Riverdale - 1. Staffel

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  • Einleitung

    Riverdale ist eine 13-teilige Serie , die auf den Archie-Comics basiert, ist jedoch nicht die erste Serie aus diesem Universum. Von 1997-2003 gab es mit "Sabrina - Total Verhext" eine langlebige Serie aus den Comics, doch die Geschichten um Archie, Betty und Veronica in dem beschaulichen Städtchen Riverdale haben nichts Übernatürliches und sind von ernster Natur. Ob die gerade beendete erste Staffel der 'The CW'-Serie, die in Deutschland bei 'Netflix' veröffentlicht wurde, überzeugen kann, erfahrt ihr hier...



    Kritik

    Jason Blossom ist tot. Dem Erbe des Ahornsirup-Unternehmens wurde in den Kopf geschossen. Die Kleinstadt Riverdale ist geschockt und fragt sich, wer der Mörder ist, so auch Archie und Betty, Mitschüler von Jason sowie seine Schwester Cheryl. Zusammen mit der kürzlich hinzugezogenen Veronica, Tochter aus reichem Hause, deren Vater jedoch wegen Korruption im Gefängnis sitzt sowie den Mitschülern Kevin und Jughead kommen die Jugendlichen nach und nach hinter das Geheimnis des Mordes, aber auch hinter die der Stadt und dessen Bewohner, denn fast jeder hat hier Dreck am Stecken.

    Riverdale ist im Grunde eine Teenie-Serie, wie sie im Buche steht. Geheimnisse, Liebe, Intriegen, Hass, Neid... All das, wodurch natürlich auch kein Klischee ausgelassen wird. Aber dennoch ist die Serie nicht 08-15, sie bietet nämlich eine interessante und düstere Geschichte und überrascht mit einigen überraschenden Wendungen. Zwar sind einige etwas aufgesetzt und over the top inszeniert, aber es passt einfach zur Serie, da auch viele der Charaktere überzeichnet sind.

    Thema Charaktere: Auch hier wird kaum ein Klischee ausgelassen. Es gibt Archie, der durchtrainierte Held, auf den die Mädels stehen, sein Vater, ein Gutmensch, dem das Schicksal übel mitspielt, dann Betty, das liebe Mädchen von Nebenan, Veronica, die reiche Zicke, die aber dann doch total nett ist, Cheryl, die reiche Bitch, Kevin, der Homosexuelle, Jughead, der Nerd, dessen Vater ein stadtbekannter Krimineller ist... Hier wird nichts ausgelassen, aber mit jedem Klischee wird auch etwas gespielt. So hat Archie nicht nur das eine im Kopf, sondern strebt eine Musikkarriere an, Betty scheint auch eine Böse Seite zu haben und Veronica ist viel tiefgründiger, als man vermuten mag. Auch die Erwachsenen Charaktere schwanken zwischen gut und böse und haben ihre eigenen Kleinkriege, so scheint Veronicas Vater überall seine Finger drin stecken zu haben, obwohl er im Gefängnis sitzt und Cheryls reiche Eltern sabotieren Archies Vater, wo es nur geht.

    Es mag etwas überraschend sein, aber viele der Handlungsstränge - und wie man lesen konnte gibt es da einige -, werden sogar in der ersten Staffel beendet. Folge 12 bietet so viele Antworten wie in manch anderen Serien das Serienfinale. Natürlich werden auch neue Fragen gestellt, aber es muss ja auch noch Raum für eine zweite Staffel sein, die bereits bestellt wurde. Aber es ist schön anzusehen, nicht nur Fragezeichen, sondern auch mal einige Ausrufezeichen zu sehen, da gibt es einige anderen Serien dieses Genres, die da einige Staffeln mehr brauchen ("Pretty Little Liars" *hust*).

    Schauspielerisch ist die Serie nicht der größte Wurf, aber durchweg grundsolide. Bei den Erwachsenen fällt Mädchen Amick am meisten auf, obwohl sie als Bettys Mutter wenig Sympathiepunkte besitzt. Als jedoch die dunkelsten Geheimnisse der Familie ans Tageslicht kommen, spielt sie sehr überzeugend. Marisol Nichols, "Scream"-Killer Skeet Ulrich und gealterter "Beverly Hills, 90210"-Darsteller Luke Perry spielen solide, während der Zuschauer sich bei Nathalie Boltt und Barclay Hope, die das Ehepaar Blossum verkörpern, fragt, ob sie überzeugend böse oder schlecht überzeichnet schauspielern.

    Ähnliches Problem wie ihre Serien-Eltern hat auch Madelaine Petsch, die zwar in einigen Szenen zeigt, dass sie schauspielerisch etwas drauf hat, aber häufig einfach zu kalt und überzeichnet ist, dass ihr Schauspiel als schwankend zu bezeichnen ist. In jeder Sekunde überzeugen kann Cole Sprouse als Jughead, der nicht nur der Nerd der Gruppe ist, sondern auch nichts geschenkt bekommt. Sein Vater ist kriminell, seine Mutter ist abgehauen, er lebt in einem alten Kino, das abgerissen wird; das alles verkörpert Cole Sprouse erstklassig und es freut, dass sein Charakter in der zweiten Hälfte der Staffel mehr Screen-Time bekommt. K.J. Apa als Archie ist der Schönling mit seinen guten Momenten, Camila Mendes als Veronca ist das hübsche reiche Mädchen, die durchweg solide spielt und schließlich noch Lili Reinhart als Betty, die ebenfalls ihre guten Momente hat und zu überzeugen weiß.

    Wie anfangs beschrieben hat fast jeder Charakter seine eigene Geschichte, leider wird die eigentliche Hauptstory, wer also Jason Blossom ermordet hat, in der Mitte der Staffel ein wenig vernachlässigt, um sich der Nebenstorys zu widmen. Dass viele der Geschichten am Ende jedoch ein Ganzes ergeben, weiß man zunächst nicht, wodurch die Mitte der Staffel leider etwas schwächer ist, bis in Folge 12 nicht nur eine Bombe platzt und die Folge zu einem schockierenden Finale macht, die das eigentliche Finale in Folge 13 etwas alt aussehen lässt, trotz solidem Cliffhanger.



    Fazit

    Obwohl Riverdale voller Klischees steckt, nur solide gespielt ist und gegen Mitte ein wenig schwächer ist, passt fast alles: Die Charaktere sind interessant und haben alle ihre Momente, die Serie ist ziemlich düster und macht durchgehend Spaß, bietet spannende Unterhaltung sowie überraschende Wendungen, die viele Fragen beantworten, aber auch neue aufwerfen, um neugierig auf die kommende zweite Staffel zu machen. Für Fans des Genres sicherlich ein Tipp!

    7,5/10
    :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2: :stern2:
    Infos
    Originaltitel:
    Riverdale
    Land:
    USA
    Jahr:
    2017
    Studio/Verleih:
    The CW, Netflix
    Regie:
    Lee Toland Krieger, Steven A. Adelson, Allison Anders, David Katzenberg, Mark Piznarski, Lee Rose, Rob Seidenglanz, Kevin Rodney Sullivan, Jesse Warn, Dawn Wilkinson
    Produzent(en):
    Jon Goldwater, Sarah Schechter, Roberto Aguirre-Sacasa
    Drehbuch:
    Roberto Aguirre-Sacasa (Comic), Michael Grassi, Aaron Allen, Greg Berlanti, Julia Cohen, James DeWille, Yolonda Lawrence, Britta Lundin, Ross Maxwell, Brian E. Paterson, Tessa Williams, Nicolaas Zwart
    Kamera:
    Stephen Jackson, David Lanzenberg
    Musik:
    Blake Neely
    Genre:
    Drama
    Darsteller:
    K.J. Apa, Lili Reinhart, Camila Mendes, Cole Sprouse, Marisol Nichols, Luke Perry, Casey Cott, Madelaine Petsch, Mädchen Amick, Mark Consuelos, Lochlyn Munro, Nathalie Boltt, Hayley Law, Barclay Hope, Skeet Ulrich
    Inhalt:
    Jason Blossom ist tot. Dem Erbe des Ahornsirup-Unternehmens wurde in den Kopf geschossen. Die Kleinstadt Riverdale ist geschockt und fragt sich, wer der Mörder ist, so auch Archie und Betty, Mitschüler von Jason sowie seine Schwester Cheryl. Zusammen mit der kürzlich hinzugezogenen Veronica, Tochter aus reichem Hause, deren Vater jedoch wegen Korruption im Gefängnis sitzt sowie den Mitschülern Kevin und Jughead kommen die Jugendlichen nach und nach hinter das Geheimnis des Mordes, aber auch hinter die der Stadt und dessen Bewohner, denn fast jeder hat hier Dreck am Stecken.
    Start (DE):
    26.01.2017-11.03.2017
    Start (USA):
    27.01.2017-12.03.2017
    Laufzeit:
    13x42 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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