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Herz aus Stahl (engl. Fury) [David Ayer]

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      Gestern gesehen. Ich war definitiv begeistert. Man könnte argumentieren, das der Film nichts wirklich neues bietet. Ich für meinen Teil kann das so nicht bestätigen. Die Action (vorallem die Panzerszenen) haben mich schon sehr gefesselt. Der Film kann als bei mir als Gesamtpaket punkten. Herz aus Stahl kann mit Action aufwarten ohne die Handlung zu vernachlässigen.

      Die Darsteller und deren Charakterinterpretation waren sehr stimmig. Gerade Shia LaBeouf zeigt was er kann. Nicht zu vergleichen mit dem hippeligen Nerd aus Transformers. Brad Pitt hat mich eh noch nie enttäuscht.

      Trotz der recht langen Laufzeit hatte er keine Länge.

      Als negativ kann ich maximal nennen, das sich die deutschen teilweise echt so dämlich verhalten das man sich fragt warum die erst 45 den Krieg verloren haben.

      Ich habe mich echt gut unterhalten gefühlt. 8/10

      Brad Pitt's Frise rockt so dermaßen... :D
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      Auch gesehen!

      Guter, spannender, unterhaltsamer Film. Die Schauspieler haben mir durch die Bank weg gefallen. Im Original spricht Brad Pitt übrigens immer mal wieder deutsch. Aber da hab ich nicht jedes Wort verstehen können, zum Glück gab es da Untertitel. :D Für ne :fsk16: hat der Film aber einige blutige Szenen zu bieten. Darüber hinaus war "Herz aus Stahl" emotional, auch wenn mich der Soundtrack zu keinem Zeitpunkt packen konnte. Das Ende hätte ich gerne etwas konsequenter gesehen, aber es war ok. Nur leider fällt der Film kurz vor dem Showdown etwas ab.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:
      8/10




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      Alexisonfire8 schrieb:

      Ich habe mir leider nicht die Möglichkeit Filme im O-Ton zu sehen. Brad Pitt's Deutsch klingt bestimmt genial :D

      Klingt etwas komisch. Vieles versteht man, aber manchmal nuschelt er so vor sich hin, dass ich als Deutscher echt nichts verstanden habe. So sagt er zb "Blöds", dann versteht man nix mehr. Im Untertitel stand aber "Bullshit". Immerhin. War aber schon cool, einen so großen Star aus Hollywood deutsch reden zu hören. :D




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      Herz aus Stahl, wie sinnlich beschrieben ein Panzer und seine Crew die bis zur letzten Minute ihr Herz beweisen.

      Ein Film der uns wiedermal die Sinnlosigkeit, die Härte, die Brutalität eines Krieges zeigt und das schonungslos, spielt es da dann überhaupt eine Rolle, wer gut ist und wer böse? Herz aus Stahl läuft gute 2 Stunden lang und weis auch durch ruhige Szenen zu gefallen, wie bei der Einnahme der Stadt wo sie "Gast" bei den 2 Frauen waren, dieser hat bei mir im Nachhinein einen tiefen Eindruck hinterlassen. Dann wiederum gibt es die Krieg Sequenzen als kalten Kontrast zum ruhigen und diese haben es in sich, wo quasi die Gewalt regiert (teilweise ist die FSK 16 hart an der Grenze) wo man gebannt auf die Leinwand schaut und sich nicht abwenden kann obwohl teilweise Körperteile zerstückelt werden. Herz aus Stahl hat mich wirklich beeindruckt das rührt aber natürlich auch von den Darstellern die diesen Film besonders machen.

      Die Darsteller dieses Filmes machen wirklich sehr viel aus und zeigen uns wie wichtig es ist einen guten cast zu haben. Ein Brad Pitt der seine zwei Gesichter zeigt,einmal der gefühllose brutale Anführer, der aber dann im Nachhinein sich hinkniet und schon fast weinen muss weil er wohl nicht dieser Mann sein will aber muss, um seine Crew zu schützen, die er mehr als seine Brüder als Untergebenen ansieht, ein Shia LaBeouf den ich bis jetzt noch nie mochte zeigt mal ein anderes Gesicht und beweist das er nicht nur der Transformer Guy ist, sondern auch wirklich gut Schauspielern kann, Logan Lerman hat mir sehr gefallen, als den Jungen der nur auf der Schreibmaschine 60 Wörter in der Minute tippen sollte, aber sich plötzlich in einem Panzer befindet spielt seine Rolle sehr realistisch und der Rest der Mannschaft ist einfach ein Bunter Haufen der Perfekt zueinanderpasst.

      Herz aus Stahl ist kein Popcornkino Streifen, wo man sein Hirn ausschaltet und die pure Gewalt sehen will, sondern ein Krieg/Antikriegsfilm mit viel Gefühl das auch an die Nieren geht und fasziniert.


      8/10 ideale sind friedlich geschichte ist gewalttätig
      Endlich mal wieder ein richtig guter Kriegsfilm. Sehr brutale und schonungslose Szenen waren teilweise zu sehen. Die Panzergefechte fand ich unglaublich intensiv und packend.
      Aber auch die ruhigen Momente waren sehr stark. Brad Pitt und seine Kollegen (vor allem Shia LaBeof ist mir überraschend positiv in Erinnerung geblieben) spielten ihre Rollen mehr als überzeugend.
      Natürlich ist es am Ende wieder sehr patriotisch und vorhersehbar, ebenso werden die Deutschen etwas dümmlich dargestellt. Aber das ist man ja irgendwie schon gewohnt und so sehr gestört hat's mich jetzt auch nicht.

      8,5 von 10

      Puh. Was ist das für ein Film? Was will der von mir?

      Die erste Hälfe ist gelungen. Wirklich gut gelungen. Unterhaltsam geschrieben, beeindruckend gefilmt, starker Sound. Die Apokalypse des zweiten Weltkrieges ist omnipräsent. Was aber bereits durchscheint ist der Riefenstahl- und Wochenschau-Stil, den der Film nachverfolgt. Und das verwirrt mich schon etwas. Die Nazis sind größtenteils gesichtslose Niemande zum Abknallen wie in jedem guten CoD die Gegnermassen. Und trotzdem eignet sich "Herz aus Stahl" genau deren Erzähloptik an. Das steigert sich in der zweiten Hälfte, als das Wort "Antikriegsfilm" ins Gegenteil verkehrt wird. Soldaten werden zu Helden, respektive Monstern (je nach Standpunkt) und das Licht wird scheinender. Der Heiligenschein des Helden scheint greller. Die Kamera wandert tiefer und die Helden halten sturmumtost ihre Fahnen in den Wind - bildlich gesprochen. Das ist genau die Form von Erzähloptik, die Riefenstahl und Goebbels anstrengten. Das war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber nach "Band of Brothers" und "Saving Private Ryan" braucht man mir mit dieser Art Film nicht mehr zu kommen.

      Aber im 21. Jahrhundert ist diese Form der Heldenerzählung einfach nicht mehr (aus) zu halten. Die zweite Hälfte des Filmes kippt in die Hollywood-Kitsch-Pathos-Ecke. Ohne Selbstironie. Ohne Humor. Nichts bricht eine Darstellung, die direkt aus "Hitlerjunge Quex" stammen könnte. Nur eben von den Amis anstatt den Nazis. Die Story ist nicht mal originell, das hat schon "Vier Panzersoldaten und ein Hund" in den Sechzigern besser gemacht. Und das war deutlich mehr Antikrieg. Handwerklich ist der Film allerdings gut gemacht. Die erste Hälfte etwas besser, da die zweite aus im Grunde nicht viel besteht außer zwei Gefechten. Und die fallen gegen das erste Gefecht auch komplett ab. Die Darsteller sind die Worte nicht wert. LaBeouf ist durchaus beeindruckend, der Rest könnte auch von den VFX-Leuten aufgesagt werden.

      Erste Hälfte hui, zweite Hälfte pfui.

      6 von 10 Zylindern

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Bin nach dem Kinobesuch ein bisschen zwiegespalten. Der Film ist handwerklich hervorragend. Die Gefechte sind intensiv und spannend, die Kulisse astrein. Das Grauen des Krieges kommt durchaus gut rüber. Auch die teilweise recht harten Szenen fügen sich da gut ein. Und trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Zum einen ist mir die Story zu dünn. Zugegeben, das ist bei anderen Kriegsfilmen auch nicht unbedingt die große Stärke. Aber hier beschränkt sich die Handlung ja wirklich darauf, dass fünf Leute in einem Panzer durch die Gegend fahren (mal einfach ausgedrückt). Quasi ein Roadmovie im WWII mit Panzer. Abgesehen davon sind die Charaktere viel zu blass. Dadurch funktionieren manche Szenen nicht so, wie sie anscheinend sollen. Bestes Beispiel das Essen bei den zwei Deutschen Damen.
      Spoiler anzeigen
      Die Leute von Brad Pitt (oder zumindest der Charakter von Jon Bernthal) verhalten sich fast schon bösartig. Grund wird wohl sein, dass sie schon stark vom Krieg gezeichnet sind und menschlich bereits abgestumpft sind. Aber das kommt im Film einfach nicht so rüber und lässt die Charaktere einfach nur unsympathisch wirken.

      Zum Ende hin kippt der Film dann noch zu sehr in den Pathos weg (stört mich weniger) und das letzte Gefecht ist zudem noch fern jeder Realität. Daher ist der Film eher launige Unterhaltung als ernst zunehmender Anti-Kriegsfilm.

      6.25/10
      "Herz aus Stahl" ist ein ordentlicher Actiondramakriegsfilm. Diese Bezeichnung trifft das Genre wohl am ehesten. Handwerklich sehr gut gemacht, spannend und "unterhaltsam", auch wenn ich dieses Wort schwierig finde beim Thema Krieg. Die Charaktere sind allesamt sehr einfach gestrickt, genau wie die Story. Erfüllen aber beide ihren Zweck. Vor allem gegen Ende gibt's dann leider ziemlich viel Pathos, Kitsch und wenig Realismus. Das ist schade, denn der Film zeigt immer wieder richtige Ansätze. Die Crew rund um Wardaddy besteht nicht nur aus Engeln, die gekommen sind, um Europa aus den Händen der Nazis zu befreien, sondern legen selbst auch mehrmals ein schockierendes Verhalten an den Tag. Auch der Deutsche am Ende wurde mal nicht als das personifizierte Böse dargestellt. Umso ärgerlicher, dass sie letztendlich aber doch wieder nur verdummtes Kanonenfutter der heldenhaften Amis sind.
      Aber wie gesagt, insgesamt ein ordentlicher Film, wenn man ihn als das akzeptiert, was er ist und keinen Antikriegsfilm erwartet, an den man sich in einigen Jahren noch erinnern wird.

      Aufgerundete 7/10

      Hat gefallen. Alle Darsteller liefern ordentlich ab, auch, wenn man merkt, dass die Leistungen parallel zur Gehaltsliste aufzuzählen werden können. Größtenteils. Pitt ist da ein wenig auszunehmen, der hat bis auf traurig, mit glasigen Augen, an der Kamera vorbei ins Ferne gucken, nicht viel zu tun. Macht aber nichts, weil die Rolle an sich ganz cool ist und Pitt selbst dazu dann doch ganz gut passt. Der im Daddy der Truppe, bei dem die Leute die Schnauze halten, wenn er auf den Tisch haut.

      Super fand ich LaBeouf, der sich schauspielerisch weit vor allen anderen befindet, und seiner nicht extrem tiefen Rolle doch sehr viel gibt. Schade, dass das so ein Affe ist, von dem könnte man noch sehr viel erwarten in der Zukunft. Alle anderen bringen das, was die Rollen und das Script ihnen abverlangen, nicht mehr nicht weniger.

      Die Sets und Bilder, sowie die Inszenierung aller Gefechte, sind zusammen mit einem weiteren Punkt die großen Stars von Herz aus Stahl. Größtenteils ohne CGI und mit viel echten Sets von deutschen Dörfern und Hütten, macht der Film rein optisch sehr viel her. Allein deswegen, hätte der FIlm schon noch ein klein wenig länger sein dürfen.

      Der zweite Punkt, welchen ich erwähnte, ist der eigentliche Schwerpunkt des FIlms. Die 5 Protagonisten, welche alle vom Krieg gezeichnet von Gefecht zu Gefecht ziehen, ohne groß zu fühlen oder zu denken. Sie funktionieren in Mitten dieses Horrors einfach nur und das kommt schon ganz gut rüber. Wie gesagt alle Darsteller sind mindestens zweckerfüllend, und haben es mir relativ leicht gemacht, mit ihnen zu connecten, bzw ein wenig Sympathien für jeden von ihnen zu hegen.

      Ein wenig nach unten gerissen wird alles von ein paar Logiklöchern, bzw sinnlos und unglaubwürdig geschriebenen und inszenierten Stellen, dem gegen Ende proportional steigenden Patriotismus und der nicht großartig tiefgreifenden Story.

      Unterm Strich aber auf jeden Fall ein guter, zu empfehlender Kriegsstreifen, der mal eine kleinere Geschichte des großen Übels WW2 folgt. Wer ein bisschen Gore hier und da vertragen kann, sollte ihn sich ansehen.

      7.5 von 10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2: :stern2:
      David Ayer öffnet die Luken seines Sherman Panzers und lässt den ganzen Staub, Dreck und die Abgründigkeit des World War 2 ungefiltert und ohne Moral ins Wohnzimmer. Dabei wird wenig reflektiert aber es wird getan was getan werden muss. Regisseur Ayer legt in seinem Kriegsdrama viel Wert auf den technischen Aspekt und die Mechanik. So wie die Tonnen schwere Panzerkette ins Rädchen greifen muss, so müssen auch die Jungs im rollenden Stahlsarg präzise abgestimmte Rädchen im Uhrwerk von Wardaddy ( Brad Pitt ) sein um dem Gegner in Nazideutschland einzuheizen.

      Perfektes Timing

      Regisseur Ayer (Training Day, Sabotage) versucht erst gar nicht sich mit falschen Federn zu schmücken um etwas zu sein zu was er nicht ist. Fury ist genauso dreckig, staubig, roh, jenseits von Moral und so weit davon entfernt zwei Seiten der Medaille zeigen zu wollen wie Merkel davon frauliche Attribute zu besitzen. Und genau das tut dem Heimkino gut. Ayer serviert einen dreckigen Bastard. Weg vom Hochglanz Kriegsdrama, hin zum Ayer Style. Der Mittelfinger an alle sauberen Uniformen-Filmchen und Wackelkamera Filmemacher. Ayer bleibt seiner straighten Handschrift treu und platziert, wie in den meisten seiner anderen Werke ein starkes Alphamännchen in sein Gehege unmittelbar neben einen Grünschnabel, sowie ein stimmiges Assemble an interessanten Charakteren im übrigen Team. Wer an Training Day oder Sabotage denkt erkennt das Muster. Ayer schafft es sogar Shia LaBeouf nicht sucken zu lassen. Die Grünschnabel Etablierung neben der Big Balls Figur ist insofern für den Zuschauer wichtig um in den Film zu finden. Der Grünschnabel ist genau wie der Zuschauer vor allem erst mal eins, unwissend. Eine Identifikationsfigur die stets anfänglich Moralisch handelt aber durch den Mann mit den dicken Eiern, nach und nach in sein Wertesystem geführt wird.

      Im Grunde zeigt Fury auch keine besonders wichtige Schlacht im zweiten Weltkrieg sondern einen Ausschnitt daraus. Irgendwo in Nazi Deutschland. Irgendwann Ende 1945. Das Team um Wardaddy ( Brad Pitt ) Bible ( Shia LaBeouf ) Gordo ( Michael Pena ) Rattenarsch ( Jon Bernthal ) und Maschine ( Logan Lerman ) kämpft mit, oder auch ohne andere Panzerteams, meist im Inneren ihres rollenden Wittwenmachers gegen Adolfs Jünger. Dabei wird schnell die Liebe zum Timing von Ayer sichtbar. So ist die Vorrausetzung für einen erfolgreichen Schuss in des Gegners Pelz immer das perfekte Timing der Männer im Inneren. Präzise wie ein Uhrwerk indem ein Rädchen ins andere greift, muss alles aufeinander abgestimmt sein. Ayer wird nicht müde dies zu zelebrieren. Sieht gut aus, macht Laune beim Zusehen, zeigt zerplatzende Köpfe und hält die Spannung hoch. Gerade beim Mexican Standoff Duell mit dem deutlich besser gepanzerten Tiger der Nazis wird das perfekte Timing welches unbedingt von Nöten ist, grandios visualisiert.

      Überhaupt ist Ayer bestrebt darin in allen Lagen auf das Timing besonderen Wert zu legen. Ist in den meisten Fällen meisterhaft umgesetzt, wirkt aber leider in manchen Szenen zu offensichtlich und durchschaubar. So sterben in den vielen Fällen, Soldaten nur dann, wenn es auch vom Timing her passt. Nicht im Kugelhagel sondern, wenn noch genau die Worte gesagt wurden die gesagt werden müssen um einen schönen Heldentod zu gewährleisten. Timing ist auch hier Trumpf. Ihm sei es vergeben denn so stirbt sichs auch besser und emotionaler. Wird den meisten Guckern eh egal sein und Ayer auch. Dennoch bricht Ayer dieses Muster auch gekonnt auf und lässt gekonnt in manchen Abschnitten das interessante unerwartet geschehen.

      Frisur und Medaillen

      Witziger Weise kann man ohne den dafür nötigen Input, anhand des Kinoplakates nicht erkennen in welchem Jahrzehnt der Film spielt. Wird beim Sehen natürlich klar, aber worauf der Rezensent hinaus will ist die Frisur des Pitt. Auf dem Kinoplakat ist, so wie im fertigen Film es oft der Fall ist, nur Brad Pitt lümmelnt über dem Panzerrohr, mit der Aufschrift Fury, gebeugt zu sehen mit einer Frisur, die zwar vermutlich in die Zeit passt aber mittlerweile schon die Zeit eingeholt hat. Der Undercut. Und den vermutlich neunzig Prozent der männlichen Kinobesucher selbst auf dem Schädel spazieren tragen. Somit klärt nun Ayer nicht nur darüber auf, dass es keine neue coole Idee von irgendwelchen Hipstern oder Bushidos war, sondern der Undercut ein alter Hut ist und lässt gleichzeitig Pitt in deren Augen auch noch stylisch cool aussehen. Von Frisuren der deutschen in dieser Zeit wäre hier indem Fall abzuraten.

      Bei den vielen tollen tollen Momenten, die sich im Film verbergen und entdeckt werden wollen, sowie den grandiosen Schlachten mit umherfliegenden Geschossen oder den starken Bildern gibts leider auch die Kehrseite der Medaille. Die Kehrseite der Medaille ist das die Medaille keine hat. Ayer ist ganz nah an seinen Soldaten und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass Pflicht nichts mit Moral zu hat. Friss oder stirb, töte oder werde getötet. Nach diesem Prinzip handelt das Alphamännchen Wardaddy und das predigt er auch vehement aus seiner Panzerkanzel heraus an seine Jünger. Punkt um. Wer hier erwartet einen SS Offizier ins Bild huschen zu sehen, der mehr als wortlose Graue Masse ist oder mehr als Gehirnbrei an der Wand, sollte sich daran gewöhnen, dass es hier Ayer auch gar nicht darum geht zwei Seiten darzustellen oder sich im Film darüber Gedanken zu machen. Die Grundpfeiler von Fury sind Timing, Pflicht und Mechanik. Mechanik nicht nur als besonderes Merkmal des Panzers sondern auch im Handeln der Soldaten. Alles ist nur noch Mechanik und man funktioniert irgendwann nur noch. Auf dem Pfad des Todes balancierend rechts und links flankiert von Moral und Überlebenstrieb. Als einzige Alternative bleibt der Tod und der ist endgültig.

      Ayers Malkasten

      American Sniper von Altmeister Clint Eastwood trieft vor Patriotismus und dem ekelhaften Fetisch, skrupellos amerikanische Flaggen aus jedem erdenklichen Winkel und zu jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit zu zeigen. Eastwoods Film stinkt gegen Ayers Fury aber fürchterlich ab. Beide zeigen nur eine Seite der Medaille, nur tut Ayer dies ohne zu langweilen. Zudem versucht Ayer erst gar nicht eine Seite beleuchten zu wollen. Eastwood schon und scheitert daran kläglich. Fury schwächelt nur gegen Ende ein wenig als dann doch noch der stolze Amerikaner in Wardaddy durchkommt und es etwas konfus wird. Dies wirkt sich dennoch nicht allzu negativ auf dem Gesamteindruck aus, bekommt man doch einen echten Endkampf zu sehen, der etwas an Leonidas erinnert.

      Ayer hat einen Malkasten, beim Abspann ist Grau leer, rot, blau und alle dunkeln Farben für den Dreck auch. Er benutzt eigentlich die ganze Palette an Farben in seinem Film. Nur nicht für die Moral oder der Sichtweise, die bleibt grau, streng aus der Sicht der Amerikaner. Alle anderen Farben verbraucht er für seine wunderbaren Bilder.
      Contrapasso - Wer spielt, der bezahlt


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      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2: :stern2: - 7,5/10

      Sehr gut und schonungslos inszenierter Kriegsfilm. V.a. die Kampfszenen sind beeindruckend. Der Film weiß aber (zumindest in der ersten Hälfte) in seinen ruhigen Szenen zu punkten. Ein paar Unglaubwürdigkeiten und Pathos weniger und ein zweiter "James Ryan" wäre drin gewesen. Aber es bleibt auch so ein sehr guter Vertreter des Weltkriegs-Genres.

      Ein (gerade noch so) solider Film, dank ordentlichem Schauspiel, bedrückenden Aufnahmen, der nötigen Intensität in den Kampfszenen und der überzeugenden Beziehung zwischen Grünschnabel und Veteran. Diese startet und entwickelt sich zwar nach Schema F, hatte aber so seine Wirkung. "Fury" wirkt jedoch auch in vielerlei Hinsicht ein Stück zu routiniert, hat mit theatralischen und/oder abegedroschenen Dialogen und einigen konstruierten Szenen zu kämpfen - sinnbildich dafür z. B. die Szene am Esstisch. So wannabe-beklemmend, dass es fast weh tat.

      Der Film sah zudem zwar keineswegs schlecht aus, ganz im Gegenteil, so ein wenig fehlte mir aber die inszenatorische Handschrift. Mit dem Kern "Die Jungs und ihr Panzer" funktioniert der Film, doch hier und da deutet der Regisseur an, etwas mehr sein zu wollen, was aber in der Regel ohne Effekt blieb. Habe zwar was zum Meckern, doch letztendlich will und kann ich dem Film den entscheidenden Unterhaltungswert über 130+ Minuten nicht absprechen. Ich belasse es bei "Passt schon".