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Raw (Julia Ducournau)

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      Raw (Julia Ducournau)

      Raw

      New French Extremity. Die Franzosen haben uns einst mit Werken wie "Irréversible", "High Tension", "Inside", "Martyrs", "Frontiere(s)" usw. harte Kost geliefert. Danach wurde es etwas ruhig. Und jetzt kommt mal wieder was in diese Richtung. "Raw". Regie führt die Debütantin Julia Ducournau, welche auch das Drehbuch schrieb. In den Staaten bekam der Film ursprünglich ein NC-17 (das stärkste Rating), es musste auf ein R-Rating runtergekürzt werden. Zur Story:

      Im Film begleiten wir Garance Marillier bei ihrer Ausbildung zur Tierärztin, die sie der Familientradition zuliebe in Erwägung zieht. Als die überzeugte Vegetarierin auf dem Campus erstmals mit rohem Fleisch in Verbindung kommt, gerät ihre Weltanschauung ins Wanken. Sie ist nun bereit, ihre dunkelsten Fantasien auszuloten und ihre Grenzen zu testen.

      Bei uns läuft der Kannibalen-Schocker auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest (06.09. - 01.10.). Uncut natürlich.





      imdb: imdb.com/title/tt4954522/?ref_=ttrel_rel_tt

      blairwitch: blairwitch.de/news/raw-kanniba…m-fantasy-filmfest-76883/


      01:37 - Sieht das eklig aus. Sagt mir nicht die isst diese Haut auch noch? <X

      La Vampire nue (1970) de Jean Rollin

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      Bereits seit Wochen/Monaten eines der Werke, den ich am meisten entgegenfiebere. Spiele ja sowieso mit dem Gedanken, dieses Jahr mir endlich mal ne FFF-Dauerkarte zu besorgen, aber unabhängig davon: Der wird angesehen. Inhaltlich wertvoll + extrem brutal - klingt in meinen Ohren sehr verlockend. ^^
      Jugendfreigabe (ab 16) für den neuen Horror-Schocker aus Frankreich!

      Das französische Horrordrama Raw (2016) schlug schon vor Monaten hohe Wellen, als Besucher auf den Filmfestivals in Cannes und Toronto berichteten, dass ihnen schlecht geworden sei und auch Leute in Ohnmacht gefallen sind, weil ihnen das gezeigte nicht gut bekommen ist.

      In einem Kino in den USA soll auch eine Kotztüte an die Besucher verteilt werden, damit wenigstens die Räumlichkeiten sauber bleiben.

      Quelle: schnittberichte.com/news.php?ID=12202

      La Vampire nue (1970) de Jean Rollin

      Ich habe mir mal die Kritiken auf RT und bin von der Quantität überrascht. Der scheint ordentlich die Runde gemacht zu haben. Von der Qualität eher weniger. Solche Genre-Filme gehen ganz gerne mal durch die Decke, wenn ein Regisseur ordentlich provoziert. Auf jeden Fall recht interessant. So abstoßend wie die Filme von Tom Six ("The Human Centipede I - III") scheint es aber nicht zu werden, denn sonst wäre die FSK aufgesprungen. :tongue:

      La Vampire nue (1970) de Jean Rollin

      Okay, sortieren. So.

      Zunächst sollten die Erwartungen an das Werk geklärt werden. Dass uns hier nun kein Kannibalen-Goremassaker serviert wird, sollte sowieso jedem vorab klar sein, aber selbst mit dem Begriff Horror-Drama wäre ich vorsichtig. Horror haben wir bei Raw gefühlt äußerst wenig. Sofern extreme Gewalt und Ekel allein irgendwie schon Horror bedeuten mag - okay - jedoch bleibt es tatsächlich vielmehr bei vereinzelten Referenzen, insbesondere wenn der rar gesäte Score in den Vordergrund tritt. Raw ist ein exzentrisches und provokantes Drama, das symbolisch bis an die Schmerzgrenze geht. Also ja, diese "explizit-verstörenden" Momente sind definitiv da, jedoch wird man das schon wegstecken, wenn man sich bereits zuvor mit extremeren Machwerken auseinandergesetzt hat. Eventuell ist die Wirkung ein wenig spezieller zu bewerten, da man sich hier in keinem abgestumpften Horror-Rahmen bewegt, sondern einen recht rohen und authentischen Look vorfindet, woraus dann solche Darstellungen eventuell herausragen. Dennoch: Keine Kotztüten von Nöten nach meiner Bewertung.

      Raw bedient uns an allen Ecken und Enden mit Fragen und Gegensätzen. Selbst herzlich wenig an Antworten interessiert. Da muss schon der Zuschauer selbst ran. Konförmität wird Individualität gegenübegestellt. Konstruierte Moral und damit einhergehende Doppelmoral sind Thema. Wie hallt die Gesellschaft auf unsere Taten und Aussagen nach? Wie entfesselt man sich von aufgetragenen Zwängen? Regelwerke versus niedere Triebe. Dem Kollektiv unterordnen versus Ich-Sein. Auf einer oberflächlichen Ebene gibt es dabei natürlich auch noch die Leistungsgesellschafts-Parabel. Da findet durchaus viel Einzug. Manchmal subitl, im nächsten Moment mit ungenierter Ekel-Symbolik. Raw spendierte mir konstant interessante Impulse, hatte mich jedoch was Atmosphäre und Intensität angeht leider nicht ganz auf dem Niveau im Griff, wie ich mir das vielleicht ausgemalt habe. Ansonsten: Inszenatorisch geschickt und solide gespielt. Ich war am Ende zwar nicht völlig aus dem Häuschen, bin über provokante Ausnahme-Filme mit gewissem Intellekt aber natürlich stets froh. Eventuell ist da nochmal ne Zweitsichtung nötig. Für den Moment bleibt´s bei: Unkonventionell und sehenswert.

      7 / 10
      Hier noch eine sehenswerte Diskussion mit der Regisseurin/Autorin:


      Definitiv ein Film, den ich als reine Zeitverschwendung empfunden habe. Horror? Verstörend? Kam für mich nichts dergleichen rüber. So einige Szenen wirkten einfach unfreiwillig komisch. Ich sage nur Fingerfood-Szene. Als horrormäßig habe ich höchstens die beiden Schwestern empfunden, allerdings im negativen Sinne. Über die Pinkelszene konnte ich noch ein wenig lachen, aber sonst haben mich die beiden Darsteller so genervt. Will der Film eigentlich irgendetwas aussagen? Man merkt doch relativ schnell,
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      dass es in der Familie liegt.
      Ist doch von Beginn an ersichtlich, dass sie alle einen an der Klatsche haben. Natürlich, man versucht hier alles besonders künstlerisch zu verpacken. Sorry, aber ich sehe 'RAW' schlichtweg als Mogelpackung. Viel Lärm um nichts.

      Was ist überhaupt aus dem Stück Brazilian Wax geworden, dass dem Mädel dem halben Film noch an ihrer Mumuh kleben sollte. :rotfl: :crazy2:

      Keine Sorge, ich spoiler mit der Frage nicht. Versteht man eh erst, wenn ihn sich angeschaut hat...

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