Auf Hollywood ist einfach nicht mehr Verlass. Da ließ Sylvester Stallone mit "John Rambo" und "The Expendables" die Kinoleinwände bersten, nur damit er, als sich seine neuen Filme als Erfolg erwiesen, wieder einen Gang runterschaltet, da der Profit mal wieder im Vordergrund steht. Was den Studios auch nicht übel zu nehmen ist. Schließlich kann hier keiner von der Hand in den Mund leben. Oder - der Faust aufs Auge.
Dass es auch anders geht, beweisen vornehmlich Streifen aus Ländern, die international weniger Beachtung erhalten und von daher schon im Vorneherein nicht mit großartigem Einspiel rechnen. Das Ergebnis: Kompromisslosigkeit in seiner reinsten Form. Filme, so wie es sich seine Macher wünschen.
Bestes Beispiel hierfür ist das, seit geraumer Zeit auf Festivals wie dem Toronto International Film Festival oder kürzlich dem Sundance Festival, für seine ausufernde Action und Gewalt berüchtigte The Raid des Regisseurs Gareth Evans, der sich auch für das Drehbuch des indonesischen Streifens verantwortlich zeichnete.
The Raid ist erst sein dritter, abendfüllender Streifen und auch erst sein zweiter Actionfilm, doch er wird bereits jetzt mit Regie-Titanen wie Quentin Tarantino, Guy Ritchie oder Park Chan-Wook verglichen und nennt selber Sam Peckinpah, John Woo (der ironischerweise ebenfalls Sam Peckinpah als Vorbild bezeichnet) und Takeshi Kitano als Vorbilder.
'comingsoon' hatte zudem die Möglichkeit, auf dem Sundance Festival mit dem Regisseur zu sprechen.
Eines der erklärten Ziele des talentierten walisischen Regisseurs ist es, die indonesische Kampfkunst Silat international bekannt zu machen.
Aus diesem Grund war er auch zuerst überhaupt nach Indonesien gereist, um eine Dokumentation über Silat zu drehen. Dort machte er allerdings die Bekanntschaft von Iko Uwais, seinem Hauptdarsteller in mittlerweile zwei Filmen und so beschlossen die beiden, gemeinsam Filme zu drehen. Ihr erster gemeinsamer Film war "Merantau", eine Geschichte über einen jungen Silat-Kämpfer, der sich auf eine sprirituelle Reise, dem Merantau begibt. Doch ihre zweite Arbeit, The Raid, ist nur ein Ausweichprojekt für das ursprüngliche Projekt "Berandal", welches nun das Sequel zu The Raid werden soll.
Für alle Actionfans da draussen, die von der Nachricht, dass The Expendables 2 nun tatsächlich als PG-13 Film über die Leinwände erstrahlen soll, enttäuscht sind; Schaut Euch den Trailer zu The Raid an! Dieser Film lässt "EX-2" wie ein Kindergeburtstag aussehen!
Um zum Trailer auf 'youtube' zu gelangen, hier klicken!
Ein noch besseres Bild von der ausufernden Gewalt könnt Ihr Euch anhand des indonesischen Extended-Trailers machen!
Für die US-Auswertung am 23. März 2012, konnte man Mike Skinoda ("Linkin Park") gewinnen, der einige Tracks beisteuert.
Übrigens hat sich das Hollywood-Studio 'Screen Gems' bereits die US-Remake-Rechte beschafft.
Da The Raid ein indonesischer Streifen ist, steht eine Kinoauswertung in hiesigen Gefilden nicht in den Sternen, sondern gehört in den Bereich der Fantasie. Da sich 'Koch Media' aber die Rechte für Deutschland bereits besorgt hat, wird man ihm hier zumindest eine DVD-, Bluray-Auswertung gewähren. Ob er dann uncut sein wird, darf noch bezweifelt werden.
Story :
Eine Elite-Einheit stürmt ein 30 stöckiges Gebäude in Jakarta, um einen gesuchten Unterweltboss dingfest zu machen. Aber das gesamte Gebäude befindet sich fest in der Hand von schwer bewaffneten Verbrechern. Als sich die Kunde verbreitet, dass die Polizei im Gebäude ist, wird ein Kopfgeld auf die Elite-Einheit ausgesetzt. Alle Ausgänge werden blockiert und ein Fliehen ist nicht mehr möglich. Um zu überleben, muss sich die Elite-Einheit auf das besinnen, wofür sie ausgebildet wurde - Zu Töten. Eine wahnsinnige, blutrünstige Gewaltorgie nimmt ihren Lauf.


