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Gehaltvolles bald nur noch als Serie?

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      Gehaltvolles bald nur noch als Serie?

      Frage: Werden Inhalte immer stärker in Serien verlegt und stirbt damit der klassische Spielfilm?

      Ich habe den Eindruck, dass viele Filme, gerade aus dem klassischen Sommerblockbusterbereich immer inhaltsleerer und stumpfer werden und man die wirklich eindrucksvollen Inhalte dann lieber in Serien verpackt. Damit meine ich nicht nur das ÜBER an Superheldenfilmen im Kino (manchmal hab ich den Eindruck das klassische Kino besteht nur noch aus Marvel/DC-Filmen und billigen Teeniekomödien), sondern auch das anspruchsvolle Hollywoodfilme mehr und mehr verschwinden bzw. auf das Medium Serie übergehen. Zumal sich viele handlungsorientiere Serien vor dem Kino nicht im geringsten verstecken müssen.

      Was sagt ihr?


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




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      Das Kino hatte die letzten Jahrzehnte schon immer die Zielgruppe "14 bis 24 Jährige" ... Deshalb auch der Fokus auf Action-Blockbuster und Teenie-Komödien. 30 bis 50 Jährigen nutzen in meinem Umfeld fast nur noch VoD und PayTV und die Zielgruppe 50+ guckt ARD und ZDF ;)

      Persönlich bin ich schon der Meinung, dass die VoD-Anbieter mittelfristig das Kino ablösen werden. Im Grunde besteht ja aus einer Serie mit vielen Episoden und den Film-Universen kein großer Unterschiede mehr.

      Persönlich plane ich für mich auch, mich vom Kino ganz zu verabschieden. Das ganze ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Superhelden-Filme sind mir egal und Star Wars ist nach Episode IX für mich auch abgeschlossen. Dann kommt noch Indidana Jones 5, aber dann war es das so langsam. Neue Filme würde ich mir dann schon auch ansehen, aber da reichen heute schon Blu-Rays dazu!

      Angeblich plant ja Hollywood einen VoD-Dienst für aktuelle Film, wo ein aktueller Film zum 1x gucken "30 Dollar" kosten soll und die Kinobetreiber einen Teil der Einnahmen bekommen sollen. Würde mal wetten, dass sich das System bei solchen Preisen nie durchsetzen wird.

      Das es aber "anspruchsvoller Inhalte" inzwischen mehr in "TV-Serien" gibt, würde ich auch unterschreiben. Und irgendwann wächst man auch aus dem Blockbuster-Alter raus :)
      Serien und VoD sind ja zwei paar Schuhe. Genauso wie der klassische Sommerblockbuster und der der etwas gehobene Film. Ich will jetzt aber auch nicht mehr dazu sagen. Vieles davon liest man im "Hollywood Trends und Entwicklungen"-Thread.

      Aber wenn ich einen Blick ins Kinoprogramm werfe, dann sehe ich da mehr als nur Marvel/DC und Teenie-Komödien (von denen sieht man doch kaum was). Drama, Thriller, Action, Komödie, Romantik, Sci-Fi, Horror, Animation, Dokus, Tragikomödien - naja im Grunde kann man jetzt auch noch alles miteinander kreuzen. Keine Ahnung warum ich ab und zu immer wieder lese es gibt nur noch dieses und jenes im Kino. Das habe ich nie nachvollzeihen können. Die Quantität ist da und wird immer da sein, die Frage nach Qualität ist jedoch wieder eine andere...

      La Vampire nue (1970) de Jean Rollin

      ich sehs ähnlich

      ​ins Kino geh ich nur noch zur Oscar Season

      ​wobei ich nix gegen Blockbuster habe - aber diese superhelden filme kommen mir eher als Zielgruppe 8 - 16 vor.

      ​wir schlucken den mist - weil uns nix anderes übrigbleibt - und so machen die immer mehr davon.

      ​mad max und star wars und Mission impossible - und dann einzeldinger sind aber doch noch ziemlich gut - von daher schon ok.

      ​ich mein the rock und Armageddon und con air waren ja auch dämlich :D

      ​das ding ist wir sind erwachsen geworden und haben keine Connection zu jungen leute filmen. mir geht's schon 10 jahre so - und es wird immer schlimmer.

      ​aber langsam komm ich in sonen: ich kuck einfach alles - Modus - ist doch egal

      ​und ja Serien werden immer besser - leider haben sie mMn noch kaum filmniveau - auch wenn das auch schon vorkommt (the night of)

      ​ich bin zuversichtlich dass es sich so entwickelt wie wir alle wollen. das ist die Natur der Sache. das was wir kucken wird produziert. ausser es gibt da andere einflüsse als nur Geld - aber keine Ahnung.


      Für eine Hand voll Scheiße

      Was ist eigentlich dieses "Gehaltvolle" aus der vorigen Urzeit, von dem immer alle sprechen? Also mal ernsthaft - welche Filme sind damit gemeint? Ich würde das gerne mal konkreter verorten können. Sonst klingt das immer so nach "Früher war alles besser."

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Man kann es aber auch so sehen dass Serien sich auf ein unglaublich hohes Niveau gehievt haben und das Puplikum für gehaltvollere Inhalte mittlerweile bereit ist mehr Zeit und Geduld zu investieren so dass der gehaltvolle Inhalt sich kommplett entfalten und weiter entwickeln kann.

      In den 90ern wäre Breaking Bad vielleicht höchstens ein Dreiteiliger TV Film/Mini-Serie mit blassen Bild geworden.
      Schließt euch der Bewegung an!
      Boykotiert 3D!....es lohnt sich. ;)

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Das Kino hatte die letzten Jahrzehnte schon immer die Zielgruppe "14 bis 24 Jährige" ... Deshalb auch der Fokus auf Action-Blockbuster und Teenie-Komödien. 30 bis 50 Jährigen nutzen in meinem Umfeld fast nur noch VoD und PayTV und die Zielgruppe 50+ guckt ARD und ZDF


      Naja... Die Zielgruppe ist NICHT 12-14 sondern eher 12-20..... Sonst würden keine FSK 16 Filme produziert werden....
      Und die 50+ guckt die gleichen Medien wie die Gruppe 30-50...
      Bis vor ein paar Jahren war es sogar noch so, dass die 50+ mehr Internet nutzten als 30-50....

      Es werden durchaus noch viele "gehaltvolle" Filme gedreht und auch ins Kino gebracht - muss mal einer reingehen - sind ziemlich leer die Reihen im Saal. Dumpfe Blockbuster gabs auch schon früher - was heute mein Gefühl ist, das keine "neuen dumpfen Blockbuster" mehr rauskommen. Entweder isses Comic oder nen bestehendes Franchise. Allenfalls noch nen Reboot / Remake.... Dann wirds dünne....

      Wohingegen Serien aufgrund der Veränderung der Medienlandschaft und der Technick die Möglichkeit bekommen haben größere Geschichten mit größerer Optik zu erzählen. Und diese Möglichkeiten werden genutzt...

      Muss noch vervollständigt werden....
      Was da an Geld drinsteckt :gruebel: :uglylol:
      Serien profitieren eindeutig von dem Internet-Zeitalter. Früher gab es auch gute Serien, aber in Deutschland war man 12 Monate hinter den USA (quasi genau eine Staffel), komplette Staffeln konnte man sich auch nicht ansehen und wenn der Sendeplatz bei RTL oder Sat.1 schlecht war, hatte man einfach Pech gehabt.

      Und seitdem die Kinopreise explodiert sind, geht man eben nur noch in "etablierte Marken", während man bei Netflix irgendwie alles guckt. Auch eine komplett neue Serie, deren Thematik man sich nie im Kino angeschaut hätte. Und wenn einem die ersten Folgen gefallen, freut man sich auch auf die nächsten Staffeln.

      Kino wird immer mehr zum "großen Entertainment". Mich interessiert beispielweise diese J.R.R. Tolkien Bio, aber dafür gehe ich auch nicht ins Kino. Im Kino soll das CGI-Gewitter knallen und sich die 20-Millionen-Dollar-Promis die Klinke gegenseitig in die Hand drücken. Das ist inzwischen schon teilweise wie "Wetten, dass ..." Anders kann man sich manche "Nonsens-Story" nicht erklären, die trotzdem ne Milliarden Dollar eingespielt haben ;)

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Und seitdem die Kinopreise explodiert sind, geht man eben nur noch in "etablierte Marken", während man bei Netflix irgendwie alles guckt. Auch eine komplett neue Serie, deren Thematik man sich nie im Kino angeschaut hätte. Und wenn einem die ersten Folgen gefallen, freut man sich auch auf die nächsten Staffeln.


      Auch wenn ich dir mit dem Rest des Statements zustimme ;) DIe Kinokartenpreise sind nicht explodiert...
      Ohne Zuschläge sind die Preise seit 2004 im Schnitt sogar schwächer gestiegen als die Durchschnittslöhne ;)
      Gefühlt sieht das zwar anders aus, ist aber durchaus ein Fakt ;) Preissteigerungen sollte man nicht in Euro betrachten, sondern gucken wie viele Stunden musste man früher/heute arbeiten um sich das zu kaufen ;)

      Das die Leute nur noch für CGI-Gewitter ins Kino rennen hat leider zu dem Kino geführt, dass wir grad haben.
      Blockbuster, die "nur" rein unterhalten wollten und Schauwerte über Inhalt stellten gab es schon immer und wird es immer geben. Kino ist ja ein Unterhaltungsmedium. Und ich möchte ja auch nicht jeden Tag First Class essen gehen - manchmal tuts Mc Donalds und schmeckt dann ja auch. Aber die Filme abseits dessen was die riesigen Einspielergebnisse abwirft hatten früher eine bessere Chance ins Verdienen zu kommen. Die Streamanbieter können diese Lücke bedienen und füllen. Und das TV zieht auch nach....

      Muss noch vervollständigt werden....
      Was da an Geld drinsteckt :gruebel: :uglylol:

      GregMcKenna schrieb:

      Was ist eigentlich dieses "Gehaltvolle" aus der vorigen Urzeit, von dem immer alle sprechen? Also mal ernsthaft - welche Filme sind damit gemeint? Ich würde das gerne mal konkreter verorten können. Sonst klingt das immer so nach "Früher war alles besser."


      Also grundsätzlich finde ich den Satz "Früher war alles besser" recht sympathisch und finde mich darin auch wieder. Die meisten meiner Lieblingsfilme stammen aus den 80er und 90er Jahren und tatsächlich habe ich das Gefühl, dass die Kinowelt heute unterm Strich schlechter ist, oder zumindest irgendwie stagniert. Allerdings ist das alles so aus dem Bauch raus gesprochen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sache anders aussehen würde, wenn man heutige und frühere Filme, vor allem Blockbuster, miteinander objektiv vergleicht. Vermutlich würde, wenn das kluge und in der Hinsicht ausgebildete Leute diesen Vergleich anstellen, herauskommen, dass die Filme gar nicht mal sooo unterschiedlich sind.

      Von daher denke ich, dass der Eindruck "Früher war alles besser" zum einen mit Nostalgie, zum anderen aber auch mit dem voranschreitenden Alter zu tun hat. Je älter man wird, desto mehr Filme hat man gesehen. Und je mehr Filme man gesehen hat, desto eher kann man in den einzelnen Genres auf einen persönlichen oder allgemeinen Klassiker zurückgreifen und ist damit befriedigt. Du hast Lust auf Sci-Fi? Schau dir "2001" an! Du hast Bock auf Weltraum, aber es sollte nicht ganz so schwer sein, dafür aber unterhaltsamer, inspirierender und mit vielen Schlachten und Aliens? Schau dir "Star Wars" an! Möchtest du dich gruseln? Hier ist "Shining"! Wie wäre es mal mit einem richtig guten Thriller? Zieh doch mal wieder "Sieben" aus der Schublade. Und so weiter und so fort. Ich denke also, man hat irgendwann das Gefühl, alles schon mal irgendwie gesehen zu haben. Objektiv machen es heutige Filme dann vielleicht nicht anders wie die früheren, aber als Zuschauer hat man zusätzlich das Gefühl, es besser gesehen zu haben. Da spielt dann wohl auch wieder die Nostalgie mit rein.

      Jetzt könnte man sagen, dass es negativ zu bewerten ist, dass man als Zuschauer irgendwann nicht mehr objektiv an diese Dinge rangeht und gegenüber der modernen Filmwelt resigniert. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich eine schlechte Sache ist. Zum einen kann ich es mir als Zuschauer doch erlauben, subjektiv zu sein. Ich muss ja im Grunde nur reagieren und wenn ich irgendwann für meinen persönlichen Fundus genug habe, muss es auch erlaubt sein, es dabei zu belassen. Und dass man sich irgendwann zu alt für modernes Kino fühlt, ist meiner Meinung nach auch okay. Das krasse Gegenteil wäre ja, dass ich mit 30 oder 40 immer noch Sachen geil finde, die für Leute zwischen 15 und 20 konzipiert sind. Da würde ich mir selbst irgendwann ganz schön dumm vorkommen, außerdem wäre es für die jungen Leuten blöd, denn ich finde, eine Abgrenzung zwischen den Generationen ist für alle wichtig. Sonst wird es meiner Meinung nach irgendwann lächerlich.

      Und wegen dem Thema Film und Serie: Ja, ich denke, in einer Serie kann man inzwischen unterm Strich die besseren Storys erzählen und Charaktere interessanter ausbauen. Aber böse formuliert machen es da die Rahmenbedinungen einfach. Ich habe ja pro Staffel 8 bis 10 Stunden Zeit, also sollte ich es auch schaffen, viele interessane Personen zu präsentieren. Wenn es dagegen ein Film in rund zwei Stunden schaffen sollte, eine gute Story und interessante Charaktere zu zeigen, würde ich die Leistung in dem Fall höher einstufen. Leider passiert das nicht so oft, aber ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, dass jede Serie in allen Belangen wahnsinnig gut ist. Da gibt es ja auch Unterschiede. Außerdem frisst eine Serie ganz schön viel Zeit, da muss zumindest ich mich ganz schön motivieren. Ich denke, ich verfolge im Jahr drei Serien, wenn es hochkommt. Außerdem ist da die Angst vor einer Enttäuschung ungleich höher wie bei einem Film. Wenn der scheiße ist, ist die Sache nach 2 Stunden vorbei. Eine Serie kann mich über Jahre gut unterhalten und hohe Erwartungen aufbauen, die sie dann aber in den letzten Staffeln einreißt. Die Enttäuschung ist höher, den Schmerz vergisst man nicht so schnell.

      Serien und Filme sind von daher vielleicht ein bisschen mit Beziehungen und One-Night-Stands vergleichbar. Das eine dauert Jahre, ist sehr innig und kann dir viel geben, doch wenn was schief läuft, ist es wirklich fies und geht an die Substanz. Das andere ist in jedem Fall kurz, kann intensiv und geil sein, im anderen Fall ist es aber meistens schnell vergessen, außer, das Ding hängt dir eine Geschlechtskrankheit an.