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The Neon Demon (Refn)

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      Ein Film über die Schönheit. Die darin verborgene Reinheit. Und wie sich diese in unserem (digitalisierten) Zeitalter bewegt und letztendlich verkommt. Der Horror-Schleier, in welchen NWR dieses Thema hüllt, ist betörend und bedrohlich zugleich. Die extravaganten Bilder und die okkulte Bildsprache hatten mich fast zu jedem Zeitpunkt im Bann. Ich habe alle seine Werke der letzten acht Jahre gesehen, doch so abgeholt wie The Neon Demon hat mich keiner. Läuft beim Dänen.

      8 / 10
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      Ich habe ihn Freitag nochmal auf Blu Ray gesehen und würde immer noch 9 Punkte geben. Manches, was ich noch nicht entschlüsseln konnte, offenbarte sich, insbesondere Jessie's Entwicklung.

      Spoiler anzeigen
      Sie kommt aus dem Blau und geht ins Rot. Erkennt sich und ihre Schönheit selbst, das ist schon fast biblisch.
      Auch wenn Refns Filme durchaus ihre faszinierende Wirkung haben, tue ich mich oft schwer, da die Geschichten mich selten packen, auch wenn die Filme vor allem visuell sehr beeindruckend sind. Dank Elle Fanning hatte ich aber stets Interesse an Refns The Neon Demon. Nun habe ich ihn auch endlich gesehen und muss sagen, dass ich auch bei diesem Film wieder die gleichen Probleme hatte. Visuell oft atemberaubend, dramaturgisch schwach. Mir fiel die Identifikation mit überhaupt irgendeinem Charakter schwer. Schauspielerisch war leider auch nichts groß erwähnenswertes dabei, obwohl ich eigentlich Jena Malone, Keanu Reeves oder eben Elle Fanning sehr gerne sehe. Am interessantesten empfand ich da noch Abbey Lee, die sichtlich in ihrer Rolle aufging. Von vielen lobend erwähnt, drang sich mir der Soundtrack zu sehr auf und wirkte somit auf mich leider kontraproduktiv. Allerdings ist der Titelsong von Sia toll. Vor allem als der Abspann mit den wunderschönen Bildern anfing und auf meiner Dolby Surround - Anlage der Song mit voller Wucht ertönte wertete dies den Film doch noch einmal ein wenig auf.
      Trotzdem hilft es nicht darüber hinweg zu schauen, dass ich mich bei dem Film zum größten Teil langweilte, da mir die Schicksale doch ziemlich egal waren. Gespickt mit einigen auf Teufel komm raus geschmacklosen Szenen, die mich mehr nervten als schockierten, steuerte Refns Film leider weiter in die falsche Richtung. Allerdings gefiel mir wiederum das Ende mit seiner Abscheulichkeit gut. Hätte ich zu irgendeiner Figur eine emotionale Bindung aufbauen können, hätte dieses Ende den Film bestimmt noch einen gehörigen Schwung in eine positive Richtung gebracht. Somit bleibt leider nur ein "Das Ende war schon gut".
      Die Intentionen des Films waren durchaus die richtigen. Allerdings hätte dem Film ein wenig mehr Substanz gut getan. Vor allem, was die Figuren betrifft. Auch wenn in diesem Business, wie in fast allen Kunstbereichen, die Menschen an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten sind, heißt das nicht, dass man eine Geschichte auch so erzählen muss. So macht der Regisseur und Drehbuchautor sich eher zu einem der denen, als zum Kritiker. Schade.

      Trotzdem kann man Refn seine visuelle Wucht nicht abschreiben. Die ist oft schon sehr beeindruckend.


      "Alle spielen ihre Rollen so verdammt gut."
      Visuell wieder mal über jeden Zweifel erhaben, schlängelt sich Nicolas Winding Refn mit The Neon Demon gekonnt durch ein Netz geballter Schönheit, die von einem Hauch Hässlichkeit umgeben ist. Wunderbar eingefangen wurde diese Atmosphäre des ewigen Neids aufeinander, der Druck um jeden Preis die Schönste zu sein. Sehr schöne und wirklich beeindruckende Bildsprache kommt hier zum Einsatz, begleitet von einem fast schon hypnotisierendem Score, der alle Szenen perfekt untermalt. Meiner Meinung nach der bisher beste Film von Refn.


      8/10
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