Justified



      Die Serie folgt US Marshal Raylen Givens, einem Gesetzeshüter ganz im Stile des 19. Jhd., der aufgrund eines Fehltritts seiner sehr speziellen Arbeitsweise, zurück in die Stadt beordert wird, in der er einst aufwuchs.

      Die erste Folge reiht sich mMn in die Liste meisterhafter Starts wie etwa Dexter oder Mad Men problemlos ein.

      Der Humor, die Charakterzeichnungen (was für brilliant untersetzte Figuren), das Setting...nicht umsonst wurde die Serie als eine Art Western beschrieben.

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      Allein der "Showdown" zu Beginn und zu Ende....

      Die geniale Charakterzeichnung Crowders.....man will diesen Mistkerl hassen, aber dieses teuflische Charisma, dann noch gepaart mit der gemeinsamen Vergangenheit zu Raylen.

      Und natürlich diese trockene ultracoole Inszenierung....


      Das Sahnestück sind aber die Konfrontation, besser gesagt die gemeinsamen Szenen von Pro- und Antagonist...mörderisch gute Dialoge, eine bis zum Bersten geladene Spannung, keine Ahnung ob das an der Buchvorlage liegt... :D

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Jim_Dandy“ ()

      Timothy Olyphant wieder als Gesetzeshüter ist immer klasse, war schon ein Highlight bei "Deadwood" als Seth Bullock. Gesehen habe ich zumindest bisher noch nichts, aber so wie sich die Geschichte anhört, und auch weil die Serie bei FX läuft wo so manche meine Lieblingsserien laufen wie "The Shield" oder "Rescue Me" bin ich doch gespannt darauf.

      Ich hoffe es dauert nicht so lange bis die Serie auch nach Deutschland kommt, gerade diese Pay TV Serien sind immer so eine Sache.
      Fand den Piloten ehrlich gesagt sehr ermüdend. Timothy Olyphant ist natürlich immer einen Blick wert, aber unterm Strich ist mir der Plot der Serie zu dünn, die Figuren zu eindimensional (vielleicht kommt da aber noch was im Laufe der ersten Staffel) und die Atmosphäre zu fremdartig.

      Ich werde die nächsten Folgen mal noch dran bleiben (vielleicht tut's ja irgendwann den Schlag bei mir), aber Luftsprünge kann ich im Gegensatz zu anderen Kritikern im Netz noch keine machen.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry."

      David Chase

      Die erste Episode hatte es mir ja richtig angetan.
      Cooler, abgeklärter Charakter, super gespielt von Olyphant und er gibt den Ton an nach seiner Rückkehr.
      Die zweite Episode hingegen ist das komplette Gegenteil - der Charakter ist irgendwie ein anderer und da hilft es auch nicht, das an den Details geschludert wurde. Raylans Waffe aus dem Piloten wurde durch eine normale Glock ersetzt - die vorherige hatte noch etwas mehr Charakter und wurde auch mit 1-2 Sätzen beim Showdown im Esszimmer bedacht "What are you packing ?" - "You are going to pay to find that out."
      Was wiederum etwas von Raylans Einzigkartigkeit abnimmt. Auch ist sein Kleidungsstil etwas daneben - im Piloten stets positiv auffällig, war das auch nichts mehr in der zweiten Episode. Auch missfällt mir, wie er sich in Episode 2 an einer Stelle die Butter vom Brot nehmen lässt
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      von den beiden Flüchtigen
      und alles in allem war er bei weitem nicht so souverän wie noch im Piloten.

      Potenzial ist IMO viel da, der Pilot hat mir richtig gut gefallen und ich hoffe, dass die folgenden Episoden es schaffen eher an der Qualität des Piloten anzuknüpfen.

      Original von Jim_Dandy
      Da die 2. Folge gewaltig abfällt, bin ich mal gespannt wie das weiterlaufen soll, besonders da mal wieder das Case of the Week Spielchen seine dunklen Schatten vorrauswirft...

      Hoffe die Serie verläuft sich nicht auf diese ausgetretenen Pfaden...


      Erstmal weiterhin "Fall der Woche" ABER, die Serie rockt irgendwie trotzdem gewaltig.
      So langsam nimmt man richtig Fahrt auf.

      Extrem humorvolle Situationen und Dialoge, sehr liebenswerte Charaktere....genauso muss eine "Crime"-Serie aussehen.
      Wobei sie das ja garnicht ist....besonders die 5. Folge hat extrem passende Westernanleihen und schließt qualitativ ohne Probleme mit dem Piloten auf.

      Noch dazu wird einiges an Charakterarbeit geliefert, das entwickelt sich alles prächtig.
      Vorallem ist Raylen einfach eine arschcoole Sau...das muss man einfach so sagen.

      Ein Riesenpluspunkt sind aber definitiv das lockere Feeling....und die spritzigen Dialoge.
      Die Serie nimmt sich zu keinem Zeitpunkt ernster als sie sein muss, wirklich sehr elegante Schreibarbeit.

      Wer also von dem üblichen Ermittlern langsam die Nase voll hat.....Justified rockt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Jim_Dandy“ ()

      durch die empfehlung eines kumpels, habe ich mir in den letzten zwei wochen die folgen angeguckt. mein fazit: the praise is justified. die serie ist klasse und die schauspielerische leistung besonders von timothy ist garnicht genug zu loben. er hat mir schon deadwood verdammt gut gefallen und als "hüter" des gesetzes, der auch noch selbst mit seinen kleinen problem zu kämpfen hat, ist er in seinem element. freut mich auch "shane" von the shield wiederzusehen. besonders die szenen zwischen ihm und raylen sind einfach der hammer. nächste woche wird das finale über die bühne gehen und wie es derzeit aussieht, erwartet uns vllt ein kleine überraschung. das warten auf staffel 2 wird dann noch unerträglicher werden.

      dann sag ich mal: "fire in the hole!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Whoms“ ()

      Nachdem FX sein neues Boxerdrama "Lights Out" nach nur einer Staffel eingestellt hat, hat man sich beim Sender schnell dazu entschieden, auf Bewährtes zu setzen.

      Daher neigen sich die Verhandlungen um die Verlängerung von "Justified" um eine dritte Staffel dem Ende zu. Die neue Season wird vermutlich wieder 13 Episoden beinhalten und im Februar 2012 an den Start gehen.

      Quelle: Deadline

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry."

      David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Mein Gott, die letzte Folge der 2. Staffel war sehr schwach :(

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      Schon alleine, dass Raylan keinerlei Schüsse abgefeuert hat und keine Prügelei stattgefunden hat, war schwach. Auch sonst so ist es eh klar, dass Ava überlebt und Boyd wird knallhart weitermachen. Dass Doyle stirbt, war mir von Anfang an klar. Und Maggs....naja bringt sich halt um, damit die Sache endlich beendet wird und die 3. Staffel sich ganz alleine Boyd widmen kann :(
      Original von d3rd3vil
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      Schon alleine, dass Raylan keinerlei Schüsse abgefeuert hat und keine Prügelei stattgefunden hat, war schwach. Auch sonst so ist es eh klar, dass Ava überlebt und Boyd wird knallhart weitermachen. Dass Doyle stirbt, war mir von Anfang an klar. Und Maggs....naja bringt sich halt um, damit die Sache endlich beendet wird und die 3. Staffel sich ganz alleine Boyd widmen kann unglücklich



      Das ist das absolut Geniale an der Serie. Während Raylan in Staffel 1 noch als unbeugsamer Badass durch die Handlung berserkert, sehen wir ihn in Staffel 2 als mehr oder minder geläuterten und einsichten "neuen" Mann. Dazu passt nicht nur das unverhoffte
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      Babyglück
      , sondern auch die Tatsache, dass er selbst seine Taten stärker reflektiert. Man darf nicht vergessen das eine ganze Staffel lang wegen seinem grenzwertigen Verhalten ermittelt wurde, genau das war ja auch der Grund für seine Versetzung. Das ist kein x-beliebiges Krimi-Prozedere, wo ein Charakter, erstmal etabliert, jede Folge "sein Ding durchzieht". Charakterentwicklung findet in jeder Folge statt.

      Für mich das bisher beste Serienfinale der aktuellen Season.

      Wenn du Prügeleien sehen wills, schau Boxen...herrje, du solltest doch inzwischen wissen welche Schwerpunkte eine Serie dieses Kalibers setzt.

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      Original von d3rd3vil
      Mein Gott, die letzte Folge der 2. Staffel war sehr schwach :(

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      Schon alleine, dass Raylan keinerlei Schüsse abgefeuert hat und keine Prügelei stattgefunden hat, war schwach. Auch sonst so ist es eh klar, dass Ava überlebt und Boyd wird knallhart weitermachen. Dass Doyle stirbt, war mir von Anfang an klar. Und Maggs....naja bringt sich halt um, damit die Sache endlich beendet wird und die 3. Staffel sich ganz alleine Boyd widmen kann :(


      überrascht mich nichtt, dass jemand wie du der 24 als eine der besten serien ansieht, kein gefallen an so einer genialen serie findet. für mich ist justified die beste serie derzeit. nur breaking bad kann mithalten und ich hoffe die serie geht bei den preisverleihungen nicht unter...
      Dazu kann ich erst mal sagen, dass ich Breaking Bad auch genial und definitiv besser finde, als Justified! Weiterhin habe ich damals fast nur 24 geschaut und keine deutlichen Vergleiche gehabt, weshalb ich diese Aussage getätigt habe. Dieser Meinung bin ich heute nicht mehr!

      Nun gibt es Charakterwandlungen und diese kann man auch genial umsetzen, woran dann der Zuschauer gefallen findet. Bei Justified ist dies zumindest bei MIR, nicht der Fall.

      Eine Serie baut nun mal eine Spannung auf und endet entweder erwartungsgemäß (eher langweilig), anders (wie in diesem Fall und damit verbunden nur nicht nach MEINEM Geschmack), oder eben überraschend.

      Da möchte ich kurz mal das Breaking Bad Finale anbringen, welches überraschend und gleichzeitig spannend verlaufen ist.

      In der vorletzten Folge von Justified sagte
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      Maggs noch grob, um Raylan wird man sich kümmern, oder so. Beziehungsweise die Sache wird geklärt.

      Nun erwarte ich schon irgendwie in diesem recht harten Szenario mehr, als nur Charakterentwicklung. Wem das reicht, kein Problem. Serien müssen vielen Leuten ja auf spezielle Weise gefallen, nicht jedem.
      Dennoch hat sich alles so ungefähr ereignet, wie ich das erwartet habe (zumindest was die Story betrifft, nicht die Darstellung der Ereignisse), ohne JEGLICHE Spannungen oder Überraschungen.

      Somit für mich kein gelungenes Finale. Und nein, ich habe keine sinnlosen Prügeleien erwartet, aber doch mehr Härte oder zumindest Einfallsreichtum.


      Aber auch das ist nur meine Meinung und irrelevant :) Denn die Staffel im Allgemeinen fand ich sehr gut und unterhaltsam! Das Finale hat mir aber nicht zugesagt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „d3rd3vil“ ()

      Hm, ich hab den Piloten damals gesehen und fand ihn nicht sonderlich ansprechend. Aber die positive Ressonanz, die ich der Seriegegenüber ständig bekomme, lässt mich dieses Urteil doch überdenken. Sollte ich Justified 'ne zweite Chance geben?

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      David Chase

      Original von Data
      Hm, ich hab den Piloten damals gesehen und fand ihn nicht sonderlich ansprechend. Aber die positive Ressonanz, die ich der Seriegegenüber ständig bekomme, lässt mich dieses Urteil doch überdenken. Sollte ich Justified 'ne zweite Chance geben?


      Staffel 1 stützt sich auf das "Case of the Week"-Konzept und bietet damit den Teppich, Stück für Stück die einzelnen Charaktere (und das sind einige) einzuführen. Die Fälle allein sind schon meilenweit besser, als jeder CSI-Klon, der so über die Schirme flimmert.

      Viel wichtiger ist aber, dass man Stück für Stück in die Welt von Harlan und das ruppige Leben in Kentucky am Rande der Legalität und darüber hinaus eingeführt wird. Selbst kleinste Nebenrollen werden später sogar noh in der 2. Staffel wieder aufgegriffen und fortgeführt.

      Ein Western in der Neuzeit. Bist doch Deadwood-Fan oder? =)

      Original von Data
      Hm, ich hab den Piloten damals gesehen und fand ihn nicht sonderlich ansprechend. Aber die positive Ressonanz, die ich der Seriegegenüber ständig bekomme, lässt mich dieses Urteil doch überdenken. Sollte ich Justified 'ne zweite Chance geben?


      lol...jemand der soviele serien guckt, wie du, sollte es doch besser wissen, dass man eine serie nicht direkt anhand eines pilot oder 1-2 folgen richtig beurteilen kann...
      Original von Whoms
      Original von Data
      Hm, ich hab den Piloten damals gesehen und fand ihn nicht sonderlich ansprechend. Aber die positive Ressonanz, die ich der Seriegegenüber ständig bekomme, lässt mich dieses Urteil doch überdenken. Sollte ich Justified 'ne zweite Chance geben?


      lol...jemand der soviele serien guckt, wie du, sollte es doch besser wissen, dass man eine serie nicht direkt anhand eines pilot oder 1-2 folgen richtig beurteilen kann...


      Ja. Eigentlich schon. Aber wenn man wegen Zeitmangels nicht dazu kommt, noch mehr zu gucken, nimmt man sich so etwas gerne als Ausrede.

      @Jim:

      Danke für die Antwort. Der Vergleich mit Deadwood lässt aufhorchen. Sollte Justified die selbe Intensität haben, dann muss ich ganz dringend noch eine Serie nachholen.

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      David Chase