinnert sich Glazer. „Wir hatten alle das Gefühl, dass wir die Show sozusagen selbst erleben: Man steckt mit lieben Leuten in diesem Hotel fest und singt Weihnachtslieder. Es war fantastisch.“

    Darüber hinaus war A Very Murray Christmas die erste Zusammenarbeit von Murray, Coppola und Glazer mit Netflix.

    „Das war eine wirklich gute Erfahrung“, meint Coppola. „Ich denke, (unser Special) ist ein bisschen skurril, und sie haben uns einfach machen lassen. Kreative Menschen können sich keine bessere Arbeitsatmosphäre wünschen.“

    „Es war alles sehr familiär, genauso wie es bei einem Weihnachtsspecial sein sollte“, findet Glazer. „Die Stimmung war selbstlos und aufbauend und kreativ. Und letztendlich sind all diese Leute gekommen, weil sie Freunde von Bill Murray sind und unbedingt mitwirken wollten. Der einzige Plan war: ,Es soll Spaß machen und wir können Zeit mit unserem Freund verbringen.‘ Und so etwas kommt echt selten vor.“

    „Es ist lustig: Hinterher sagten wir sofort: ,Lass uns noch eins machen!‘“, erzählt Coppola. „Es hat einfach total Spaß gemacht, wieder zusammen zu sein. … Und ich freue mich immer, wenn Bill singt.“


    A Very Murray Christmas feierte am Freitag, dem 4. Dezember 2015, exklusiv auf Netflix Premiere. Sofia Coppola, Mitch Glazer, Roman Coppola und Tony Hernandez sind die ausführenden Produzenten.

    1.830 mal gelesen

Kommentare 0

Keine Kommentare vorhanden