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The Night Of (HBO)

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      So begeistert ich von den ersten Folgen war, so enttäuscht bin ich nun von der letzten Folge. Naja vielleicht trifft es ernüchtert mehr.
      Spoiler anzeigen
      Ich möchte direkt mal festhalten, dass das nicht direkt am sehr offenen Ende liegt, sondern vielmehr daran, dass einfach wenig passierte bis auf die Entlassung von Naz. Mir ist auch klar, dass anhand der Art und Weise wie unspektakulär Naz frei kommt, das Justizsystem noch mehr kritisiert wird. Das gelingt zumindest und vielleicht ist auch erst jetzt so richtig deutlich, was die Serie eigentlich für eine Botschaft senden wollte. Allerdings finde ich das alles für die letzte Folge einfach viel zu unspektakulär. Irgendwie bekommt man mich auch nicht mehr mit einer riesen großen sozialkritischen Message, wenn man über mehrere Wochen eine Spannung aufbaut, nur um sie ganz ernüchternd im vagen auslaufen zu lassen. So bleiben viele richtig gute Momente mit teilweisen großen Glanzleistungen von Schauspielern, die man vielleicht so garnicht auf der Rechnung hat, aber auch ein sehr unbefriedigendes Ende.
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      die beste Serie die ich je gesehen hab - ehrlich. vielleicht noch zusammen mit six feet under.

      mehr will ich auch nicht sagen ... geniesst sie selber

      nur eins garantier ich ... durch die ganze Serie gibt's nicht eine einzige langweilige Szene

      das ist auch die allererste Serie, die ich ehrlich auf filmniveau sehe - und ja ich hab breaking bad und game of thrones gekuckt


      Für eine Hand voll Scheiße

      Das war es also. HBO´s Next Big Thing. Und es war gut. Richtig gut sogar. Von der besten Serie ever zu sprechen halte ich zwar für etwas hochgegriffen und auf Filmniveau waren defintiv auch schon einige andere - da teile ich die Wahrnehmung meines Vorredners nicht ganz - doch sehr zufrieden bin ich allemal, keine Frage.

      Womöglich zeigte die Formkurve ein wenig nach unten - die erste Staffelhälfte nahm mich dann doch ein wenig mehr mit - und auch die Finalfolge hätte ein wenig Intensität mehr vertragen können. Jedoch respektiere ich die Show wiederum auch genau deswegen, da sie nicht nach dem ganz großen Spektakel giert. Einiges geschieht bei The Night Of zwischen den Zeilen. Leise und kritisch. Hier und da wirkte das Verhalten von Figuren etwas deplatziert - auf eine Szene in der vorletzten Folge, die mir besonders ein Dorn im Auge war, komme ich später noch im Spoiler zu sprechen - jedoch scheitert die Serie keinesfalls daran, nein.

      Und da kommen wir auch schon zur viel üppiger bestückten Pro-Liste. Die reicht von der HBO-typischen 1A-Inszenierung, über das tolle Ensemble - herausragend dabei wohl Jack Turturro und Riz Ahmed - bis hin zur beklemmenden Stimmung, die in fast jedem Moment spürbar ist. Die Serie hat eine im Kern relativ typische Ausgangslage. Verbrechen + Wissenslücke. War es unser Protagonist oder nicht? Man verfolgt das gesamte Prozedere: Ermittlung, Haft, Gericht. Doch die Serie schildet dies in einem beachtlichen Detailgrad, mit einer hohen Authentizität und einer Eindringlichkeit, die sich gewaschen hat.

      The Night Of
      zeigt Szenen und Auswirkungen, die andere Werke ignorieren oder für die in Filmform schlichtweg die Zeit fehlt. Da wären zum Beispiel die famliären Auswirkungen und Begleiterscheinungen, die ein solches Verfahren mit sich ziehen. Die Serie lädt dazu ein, nochmal ein ganz anders Empfinden für eine derartige Story zu wecken. Das gelingt nicht zuletzt deswegen, da man den Hautpfiguren allesamt ein glaubwürdiges Gesicht gab. Sinnbildlich dafür Jack Stone. Ein Anwalt, der aufgrund einem Ausschlag an den Füßen Sandalen tragen muss, anstatt polierte Markenschuhe.

      Ein wenig hat man wohl im Verlauf nachgelassen, jedoch bin ich im Gesamtbild sehr zufrieden. Die Sogwirkung war da, weshalb ich die 8 Episoden (Pilot und Finale in Überlänge) auch in nur 3 Tagen verpeist habe. Ergo: Fette Empfehlung.

      8 / 10

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      Die Kuss-Szene zwischen Chandra und Naz wirkte äußerst aufgesetzt. Das wirkte einfach deplatziert. Mit dem immerhin dramaturgischen Vorteil, dass man Stone so im Finale seinen Moment im Gericht geben konnte, der zugegeben ziemlich stark war.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Ich fand ja das die Wandlung des Hauptcharakters viel zu schnell ging, vom unscheinbaren Bübchen hin zum Knallharten Gangster am ende fand ich den Fall eher weniger interessant sondern fand eher die Handlung um Jack Stone interessant. Wenn es eine andere Staffel gibt dann sollte man den Fall jedenfalls auch etwas anders behandeln auch wenn es schon nicht schlecht war.

      GrafSpee schrieb:

      Ich fand ja das die Wandlung des Hauptcharakters viel zu schnell ging, vom unscheinbaren Bübchen hin zum Knallharten Gangster am ende fand ich den Fall eher weniger interessant sondern fand eher die Handlung um Jack Stone interessant.


      Hab ich nun schon öfter gehört. Hätte sich Naz nicht knallhart den Regeln des Knasts angepasst, wäre er wahrscheinlich tod. Und so etwas verändert. Man sollte dann wohl auch bedenken - auch wenn es sich in diesen 8 Folgen nicht danach angefühlt - das Naz mal locker an die 3-4 Monate in Rikers Island verbracht haben dürfte. Momente der Schwäche und Angst zeigte er ja nach wie vor. Und dass nun eine Mini-Serie ein wenig beschränkt an Möglichkeiten ist, und keine 6-Staffel-lange Breaking-Bad-Transformation zeigen kann, sollte wohl klar sein.

      Dass man mit der Auflösung unzufrieden ist, kann ich da schon eher nachvollziehen. Wobei man sich damit letztendlich auch irgendwo treu bleibt. Für mich bleibt das größte Problem die Entwicklung rundum Chandra am Ende. Aber The Night Of hat derart viele Stärken - das konnte man imho allesamt auffangen.
      Für mich als Krimi-/Thriller-Fan war diese Serie natürlich ein Muss. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Plot ist zwar nicht besonders originell, kann das aber durch interessante Figuren und überzeugende Darsteller mehr als wett machen. Besonders John Turturro als kauziger Anwalt hat mir gut gefallen. Mehr als ein Mal hat er mich zum Schmunzeln gebracht, trotz der ernsten Geschichte. Und auch Riz Ahmed macht seine Sache gut und bringt die unterschiedlichen Facetten und den Wandel seiner Figur überzeugend rüber. Erwähnen muss ich auch noch Michael K. Williams, den ich seit "The Wire" und "Boardwalk Empire" sehr schätze. Seine Figur gehört für mich hier zu den interessantesten, da sie auf den ersten Blick klischeehaft und eindimensional wirkt, letztlich jedoch mehr zu bieten hat.

      Ähnlich sieht es mit der Story aus. Sie besteht im Großen und Ganzen aus einer sehr typischen und konventionellen Krimi-/Thrillerhandlung. Mit Detailreichtum, kleinen überraschenden Wendungen und einem relativ hohen Drama-Anteil hebt sie sich allerdings von anderen Werken ab. Dabei schafft sie es, über weite Strecken die anfängliche Spannung und Intensität zu halten, lediglich gegen Ende läßt sie für meinen Geschmack ein wenig nach. Auch inhaltlich war ich zunächst mit dem Schluss nicht ganz zufrieden. Zu unrund und uneindeutig war mir das Ganze. Mit ein bisschen Abstand finde ich es so aber angemessen und authentisch.

      Kurz und gut: eine gelungene und sehenswerte Serie.

      8/10

      Burning schrieb:

      Aber mehr als Stone sollten dann von den alten Charakteren auch nicht zurückkehren. Aber am liebsten würde ich dann doch ganz neue Charaktere haben, ein weiterer Fall von Stone würde mich sicher nicht so sehr emotional berühren wie der mit Nazir.


      Wobei ich in erster Linie hoffe das die nächste Staffel durchgängig zu ueberzeugen weiss, so ueberzeugt ich von der ersten Staffel auch war so enttaeuscht war ich irgendwie am Ende. vielleicht ist die naechste Staffel auch anders als man denkt.
      Fand The Night Of relativ konstant, wenn auch die erste Hälfte etwas stärker. Das Ende erschien mir relativ angenehm. Die Show blieb sich damit irgendwo treu..

      Burning schrieb:

      Aber mehr als Stone sollten dann von den alten Charakteren auch nicht zurückkehren. Aber am liebsten würde ich dann doch ganz neue Charaktere haben, ein weiterer Fall von Stone würde mich sicher nicht so sehr emotional berühren wie der mit Nazir.


      Ne, klar - stelle mich da schon auch auf etwas Neues ein - so True Detecive-like, aber wenn ich mir wen vorstellen könnte, dann Stone. Die Serie hat ihn derart zügig etabliert - da könnte ich mir eine bemerkenswerte Weiterentwicklung durchaus vorstellen. Kann aber freilich mit beiden Szenarien bestens leben. Lassen wir uns überraschen. :)

      Gambit schrieb:

      definitiv eine Überlegung wert...


      :thumbup:
      So, dann hab ich mir beim großen "Sommerferien-Pile-Of-Shame-Abbauen" auch "The Night Of" angetan. Ich will mich auch einer in Nummern ausgedrückten Bewertung dezent verweigern, weil ich kein endgültiges Urteil fällen kann. Auf der einen Seite fängt die Staffel sehr stark und präzise beobachtet an - aber ebenso hastig und unterentwickelt wirken die letzten zwei Folgen. Ein bisschen mehr Zeit für die Autoren wäre gut gewesen. Um gleich bei Kritikpunkten zu bleiben: Naz' Entwicklung geht teilweise ein wenig arg unbegründet ab (was daran liegt, dass Naz' gesamte Knast-Story fast 1:1 Jack Londons "Seewolf" ist und daher ein wenig dessen fehlendes Umfeld auffällt). Daher wirkt es sehr schnell und Zaillian gelingt es nicht, die vergangene Zeit adäquat einzufangen. Auch einige Wendungen gegen Ende wirkten hastig (Chondra, die vielen Nebenverdächtigen die dann wieder einfach so verschwinden, etc.) und nicht recht abgeschlossen. Das liegt aber auch in dem selbstgewählten Thema der Serie: Die amerikanische Justiz. Einen Fall auf konkret einen entscheidenden Punkt hinzuschreiben - da muss man schon viele Stühle rücken. Ist aber okay.

      Und damit kommen wir zu dem, was ich als Stärke von "The Night Of" ausmache: Charaktere. Sowohl Box als auch Freddy empfand ich als sehr interessante und lebendige, nachvollziehbare Figuren. John Stone gefiel mir als bekennendem Turturro-Fan natürlich besonders (die Katze!). Gerade bei Naz' kann Ahmeds Darstellung die dauerpassive Figur nicht ganz aufwerten. Dafür ist die Serie mit angenehm echten Darstellern besetzt worden - und keine Hollywoodschönlingsproduktion. Und wie eingangs schon erwähnt: Die ersten Folgen sind angenehm gruselig-kühl photographiert, der Score macht mir im besten Sinne noch immer eine Gänsehaut und leider rutscht das Niveau der zweiten Hälfte dann ein wenig ab. Ich würde der ersten Hälfte 7-8 Punkte geben und der zweiten Hälfte eher 6 oder mit viel gutem Willen 7 - würde 7 im Durchschnitt machen. Aber weder die eine noch die andere Hälfte war so wirklich eine Sieben und ihr wisst ja: Im Durchschnitt war der See nen Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen.

      Ist aber ne gute Serie, wenns einem mal zu gut geht.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."