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Zero Dark Thirty (Kathryn Bigelow)

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      Original von GregMcKenna
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      Interessant ist aber auch, dass Maya am Ende des Films komplett alleine ist. Renners Figur war das nie.


      das liegt auch daran, dass beide zwei total verschiedene berufe nachgehen. als "agent" bist du auf dich "alleine" gestellt, du hinterfragst jeden, du traust niemanden, du baust auch im grunde keine freundschaften auf....

      im gegensatz zum soldaten, der auf sein kameraden angewiesen ist, der auf sein team angewiesen ist. der vertrauen benötigt, der vertrauen in sien team haben muss, und so weiter...

      in beiden fällen ist die arbeit zwar der zentrale punkt, aber bei renner's figur kommt das "umfeld" hinzu, was jessica's charakter nicht hat, man zieht zwar einen vergleich, aber eigentlich darf man das nicht, weil es zwei verschiedene paar schuhe sind...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Whoms“ ()

      Ich kann die allgemeine Euphorie leider auch nicht teilen. Ein souveräner CIA-Thriller mit interessanten Anekdoten? Ja. Aber für einen Film von einer talentierten Regisseurin ist die Protagonistin erschreckend eindimensional. Ein Abziehbild eines Menschen, der sein Leben seinem Land und seiner Berufung opferte und am Ende vor den Trümmern seines Privatlebens steht. Jessica Chastain spielt innerhalb der Rollenbegrenzungen beachtenswert. Die größte Leistung des Films: Der Verzicht auf Schwarzweißmalerei, selbst einem Bin Laden und seinen Lakaien wird ein Funken Menschlichkeit zugestanden. Argo bewies IMHO trotz seines leichteren Umgangstons mehr Sensibilität für seinen geopolitisch aufgeladenen Hintergrund und verließ sich in der Gestaltung der Charaktere nicht bloß auf Schablonen.
      Signatur lädt...
      Original von goodspeed
      ist die Protagonistin erschreckend eindimensional.


      Och, die Hauptrolle fand ich noch einigermaßen gut. Was gar nicht ging waren beinahe alle anderen Rollen. Da hat man sich überhaupt keine Mühe gegeben. Bis auf die "Jägerin" fand ich alle anderen uninteressant.

      Ich fand den Film auch irgendwie ein bisschen langweilig. Wenn man ZWEI SUNDEN komplett auf eine Sache (die Erschießung) hinarbeitet und sonst nicht viel interessantes zeigt - das war mir zu wenig.

      4/10
      Wollte den eigentlich auch noch im Kino sehen, aber er scheint ja ebenfalls alles andere als gut zu laufen. Ist bei meinen drei möglichen Kinos schon nach einer Woche aus der jeweiligen Abendvorstellung verschwunden. Naja evtl. erfolgt die Sichtung nächste Woche am späten Nachmittag. Hätte den vermeintlichen Oscar-Kandidaten schon gerne noch vor der Verleihung gesichtet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Scholleck“ ()

      war iwie mit niedriger aufmerksamkeitsspane heute ... und hab den film nicht so ganz wahrgenommen

      aber vieleicht war er auch einfach nur langweilig

      für mich fällt er in die selbe sparte wie Syriana oder dergleichen ... filme die meistens einfach schnarchig sind

      trotzdem war er jetzt net übel , für das was er ist

      will aber nicht verschweigen dass ich beinahe aus dem kino gegangen wäre

      ich sag nur "america f.u.c.k yeah" :rolleyes:


      Für eine Hand voll Scheiße

      der film war ganz unterhaltsam, mehr nicht. man hat auch, da dem film von verschiedener seite vorgeworfen wird, dass er sich ziemlich lose an die fakten hält, das gefühl, dass boal / bigelow unbedingt als erste einen spielfilm über bin laden's tod in die kinos bringen wollten. die beiden waren ja bis zur tötung von bin laden mit einem anderen bin laden-filmprojekt beschäftigt. ich habe ein paar interviews mit mark boal gesehen und muss sagen, dass er mir ziemlich unsympathisch ist. einerseits gibt er an, über was für supergeheime quellen er bei regierung und cia verfüge, andererseits, wenn ihn jemand auf faktische fehler im film aufmerksam macht, weicht er mit "hey, ist doch ist nur ein film" zurück. reale charaktere sind meistens nicht genug interessant für einen film, daher müssen sie ein bisschen "filmischer" gemacht werden. so auch die hauptfigur. ihre plötzlichen wutausbrüche wirkten für mich fehl platz und zudem gibt sie sätze von sich („ich bin das arschloch, das dieses versteck gefunden hat"), welche in einem bruce willis-film wohl besser aufgehoben wären. auch das ende empfand ich als verzweifelten versuch, ihrer figur etwas mehr tiefe zu verleihen. kann mir jemand sagen, was die szene mit den äffchen sollte? war das irgendwie als metapher gedacht?
      viele filmjournalisten in den usa sagen, dass der film wegen der folterkontroverse nicht mehr oscarnominierungen erhalten habe. nachdem ich den film nun gesehen habe, denke ich, dass es auch daran gelegen haben könnte, dass der film einfach nichts besonderes war.

      5/10 punkte

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „vincenthanna“ ()

      Original von vincenthanna
      reale charaktere sind meistens nicht genug interessant für einen film, daher müssen sie ein bisschen "filmischer" gemacht werden


      Jo, ist so. Wenn dich das stört, solltest du um jeden Polit-Thriller, der auf wahre Ereignisse basiert, einen weiten Bogen machen.

      Die Hauptfigur fand ich auch nicht sehr interessant, das liegt aber am Drehbuch, nicht an Chastain. Einen Oscar muss man ihr dafür aber nicht geben. Von seiner gesellschaftlichen Relevanz abgesehen ist Zero Dark Thirty ein solider Spionagethriller, der schonungslos die Brutalität der amerikanischen Antiterrorpolitik vorführt, aber gleichzeitig nicht urteilt. Ich fand' trotz fehelender Tiefe den ganzen Vorbereitungsprozess sehr interessant und spannend. Das Drehbuch hätte vllt noch etwas Spielraum gehabt, Regie und Kameraarbeit waren aber exzellent.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Winnfield“ ()

      Original von Winnfield
      Original von vincenthanna
      reale charaktere sind meistens nicht genug interessant für einen film, daher müssen sie ein bisschen "filmischer" gemacht werden


      Jo, ist so. Wenn dich das stört, solltest du um jeden Polit-Thriller, der auf wahre Ereignisse basiert, einen weiten Bogen machen.

      Die Hauptfigur fand ich auch nicht sehr interessant, das liegt aber am Drehbuch, nicht an Chastain. Einen Oscar muss man ihr dafür aber nicht geben. Von seiner gesellschaftlichen Relevanz abgesehen ist Zero Dark Thirty ein solider Spionagethriller, der schonungslos die Brutalität der amerikanischen Antiterrorpolitik vorführt, aber gleichzeitig nicht urteilt. Ich fand' trotz fehelender Tiefe den ganzen Vorbereitungsprozess sehr interessant und spannend. Das Drehbuch hätte vllt noch etwas Spielraum gehabt, Regie und Kameraarbeit waren aber exzellent.


      Das unterschreib ich so. Verfalle bei dem Streifen zwar auch nicht in Euphorie, konnte aber durchaus Gefallen an Zero Dark Thirty finden. Den Werdegang der Hauptfigur fand ich nun auch nicht sonderlich stark, was aber wohl der großen Zeitspanne des Films geschuldet ist..und die Entwicklung dadurch recht abgehakt wirkt, aber darauf hat man auch weniger Wert gelegt. Aber ist halt doch ein spezieller Film der die Sache für Ami-Verhältnisse untypisch angeht..hab dahingehend auch schon sehr viele, unterschiedliche Meinungen wahr genommen.

      Technisch aber makellos, ohne Frage.
      Ich bin auf Winnfield und Bavarians Seite.

      Fand den Film auch gut. Durch die lange Zeitspanne geht natürlich die Charaktertiefe verloren, gerade bei Jessica Chastains Darstellung, aber ich fand es interessant wie das alles vorbereitet wurde.
      Bei solch Filmen suche ich nicht nach der Wahrheit bzw. setz mich danach hin und denke mir, so ist das also haargenau verlaufen, dafür ist ein Film einfach ein Film mit Freiheiten und Spannungsaufbau, welches im wahren Leben ja nur selten der Fall ist.
      Aber das Grundprinzip, sprich die dargestellte "Jagd" nach Bin Laden und wie schon angesprochen die Inszenierung haben mich auch überzeugt.
      Das gleiche im Endeffekt war mit Argo (wobei ich den noch besser finde als Zero Dark Thirty). Eine wahre Begebenheit, jedoch filmisch spannend umgesetzt. :goodwork:

      7/10
      ja, aber grade jessica chastains figur ist die zentrale figur im film, neben vllt b.laden, der halt eher als ziel fungiert und nicht auftaucht sondern als "treibende kraft fungiert". hier zu meinen, es sei nicht nötig gewesen, der figur von chastains mehr tiefe zu verleihen, ist falsch. die anderen figuren sind austauschbar bzw. nicht unbedingt wichtig, aber chastains figur definitiv und hier hat bigelow eiskalt versagt. der zuschauer muss mit ihr "connecten", der zuschauer muss sie verstehen, muss in gewisserweiße auch mit "ihr fühlen"...das alles passiert nicht, u.a weil sie einfach zu "übertrieben" wirkt in manchen situation und auch über das ziel hinausschießt.

      der vergleich mit argo hinkt nach meiner meiung auch, argo funktioniert so gut, weil "alle darsteller im film irgendwie gebraucht werden, das kollektiv ist dort vorhanden und funktioniert, aber in zero dark thirty geht es im grunde nur um zwei dinge, die jagd auf b.laden und der figur von chastain, die den film tragen muss und auch überzeugen muss, der rest ist unwichtig, chastain's figur ist immens wichtig...der film funktioniert aber nicht so gut wie the hurt locker weil man mit der figur nicht so connecten kann wie mit renner's figur...

      es ist egal, ob wahrheit oder nicht, falsch oder richtig, der film scheitert nicht weil gewisse dinge anders dargestellt werden, am ende bleibt es fiktion, der film scheitert in meinen augen, weil die hauptfigur schwach wirkt..

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Whoms“ ()

      Aber ich muss ehrlich sagen das ich in Jessica Chastains Figur von Anfang an keine wirkliche Bedeutung gesehen habe. Für mich ist sie nur ein Pfeiler auf dem Weg zu Bin Laden. Ähnlich wie die anderen Figuren. Für mich ist der zentrale Punkt des Films das Auffinden von Bin Laden. Nicht mehr und nicht weniger. Und der Weg dorthin wird gut dargestellt. Das Jessica Chastains Figur soviel Oscarbuzz und Prestige dargeboten wird, verstehe ich auch nicht. Sie ist einfach für mich persönlich nur eine Mitarbeiterin die dazu beigetragen hat Bin Laden zu finden. Ich finde der Film sollte eigentlich keine Hauptfigur haben.

      Ich mein, ich versteh schon den Punkt den du ansprichst whoms und wenn man das von der Seite betrachtet ist der Film natürlich gescheitert, da die Tiefe wirklich vollkommen fehlt bei der Figur, aber ich sehe das von der Seite der Suche nach Bin Laden, wo ja viele Protagonisten zu beigetragen haben.

      Klar ist Argo was anderes. Ich meinte den Vergleich nur bezogen auf die wahre Begebenheit und das filmische Umsetzen, indem man Spannung einsetzt.
      Original von Whoms
      hier zu meinen, es sei nicht nötig gewesen, der figur von chastains mehr tiefe zu verleihen, ist falsch.


      Das behauptet ja auch niemand deiner Vorredner. Richtig und falsch ist erstmal nichts, das ist eine subjektive Wahrnehmung. Darüberhinaus haben ich und Bavarian argumentiert, dass da vllt noch mehr Potenzial gewesen wäre, aber der Film funktioniert für uns auch ohne eine gute Persönlichkeitsanalyse, für dich halt nicht. Das ist für meine Begriffe eher ein Drehbuch-Problem und kein Bigelow-Problem, der Film ist ja durchaus bemüht, der Figur ab und an ein paar Emotionen zu entlocken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Winnfield“ ()

      Original von Tweety
      Aber ich muss ehrlich sagen das ich in Jessica Chastains Figur von Anfang an keine wirkliche Bedeutung gesehen habe. Für mich ist sie nur ein Pfeiler auf dem Weg zu Bin Laden. Ähnlich wie die anderen Figuren. Für mich ist der zentrale Punkt des Films das Auffinden von Bin Laden.

      Ich mein, ich versteh schon den Punkt den du ansprichst whoms und wenn man das von der Seite betrachtet ist der Film natürlich gescheitert, da die Tiefe wirklich vollkommen fehlt bei der Figur, aber ich sehe das von der Seite der Suche nach Bin Laden, wo ja viele Protagonisten zu beigetragen haben.


      ja, aber die auffindung von b.laden war keine team-leistung sondern die leistung EINER person und der weg dahin, ist im grunde nur von dieser einen person geleistet worden. unter anderem wird ja damit geworben, dass SIE ALLEINE b.laden gefunden hat...sie ist der zentrale kern (neben b.laden, der halt den antrieb gibt)..des wegen kann man nach meiner meinung nicht hingehen, und meinen, ja ist halt team-leistung...ja vllt die kill-mission selbst, aber der ganze weg dahin nicht, eher eine einzelaktion, das spiegelt ja auch in gewisserweiße die rolle eines agenten/einer agentin, ein einzelgänger/eine einzelgängerin und kein team-player...die szene am ende des films spiegelt es auch. chastains charakter war immer isoliert, so muss es sein.....sie auf die selbe ebene zu stellen, wie die anderen figuren ist falsch in meinen augen, weil das sicherlich nicht das ziel von bigelow war..nur das drehbuch war scheiße, aber als regisseur sollte man schon das drehbuch mal lesen bzw. erkennen ob es passt oder nicht, bigelow von dieser schuld freizusprechen halte ich nicht für richtig..

      Original von Winnfield
      Original von Whoms
      hier zu meinen, es sei nicht nötig gewesen, der figur von chastains mehr tiefe zu verleihen, ist falsch.


      Das behauptet ja auch niemand deiner Vorredner. Richtig und falsch ist erstmal nichts, das ist eine subjektive Wahrnehmung. Darüberhinaus haben ich und Bavarian argumentiert, dass da vllt noch mehr Potenzial gewesen wäre, aber der Film funktioniert für uns auch ohne eine gute Persönlichkeitsanalyse, für dich halt nicht. Das ist für meine Begriffe eher ein Drehbuch-Problem und kein Bigelow-Problem, der Film ist ja durchaus bemüht, der Figur ab und an ein paar Emotionen zu entlocken.


      siehe antwort auf tweety...

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Whoms“ ()

      Was Chastains Figur angeht: Zentral ist für den Film die Suche nach Osama Bin Laden, soviel sei mal klar. Für diese Suche aber ist der Charakter ihrer Figur relativ egal. Bei "The Hurt Locker" war das ein wenig anders. Da ging es schon um die Auswirkungen des Krieges auf den Charakter eines Menschen. Hier war das aber kaum der Fall. Natürlich steht "Maya" nicht auf derselben Stufe wie andere Figuren im Film, die teilweise sang- und klanglos auf- und wieder abtauchen. Rein erzählerisch ist sie die Protagonistin. Aber wie schon bei Jeremy Renner ist ihr Charakter alles andere als ein zahmer Sympath. Sie ist eine Fanatikerin. Das macht sie als Protagonistin schwierig, whoms nennt das ja das "connecten".

      Für den Film also ist ihr Charakter nicht weiter von Belang. Und wenn man sich jetzt anschaut, wie lang der Film geht und wie viele Elemente verwoben wurden, dann muss ich mal rein filmökononisch rangehen und schauen, was ich am ehesten rauswerfe. Und bei Filmen fliegt meist all das raus, was nicht direkt zur Story beiträgt. Das wird auch der Grund sein, warum der Charakter von Maya nicht weiter behandelt wurde. Vielleicht steh ich da auch alleine, aber ich denke, dass man von ihrer Figur einiges im Film ganz gut charakterlich angerissen hat. Nicht so tiefgehend wie das in anderen Filmen gemacht wird, aber doch vorhanden. Und darin sehe ich auch den Grund für Chastains Nominierung - dass sie trotz dieser wenigen in den Ansätzen stecken bleibenden Momenten relativ viel ausstrahlen kann, was ihren Charakter angeht.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."