The Last Witch Hunter

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  • Einleitung


    Aller guten Dinge sind vier... Oder? Nachdem Vin Diesel bereits drei Filmreihen vorzuweisen hat (in "Fast & Furious", als "Riddick" und demnächst wieder in "xXx - The Return of Xander Cage") dachte er sich anscheinend, dass er noch was in der Sparte Fantasy braucht. Von The Last Witch Hunter ist er zumindest so sehr begeistert, dass er da auch schon angedeutet hat, einen zweiten Teil ins Leben rufen zu wollen. Doch nun startet erstmal Teil 1 in den deutschen Kinos und ob es es sich lohnt, einem Sequel hinterher zu fiebern, klären wir jetzt!


    Kritik


    Wer ein ähnliches Schlachtfest wie "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" erwartet, dem sei gleich mal gesagt, dass The Last Witch Hunter von der FSK mit einer Freigabe ab 12 Jahren durchgewunken wurde. Und ja, sonderlich brutal ist dieser Film hier gewiss nicht. Generell muss man sich fragen, warum hier überhaupt von einem Hexenjäger die Rede ist. Vin Diesel jagt die Hexen eigentlich gar nicht, vielmehr bewacht er sie und guckt, dass es nicht ausufert. Und wenn mal einer gejagt wird, dann ist es eher Vin Diesel selbst. Doch damit nicht genug: Gleich die erste Szene, die noch äußerst verwackelt und dunkel daher kommt, so dass man fast gar nichts erkennt, vergnügt den Zuschauer mit einem großen Logikloch: Die böse Oberhexe verzaubert den "Hexenjäger" Vin Diesel mit Unsterblichkeit! Bitte was? Ja, ihr habt richtig gelesen. Zwar versucht man am Ende, das ganze plausibel darzustellen, jedoch stellt sich auch dann noch die Frage, warum die Hexe nicht einen x-beliebigen Dorfbewohner verzaubert hat oder sich nicht einfach selbst mit Unsterblichkeit segnete. Nun ja, aber so weiß man zumindest gleich, mit welcher Sorte Film man es hier zu tun bekommt: seichte Unterhaltung mit wenig Hirn.


    Hat man sich damit mal abgefunden, dann hat man mit der ersten halben Stunde durchaus seinen Spaß. Ein paar Szenen sind gut gelungen, der Humor wird dezent gestreut und erheitert die Gemüter der Zuschauer und die Oberhexe sieht wirklich fies aus - tolle Maske! Die Effekte sind nett und sehenswert, bleiben aber nicht im Gedächtnis. Insgesamt betrachtet befindet man sich auf einem guten bis sehr guten Direct-to-DVD-Niveau, kommt aber nicht darüber hinaus. Das ist zwar ganz okay, warum man aber dafür ein Kinoticket lösen sollte, erschließt sich nicht ganz. Denn sehr viel mehr hat der Film dann auch nicht zu bieten.

    Die Dialoge und die Geschichte sind jetzt nicht sonderlich ausgereift und alles scheint schon mal da gewesen zu sein - nur eben besser. Nachdem dann also nach der ersten halben Stunde die Kurve stetig Richtung Hölle zeigt und der freie Fall kaum aufzuhalten scheint, fragt man sich dann schon, warum man überhaupt im Kino sitzt. Die Schauspieler können da dann auch nichts mehr bewegen. Zwar wissen die Actionsequenzen weiterhin zu gefallen, für einen empfehlenswerten Film reicht das aber nicht aus, zumal die ruhigen Stellen recht zäh, trocken und uninteressant sind. Selbst die Wendung gegen Ende ist wenig überraschend, was aber auch wieder zum Film passt: Alles verläuft nach Schema F. Würde sich der Film wenigstens nicht zu ernst nehmen, könnte man durchaus seinen Spaß haben, doch das ist leider nicht der Fall.


    Fazit


    Auch, wenn das alles ziemlich hart klingt: ganz so mies ist The Last Witch Hunter dann doch nicht. Es wirkt eben nur gewollt, aber nicht gekonnt. Allein die Tatsache, dass Genrefans durchaus auf ihre Kosten kommen könnten, rettet den Film noch einmal gerade so ins Mittelmaß. Allerdings sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, dass man hier keine Innovationen, keine Selbstironie, eine schwache Story und so gut wie keine Gewalt zu sehen bekommt. Auf einen zweiten Teil können wir zumindest getrost verzichten.

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    Bewertung: 5/10
    Infos
    Originaltitel:
    The Last Witch Hunter
    Land:
    USA
    Jahr:
    2015
    Studio/Verleih:
    Concorde Filmverleih
    Regie:
    Breck Eisner
    Produzent(en):
    Mark Canton, Bernie Goldmann
    Drehbuch:
    Cory Goodman, Matt Sazama, Burk Sharpless
    Kamera:
    Dean Semler
    Musik:
    Steve Jablonsky
    Genre:
    Fantasy
    Darsteller:
    Vin Diesel, Rose Leslie, Michael Caine, Elijah Wood
    Inhalt:
    Kaulder (Vin Diesel), einer der letzten Hexenjäger der heutigen Welt, muss New York vor zerstörerischen Kräften beschützen. Nicht ganz freiwillig verbündet sich der unsterbliche Jäger hierzu mit Chloe (Rose Leslie), um den zahllosen Hexen und Zauberern, die unter der Herrschaft der niederträchtigen Hexenkönigin (Julie Engelbrecht) ihr Unwesen treiben, das Handwerk zu legen. Diese scheinen sich bedrohlich zu vermehren, nachdem sie bereits einen Großteil der Hexenjäger getötet haben. Bald liegt es allein an dem ungleichen Duo, die wachsende Hexen-Armee und ihre Königin endgültig zu stoppen...
    Start (DE):
    22. Oktober 2015
    Start (USA):
    23. Oktober 2015
    Laufzeit:
    106 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Links
    deutsche Webseite:
    http://www.thelastwitchhunter-film.de/home/

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