Film- & Serienkritiken von Usern
Besucher Wertung: Note 2
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2012


2012 (Originaltitel), USA 2009

Studio/Verleih: Sony Pictures Releasing
Regie: Roland Emmerich
Produzent(en): Roland Emmerich, Larry J. Franco, Harald Kloser
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser
Kamera: Dean Semler
Musik: Harald Kloser
Genre: Action, Katastrophenfilm
zum "2012" Forum-Thema
User-Score:2/10 (20%)


Kritik von stuforcedyou:

Vielleicht hat er als Kind zu wenig mit Bauklötzen gespielt und die Arbeit als Regisseur und Autor erlaubt ihm nun die verpassten Destruktionen nachzuholen. Die Rede ist von Roland Emmerich der mit „2012“ nun seinen ultimativen Katastrophenfilm in die Kinos dieser Welt brachte. Eine Welt die Emmerich im Titelgebenden Jahr ohne Rücksicht auf Verluste untergehen lässt. Die Gigantomie von „2012“ besteht darin, dass hier wirklich versucht wird alles zu zerstören, nur bei den Klischees lässt der Milde walten und trampelt sie ohne Verluste in die dünne Handlung ein. Zu oft diese Schablonen dabei noch größer und unüberwindbarer als etwa die friedliche Yellowstone, der sich innerhalb weniger Minuten zu einem monumentalen Vulkan verwandelt.
„2012“ nimmt sich im Gegensatz zum Yellowstone aber erheblich mehr Zeit um sein Ziel zu erreichen. Zweieinhalbstunden gibt es Tsunamis, Explosionen, Erdbeben, Feuerbrünste, Schicksale sowie Logiklöcher und irgendwo dazwischen versuchen sich eine handvoll Darsteller zu beweisen. Ein edler Versuch, aber weder das Skript noch die exorbitanten Situationen lassen es zu, dass sich Figuren entwickeln und Schicksale wirklich interessant werden. Hätte Emmerich die Klischees nicht so aufgeladen wie seine Katastrophen, man hätte mit dem erfolglosen Autor Jackson Curtis mitfiebern können, so aber bleibt er wie die anderen Charaktere nur eine leere Hülle mit dem typischen John Cusack Hundeblick.

Roland Emmerichs Zerstörungsorgie besitzt ihre guten Momente, da steht außer Frage, doch diese Momente stammen alle aus den Rechnern der Effektmacher. Wenn das weiße Haus von einer Flutwelle mitsamt Flugzeugträger niedergewalzt wird oder die riesigen Archen, die zumindest eine kleine Schar von Menschen retten, gegen den Mount Everest schippert, lässt „2012“ die Technikmuskeln spielen. Aber diese Schauwerte sättigen schnell und bei über 150 Minuten Film lässt sich ein unangenehmes Völlegefühl einfach nicht vermeiden, besonders weil der Film auch nicht auf Moralpredigen und dickflüssigen Pathos im gefühlten Minutentakt verzichtet. Vor allem der immer wieder kehrende Appell an die Menschlichkeit wirkt bei den ganzen räudigen, abgenutzten Klischees befremdlich bis ambivalent.
So geht der scheinheilige Katastrophen-Overkill „2012“ wie die Welt unter, erdrückt von Mutlosigkeit und dem eigenen Gigantismus.

Bewertung: 3/10 (30%)

Kritik von tobiaslischka78:

Eine späte Kritik der vermeintlichen "Mutter aller Katastrophenfilme", oder wie man so zu sagen pflegt, Roland Emmerich ist wieder in seinem Element. Leider schafft es der Film nicht, über sinnentleertes, seelenloses Bombastentertainment ohne Anspruchsdenken und einem gewissen Hang zur Logik hinauszukommen.
Darüber hinaus offeriert der Film Dialoge, die einer Parodie, passend zum Genre, jederzeit gut tun würden. Jeder Dialog des Filmes würde einer abendlichen Dailysoap im amerikanischen Free-TV oder auch deutschen Unterhaltung Marke "GZSZ" gut tun bzw. dieser ohne Probleme gerecht werden. Es bleibt festzuhalten, das dem modernen Event-Kino nach deutlich mehr verlangt, um erfahrene, filmerprobte Kinogänger restlos zu überzeugen. Aber leider wurde eine weitere Chance mal wieder vergeben!
Die Dialoge des Films wirken von der gesamten Wortwahl, vom Satzbau und der Satzstruktur und der vermittelten Botschaft so hanebüchen konstruiert, das der Kinozuschauer alleine hier schon kein Spaß mehr an der Teilnahme an 2012 empfinden kann und sich schon nach den ersten 20 min zwecks Unterhaltung Widerstand breit macht.

Es bleibt wieder zu bemängeln, das 2012 nahezu alle Fehler wiederholt, die schon die "grandiosen" Vorgänger the day after tomorrow, independence day und 10000 B.C gemacht haben. 2012 reiht sich nahezu ein in diese Blockbustergemeinschaft, indem mal wieder unsäglicher Hurra Patriotismus dem Kinozuschauer offeriert wird, (Amerika als Retter der Welt, wie sollte es anders sein,) weiterhin politisch schwarze weiße Korrektheit an die Tagesordnung gebracht wird, familiär astreine Moral propagiert wird und mittendrin eine völlig von A-Z vorhersehbare Handlung platziert ist , indem auf die Persönlichkeitsebene heruntergebrochene Gutmenschen zwecks Unterhaltung um ihr Leben fürchten müssen. Wäre die Unterhaltungsebene schon einigermaßen akzeptabel angelegt worden, wäre dieser Malus zu verkraften und mit einem Augenzwinkern zu übersehen. Aber leider begibt sich 2012 von einer Klischeefalle in die nächste und offenbart sich nur als reines technisches Entertainment, was die neuesten Katastrophenszenarien in Form von Spezialeffekten suggeriert. Aber selbst die Effekte sind nicht mal zum Maß aller Dinge hinzuzurechnen. Zur Story: Da gibt es mal wieder den intelligenten, herzensguten, liebenswerten Familienvater, dem die Frau wegläuft und ihn mit den Kindern zurücklässt, da gibt es den neuen Lover der Frau, der nichts anderes zu tun als diese als ihr Eigentum zu betrachten, aber man düst gemeinsam los, um sich selbst zu retten, ja, ja dieses Szenarion fand auch schon im Krieg der Welten Verwendung, und zu guter letzt sind die Kinder einsam und zurückgelassen und der Vater versucht sich verzweifelt um diese zu kümmern. Elemente, die sich schon ziemlich oft wiederholt haben im Laufe der Filmgeschichte. Es wird halt nur noch sterile Charakteristik zelebriert, es werden keinerlei ambivalente Charakter eingeführt, man erfährt nichts über Beweggründe der Filmfiguren, es werden kaum noch ehrliche Emotionen offenbart, paar Dialoge werden zugestanden Marke: "du hast dich nur um andere Dinge gekümmert statt um uns, jetzt habe ich halt jemand anderen." Auf der menschlich dramatischen Ebene gilt 2012 zu Recht als Totalausfall. Niemand vermag in seiner Rolle emotional die Zuschauer auf die eigene Seite zu ziehen. Das alles vermag keinen richtigen Cineasten zu überzeugen.
Ein völliges Ärgernis: Woody Harrelson in seiner Rolle mit einem derartigem Schockauftritt als überdrehter Weissager des kommenden Katastrophenszenarios inklusive essbarer Gurke, welche nur ein übles klischeehaftes Abziehbildchen der Realität widerspiegelt. Seine gespielte Weissagung erweist sich als Affinität zur Realität als übelster Schmarrn.
Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, an so etwas zu glauben, birgt dann aber nur im Kern Naivität und Trivialität. Die wahren Katastrophenszenarien, die sich tagtäglich ereignen, sehen anders aus. Und wer persönlich glaubt im Kern eigentlich an den Weltuntergang 2012? Die gesamte Art der Herangehensweise an die eigentlich interessante, jedoch als Wahrheit schwereinzustufende Thematik ist im Kern überspitzt naiv, überkorrekt und total überstilisiert erörtert worden. Dazu kommt das an weiterer Stelle durch den Protagonisten Woody Harrelson durch ein Szenario auf dem Vulkan sich der Film selber noch als reines Zugeständnis zur Effektshow outet.
Das ist an dieser Stelle echt schlimm, das muss man mal ganz klar so festhalten.

Was gibt es sonst noch Erwähnenswertes?
Auch der Nebencast des Filmes kann nicht überzeugen, alle Nebencharaktere des Filmes können sich nicht wirklich entfalten, entwickeln, haben nur die Aufgabe, ein paar Dialoge in den Film zu werfen und quasi ein paar Menschen zu retten im Zuge des Widerstandes von anderen, und die quasi nicht existente Handlung voranzutreiben, außerdem handeln alle Schauspieler wieder im Film übermenschlich, befinden sich nicht mit den Füßen auf dem Boden, ein schlechtes Qualtitätsmerkmal, was sich schon mittlerweile durch so manche verhobene Big-Budget Produktion durchzieht.
Man merkt die Begrenzungen des schlechten Drehbuches halt deutlich.

Es bleibt am Ende nur noch zu erwähnen, das sich der Film am Ende nur noch in Sachen Effekten gewaltig steigern kann, das traurige ist das die Welt in der "Vision" von Roland Emmerich nicht mal richtig untergehen darf, sondern alle Gutmenschen auch noch, wie sollte es anders sein, das per Effekten zelebrierte Katastrophenszenario überleben.
Richtig gutes Entertainment sieht leider anders aus!

Bewertung: 1/10 (10%)
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