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Nocturnal Animals (Tom Ford, Amy Adams, Jake Gyllenhaal)

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      Wucki schrieb:

      Habe ihn die Tage auch gesehen. War gemessen an meinen Erwartungen die größte Enttäuschung des Jahres. Werde mir noch ein paar Sachen zum Film durchlesen, kann mir aber kaum vorstellen das NA wirklich viel mehr zu bieten hat als das was ich aus dem Film mitgenommen habe. A Single Man war so, so viel besser.


      "A Single Man" war schon besser ,da gebe ich Dir recht. Aber "Nocturnal Animals" fällt aber doch nicht so stark ab, jedes Bild im Film erzählt so viel. Gar nicht mal prätentiös oder ähnliches.

      Schau Dir mal das Video an für nur einige Details im Film:
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/
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      Huch, sitze ich in einem Tom Ford oder doch Winding Refn? Da waren die Gedanken, die während des Opening Shots durch meinen Kopf gingen. Ford gibt eine halbe Ewigkeit nach einem meiner persönlichen Lieblingsfilmen Nachschub, der nicht minder ästhetisch und stilsicher geraten ist als der Erstling. Und wenn bereits der Regisseur zu den Favoriten zählt und dann noch eine Besetzungsliste mit bringt die einiges verspricht, dann stehen die Zeichen auf Gewinn. Und ja, Amy Adams sieht hinreißend aus, spielt aber weitgehend reserviert was vor allem die Nebenrollen strahlen lässt. Und wie die strahlen! Shannon ist so abgebrüht cool und trocken das es eine Freude ist, die richtige Überraschung stellt Aaron Taylor-Johnson dar. Wow, das war nicht zu erwarten. Und Gyllenhaal - der darf auch wieder zeigen welches Talent er in sich trägt. Klasse Casting. Erzählerisch verhaspelt Ford sich nicht in unzugänglichen Meta-Gefasel, lässt seiner Plotline genügend Luft für Interpretationsraum. Großartig: die Highway-Szene und die Konsequenz. Unheimlich spannend und intensiv, ganz klar eine der stärksten Momente im Kinojahr 2016. Hat auf jeden Fall noch Potenzial zu wachsen, vorerst bin ich hoch zufrieden. Und bitte Mr. Ford, warte nicht erneut sieben Jahre bis das nächste Projekt umgesetzt wird.

      9,2 / 10
      endlich mal wieder ein Film, der mich zu begeistern wusste! für mich stimmte da bis auf das denkwürdige Ende (kann mir leider das Video grad nich ansehen, da im Büro) echt alles. der Film war super spannend und hat mich emotional direkt mitgerissen. zwar vor allem unangenehm, aber so ist es ja auch gedacht. ich war immer mal wieder quasi atemlos. war die ganze Zeit ungeduldig, wie es weitergeht. von mir aus hätte der Film auch 3 Stunden Lauflänge haben können.

      Amy Adams ist ja wohl ne super wandelbare Darstellerin. das zeigt ihre bisherige Filmauswahl schon wunderbar, aber innerhalb von Nocturnal animals spielt sie ja 2 verschiedene Rollen, was auch optisch sehr sehr gut zur Geltung kommt. an dieser Stelle mal ein Kompliment an die Maske. nahezu gleiches gilt für Jake Gyllenhaal. schon lange verfolge ich seinen Werdegang mit großem Interesse. diese beiden haben einfach Spaß an ihrem Job und machen diesen mit voller Hingabe. und man! Aaron Taylor-Johnson hat mich auch total überrascht. hätte nicht gedacht, dass er diese negative Rolle so überzeugend hinbekommt. Michael Shannon hat mich ja noch nie enttäuscht. der kann es einfach. also ein echt richtig guter Cast mit mutigen Besetzungsentscheidungen.

      optisch hatte ich nichts anderes als diese Perfektion erwartet. sogar die Single-Man-Gedächtnisbrille kam zum Einsatz. steht der Amy aber auch. mal abgesehen von den wunderschönen klassischen Klamotten der realen Erzählebene, war auch alles andere an Ausstattung absolut stimmig. in einem fließenden Zusammenspiel aus Licht, Farben und Schnitt, der das Medium Film absolut perfekt rüberbringt, lass ich mich gern in die Story hineinziehen. warum werden nicht mehr solcher Filme gedreht?!

      ich bin ja mal gespannt, ob der es in die Oscars schafft. verdient hätte er es aus den verschiedenen o.g. Punkten alle mal.

      9/10
      Bin auch positiv angetan. Eine etwas andere Liebesgeschichte mit tollem Ausgang.
      Spoiler anzeigen
      Ob man Tonys (Gyllenhaal) Figur jetzt als rachsüchtigen, verlassenen Ehemann bezeichnen kann, darüber lässt sich streiten. Für mich stellt sein Manuskript schlichtweg einen natürlichen Reifeprozess nach einer Trennung dar. Als sie ihn verlassen hat, ist ein Teil von ihm gestorben. Nichts anderes hat er für mich hier ver- und aufgearbeitet. Mit dem Tod seiner Figur hat er sein altes Ich losgelassen und ist nun bereit für etwas Neues. Dass er sie sitzengelassen hat, ist dabei natürlich ein sehr schönes Stilmittel. Besser kann man das filmisch kaum noch ausdrücken. Sie ist ihm egal, er hat sich endlich von seinem alten Ich befreien können und führt sein eigenes Leben.


      Insgesamt eine sehr schöne Aussage!

      8/10

      Nocturnal Animals ist vielleicht nicht das komplexeste Schwergewicht, jedoch definitiv ein atmosphärisches Monster. Dass mir Tom Fords Beitrag äußerst gut gefallen hat, war mir freilich sofort nach dem Abspann klar, doch noch nicht so endgültig, in welchem Ausmaß. Definitiv ein Werk, das nachhängt. Spätestens während des Schreibens dieses Fazits, kam ich zu dem Urteil, ihn zu meinen fünf Lieblingen des (deutschen) Kinojahres 2016 zu zählen - direkt neben Room, Arrival, Der Nachtmahr und The Witch.

      Nocturnal Animals ist eine stimmungsgeladene Abhandlung über toxische und zerstörerische Ausprägungen von Liebe und spendierte mir dabei einige Szenen, die ich zu den unangenehmsten Leinwandmomenten in der jüngeren Filmgeschichte zählen muss/darf. Die Story war in diesem (realen) Setting, das derart steril und symmetrisch inszeniert wurde, bestens aufgehoben, während sich die fiktionale Komponente und die Rückblenden wiederum stilsicher und optisch treffend voneinander abgrenzten. Die verschiedenen Erzählebenen nährten sich exzellent voneinander und verliehen sich gegenseitig Bedeutung, nicht zuletzt, weil man auf der Roman-Ebene zahlreiche symbolische Details gekonnt subtil verpackt hat. Dieser Handlungsstrang war an Intensität sowieso kaum zu überbieten, so simpel er im Kern auch sein mag.

      Auch wenn eine beklemmende Tristesse das Geschehen regiert, spendet der Film letztendlich doch eine gewisse Hoffnung, auch wenn damit ein bitterer Beigeschmack einhergeht, da die Rache-Pointe dennoch nicht zu leugnen ist. Wenn aus Selbstzerstörung (selbst-)heilende Zerstörung wird. Ein verdammt spezielles Beziehungsdrama - erzählt wie ein Thriller - das gerade aufgrund der Distanz der Hauptfiguren so unnahbar, aber doch zeitgleich bedeutsam erscheint. Das 1A-Ensemble löst das natürlich perfekt. Zwischen Adams, Gyllenhaal, Shannon und Taylor-Johnson würde ich mich nicht entscheiden wollen. Spannung und Ästhetik gaben sich dabei stets gegenseitig die Hand. Hinzu gesellt sich der betörende Score, der immernoch in meinem Hirn umherspukt. Nocturnal Animals wurde meinen sehr hohen Erwartungen also völlig gerecht..

      9 / 10
      Sehr schön. Hatte schon auf deine Meinung gewartet ;) Habe mir die Blu-ray auch endlich bestellt und freue mich riesig auf die Zweitsichtung.

      Bavarian schrieb:

      Hinzu gesellt sich der betörende Score, der immernoch in meinem Hirn umherspukt.


      Jap, der läuft bei mir auch ab und zu noch. Großartig, wie auch schon bei "A Single Man". Hast du den eigentlich auch gesehen?

      freido schrieb:

      Großartig, wie auch schon bei "A Single Man". Hast du den eigentlich auch gesehen?


      Nope, habe ich in der Tat nicht. :cursing: Befindet sich aber schon seit einiger Zeit auf meiner To Watch-List und genießt nach der Nocturnal Animals-Erfahrung nun natürlich sofort höchste Priorität. :)

      Bavarian schrieb:

      freido schrieb:

      Großartig, wie auch schon bei "A Single Man". Hast du den eigentlich auch gesehen?


      Nope, habe ich in der Tat nicht. :cursing: Befindet sich aber schon seit einiger Zeit auf meiner To Watch-List und genießt nach der Nocturnal Animals-Erfahrung nun natürlich sofort höchste Priorität. :)


      Nicht höchste, ERSTE und EINZIGE Priorität. Noch vor dem Frühstück. :)
      Im Grunde ist der Film ein Revenge Flick in mehreren Ebenen. War durchgängig spannend, besonders zu erwähnen der Beginn der "Buch"-Geschichte. Meine Güte. Auch mochte ich den ganzen Stil, vom Set bis hin zu den Schnitten, ein komplettes Kunstwerk der Film. Hatte alles ein bisschen was von Refn.
      Den Cast und das Acting kann man gar nicht genug loben, fantastisch. Lange hat mich kein Film mehr so von Anfang bis Ende gefesselt wie "Nocturnal Animals" und ich glaube, dass der Film von einer Zweitsichtung nur profitieren kann, wenn man auf alle Kleinigkeiten in Ruhe achten
      kann. Bis dahin vergebe ich 8 Punkte, gehe aber davon aus, dass ich nachdem Rewatch noch einen Punkt mehr geben kann. 8/10
      Der Film ist wirklich schwere Kost. Visuell und akustisch top verpackt. Sicher nicht für frisch Getrennte geeignet.
      Entgegen der herrschenden Meinung und auch der in den Extras auf BluRay angedeuteten, würde ich das Filmende anders interpretieren.
      Spoiler anzeigen
      ​Edward erzählt seine Story und dass er letztlich daran zerbrochen ist. Sein Tod im Buch könnte auch als Selbstmord im echten Leben interpretiert werden. Er wollte, dass Susan sich dafür verantwortlich fühlt und dies ist letztlich seine Art der Rache, indem er ihr aufzeigt, was sie getan hat. Die letzte Einstellung auf ihr Gesicht deutet an, dass ihr genau das in dem Moment bewusst wird.

      9/10 dicke Nackedeis
      Geiz ist nicht geil! Kino dafür umso mehr...