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Jean Paul Belmondo

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      Jean Paul Belmondo






      Jean-Paul Belmondo
      (* 9. April 1933 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Film- und Theaterschauspieler. Belmondo wurde in den späten 1950er-Jahren zunächst als einer der wichtigsten Darsteller der Nouvelle Vague bekannt. Ab Mitte der 1960er-Jahre war er zwei Jahrzehnte lang als Komödiant und sportlicher Held actionbetonter Filme einer der erfolgreichsten Stars des europäischen Kinos.



      Leben

      Jean-Paul Belmondo wurde als Sohn des renommierten Pariser Bildhauers Paul Belmondo (1898–1982) und der Tänzerin Madeleine Belmondo geboren. Paul Belmondo, der im Alter von 17 Jahren aus Sizilien nach Paris gekommen war, zählte bekannte Autoren und Künstler wie Albert Camus, die regelmäßig bei ihm zu Besuch waren, zu seinen Freunden. Jean-Paul Belmondo hat einen älteren Bruder, Alain, der ab den 1960er-Jahren als Produktionsmanager und ab den 1970er-Jahren als Produzent seiner Filme tätig war. Belmondos jüngere Schwester Muriel arbeitete wie ihre Mutter als Tänzerin.
      Belmondo hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater, der seine vielfältigen Talente stets förderte und ihn frühzeitig für Kunst und Kultur interessierte. Als Schüler galt Belmondo als schwierig und undiszipliniert und musste mehrmals die Schule wechseln. Am Gymnasium begeisterte er sich für den Boxsport und bestritt ab seinem 13. Lebensjahr mehrere Kämpfe. „Ich übte diesen Sport nie aus, um daraus einen Beruf zu mach...or. Paul Belmondo verfolgte in den 1980er/90er-Jahren eine Karriere als Autorennfahrer. Patricia starb 1994 bei einem Brand. 1966 bis 1974 lebte er mit der Schauspielerin Ursula Andress zusammen.
      Von 1963 bis 1966 war Belmondo Vorsitzender der Interessenvertretung der französischen Schauspieler. Am 8. August 2001 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich aber rasch wieder erholte. 2002 heiratete er seine zweite Frau Nathalie und hat mit ihr eine Tochter. Im September 2008 bestätigte der Schauspieler, dass diese Ehe mittlerweile geschieden wurde.[1] 2010 geriet der Star wegen seiner jungen Geliebten Barbara Gandolfi, der er eine größere Geldsumme überwiesen haben soll, in die Schlagzeilen. Gandolfi soll das Geld an ihren Ex-Ehemann weitergeleitet haben, gegen den die Polizei unter anderem wegen Geldwäsche und Zuhälterei ermittelt.[2]
      „Bébel“, wie Belmondo in seinem Heimatland liebevoll genannt wird, gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Mitgliedern des französischen Jetsets.




      1957 bis 1959
      Jean-Paul Belmondos Filmkarriere begann 1957 mit dem Film À pied, à cheval et en voiture (der nie in Deutschland lief), in dem er nur in einer einzigen Szene zu sehen war. Auch in seinem zweiten Film Sei schön und halt den Mund (1958) hatte er lediglich den Status eines besseren Statisten. (Er traf hier zum ersten Mal auf den ebenfalls noch unbekannten Alain Delon, dessen Karriere parallel zu seiner verlaufen sollte.)
      1958 und 1959 trat Belmondo als Nebendarsteller in mehreren Filmen auf und spielte unter der Regie renommierter Regisseure wie Marcel Carné oder Marc Allégret. In Ein Engel auf Erden (1959) war er an der Seite von Romy Schneider zu sehen. Die Filme, in denen Belmondo zu sehen war, zählten in der Regel zum konventionellen französischen Unterhaltungskino. Dieses wurde von den jungen Kritikern der einflussreichen Filmzeitschrift Cahiers du cinéma scharf angegriffen, da sie es als blutleer und künstlerisch wertlos empfanden.
      In den späten 1950er-Jahren wechselten die wichtigsten Kritiker der Cahiers auf den Regiestuhl und begannen mit geringen Budgets ihre ersten Filme zu inszenieren. Es war der Beginn der Nouvelle Vague, die dem nationalen und internationalen Kino auf Jahre hinaus wichtige Impulse gab. Den typischen Studioproduktionen des etablierten Kinos, die als steril bezeichnet wurden, begegneten die Regisseure der Nouvelle Vague mit einer modernen und unkonventionellen Filmsprache. Jean-Paul Belmondo arbeitete bis in die frühen 1970er-Jahre regelmäßig für die wichtigsten Nouvelle Vague-Regisseure (Jean-Luc Godard, François Truffaut, Claude Chabrol, Louis Malle, Alain Resnais) und wurde zum führenden Darsteller dieser Ära.

      Zum bedeutendsten Film der Nouvelle Vague avancierte Jean-Luc Godards Debütwerk Außer Atem. Der frühere Cahiers-Kritiker Godard, 29, drehte diesen Schwarzweißfilm 1959 mit einem sehr geringen Budget in und um Paris. Er filmte mit einer wackligen Handkamera auf den Straßen, ließ Dialoge improvisieren und verwendete unkonventionelle Schnittechniken. Hauptdarsteller von Außer Atem war der 26jährige Jean-Paul Belmondo, der in der Rolle des Kleinganoven Michel Poiccard zu sehen ist, der ziellos in den Tag hineinlebt, obwohl ihm nach einem Polizistenmord die Fahnder dicht auf den Fersen sind. Nachdem ihn seine Freundin Patricia (Jean Seberg) an die Polizei verraten hat, wird er auf offener Straße erschossen – hat aber noch Zeit, zu Patricia den berühmten Schlusssatz zu sprechen: „Du bist wirklich zum Kotzen!“
      Außer Atem wurde zu einem großen Kassenerfolg und zu einem Klassiker des internationalen Kinos. Die innovative Filmsprache Godards inspirierte weltweit die jungen Filmemacher, zum Beispiel die Regisseure des New Hollywood oder des Neuen Deutschen Films. Mit der Figur des Poiccard schuf Belmondo einen modernen Antihelden, dessen fatalistisch-zynische Grundhaltung bereits auf die 1960er-Jahre verwies. Der Film etabliert Belmondo als ersten Protagonisten einer neuen Generation von Leinwandstars, die nicht mehr der Tradition des gutaussehenden Helden verpflichtet waren, sondern durch realitätsbezogene Darstellungen auffielen. Ein Jahrzehnt später konnten sich in den Vereinigten Staaten Darsteller wie Dustin Hoffman oder Jack Nicholson in diesem Rollenfach profilieren.
      Belmondo wurde durch Außer Atem über Nacht zur Identifikationsfigur eines vorwiegend jungen Publikums, das sich in der von ihm dargestellten Figur wiederfand. Er spielte auch in anderen Filmen mit großer Sicherheit und Natürlichkeit die Rolle des rebellischen Außenseiters, der nur seine eigenen Regeln akzeptiert.
      1959 trat Belmondo an der Seite von Lino Ventura in Claude Sautets Gangsterfilm Der Panther wird gehetzt auf, der zu einem Klassiker seines Genres wurde. Belmondo ist der beste Freund von Abel Davos (Ventura), eines zum Tode verurteilten Verbrechers, dessen Verhaftung er nicht verhindern kann. Der junge Schauspieler war hier erstmals gleichwertiger Partner eines führenden Kinostars. 1960 arbeitete Belmondo für Die Französin und die Liebe zum ersten Mal mit Henri Verneuil zusammen, unter dessen Regie er bis 1984 in vielen Kassenhits zu sehen war. In diesem Liebesfilm spielte Belmondo allerdings noch eine Nebenrolle.





      1960 bis 1964
      Zwischen 1960 und 1964 absolvierte Belmondo ein enormes Arbeitspensum und war in 28 Filmen zu sehen. Er profilierte sich als wandlungsfähiger Darsteller in allen Genres und wurde neben Alain Delon zum populärsten französischen Schauspieler seiner Generation.
      In Peter Brooks' Film Stunden voller Zärtlichkeit (1960), nach einem Roman von Marguerite Duras, trat Belmondo als Fabrikarbeiter auf, der eine Affäre mit einer gelangweilten Industriellengattin (Jeanne Moreau) beginnt. (Während der Dreharbeiten wurde Belmondo zusammen mit Moreaus Sohn in einen schweren Autounfall verwickelt.) Unter Star-Regisseur Vittorio de Sica spielte er 1961 neben Sophia Loren in ... und dennoch leben sie, einem Drama aus dem Rom des Jahres 1943. Im selben Jahr war er an der Seite von Claudia Cardinale in Das Haus in der Via Roma zu sehen, einem romantischen Melodram im Florenz des 19. Jahrhunderts. 1961 spielte Belmondo zum zweiten Mal unter Jean-Luc Godard und trat in Eine Frau ist eine Frau auf, einem Liebesfilm im Stil der Nouvelle Vague, der bei den Berliner Filmfestspielen ausgezeichnet wurde. In Eva und der Priester (1961) war Belmondo erstmals unter der Regie von Jean-Pierre Melville zu sehen und trat in der ungewohnten Rolle eines Pfarrers auf, in den sich, zur Zeit der deutschen Besatzung Frankreichs, eine junge Frau verliebt. Melville zeigte sich von seinem Star begeistert: „Belmondo ist der außergewöhnlichste Schauspieler seiner Generation. Er kann einfach alles.“
      1962 war Belmondo in dem Mantel-und-Degen-Film Cartouche (Regie: Philippe de Broca) erstmals in der Rolle eines charmanten Abenteurers zu sehen. Im vorrevolutionären Frankreich erleichtert er als Chef einer Diebesbande adlige Damen um ihren Schmuck, um ihn seiner Gefährtin Venus (Claudia Cardinale) zu schenken. In Ein Affe im Winter spielte er unter der Regie von Henri Verneuil an der Seite des legendären Jean Gabin, der sich als gelangweilter Hotelbesitzer mit dem jüngeren Belmondo befreundet. In dem Gangsterfilm Der Teufel mit der weißen Weste trat Belmondo erneut unter Jean-Pierre Melville auf. Dieser inszenierte ihn 1962 auch in Die Millionen eines Gehetzten. Belmondo ist als Privatsekretär des alten Charles Vanel zu sehen, der mit einem Geldkoffer durch die USA flüchtet. Beide Melville-Filme gelten als Klassiker des französischen Kinos.

      Unter Marcel Ophüls trat Belmondo 1963 in dem Film Heißes Pflaster auf. Als Ehemann von Cathy (Jeanne Moreau) übt er zusammen mit dieser Rache an denen, die ihren Vater ruiniert haben. Im selben Jahr spielte Belmondo unter der Regie von Henri Verneuil und an der Seite von Lino Ventura einen Lastwagenfahrer in Nordafrika (100 000 Dollar in der Sonne). 1964 trat er unter anderem in der Boulevardkomödie Jagd auf Männer (Regie: Edouard Molinaro) und dem Kriegsfilm Dünkirchen, 2. Juni 1940 (Regie: Henri Verneuil), einer Verfilmung von Robert Merles Roman Wochenend in Zuidcoote auf.
      1964 gelang dem Schauspieler mit Philippe de Brocas Abenteuer in Rio der endgültige Durchbruch zum internationalen Star. Der sehr erfolgreiche Abenteuerfilm zeigte Belmondo als jugendlichen Draufgänger, der in Frankreich und Brasilien in wilde Verfolgungsjagden verwickelt wird. Abenteuer in Rio gab dem Darsteller ausgiebig Gelegenheit, sich als Actionstar zu profilieren, der sich auch bei gefährlichen Stunts in der Regel nicht doubeln ließ (er turnt hier unter anderem über die Rohbauten von Brasília). Belmondo entsprach zwar rein äußerlich nicht dem klassischen Typus des Abenteuerhelden à la Errol Flynn. Dennoch wurde der durchtrainierte Schauspieler mit dem frechen Charme fortan in Action- und Abenteuerrollen sehr populär. (1963 erhielt der Titelheld der bekannten Western-Comicserie Leutnant Blueberry Belmondos Gesichtszüge.)






      1965 bis 1969

      In der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre reduzierte Belmondo sein Arbeitspensum erheblich und drehte nur noch elf Filme.
      In Godards surrealistischem Roadmovie Elf Uhr nachts (1965), dem vielleicht schönsten Liebesfilm der Nouvelle Vague, fährt Ferdinand alias „Pierrot le Fou“ (Belmondo) mit seiner Ex-Freundin Marianne Renoir, (gespielt von der dänischen Schauspielerin und Sängerin Anna Karina) auf eine einsame Insel, um dort sein Glück zu finden. Nachdem er erkennen muss, dass sie ihn betrogen hat, sprengt er sich mit Dynamit in die Luft. Mit Die tollen Abenteuer des Monsieur L. (nach Jules Verne) versuchte Philippe de Broca 1965 mit einem noch größeren Aufwand an den Erfolg von Abenteuer in Rio anzuknüpfen. Der Film war bei Kritik und Publikum aber weniger erfolgreich. 1966 erschien Belmondo in Brennt Paris?, einem hochbudgetierten Filmepos mit vielen internationalen Stars, das die Ereignisse kurz vor der Befreiung von Paris im Jahre 1944 nachzeichnet.
      Louis Malle inszenierte Belmondo 1967 in Der Dieb von Paris, in dem der Darsteller einen Sohn aus gutem Hause spielt, der aus Trotz zum Berufseinbrecher wird. In der hochbudgetierten James Bond-Parodie Casino Royale (1967) hatte Belmondo einen kurzen Gastauftritt als französischer Legionär. 1968 spielte er (nachdem er von einer zweijährigen Weltreise zurückgekehrt war) in Robert Enricos Krimi Ho! einen Fahrer von Fluchtfahrzeugen. Regisseur Claude Lelouch, ein Spezialist für Melodramen, verwirklichte mit Belmondo 1969 Der Mann, der mir gefällt, in dem der Darsteller eine Affäre mit Annie Girardot beginnt (seiner ehemaligen Schauspielschulkameradin). Der renommierte François Truffaut besetzte Belmondo im selben Jahr in dem Klassiker Das Geheimnis der falschen Braut, in dem der Star in der passiven, eher ungewohnten Rolle eines Mannes zu sehen ist, der sich aus Liebe von einer schönen Blondine (Catherine Deneuve) verraten lässt.
      Für Belmondo endeten die 1960er-Jahre mit dem Kassenerfolg von Das Superhirn (1969), einer hochbudgetierten Actionkomödie, in der Belmondo (neben internationalen Stars wie David Niven und Eli Wallach) als sympathischer Kleinganove zu sehen ist, der einen Zugraub durchführt.





      1970 bis 1979
      Borsalino, eine Gangstergeschichte aus dem Marseille der 1930er-Jahre, vereinigte 1970 mit Alain Delon und Jean-Paul Belmondo die beiden größten französischen Stars dieser Ära. Der Film (Regie: Jacques Deray) wurde wie erwartet zu einem großen Publikumserfolg. (Belmondo musste allerdings einen Prozess anstrengen, weil Alain Delon als Co-Produzent entgegen der Verträge doppelt bezahlt worden war.) Mit Jean-Paul Rappeneaus Musketier mit Hieb und Stich (1970) konnte sich der Darsteller acht Jahre nach Cartouche erneut als Mantel-und-Degen-Held profilieren und einen großen Kassenhit verbuchen. Als sehr erfolgreich erwies sich auch Henri Verneuils Actionthriller Der Coup (1971), in dem Belmondo mehrere gefährliche Stuntszenen absolvierte und neben Omar Sharif auftrat.
      In Philippe Labros Der Erbe (1972) entlarvt Belmondo als Erbe eines Industrieimperiums die Verbrecher, die seinen Vater getötet haben. Claude Chabrols Doktor Popaul zeigte den Star 1972 in einer Gesellschaftssatire. Im selben Jahr war Belmondo auch an der Seite von Claudia Cardinale in dem Gangsterfilm Der Mann aus Marseille zu sehen. In der maßgeschneiderten Rolle eines charmanten Abenteurers konnte der Star 1973 in Le Magnifique (Regie: Phillipe de Broca) erneut einen großen Erfolg verbuchen: Belmondo trat hier als schüchterner Schriftsteller in Erscheinung, der sich in die von ihm verfassten Abenteuergeschichten halluziniert. Auf sehr viel weniger Publikumsresonanz stieß 1974 Alain Resnais' ambitionierter Film Stavisky, der den Skandal um den gleichnamigen Betrüger nachzeichnet, der in den 1930er-Jahren für Aufsehen gesorgt hatte.
      Während Belmondo bis in die frühen 1970er-Jahre eine Vielzahl unterschiedlichster Rollen übernommen hatte und unter der Regie der französischen Spitzenregisseure aufgetreten war (Godard, Malle, Truffaut, Melville, Resnais, Chabrol), waren seine Filme ab Mitte der 1970er-Jahre fast ausnahmslos auf sein Image als Komödiant und sportlicher Actionheld zugeschnitten und betont kommerziell ausgerichtet. Dies brachte dem Schauspieler, der bis Mitte der 1980er-Jahre weiterhin sehr erfolgreich war und auch im deutschsprachigen Raum zu den populärsten Stars zählte, Kritik ein.
      Mit dem Actionthriller Angst über der Stadt, der deutlich von amerikanischen Polizeifilmen wie Dirty Harry inspiriert war, drehte Henri Verneuil 1975 einen seiner publikumswirksamsten und erfolgreichsten Filme. Als knallharter Kommissar Le Tellier jagt Belmondo einen Frauenmörder und absolviert auf den Dächern und U-Bahnen von Paris spektakuläre Stunts. Im Jahr darauf inszenierte Verneuil mit seinem langjährigen Hauptdarsteller den inhaltlich ambitionierten Film Der Körper meines Feindes, der ein kritisches Licht auf die Korruptheit der „besseren Kreise“ warf.
      1975 war Belmondo als Verkleidungskünstler und charmanter Betrüger in Der Unverbesserliche von Phillipe de Broca zu sehen. Eine völlig gegensätzliche Rolle übernahm er 1976 in dem harten Thriller Der Greifer von Philip Labro. Belmondo trat als Spezialagent Pilard in Erscheinung und jagte einen brutalen Raubmörder (gespielt von seinem ehemaligen Schauspielschulkameraden Bruno Crémer). 1977 war der Star erneut in der Rolle eines sportlich-charmanten Filous zu sehen und spielte, an der Seite von Raquel Welch, in Ein irrer Typ den Stuntman Mike, der als Double für den eitlen Superstar Bruno Ferrari engagiert wird. Belmondo trat hier in einer Doppelrolle auf. In dem Actionfilm Der Windhund (1979) trat Belmondo erneut als harter Kommissar in Erscheinung und räumte in bewährter Weise in der Unterwelt von Nizza auf. Der Windhund war der erste von vier Erfolgsfilmen, die der Star zusammen mit Regisseur Georges Lautner realisierte.





      1980 bis heute
      Lautner inszenierte Belmondo 1980 in der Gaunerkomödie Der Puppenspieler und drehte 1981 den Actionthriller Der Profi, der zu einem der bekanntesten Filme des französischen Stars wurde. Als Spezialagent Beaumont, der von seinen eigenen Auftraggebern verraten wurde, startet Belmondo, nachdem er aus einem afrikanischen Straflager fliehen konnte, einen Rachefeldzug in Paris. Komponist Ennio Morricone konnte mit seiner eingängigen Musik einen Hitparadenerfolg verbuchen.
      In Das As der Asse (1982) von Gérard Oury wird Belmondo – als Trainer der französischen Boxmannschaft – während der Olympiade 1936 zum Beschützer eines jüdischen Jungen. 1983 trat er erneut als knallharter Kommissar vor die Kamera (Der Außenseiter, Regie: Jacques Deray). Im Jahr darauf drehte Belmondo mit Die Glorreichen, einer Abenteuerkomödie vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, seinen letzten Film mit Henri Verneuil. Auf Georges Lautners romantische Komödie Fröhliche Ostern (1984) folgte die Actionkomödie Der Boß von 1985, in der Belmondo einen trickreichen Bankräuber spielte. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film trug der 52jährige Star während eines Stunts eine Kopfverletzung davon und entschloss sich, seine Karriere als Actionstar zu beenden. Seine letzte Rolle in diesem Genre spielte er 1987 in Der Profi 2, mit dem er allerdings nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnte.
      Belmondo war seit den späten 1980er-Jahren nur noch in wenigen Filmen zu sehen, in denen er meist in Charakterrollen auftrat, die seinem Alter angemessen waren. Ab den 1990er-Jahren fanden seine Filme in der Regel keinen deutschen Verleih mehr. Auch die Actionkomödie Alle meine Väter (1998), in der Belmondo erneut mit Alain Delon auftrat, wurde nie in den deutschen Kinos gezeigt. Nach seinem Schlaganfall 2001 stand Belmondo jahrelang nicht mehr vor einer Kamera. 2009 erschien sein bisher letzter Film, Ein Mann und sein Hund.
      2011 wurde Belmondo auf den 64. Filmfestspielen von Cannes im Rahmen eines Galaabends gewürdigt. Einher ging diese Ehrung mit der Premiere von Vincent Perrots und Jeff Domenechs Dokumentarfilm Belmondo, Itinéraire… (englischsprachiger Titel: Belmondo, The Career).
      (Quelle: Wikipedia)






      Filmography
      1. Mann und sein Hund, Ein (2008) ... Charles
      2. Louis Malle, ein französischer Filmemacher (2002) ... Jean-Paul Belmondo
      3. Aîné des Ferchaux, L' (2001) ... Paul Ferchaux
      4. Actors (2000) ... Jean-Paul Belmondo
      5. Amazone (2000) ... Edouard
      6. Peut-être (1999) ... Ako
      7. Half a Chance - Einer von Beiden (1998) ... Léo Brassac
      8. Ventura (1997) ... Jean-Paul Belmondo
      9. Désiré (1996) ... Désiré
      10. Hundert und eine Nacht (1995) ... Professeur Bébel
      11. Misérables, Les (1995) ... Henri Fortin / Jean Valjean
      12. Chambre 12, Hôtel de Suède (1993) ... Himself
      13. Unbekannte, Der (1992) ... Loursat
      14. Löwe, Der (1988) ... Sam Lion
      15. Profi 2, Der (1987) ... Stan Jalard
      16. Boss, Der (1985) ... Grimm
      17. Fröhliche Ostern (1984) ... Stephane Margelle
      18. Glorreichen, Die (1983) ... Sgt. Pierre Augagneur
      19. Außenseiter, Der (1983) ... Commissaire Philippe Jordan
      20. As der Asse, Das (1982) ... Jo Cavalier
      21. Profi, Der (1981) ... Jo...e (1961) als Belmondo ... Alfred Lubitsch
      70. Riskanter Zeitvertreib (1960) ... Paul Frapier
      71. Stunden voller Zärtlichkeit (1960) ... Chauvin
      72. Nacht vor dem Gelübde, Die (1960) ... Giuliano Verdi
      73. Französin und die Liebe, Die (1960) ... Gilles
      74. Panther wird gehetzt, Der (1960) ... Eric Stark
      75. Charlotte und ihr Typ [Kurzfilm] (1960) ... Jean, the Old Boyfriend
      76. Und dennoch leben sie (1960) als Jean Paul Belmondo ... Michele Di Libero
      77. Außer Atem (1960) ... Michel Poiccard alias Laszlo Kovacs
      78. Trois mousquetaires, Les (1959) ... D'Artagnan
      79. Schritte ohne Spur (1959) ... Laszlo Kovacs
      80. Engel auf Erden, Ein (1959) ... Michel Barrot
      81. Die sich selbst betrügen (1958) als J.P. Belmondo ... Lou
      82. Sonntagsfreunde (1958) ... Trebois
      83. Sei schön und halt den Mund (1958) ... Pierrot
      84. Leben und lieben lassen (1958) ... Patrick
      85. À pied, à cheval et en voiture (1957) als J.P. Belmondo ... Venin
      86. Molière [Kurzfilm] (1956) ... Le Merluche

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Samo“ ()

      Ich weiß, das ich Belmondo in den 80ern echt gerne gesehen habe - letztens hab ich jedoch einen seiner Filme im TV gesehen - der mir dann allerdings nicht so gut gefallen hat - aber mal sehen, wenn wieder einer läuft, schau ich nochmal rein!

      Der hat nen paar ganz nette Komödien und Actionstreifen gemacht!

      Muss noch vervollständigt werden....
      Was da an Geld drinsteckt :gruebel: :uglylol:
      Klasse ist, dass jetzt von "Bebel" ein paar seiner Kasiker auf DVD erscheinen. Ein toller Schauspiler, der sowohl Komik als auch Action zu seinen Stärken zählen konnte. Der von Samo gezogene Vergleich zu Jackie Chan ist nicht von der Hand zu weisen, obwohl Belmondo bei weitem nicht so gelenkig ist wie Jackie ... aber im harten ActionKino der 70er machte ihm niemand etwas vor!
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      Jean Paul Belmondo ist ein cooler Schauspieler gewesen, damals Anfang der 90er wurde jede Minute ein Film von ihm ausgestrahlt. Sein bester Film für mich ist jedoch "Das Ass der Asse". Diesen Schauspieler sollte jeder kennen, er war ein ganz großer aus Europa.
      Jean-Paul Belmondo dreht neuen Film

      Der französische Filmstar Jean-Paul Belmondo (74) steht nach Jahren wieder vor der Kamera. Er spiele in der Neufassung von «Umberto D.» von Vittorio de Sica aus den 50er Jahren einen alten, vereinsamten Professor, berichtete der französische Rundfunk.

      Belmondo, der 2001 einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, stimmte den Dreharbeiten unter der Bedingung zu, «dass ich gefilmt werde, wie ich bin, auch wenn ich am Stock gehe». Regisseur ist Francis Huster. Zuletzt war Belmondo 2000 in dem Film «Die Amazone» von Philippe de Broca mit Arielle Dombasle zu sehen, der einen Achtungserfolg erzielte.

      Die Dreharbeiten hätten bereits vor drei Monaten beginnen sollen, mussten jedoch mit Rücksicht auf Belmondos Gesundheit verschoben werden.


      Quelle : mv-online.de

      Freut mich ehrlich gesagt sehr, dass Belmondo nochmal auf die Leinwand zurückkehrt. Seine Actionfilme und Komödien der 70er und 80er Jahre habe ich immer gerne gesehen.


      Jean-Paul Belmondo wird am kommenden Mittwoch 75 Jahre alt. Grund genug, um im Fernsehen endlich mal wieder ein paar seiner Gassenhauer zu zeigen, darunter auch zahlreiche weniger bekannte Filme :

      Samstag, 05.04.2008 :
      Musketier mit Hieb und Stich (ARD / 12.03 Uhr) Abenteuer 1970, mit Marlene Jobert

      Montag, 07.04.2008 :
      100.000 Dollar in der Sonne (ARD / 0.50 Uhr) Abenteuer 1963, mit Lino Ventura

      Dienstag, 08.04.2008 :
      Der Profi (ARD / 0.20 Uhr) Action 1981
      Der Boss (ARD / 2.10 Uhr) Krimi-Komödie 1985, mit Kim Cattrall

      Mittwoch, 09.04.2008 :
      ... und dennoch leben sie (RBB / 22.35 Uhr) Kriegsdrama 1960, mit Sophia Loren
      Elf Uhr nachts (ARD / 0.35 Uhr) Krimi 1965, von Jean-Luc Godard

      Donnerstag, 10.04.2008 :
      ... und dennoch leben sie (3Sat / 22.25 Uhr)
      Fröhliche Ostern (ARD / 0.35 Uhr) Komödie 1984, mit Sophie Marceau

      Freitag, 11.04.2008 :
      Angst über der Stadt (3Sat / 22.25 Uhr) Krimi 1974
      Der Greifer (ARD / 1.10 Uhr) Action 1975, mit Bruno Cremer
      Dünkirchen, 2.Juni 1940 (ARD / 2.55 Uhr) Kriegsfilm 1964

      Montag, 14.04.2008 :
      Cartouche, der Bandit (ARD / 0.50 Uhr) Abenteuer-Komödie 1962

      Mittwoch, 16.04.2008 :
      Eine Frau ist eine Frau (ARD / 0.35 Uhr) Liebeskomödie 1960, von Jean-Luc Godard

      Freitag, 18.04.2008 :
      Der Mann aus Marseille (ARD / 2.50 Uhr) Gangsterdrama 1972, mit Claudia Cardinale

      Sonntag, 21.04.2008 :
      Ein irrer Typ (ARD / 0.50 Uhr) Actionkomödie 1977, mit Jane Birkin

      Freitag, 26.04.2008 :
      Der Teufel mit der weißen Weste (ARD / 2.20 Uhr) Gangsterfilm 1962, mit Michel Piccoli
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kinski“ ()

      Geburtstag

      Jean-Paul Belmondo wird 75

      Paris. Einst verkörperte der Charmeur, Draufgänger und Frauenheld den Geist des Anarchismus. Nach der Genesung von einem schweren Schlaganfall möchte Jean-Paul Belmondo heute ein Vorbild für Jugendliche sein, die Opfer schwerer Unfälle geworden sind.

      "Man darf nie aufgeben, sich nie gehen lassen. Man muss immer in die Zukunft blicken", sagt der französische Filmstar. Belmondo weiß wovon er spricht. Nach seinem schweren Schlaganfall im Jahr 2001 war er halbseitig gelähmt und konnte kaum sprechen. Nach sieben Jahren Rekonvaleszenz hat der grauhaarige Star, der mit seinem Kultfilm "Außer Atem" über Nacht zum Weltstar wurde, wieder seinen ersten Film gedreht. In der Neufassung von "Ein Mann und sein Hund" von Vittorio de Sica spielt er einen alten vereinsamten Mann. Dabei wollte Belmondo, der am 9. April 2008 75 Jahre alt wird, so gefilmt werden wie er ist: am Stock gehend, doch voller Würde und Lebenskraft.

      Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo feiert am 09.04.2008 seinen 75. Geburtstag. Foto: dpa "Ich habe Jahre gebraucht, um wieder Sprechen zu können. Wer hätte damals gedacht oder gehofft, dass ich eines Tages wieder das Wort "action" hören sollte", erzählt "Bébel", wie ihn die Franzosen gerne nennen. Diese "Wiedergeburt" hat der Schauspieler seinem starken Willen und seinem unbändigen Kampfgeist zu verdanken, ohne die er nie zu dem geworden wäre, was er heute ist: einer der beliebtesten Schauspieler Frankreichs, der auf eine atemlose Karriere zurückblicken kann. In rund 95 Kinofilmen und mehr als 40 Theaterrollen hat er in knapp 50 Jahren mitgewirkt. Bis in die 80er Jahre hinein drehte Belmondo viel und schnell - durchschnittlich drei Filme pro Jahr.

      Belmondo hat sich kaum verändert. Seine Haare sind grauer geworden und sein Gesicht faltiger. Doch sein breites Grinsen, seine Boxernase und sein Mut, die zu einem Markenzeichen geworden sind, sind geblieben. Als Bösewicht vom Dienst oder französischer Widerstandskämpfer, der in "Das As der Asse" Juden aus Hitlers Villa rettete, imponierte er durch seine Lust auf Risiko und spektakuläre Szenen. Als Actionheld kam er in über 70 Filmen ohne Double aus - unerschrocken hing er am Hubschrauber, sprang über fahrende Züge oder erklomm den 320 Meter hohen Eiffeltum.

      Frankreichs große Regisseure wie François Truffaut, Louis Malle und Claude Sautet rissen sich um den jugendlichen, unerschrockenen Typ in engen Jeans und knapper Jacke. Mit Abenteuerfilmen wie "Cartouche" (1962) oder "Abenteuer in Rio" (1964) wechselte er zur kommerziell erfolgreicheren Actionkomödie. Wegen seiner Rollenvielfalt, persönlichen Anziehungskraft, seiner Ungezwungenheit und Selbstironie bezeichnete ihn der Regisseur Jean-Pierre Melville als einen der außergewöhnlichsten Schauspieler seiner Generation.

      Erst Mitte der 80er Jahre durchbrach Belmondo sein altersloses Draufgängerimage und suchte wieder mehr nach Charakterrollen. So spielte er in Claude Lelouchs Aussteigermärchen "Der Löwe" einen millionenschweren Konzernchef, der seinen Tod auf hoher See inszeniert und eine neue Identität annimmt. Belmondo lehnte kaum Rollen ab, bis auf eine Ausnahme: Angebote aus Hollywood. "In Frankreich ist der Film noch Handwerk, in den USA hat er eine Industrie."

      Eigentlich wollte "Bébel", der in dem eleganten Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine geboren ist, in die Fußstapfen seines Vaters, eines Bildhauers, treten. Doch das Schicksal wollte es anders: Nach einem Zwischenspiel als Berufsboxer ging er zum Theater, wohin er Ende der 80er Jahre auch wieder zurückkehrte. In der Rolle des Kean in dem gleichnamigen Roman von Jean-Paul Sartre feierte er sein überraschendes Comeback auf der Bühne. Großes Lob erhielt er auch 1989 mit "Cyrano de Bergerac". 1991 erfüllte er sich einen Jugendtraum und erwarb das altehrwürdige goldverschnörkelte Pariser Théâtre des Variétés am Boulevard de Montmartre. Selbst trat er in seinem eigenen Haus erstmals im Jahr 1996 auf, in Georges Feydeaus Schwank "Puce à l'oreille" (Argwohn) - als Frauenheld und dessen Doppelgänger.

      "Mein Ideal ist es, auf den Brettern zu sterben", sagte Belmondo einmal. Das war vor seinem Schlaganfall und vor seinem jüngsten Film, der in wenigen Monaten in die Kinos kommen soll. "Ich war glücklich. Sobald die Kamera anfing zu drehen, hatte ich das Gefühl, wieder eine gewisse Jugendlichkeit zu entdecken. Oder sagen wir fast wieder... ." (dpa)

      Quelle : derwesten.de


      Happy Birthday, Bébel ! Einer der sympathischsten Schauspieler und für mich immer der französische Action-Star schlechthin ! :goodwork:
      Cannes: Goldene Palme für Belmondo


      Schauspiellegende Jean-Paul Belmondo hat für sein Lebenswerk auf dem Filmfestival in Cannes eine Goldene Palme bekommen. Die Auszeichnung wurde dem 78-Jährigen am Dienstag unter minutenlangem Applaus überreicht.

      Focus

      Sieht doch noch ganz rüstig aus, für sein Alter. :D
      Na dann mal Glückwunsch Herr Belmondo... :hammer:

      Belmondo bei Wetten Daß...Wer erinnert sich noch? :D