
Dreizehn Jahre ist es her, dass Jim Levenstein (Jason Biggs) zusammen mit Oz (Chris Klein), Kevin (Thomas Ian Nicholas) Finch (Eddie Kaye Thomas) und joah, auch Steve Stifler (Seann William Scott) seinen Highschoolabschluss machte und dort die Liebe seines Lebens in Form von Michelle (Alyson Hannigan) traf. Nun steht das Klassentreffen an und alle reisen ein wenig früher an, um nach langer Zeit mal wieder gemeinsam etwas zu unternehmen. Zwar sind alle, bis auf Stifler, recht bodenständig geworden, sind verheiratet, haben Kinder und Ziele, doch das muss nicht bedeuten, dass die Tage langweilig werden. Denn es passiert, was passieren muss: Die Clique tritt von einem Fettnämpfchen ins nächste und es gibt unglaublich viel Liebes-Wirr-Warr, wenn alte Bekannte wie Vicky (Tara Reid) und Heather (Mena Suvari) auftauchen.
Eigentlich muss man sagen, dass an American Pie: Das Klassentreffen nur neu ist, dass die Hauptdarsteller erwachsen sind. Die Thematik ist ähnlich angelegt wie im ersten Film. Ist das schlimm? Nein, denn hier wirkt es nicht wie eine Kopie, sondern vielmehr wie ein Déjà-vu. Vieles ist bekannt, doch es wirkt anders, allein wegen der Tatsache, dass die Protagonisten nicht mehr 16 sind, sondern alle um die 30!Es ist unglaublich, dass so gut wie jeder Charakter aus dem ersten Film wieder auftaucht. Auch die Nebenrollen sind wieder mit dabei: Natasha Lyonne, John Cho, Justin Isfeld, Shannon Elizabeth und Chris Owen als Sherminator. Natürlich dürfen auch Jennifer Coolidge als Stifler's Mom und Eugene Levy als Jim's Dad nicht fehlen. Es hat lange gedauert und es musste ein passender Termin gefunden werden, um wirklich alle wieder vor die Kamera zu bekommen. Es ist zwar toll alle wiederzusehen, doch gegen Ende hat man das Gefühl, als hätte man noch ein paar vergessen und schnell eine Szene für sie geschrieben, damit sie noch im Film auftauchen. Schade, das hätte man vielleicht auch anders lösen können.
Das Thema Humor... Sah es im Trailer noch danach aus, als ginge es, abgesehen von ein paar kleinen Ausnahmen, etwas harmloser zur Sache, hat man sich wohl getäuscht. Sex ist das Hauptthema, doch nicht wie damals, es endlich zu tun, sondern vielmehr es endlich wieder zu tun in einer Ehe, die eingefrohren ist oder der Versuchung zu wiederstehen, jemanden zu betrügen. Dabei fehlt es nicht an nackter Haut und auch Jason Biggs darf das in die Kamera halten, was sonst unter einer Socke versteckt blieb. Es ist schon unglaublich, dass gerade diese Szenen so viel Situationskomik an den Tag legen, dass sie mit die größten Brüller im gesamten Film sind. Aber auch so gibt es einige Lacher, die die Zuschauer die gesamte Zeit über unterhalten. Hier noch ein kleiner Tipp am Rande: Nicht direkt das Kino verlassen, wenn der Abspann startet! Es folgt eine großartige Szene mit Jim's Dad und Stifler's Mom!
Die Charaktere sind wie immer und die Schauspieler geben ihr bestes. Jason Biggs ist witzig und hat eine tolle Mimik, seine Freunde machen ihre Sache ebenfalls gut, wobei lediglich Seann William Scott etwas ins Auge fällt, weil er sich seinen Freunden gegenüber nicht weiterentwickelt hat, aber doch mehr in ihm steckt! Positiv auffallen tut Tara Reid, die nach vielen Negativschlagzeilen sehr sehr frisch wirkt und sympathisch spielt. Mit am besten agiert jedoch "How I Met Your Mother" und "Buffy" Star Alyson Hannigan, die manchmal ihren etwas durchgeknallten Charakter aus dem ersten Film aufblitzen lässt, ein paar witzige Szenen hat, aber für die meiste Dramatik sorgt - schön gespielt.Fazit:
Dreizehn Jahre ist es her, dass die Gruppe um Jim ihren Abschluss machte. Nach zwei weiteren Abenteuern sind sie erwachsen geworden und kehren zurück für ein Treffen, welches sowohl sympathisch als auch witzig ist!



