Als unkompliziert könnte man auch den gesamten A-Team-Film bezeichnen den Joe Carnahan uns hier präsentiert. Man umschifft einen umständlichen Einstieg in das Geschehen zunächst einmal dadurch, dass man den Film um eine Origin-Storyline herum konzipiert hat. So erfährt man alles Wichtige über die Charaktere während einer praktisch den gesamten Film umfassenden Einführungsphase. Dabei ist dies keineswegs eine negative Sache. Man schafft eine klare Strukturierung der Geschichte und kann sich auch genügend Zeit herausnehmen um die Eigenarten der Charaktere zu beleuchten.Und die Charaktere waren und sind doch noch immer das, was am A-Team einen großen Teil des Spaßes ausgemacht hat. Fox hat es hier mit einem starken Cast geschafft die ikonenhaften Figuren des Teams neu auferstehen zu lassen. Liam Neeson ist der geborene Anführer macht seine Sache als Hannibal sehr gut. Bradley Cooper sieht wohl sogar besser aus als das bei Face früher der Fall war und Sharlto Copley muss sich als Murdock ebenfalls nicht verstecken. Lediglich Quinton Jackson kommt mit seiner Präsenz nicht an das Vorbild heran. Was positiv ist: Die Goldketten wurden nicht übernommen. Manche Sachen bleiben dann doch besser in den 80ern.
Dass auch der weitere Cast zu überzeugen weiß ist indes ein Bonus aber sicher nicht entscheidend. Denn das Entscheidende bleiben die vier Hauptcharaktere. Das ist auch gut so denn ein großer Teil des Spaßes machte schon immer die Dynamik zwischen den Angehörigen des Teams aus. Ihre kleinen und größeren Probleme miteinander, von denen nicht wenige auf Murdocks Verrücktheit zurückzuführen waren.
Und auf diese muss auch hier keiner verzichten. Insgesamt bietet der Film durchaus einen ansprechenden Witz. Viel Situationskomik und Wortwitz lockern die ernsten und actionreichen Passagen immer wieder auf. Dabei kommen die Scherze bisweilen auch schon mit dem sprichwörtlichen Holzhammer daher, wer von diesem Film jedoch Subtilität erwartet, der ist definitiv falsch.Das Prunkstück des Filmes sind selbstverständlich die ausgedehnten Actionsequenzen, von denen gerade zwei im Gedächtnis bleiben. Beide sind sehr nett ausgedacht, kranken jedoch leider etwas am übermäßigen Einsatz von CGI-Spezialeffekten, die in einem Maßstab wie sie hier zu sehen sind einfach nie so gut aussehen, dass man nicht versucht wäre zu sagen, dass hier weniger mehr gewesen wäre. Das ist schade, aber zu verkraften, denn der Gesamteindruck bleibt positiv.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass die Adaption des A-Teams durchaus gut gelungen ist. Action und Humor passen, die Charaktere sind noch immer liebenswürdig und Joe Carnahan hat mit der Regie einen rundum soliden Job abgeliefert. Angesichts des gegenwärtigen Einspielergebnisses des Filmes ist eine Fortsetzung alles andere als gewiss, von kreativer Seite her würde jedoch kaum etwas gegen eine Weiterführung sprechen. Wir werden abwarten müssen wie sich Fox entscheidet.
Fazit:
In lockerer Actionatmosphäre bietet die A-Team-Adaption soliden bis guten Filmspaß, an dem nicht nur Fans der Serie Freude haben dürften. Mit frischen Gesichtern gelingt eine Neuauflage, die der Vorlage in wichtigen Punkten treu bleibt, sich jedoch nicht in Nostalgie verliert. Joe Carnahan entwarf eine Version die keineswegs innovativ ist, das hat hier aber auch keiner erwartet.



