Django Unchained (Quentin Tarantino)

      Dann ist das wirklich die Story, von der er 2008 sprach (siehe meinen Beitrag weiter oben vom 3.3.11). Hätte ich echt nicht gedacht.
      "Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)
      Laut hollywoodreporter.com entpuppt sich Will Smith als Hauptrolle für Django Unchained! Und zwar soll er den Sklaven spielen der sich mit einem deutschen Kopfgeldjäger (Christoph Waltz?) zusammentut um seine Frau zu finden!

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      Will Smith in nem Tarantino Film wäre mal interessant, auch wenn mir der Kerl einfach viel zu nett rüberkommt für so einen Streifen... da muss ich in erster Linie unweigerlich an Wild Wild West denken :confused:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „shun“ ()

      Samuel L Jackson soll sich auch in Gesprächen finden. Fänd ich auch passender. Ich glaube, ich würde bei Smith auch mehr an Wild Wildt West denken. Auch wenn er schon gezeigt hat, dass er wirklich was kann, wenn er denn will.

      Irgendwie passt es nicht. Andererseits haben wir das bei Diane Kruger (die aber immer noch nicht passt *lol*) und Til Schweiger auch gedacht.

      edit: Ah, Jackson als Haussklave des Bösen.
      "Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Emily“ ()

      @Emily:
      Ich schwöre ja bis heute das Diane Krüger in IB extra so schlecht geschauspielert hat. Kann mir nicht vorstellen das Tarantino das sonst hätte durchgehen lassen.

      Naja...das Samuel L. Jackson in einem Tarantino Film mitwirkt ist jetzt keine so erstaunliche Nachricht. Der war doch bis jetzt immer irgendwie bei Tarantino zu sehen/hören, bis auf Reservoir Dogs.

      Will Smith dagegen ist wirklich eine Überraschung, sofern er mitmachen sollte. Das der auch anders als Lustig kann hat er ja schon eindrucksvoll in Sieben Leben und Das streben nach Glück gezeigt. Gerade bei Tarantino könnte das eine wirklich interessante Rolle für ihn werden. Falls er die Rolle annimmt, prognostiziere ich mal ganz dreist eine Oskar nominierung für Will Smith. :D
      Original von vincenthanna

      kann mich ehrlich gesagt auch überhaupt nicht mit dieser wahl anfreunden, aber will smith ist nun mal der populärste schwarze schauspieler weltweit. ich denke, dass dieser aspekt auch zu dieser wahl beigetragen hat.


      Hm, aber diese Popularität ist doch eher untypisch für Tarantino, finde ich. Man denke an Travoltas damalige Comeback durch Pulp Fiction. Andererseits: Wenn das Skript wirklich so massenuntauglich ist, könnte ein Name wie Smith das wieder etwas ausbügeln. Ist nur die Frage, wieviel kommerzieller Erfolg wird wirklich angepeilt? Natürlich muss er Geld einspielen, aber ich hatte bei Tarantino nie das sonderliche Gefühl, es werde alles möglichst massenkompatibel, alleine wegen der Dialoglastigkeit. Aber vielleicht soll es ein Mittelweg sein. Ach, weiss auch nicht ;).


      edit:
      Ash: Naja, besser habe ich sie noch nie spielen sehen :D. Kann natürlich sein, dass man nen Trashfaktor einbauen wollte *g*
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Emily“ ()

      Original von Emily
      Hm, aber diese Popularität ist doch eher untypisch für Tarantino, finde ich. Man denke an Travoltas damalige Comeback durch Pulp Fiction. Andererseits: Wenn das Skript wirklich so massenuntauglich ist, könnte ein Name wie Smith das wieder etwas ausbügeln. Ist nur die Frage, wieviel kommerzieller Erfolg wird wirklich angepeilt? Natürlich muss er Geld einspielen, aber ich hatte bei Tarantino nie das sonderliche Gefühl, es werde alles möglichst massenkompatibel, alleine wegen der Dialoglastigkeit. Aber vielleicht soll es ein Mittelweg sein. Ach, weiss auch nicht ;).


      "pulp fiction" kostete nur 8 millionen dollar, "inglourious basterds" hingegen schon 70 millionen. natürlich existiert die frage, mit was für einem einspielergebnis man bei einem film dieser art rechnet. aber die studios sind heutzutage nicht besonders risikofreudig. und tarantino hatte ja mit "death proof" auch schon einen finanziellen flop zu verbuchen. da "django unchained" im 19. jahrhundert spielt, müssen wahrscheinlich aufwendige sets gebaut werden. somit denke ich, dass er mindestens so teuer wie IB sein wird.
      noch etwas zu "pulp fiction": es ist ja nicht so, dass der film komplett ohne stars ausgekommen ist, denn bruce willis war damals schon ein superstar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „vincenthanna“ ()

      vincenthanna:

      Es ist aber schon ein Unterschied zwischen einem "gewöhnlichen" Blockbuster und einem erfolgreichen Tarantino-Film. Klar, IB war extrem erfolgreich, trotzdem denke ich, ist es ein Unterschied, ob man nun z.b. Transformers als Blockbuster sieht oder ein Tarantino. Für mich sind diese Filme zu speziell und ich verstehe jeden, der sagt, er könne mit Tarantino nix anfangen, auch wenn ich selbst seinen Stil und seine Filme liebe. Aber ich kann nachvollziehen, dass es polarisiert.

      Und deswegen meine ich ja, versucht man eventuell, diese beschriebene Massenuntauglichkeit (die von mehreren Kritikern, die das Drehbuch gelesen haben, angesprochen wurde) aufzufangen.

      Es wurde ja auch spekuliert, ob die Weinsteins das Drehbuch nicht sogar selbst veröffentlicht haben, um Tarantino ein wenig in Zaun zu halten, weil dieser einen Höhenflug hat bzw haben könnte, aufgrund des Erfolgs von IB. Würden die Weinsteins nun drauf pochen, kann ich es nachvollziehen, eben weil die bei einem möglicherweise anstrengendem Drehbuch auf ein Zugpferd wie Smith setzen. Tarantino hingegen kam mir bislang (!) nicht sonderlich penibel in der Richtung vor. Einen viel zu langen Film wie Kill Bill dann einfach zu teilen ist nicht unbedingt ein Erfolgskonzept (auch wenn dies bei anderen Blockbustern wie Matrix auch Anwendung gefunden hat, Herr der Ringe ist nochmal was anderes, wenn auch trotzdem mutig).

      Ich würde dir also recht geben, wenn es hieße, dass die Weinsteins Smith haben wollen. Bei Tarantino selbst würde es mich ein bisschen wundern, wenn auch nicht zu sehr. Ich finde, die Rolle von Willis in Pulp Fiction war nochmal was anderes als eine Heldenrolle in Django. Im Prinzip sind wir gleicher Meinung, nur weiche ich da in Nuancen ein wenig ab ;) (Thurman war ja auch nicht unbekannt, aber es ist ein Unterschied zwischen Star und Star...)
      "Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)
      Ich glaube nicht das Tarantino je einen Höhenflug haben wird, egal wie erfolgreich seine Filme werden. Natürlich kann man von einem Drehbuch begeistert sein und das dementsprechend präsentieren. Allerdings denke ich das Tarantino im nachhinein auf dem Boden bleiben wird. Dafür ist er zu professionell.
      Außerdem hat er immer wieder ein Händchen für seine Besetzung gezeigt. Will Smith will er mit Sicherheit aus einem ganz bestimmten Grund haben.
      Original von Emily
      vincenthanna:

      Es ist aber schon ein Unterschied zwischen einem "gewöhnlichen" Blockbuster und einem erfolgreichen Tarantino-Film. Klar, IB war extrem erfolgreich, trotzdem denke ich, ist es ein Unterschied, ob man nun z.b. Transformers als Blockbuster sieht oder ein Tarantino. Für mich sind diese Filme zu speziell und ich verstehe jeden, der sagt, er könne mit Tarantino nix anfangen, auch wenn ich selbst seinen Stil und seine Filme liebe. Aber ich kann nachvollziehen, dass es polarisiert.

      Und deswegen meine ich ja, versucht man eventuell, diese beschriebene Massenuntauglichkeit (die von mehreren Kritikern, die das Drehbuch gelesen haben, angesprochen wurde) aufzufangen.

      Es wurde ja auch spekuliert, ob die Weinsteins das Drehbuch nicht sogar selbst veröffentlicht haben, um Tarantino ein wenig in Zaun zu halten, weil dieser einen Höhenflug hat bzw haben könnte, aufgrund des Erfolgs von IB. Würden die Weinsteins nun drauf pochen, kann ich es nachvollziehen, eben weil die bei einem möglicherweise anstrengendem Drehbuch auf ein Zugpferd wie Smith setzen. Tarantino hingegen kam mir bislang (!) nicht sonderlich penibel in der Richtung vor. Einen viel zu langen Film wie Kill Bill dann einfach zu teilen ist nicht unbedingt ein Erfolgskonzept (auch wenn dies bei anderen Blockbustern wie Matrix auch Anwendung gefunden hat, Herr der Ringe ist nochmal was anderes, wenn auch trotzdem mutig).

      Ich würde dir also recht geben, wenn es hieße, dass die Weinsteins Smith haben wollen. Bei Tarantino selbst würde es mich ein bisschen wundern, wenn auch nicht zu sehr. Ich finde, die Rolle von Willis in Pulp Fiction war nochmal was anderes als eine Heldenrolle in Django. Im Prinzip sind wir gleicher Meinung, nur weiche ich da in Nuancen ein wenig ab ;) (Thurman war ja auch nicht unbekannt, aber es ist ein Unterschied zwischen Star und Star...)


      da liegt wohl ein missverständnis vor ;). ich weiss selbstverständlich nicht, ob tarantino oder das studio will smith in der hauptrolle haben wollen. es ist nur so, dass beim einem film mit einem grösseren budget das studio beim casting ein wörtchen mitzureden hat und möglichst einen kassenträchtigen star haben will. ein bespiel ist "12 monkeys". terry gilliam wollte für die beiden hauptrollen nick nolte und jeff bridges haben, welche dem studio aber nicht genug kassenträchtig waren. somit engagierte er schliesslich bruce willis und brad pitt.
      in den news steht, dass tarantino will smith haben WILL. das muss natürlich nicht stimmen, aber widerlegen können wir es auch nicht ;).
      vincenthanna:
      Ja, da steht, dass Tarantino es will. Und wie gesagt, sollte es das Studio sein, könnte ich es einfach besser nachvollziehen. Eben aus dem Grund, dass Smith ein Zugpferd ist.


      Ash:
      Doch, das kann ich mir vorstellen. Nicht in der Hinsicht, dass er arrogant oder so wird, sondern dass er seinen eigenen Kopf durchsetzt. Ich glaube kaum, dass Tarantino jemand ist, der sich großartig was vorschreiben lassen will. Er ist zu sehr Künstler und macht seit jeher schon zu eigenwillige Filme. Und nach einem Erfolg wie der von IB könnte (Achtung, Konjunktiv) er noch eigenwilliger sein... Wie gesagt, 166 Seiten seien selbst für Tarantinoverhältnisse viel.
      "Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)
      Ein Inglourious Basterds startet in Cannes, wird dort ziemlich zwiegespalten aufgenommen und was passiert? Der Film startet paar Monate später, wird um 2 min. verlängert und ansonsten in der Cannes-Version und wird sogar gefeiert und ein Erfolg. Und das bei der Weinstein Company wo sogar Martin Scorsese sein Lebenswerk Gangs of New York rapide kürzen/ändern musste.

      Also ich glaub da braucht man nicht drüber zu diskutieren wer da die dickeren Eier hat. Einem Tarantino wird da kaum jmd. was vorschreiben. Der hat einen zu großen Namen.

      Will Smith würde so eine Rolle, die gegen seiner bisherigen Figuren sind, mal gut tun. Nur hoffentlich verlangt er nicht zu große Änderungen.

      Auf Filmstarts gibts übrigens ein Eindruck über das Drehbuch. Die Figur von Waltz soll laut denen dem von Hans Landa ziemlich ähnlich sein.
      Original von -=Zodiac=-
      Die Figur von Waltz soll laut denen dem von Hans Landa ziemlich ähnlich sein.


      Ist sie auch, es ist in etwa der gleiche, trockene Humor gepaart mit dieser nach außen getragenen Seriösität. Ich lese gerade die ersten Seiten des Buchs und irgendwie kann ich es mir prima vorstellen, wenn ich mir in etwa Hans Landa mit anderer Kleidung vorstelle, wie die Figur letztenendes rüberkommt. Und es passt wirklich wie Faust aufs Auge.
      "Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein." (Kurt Tucholsky)