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Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis (Gyllenhaal, Paxton)

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      Gambit schrieb:

      Schade das der Film in keinem meiner Kinos gezeigt wird, ihr habt mich echt neugierig gemacht. Werde dann wohl oder übel auf die Blu-ray warten müssen...

      Abwarten! Kinostart ist nächste Woche und dienstags kommt erst das Programm für die folgende Woche. Die Hoffnung stirbt also zuletzt. ;)




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      -Makaveli- schrieb:

      Sehe gerade, dass Filmstarts 5/5 Sterne vergibt...Das soll ja schon was heißen :D ...Ich denke, dass ich mir den Film am Wochenende wohl auch im Kino ansehen werde...
      Tu es, ohne Wenn und Aber! Der Film ist klasse. @freido und mir hat der ja auch super gefallen.




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      Ein echte tolle Leistung von Jake Gyllenhaal im Film, die Handlung ist auch sehr interessant und es bleibt spannend und ereignisreich wie der Trailer.
      Gebe dem Film eine Note: 1-, habe auch eine ausführlichere Video-Kritik zum Film auf Youtube hochgeladen:
      Trailer Reviews zu aktuellen Filmen auf YouTube unter youtube.com/SainITLog :megacool:
      Recht ruhig gehaltenes Charakterstück über menschliche Monster in jeder Hinsicht. Beruflich, persönlich, charakterlich. Dabei ist es erstaunlich, wie nah uns Lou Bloom doch gehen kann und wieviel man von ihm in sich selbst wiedererkennt. Das unerbittliche Erfolgsstreben. Die eiskalte Rationalität. Die Berechnung und die Unverfrorenheit. Ein Soziopath, der in der Chefetage jedes Großunternehmens ein purer Erfolgsmann wäre. Ob er nun Unfälle filmt oder Mitarbeiter entlässt - Lou Bloom tut beides mit derselben bedrückenden Effizienz und einem Gleichmut, mit dem wir unseren Alltag meistern. Mitunter war es erschreckend, wie nachvollziehbar seine Figur agiert. Filmisch liegt der Look irgendwo zwischen "Collateral" und "Drive" mit einem Schuss "Street Kings"-LA-Lokalkolorit. Rene Russo als weiblicher Gegenpart hat mir allerdings ebenso gefallen, auch wenn ihre Figur genau wie die von Riz Ahmed recht blass und nur ein Spiegel für Lou bleibt. Stellenweise hat der Film einige Längen und der Soundtrack ist nicht weiter nennenswert. Gyllenhaals großäugiger Freundlichkeit steht der Charakter seiner Figur entgegen - herrlich gegen den Strich besetzt. Theorie: Lou ist gar nicht das Monster. Sondern die Welt um ihn herum. Und das ist vielleicht das Erschreckende am Film, der uns eines vorhält: Den Spiegel.

      8 von 10 mexikanischen Restaurants

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      und wieviel man von ihm in sich selbst wiedererkennt. Das unerbittliche Erfolgsstreben. Die eiskalte Rationalität. Die Berechnung und die Unverfrorenheit. Ein Soziopath, der in der Chefetage jedes Großunternehmens ein purer Erfolgsmann wäre.

      Freut mich ja, dass der Film sogar bei dir Anklang findet, jedoch beunruhigt mich, dass in dir einen Soziopathen wiedererkennst... Oder die Berechnung sowie die eiskalte Rationalität... Na herzlichen Glückwunsch! :thumbsup:




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      Ich bin von dem Film ziemlich begeistert. Eindrucksvolle Studie eines Soziopathen der für die Erreichung seiner Träume über Leichen geht. Grandios gespielt von Jake Gyllenhaal. Man wird mit dem Film in die Abgründe geschleudert die sich hinter den Nachrichten im amerikanischen Morgenfernsehen verbergen. Die Rücksichtslosigkeit und Abgebrühtheit mit der das Unglück anderer Menschen vermarktet wird um die Sensationsgeilheit des Publikums zu befriedigen. Wenn Lou der Programmchefin die blutigsten Bilder der Nacht serviert bei denen man eigendlich betroffen und angeekelt den Blick senken müsste man bei dieser aber nur Freude über den exklusiven Fang erkennt ist das eine Ohrfeige für die Medien. Oder wenn Lou einen schwer Verwundeten am Unfallort an einen besser ausgeleuchteten Ort zieht... alles für die perfekten Bilder. Wie Lou sagt: wenn ihr mich seht ist das kein guter Tag für Euch.

      Neben dieser großartigen Psychostudie und Mediensatire baut der Film im zweiten Teil eine sehr intensive Spannung auf die bis zum Finale immer intensiver wird. Obwohl Lou ein abstoßender Mistkerl ist folgt man ihm auf seiner Tour durch die Nacht ganz nahe ran an die Verbrechen. Immer in der ersten Reihe sitzend wird man als Zuschauer zwangsläufig ebenso zum Voyeur wie das Publikum für das Lou unterwegs ist.

      Für mich ein wahnsinnig intensives Filmerlebnis. Einer der besten Filme des Jahres. Sehr zu empfehlen.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „sladge“ ()

      "Nightcrawler"
      [Dan Gilroy / USA ´14]
      8,25 / 10

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2:

      Viel davon versprochen, viel bekommen. "Nightcrawler" funktionierte bei mir bestens. Wer auf subtile Art und Weise nach gesellschaftskritischen Ansätzen sucht, die sich schön verschachtelt auf einer Metaebene bewegen, sollte hier wohl das Weite suchen, denn Gilroy´s Regiedebut sucht und findet eine Konfrontation, die konkreter nicht sein könnte. Die volle Breitseite. Die Kamera als Instrument, das die letzten moralischen und ethischen Barrieren durchbricht. "Nightcrawler" benötigte bei mir eine gewisse Anlaufzeit, die aber wohl auch nötig war, um eine Art der Verbundenheit zur befremdlichen Hauptfigur schaffen zu können. Ungefähr ab der Hälfte war die nötige Intensität vorhanden und ich wurde folglich ausgesprochen gut bzw. auf eine bitterböse Weise unterhalten. Wie bereits zuletzt in "Prisoners" oder "Enemy" macht Gyllenhall einen verdammt guten Job und beweist einmal mehr ein gutes Händchen für nicht nur gute, sondern auch besondere Filme. Schamlos, ohne Moral und erschreckend konsequent geht dieser zu Werke und positioniert uns, ob wir nun wollen oder nicht, in die Rolle des sensationsgeilen Mittäters. Zumal er sich seiner selbst erschreckend bewusst ist und seine Taten völlig rational reflektiert. Wo andere, gesichert in einer Masse einen anonymen Blick riskieren, kennt Louis Bloom keine Tabus und schockiert uns mit all seiner Sachlichkeit. "Nightcrawler" ist spannend, charismatisch und vor allem mahnend. Außerdem fiel mir die geschickte Kameraarbeit positiv auf. Eine ohne Frage sehenswerte Psycho-Thriller-Satire, die man sicherlich mit zu den Highlights des bisherigen Kinojahres zählen darf. In einer Zweitsichtung ist womöglich sogar noch Luft nach oben.
      Ein Scorsese hätte das alles zwar etwas atmosphärischer eingefangen

      Dafür, das der Film ein Regiedebut ist, ist er, wie ich finde, extrem stimmungsvoll. Wie kommst du gerade auf Scorsese? Ich bin mir nicht sicher, ob ich seine Version eher gemocht hätte. Das digitale Bild der nächtlichen Großstadt, wie es schon bei Miami Vice und Collateral zur Geltung kommen konnte, wäre bestimmt nicht in Martins Sinn gewesen ;-), und ich finde, dass gerade die Bildgestaltung viel ausmacht in dem Film.
      Gestern stand meine zweite Sichtung von Nightcrawler an, nachdem ich ihn bereits im Kino erleben durfte. Nahm das Werk diesmal sogar noch stärker wahr und kann mich letztendlich meinen bereits verfassen Worten anschließen. Die gespenstische Präsenz von Gyllenhaal, die dermaßen viel Unbehagen auslöst und mit dieser erschreckend rationalen Art extrem beklemmend wirkt, ist wirklich ein "Genuss". Die herrlich subtile Bedrohung, aber auch die offensichtlich bitterbösen Momente bringen einiges an Atmosphäre mit und ich liebe den Film dafür, dass er so gnadenlos und derb an Medien und Gesellschaft austeilt. Hier kriegst du keine kleinen versteckten Winks, sondern pur in die Fresse. Selten hat ein Film dieses Kind namens Sensationsgeilheit derart beim Namen genannt.

      Spoiler anzeigen
      Allein dieser sexuell-aufgeladene Moment zwischen Lou und Nina, als sein finales Video im Studio vorgespielt wird, setzt dem Ganzen die Spitze auf.


      Der teils paradoxe Score, die nächtlichen Schauplätze, die vielen Luft-Anhalt-Momente sowie die erhabene Performance von Großauge Gyllenhaal als soziopathischer Geschäfsmann ergeben im Kollektiv eine wirklich bemerkenswerte Atmosphäre. Genial.