
Über „Obelix“
Also ich würde sagen: er heißt „Obelix“ und ich würde ihn als sehr intelligent bezeichnen, er besitzt eine unglaubliche Kraft, die letztendlich diesen Comic auch ausmacht, und die er durch einen magischen Trunk erhält. Was mich berührt, ist die Liebe, die er zu denen hat, die ihn umgeben. Es ist jemand, der überhaupt keine schlechten Gedanken über Andere hat. Er ist mit der ganzen Welt zufrieden, er sieht das Böse nicht und das ist doch sehr liebenswürdig... und wenn er es doch sieht, amüsiert er sich darüber.
Über das Drehbuch
Ich fand es sehr gut. Es war eines der besten Drehbücher, die geschrieben wurden bzw. die ich gelesen habe. Es stimmt wohl, dass der Film von Alain Chabat sehr gut war, aber er hatte einen anderen Blickwinkel. Der lag auch sehr nah an den Dingen, die ich bewunderte, denn Alain Chabat hat Anmut – und das mag ich. Aber bei Claude war es auch sehr gut, und ich muss sagen, dass dieser Film hier wirklich wunderschön ist – ich bin mir nicht sicher ob es daran lag, dass Sportler vorkamen... – aber auf dem Niveau der Dialoge, gab es sehr schöne Details. Ich finde, es ist eines der besten Asterix-Drehbücher.
Über Benoit Poelvoorde
Im Leben ist er überdrüssig, aber wenn er einen Charakter darstellen soll, ist er mit Leib und Seele dabei. Er ist eigentlich mehr Autor als Schauspieler. Gleichzeitig hat er eine Energie und Kraft, die seine außerordentliche Persönlichkeit ausmacht, aber mit der er mit Sicherheit auch zu kämpfen hat. Aber wenn es darum geht, eine Rolle inne zu haben und sie zu verkörpern, ist er wirklich außergewöhnlich.
Über Vanessa Hessler
Vanessa war sehr süß und brachte frischen Wind rein. Vanessa kann einem mit Sicherheit den Kopf verdrehen, und ich kenne einige Leute, die in Vanessas Anwesenheit nervös wurden. Sie hat diese Lebendigkeit und junge Frauen sind heutzutage einfach cleverer als die jungen Männer. Diese junge Frau hat doch etwas Einzigartiges, denn man sieht, dass sie diesen Beruf seit längerer Zeit ausübt, und dass sie Umgang mit ziemlich miesen Typen hatte. Trotz allem ist sie immer noch sehr unverbraucht und sehr hübsch. Und deshalb repräsentiert sie auch wirklich das Comicbuch, das ist offensichtlich.
Über den Zaubertrank
Der magische Trunk bringt den Aspekt der Stärke mit sich und das bringt uns zum Träumen. Er ermöglicht Widerstand gegen die Eindringlinge, wobei der Eindringling nicht zwangsweise unsympathisch ist – da die Römer überaus sympathisch sind und da es in diesem Comic sehr viel Hoffnung gibt – Hoffnung ausgedrückt durch das Lachen. Der Film versucht, das Ganze aufzuheitern, zu erleichtern und das ist doch wirklich großartig.
Über das Wagenrennen
Es gibt noch eine andere Sache, die mich beeindruckt hat und hier erwähnenswert ist. Es sind die Tiere, die Pferde und das Wagenrennen. Es sieht vielleicht gewöhnlich aus, aber vier Pferde sind nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn man die Schnelligkeit miteinbezieht. Ich bin doch sehr stolz – auch als Franzose. Denn man spricht immer von den amerikanischen Filmen, aber hier finde ich wirklich, dass im technischen und menschlichen Bereich eine herausragende Arbeit geleistet wurde.

Über seine Rückkehr zum Film
Ich war nicht über den Charakter des „Caesar“ überrascht, sondern über seine Rolle innerhalb von „Asterix“. Ich will damit sagen, dies ist dank Produzent Thomas Langmann geschehen, der sehr darauf bestanden hatte, dass ich das Drehbuch lese. Ich hatte jetzt eine kleine Auszeit, wie Sie wissen, habe ich seit 1996 nicht mehr gedreht. Es ist somit meine Rückkehr zum Film. Ich habe das Drehbuch gelesen, die letzte Seite umgeschlagen und gesagt: Ich bin dabei. So einfach war das. Ich fand das Ensemble des Films außerordentlich, die Rolle vollkommen atemberaubend – im Sinne von unerwartet für meinen Background als Schauspieler oder was die Zuschauer von mir erwarten und kennen – und ich habe gesagt ich mache es, und so war's.
Über den Spaß bei den Dreharbeiten
Meine Rolle hat mich begeistert, denn sie drückt aus, was alle Leute in mir sehen. Außerdem hat es mich auch amüsiert etwas ganz Neues zu machen. Naja, ich habe mir gestern überlegt, wenn ich einen letzten Film in meinem Leben, innerhalb meiner Karriere machen will, dann wäre es dieser.
Über Clovis Cornillac als „Asterix“
Ich würde nicht sagen, „er ist ein guter Asterix“ sondern ich würde sagen „er ist ein herausragender Schauspieler“, da ich ihn kaum kannte. Ich hatte Cornillac zwei- oder drei Mal im Kino gesehen, dass letzte Mal in „Brice de Nice“ [dt. „Cool Waves“], aber hier in „Asterix“ hat er mich verblüfft. Ich sage es Ihnen, wie ich es denke – ich bin kein Spezialist, ich habe die anderen „Asterix“-Vorgänger mit Clavier oder anderen Schauspielern nicht gesehen, aber Cornillac ist außerordentlich. Es gibt insgesamt zwei außerordentliche Schauspieler im Film, ich spreche jetzt nicht von Depardieu oder von mir, aber Poelvoorde und Cornillac sind wirklich echte und wirkliche Schauspieler.
Die Abenteuer des blitzschnellen Asterix (Clovis Cornillac) und seines zaubertrankgestärkten Gefährten Obelix (Gérard Depardieu) führen diesmal ins ferne Griechenland. Dort wollen sie dem jungen und wagemutigen Gallier Romantix (Stéphane Rousseau) helfen, die Olympischen Spiele und gleichzeitig das Herz der wunderschönen griechischen Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) zu gewinnen. Wäre da nur nicht der tückische Brutus (Benoît Poelvoorde), der alles daran setzt, die Olympiade zu beherrschen und außerdem seinen Vater Julius Caesar (Alain Delon) aus dem Weg zu räumen.
Deutscher Kinostart: 31. Januar 2008 im Verleih der Constantin Film!


