Film- & Serienkritiken von Usern
Besucher Wertung: Note 2
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96 Hours


Taken (Originaltitel), Frankreich 2008

Studio/Verleih: Europa Corp. / 20th Century Fox
Regie: Pierre Morel
Produzent(en): Luc Besson, Didier Hoarau, Pierre-Ange Le Pogam, Michael Mandaville, India Osborne
Drehbuch: Robert Mark Kamen, Luc Besson
Kamera: Michel Abramowicz
Musik: Nathaniel Mechaly
Genre: Action / Thriller
zum "96 Hours" Forum-Thema
User-Score:9/10 (88%)


Kritik von boser1504:

Regisseur Pierre Morel hat schon im Jahr 2004 mit dem französischen Überraschungshit „Ghettogangz – Die Hölle vor Paris“ (District B-13) bewiesen, dass er es versteht, Action enorm gut in Szene zu setzen und einen Film dabei spannend zu inszenieren. Damals nahm ihn schon Frankreichs Überproduzent Luc Besson unter die Fittiche und realisierte mit ihm zusammen den Film und bei 96 Hours hat sich daran nichts geändert bis auf die Tatsache, dass jener vor einen viel größeren weltweiten Release steht als sein Debütfilm aus dem Jahre 2004 und wie man deutlich sehen kann ist das Konzept abermals aufgegangen. 96 Hours, oder „Taken“ wie er im Original heißt, hat seine Erwartungen schon jetzt bei weitem übertroffen und bei einem Budget von ca. 19-30 Mio. € liegt er aktuell bei einem weltweiten Einspielergebnis von 178 Mio. US-$ und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass der Film zwar extrem simpel gestrickt ist, dafür aber umso spannender und temporeicher inszeniert ist und man mit Liam Neeson einen wirklich sehr hochkarätigen Darsteller in einer so simplen Handlung wie dieser vorzuweisen hat.

Diese simple Handlung geht einmal mehr aufs Konto von Luc Besson, der dem Anschein nach gerne die Ideen und Drehbücher zu den Filmen beiträgt, die er betreut. Die Story an sich ist wirklich dermaßen simpel, dass man schon praktisch vom Trailer her gut erkennen kann welche Richtung der Film einschlagen wird und diese ist nämlich einzig und allein darauf ausgerichtet, dass Liam Neesons Figur sich auf die gnadenlose Suche nach seiner Tochter begibt und dabei alles und jeden ausnutzt und aus dem Weg räumt der sich ihn in den Weg stellt. Großartige Überraschungen und Plottwists gibt es eigentlich keine, es sind viel mehr die kleinen Dinge am Rande die das Herz des Actionfans höher schlagen lassen. Auf der einen Seite wird nämlich eine völlig ausgelutschte Story, sowie Klischees ohne Ende aufgegriffen, und im Großen und Ganzen sorgt das zwar für B-Movie Flair, aber was für eins. Unglaublich hart und düster bleibt einem doch das eine oder andere Lachen im Halse stecken, während das unglaublich hohe Tempo auf der anderen Seite den Adrenalinpegel des Zuschauer konstant in die Höhe treibt und somit keine einzige Durststrecke aufkommen lässt. Fans von B-Movie Actionern dürften hier sicher auf ihre Kosten kommen, allerdings geht es hier nicht immer so arg übertrieben und poserhaft vor.

Dem Charakter des Brian Mills geht es nämlich viel weniger darum die bösen Buben gezielt auszuschalten als seine Tochter wieder lebendig wieder zu bekommen und nicht an den Menschenhändlerring zu verlieren und dazu ist ihm schlicht und ergreifend ausnahmslos wirklich jedes Mittel recht. Jeder, wirklich jeder, der sich ihm in den Weg stellt oder wichtige Informationen nicht preis geben will wird erbarmungslos gejagt, malträtiert oder auch gefoltert wenn es sein muss und dabei kennt er absolut keine Gnade, denn für seine Tochter würde er alles tun und erst recht durch die Hölle gehen und die Darstellung des ehemaligen Topagenten ist wirklich enorm gut gelungen, zwar zeigt auch er, wie viele seiner Genrekollegen nur wenig physische Verletzlichkeit, aber dafür ist er auch um so gerissener und nutzt wirklich jede Gelegenheit seinen Gegner zu überkommen und seine Kampfkünste kommen dabei auch relativ realistisch und glaubhaft rüber, sind aber trotzdem knüppelhart und auch tödlich. Diese Rolle des Brian Mills wird den 1,96 Meter großen irischen Kannte Liam Neeson zu Teil, den man zuletzt im Blockbustermilieu 2005 in "Batman Begins" gesehen hat. Vornehmlich spielt er jedoch eher Charakterrollen und wurde z.B. für seine Rolle des Oscar Schindlers mit Lob nur so überhäuft, sogar eine Oscarnominierung brachte ihm diese ein und jetzt spielt so ein Schauspieler auf einmal in einem kleinen, fiesen dreckigen europäischen Actionthriller?! Ja, das tut er und die Art wie er spielt ist fürs Genre einfach umwerfend, da er ungemein intensiv spielt und die Tragik seiner Figur wirklich sehr überzeugend rüberbringt. Er hat ein paar wirklich sehr starke Momente, die ganz besonders gegen Anfang während der ruhigen Einführung besonders gut zu Geltung kommen. Er hat wahrlich eine Glanzleistung vollbracht und trägt den gesamten Film nahezu allein auf seinen Schultern, sodass sogar die anderen Charaktere daneben kaum Platz haben.

Dies ist allerdings weniger schlimm, da in solchen Filmen eh am meisten Wert auf die Hauptfigur gelegt wird, die auch folglicherweise die größte Bildschirmpräsenz vorzuweisen hat. Danach kommt dann meistens der Bösewicht, doch in 96 Hours ist das etwas anders, da es im Grunde keinen spezifischen Bösewicht gibt, sondern die Organisation an sich, ihre Hintermänner und Kontaktpersonen und Kunden gemeinsam die Bösen darstellen. Für Fans des Genres dürfte das Fehlen einer markanten Figur auf der Gegenseite möglicherweise Wermutstropfen sein, aber da 96 Hours bzw. "Taken" ohnehin nicht ganz so übertrieben ist wie andere Vertreter des Genres und als durchaus realistischer betrachtet werden kann, finde ich persönlich die Idee die Organisation an sich als Bösewicht darzustellen nicht schlecht, zudem auf dieser Art und Weise das Geschehen eigentlich gar nicht von der grandiosen Darbietung des Hauptprotagonisten abgelenkt wird und der Zuschauer eigentlich nie mehr weiß als die Figur des Brian selber, da nie irgendwohin gewechselt wird. Aus diesem Grund jedoch werden die wenigen Figuren auf der guten Seite ebenfalls nur zu Randerscheinungen degradiert und bekommen zwar genau so wenig, wenn nicht sogar weniger Präsenz ab als in gewöhnlichen Genrefilmen, aber auf der anderen Seite stören sie ohnehin dort meistens und ihren Zweck erfüllen sie auch in 96 Hours96 Hours mit Bravour und der wäre nämlich einzig und allein da zu sein, um die Dramatik zu gewährleisten. Famke Janssen ist als Brians Ex-Frau zunächst wirklich unausstehlich, doch nach den ersten Tränen tut auch sie schon einem leid und Maggie Grace als Brians innig geliebte Tochter ist dermaßen süß und nett, dass der Zuschauer sie unbedingt gerettet sehen will, weshalb man dann auch mal ganz gerne Brians unmoralische und fragwürdige Methoden billigt.

Das war nämlich schon immer der Knackpunkt in den Actionern der 80er und 90er, nämlich der Aspekt der Selbstjustiz, doch hier wird er ein klein wenig anders aufgearbeitet, da Mills es nicht zu einer Sekunde zum Selbstzweck verkommen lässt, da die Zeit gnadenlos gegen ihn arbeitet und er jede Sekunde nutzen muss und wenn er nicht anders weiter kommt, dann hat er halt keine andere Wahl und muss die Fäuste einsetzen, das Schießeisen oder aber auch die Daumenschrauben ansetzen wenn ihm dazu die Zeit bleibt und als ehemaliger Topagent, der schon so einige hässliche Einsätze hinter sich hat, kann er das noch außerordentlich gut. In diesem Fall heißt es nicht: wer rastet der rostet. Die Action ist zwar PG-13 tauglich, reizt dies allerdings bis an die Grenzen aus. Es wird zwar nicht immer drauf gehalten und vieles nur angedeutet, aber allein das dargebotene reicht schon aus um den Film einen unglaublichen Härtegrad zu verpassen, wer hätte denn schon jemals damit gerechnet, dass man mal wieder eine richtig derbe Folterszene in einem PG-13 Actioner zu sehen bekommt und auch bei den Kampfszenen dürfen so einige Knochen der Badguys zerbersten. Die Choreographie bleibt dabei stets auf einem enorm guten Level, was den ganzen Film über sehr authentisch wirkt, so springt Neeson nicht wie ein Tony Jaa durch die Gegend sondern setzt altbewährte Handgriffe ein sowie Kanten und harte Gegenstände, die er mit seinen Gegner konfrontiert bzw. konfrontieren lässt. Auch die Shoot-Outs sind dabei sehr realistisch und überschaubar geblieben, wie man es von den Franzosen kennt und auch mittlerweile liebt. Denn zur heutigen Zeit verliert man in Hollywood immer schneller die Übersicht, wenn die Action so richtig los geht.

In 96 Hours wird zwar ebenfalls schnell geschnitten um eine Atmosphäre voller Hektik und Bedrohung zu erzeugen, aber hier bleibt alles noch einigermaßen überschaubar, Kameramann Michel Abramowicz sei Dank. In vielen französischen Produktionen hat er sein Können schon unlängst unter Beweis gestellt, worunter besonders der Mysterythriller „Imperium der Wölfe“ mit Jean Reno aus letzten Jahren auffallen dürfte. Während die Szenen im Intro in Los Angeles noch einigermaßen farbenfroh daherkommen sind die Szenen in Paris da schon um einiges düsterer. Im Allgemeinen spielt der Film sowieso zu ca. 90% dort, was allerdings nicht zwingend heißen muss, dass man Paris in einem schlechten Licht hat darstellen lassen, schließlich sind ja die Franzosen selber hier am Werk gewesen und nicht irgendwelche untalentierten Amerikaner, die keinen blassen Schimmer von Europa haben. Der Film an sich kommt daher auch zum Glück wie eine waschechte europäische Blockbusterproduktion rüber und wartet mit einem verhältnismäßig hohen Budget von 19-30 Mio. € auf, doch der Aufwand hat sich alle Mal gelohnt wie uns auch die Einspielergebnisse deutlich machen wollen. Optisch bringt uns der Film ein paar sehr ansehnliche Aufnahmen der Millionenmetropole, der sie zeigt wie sie ist und zwar gespalten wie die meisten von ihnen. Auf der einen Seite gibt es die ganz normalen Gegenden, wo sich die normale Bevölkerung rum treibt, doch auf der anderen Seite gibt es auch die schäbigen und heruntergekommen Viertel, die zum Glück nicht übertrieben asozial und gefährlich dargestellt werden, sondern einfach heruntergekommen, so dass man sich dort sichtlich unwohl fühlen würde, wenn man da sein würde.

Dieses Gefühl der Unbehagen wird dann noch einmal deutlich von der musikalischen Komponente hervor gehoben und bekräftigt. Für jene musikalische Komponente ist der französische Komponist Nathaniel Mechaly zuständig, der für einen Thriller gewohnt gute Kost abliefert. Seit 2001 steuert er seine musikalische Note zu französischen TV-Produktionen als auch Kinofilmen dabei, worunter auch bisher schon der eine oder andere Thriller zählt. Ein Thriller steht und fällt zwar nicht direkt mit seiner musikalischen Untermalung doch die richtige Untermalung kann dafür sorgen, dass die Spannung noch einmal ungemein hervorgehoben werden kann und dies ist auch in Pierre Morels Actionthriller 96 Hours der Fall. Auf der einen Seite klingt der Soundtrack ungemein modern und spannend, wie z.B. das instrumentale und geballte Hämmern des Orchesters, was die Spannung und die brachiale Action ein weiteres Mal deutlich hervorhebt. Auf der anderen Seite kann es aber auch mal etwas elektronisch und rockig werden, insbesondere in den Actionszenen, die damit mehr als treffend untermalt werden, da sich der Soundtrack nicht allzu sehr aufdrängt. In den ruhigere Szenen bekommt man wiederum ein paar sehr sanfte und ruhige Klänge zu Pianoklänge, sowie Geigenstriche zu hören, die besonders der Dramatik zu gute kommen und sie optimal zu unterstützen verstehen. Ansonsten bekommt man im Abspann ein besonderes Schmankerl zu hören. Die belgische Alternative Rockband „Ghinzu“ steuerte nämlich „The Dragstar-Wave“ zum Soundtrack des Films bei und das Stück gibt die Stimmung des gesamten Films wirklich mehr als nur treffend wieder. Es ist zwar rockig, wird aber dabei permanent von einem sehr schnellen, aber dafür umso ernsteren und düsteren Klavierthema begleitet, während die Jungs selber zum Teil singen, zum teil aber auch etwas aggressiven Sprechgesang zum besten Geben, was als Resultat nahezu bedrückend düster, unruhig und todernst wirkt und zwar genau so enorm wie der Film an sich.

Fazit:
Einmal mehr hat der französische Erfolgsproduzent Luc Besson bewiesen, dass seine Filme wirklich das Geld wert sind mit dem sie hergestellt werden. Zwar besticht 96 Hours bzw. „Taken“, wie er im Original heißt, viel weniger mit einer komplexen und nahezu klischeefreien Handlung als mit einer wirklich überaus harten und schnörkellosen Inszenierung, wobei ganz am Rande sogar nicht nur Actionfilm Klischees aufgegriffen werden, sondern auch zum Teil damit abgerechnet wird, doch mehr sei an dieser Stelle mal nicht verraten. Hinzu kommt auch noch, dass das Experiment einen A-Klasse Schauspieler in einen B-Movie Actionthriller zu implantieren wirklich mehr als nur geglückt ist. Mit Liam Neeson als starken Hauptdarsteller mit einer noch viel, im wahrsten Sinne des Wortes, stärkeren (jedoch physisch gemeint) Figur das die simple Formel, sowie das einfache Drama spielend leicht auf, so dass das Drama funktioniert und die Spannungs- und Adrenalinkurve permanent in die Höhe schießen kann und bis zum Ende keine Ruhe gefunden wird. Der Franzose Pierre Morel durfte sich nun endgültig als Actionregisseur etabliert haben, da auch sein zweiter Actionfilm enorm gut inszeniert ist und ein wirklich irres Tempo vorlegt. Im Vergleich zu den viel teureren US-Produktionen braucht sich 96 Hours keines Wegs verstecken, da die Europäer, speziell die Franzosen, ein sehr gutes Händchen für spannende Action entwickelt haben und besonders in den letzten Jahren es immer wieder Schaffen US-Produktionen locker in die Tasche zu stecken und 96 Hours ist ein Paradebeispiel dafür. So muss ein simpler Actionthriller sein, knallhart, düster, dreckig und politisch unkorrekt und hier wurde eigentlich alles richtig gemacht. Teil zwei kann kommen, hierfür gibt es souverän hervorragende:

Bewertung: 9/10 (85%)

Kritik von Sebastian Wiegmann:

Mit seinem actiongeladenen Regiedebüt GHETTO GANGZ aus dem Jahr 2004 hat Pierre Morel ohne Zweifel bewiesen, dass er ein Händchen für die Inszenierung von atemberaubenden Kampfszenen, wilden Schießereien und abgedrehten Charakteren besitzt.

Sein neuster Streich hört auf den Namen 96 HOURS und ist mit Liam Neeson und Famke Janssen prominent besetzt und auch Luc Besson hat wie schon für GHETTO GANGZ wieder als Co-Autor die Feder geschwungen und am Drehbuch mitgeschrieben.

96 HOURS erzählt die Geschichte von Bryan Mills (Liam Neeson), einem Ex-Agenten, der seinen Job an den Nagel gehängt hat, um mehr Zeit für seine Tochter Kim (Maggie Grace) aufbringen zu können, nachdem schon zuvor die Ehe mit seiner Frau Lenore (Famke Janssen) aufgrund seiner Arbeit in die Brüche gegangen ist. Als Kim dann die Einwilligung ihres Vaters braucht, um mit ihrer Freundin Amanda in Frankreich Urlaub machen zu können, ist der überfürsorgliche Bryan zunächst gegen die Reise, ehe er nachgibt und dem Urlaubsvorhaben seiner Tochter zustimmt. Es kommt, wie es kommen muss, denn kaum in Frankreich gelandet, werden Kim und Amanda aus ihrem Penthouse von Menschenhändlern entführt. Von diesem Moment an gibt es für Bryan kein Halten mehr. Er nimmt die Spur der Entführer auf und setzt alles daran, seine geliebte Tochter zu finden, denn ihm bleiben nur 96 Stunden, bevor Kim für immer spurlos verschwunden sein wird...

In erster Linie ist 96 HOURS ein wirklich brillanter Rachethriller, der nahtlos da weiter macht, wo Serien wie 24 oder Filme wie DEATH SENTENCE aufgehört haben, denn 96 HOURS wirft ebenfalls die Frage auf, wie weit eine einzelne Person gehen darf, um einen geliebten Menschen zu beschützen? Trotz dieser Gemeinsamkeiten unterscheidet sich Pierre Morels 96 HOURS von den oben genannten Genrebrüdern, da Morel mit seinem Film ein Problem thematisiert, dass bei all den Terrordrohungen und Klimakatastrophen nur allzu oft übergangen wird: der Handel mit Menschen.

In ungeschönten Bildern zeigt Pierre Morel, was für ein Schicksal die Mädchen erwartet, wenn sie in die Fänge solcher Schlepperbanden geraten und wie ausweglos ihre Situation ist. Sie finden sich wieder in einem Kreislauf aus Drogen, Sex und Gewalt, der so abscheulich und widerwärtig ist, dass den Mädchen der Tod wie eine Erlösung aus dem Tal der Qualen, das sie durchschreiten, erscheinen mag.

Pierre Morel gelingt es durch die oben geschilderte Thematik 96 HOURS eine düstere und bedrückende Grundstimmung zu verleihen, die weder künstlich aufgesetzt wirkt noch die Inszenierung in die Unglaubwürdigkeit abdriften lässt.

Darüber hinaus setzt er die Action in 96 HOURS schonungslos und konsequent in Szene und dabei empfinde ich es als besonders bemerkenswert, dass seitens der Filmemacher auf den in letzter Zeit sehr beliebten Stakkato-Schnitt verzichtet worden ist, der regelmäßig die Synapsen selbst gestandener Actionfans durchknallen lässt. Der Vorteil, den der Zuschauer aus dieser Schnittpolitik zieht, liegt ganz klar auf der Hand, denn in 96 HOURS kann er die Kampfsequenzen nicht nur erahnen, er kann sie sehen, ja gerade zu genießen und genau das ist es doch, was einen guten Film ausmacht, das Genießen...

Liam Neeson weiß in seiner One-Man-Show als unbarmherziger Ex-Agent und besorgter Vater, der sich seinen Weg prügelnd, schießend oder auch gerne folternd durch Paris ebnet, absolut zu überzeugen, genauso wie Famke Janssen als emotional distanzierte Ex-Frau. Obwohl der restliche Cast eher im Hintergrund operiert, weil der Fokus von 96 HOURS klar auf der exzellenten Darbietung von Liam Neeson liegt, fällt keiner negativ aus dem Rahmen. Alle Schaupieler beherrschen ihr Fach und sei es auch nur, um tot umzufallen (denn auch das will gelernt sein).

Der geneigte Zuschauer von heute ist nicht zuletzt dank des CTU-Agenten Jack Bauer recht versiert, was DIY-Foltermethoden anbelangt, doch auch hier überrascht 96 HOURS die Heimwerker unter uns mit einem echten Schmankerl. Alles was es dafür braucht sind zwei Nägel und einen intakten Stromanschluss. Wer sich jetzt noch erinnern kann, welche Rolle eine Tischlampe in der 4. Staffel von 24 gespielt hat, der wird erahnen können, was hier auf ihn zukommt...

Die Filmmusik in 96 HOURS sticht nicht sonderlich heraus, untermalt die wichtigen Szenen des Films aber stets mit den richtigen Tönen und wirkt dadurch passend, stilvoll und nie aufdringlich. Gleiches gilt für die Kameraarbeit, die ich zu keiner Zeit als atemberaubend oder innovativ bezeichnen möchte, den Film aber routiniert in geschmackvollen Bildern erzählt und die Schlüsselszenen gut zur Geltung kommen lässt.

Fazit:
96 HOURS ist ein von Pierre Morel ausgezeichnet inszenierter Rachethriller, der inhaltlich auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Für diejenigen unter uns, die an Filmen wie DEATH SENTENCE, VIER BRÜDER oder Serien wie 24 Gefallen finden, ist der FIlm ein Must-See, für alle anderen definitv einen Blick wert.

Ich jedenfalls freue mich schon jetzt auf die DVD.

Bewertung: 9/10 (90%)
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