Die Aufgabe, die Charaktere der "X-Men" Filmreihe in einem Prequel vollkommen neu zu definieren konnte von Anfang an nur einem besonderen Regisseur zufallen. Einem Visionär, der bereits hinlänglich bewiesen hat packende Geschichten erzählen zu können. `Fox´ kann sich glücklich schätzen in Matthew Vaughn einen solchen Mann gefunden zu haben. Doch wo beginnt man eine solche Reise hin zu einem komplexen Werk, welches die Entstehungsgeschichte der Mutanten-Bewegung erzählen soll?
Mit dieser Frage war Vaughn glücklicherweise nicht alleine denn die grundlegende Story zu X-Men: First Class lieferte "X-Men" Veteran Bryan Singer. Er und Vaughn entwickelten daraufhin einen Film, bei dem sich Vaughn ein großes Vorbild genommen hat: JJ Abrams "Star Trek"-Reboot. "Natürlich konnte es Abrams nicht jedem Recht machen aber er hat einen verdammt guten Job abgeliefert. Er hat eine unglaublich aufregende Version dieser Welt erschaffen, mit diesen tollen Charakteren. Ich denke wenn "First Class" in die Kinos kommt wird es einige Vergleiche zwischen den Filmen geben."
Doch Vaughn musste auch erfahren, dass andere große Filme nicht nur Quell von Inspiration sein können sondern genausogut auch schaden können. Er gestand ein, dass man 12 Seiten des bisherigen Skriptes vernichtet hat, nachdem klar wurde, dass einige der Ideen für First Class praktisch genau so in Christopher Nolans "Inception" umgesetzt wurden. Auch in First Class sollte es eine exzessive Actionsequenz in einer Traumwelt geben. Diese wurde nun gestrichen. Den geplanten Dreharbeiten tut das jedoch keinen Abbruch und so setzen noch immer alle ihr Bestes ein um den Film (mit einem Cast um James McAvoy, Michael Fassbender und Kevin Bacon) rechtzeitig für den geplanten Kinostart am 3. Juni 2011 fertig zu bekommen.


