Ein überforderter Dorf-Sheriff (Bruce Willis), ein desorientierter Oberpfadfinder (Edward Norton), ein neurotisches Ehepaar (Bill Murray & Frances McDormand) und eine überambitionierte Sozialarbeiterin (Tilda Swinton) auf einem chaotischen Suchtrip nach einem entflohen Liebespärchen. Willkommen im Moonrise Kingdom, der neuen Komödie von Regie-Genie Wes Anderson!
Wer sich einmal auf einen Wes Anderson Film eingelassen hat, kann sich seiner bunten Sogwirkung kaum entziehen und verspürt beinahe Entzugserscheinungen, wenn ein neues Abenteuer fast 3 Jahre auf sich warten lässt. Entsprechend hoch waren nun auch die Erwartungen an Moonrise Kingdom, der mit Standing Ovations und herausragenden Kritiken als Eröffnungsfilm beim diesjährigen Festival de Cannes gefeiert wurde. Doch was macht Andersons Filme so besonders? Um das zu erfahren, muss man zurück ins Jahr 1969.
In jenem Jahr, am 1. Mai wurde Wesley Wales „Wes“Anderson geboren. Er wuchs als mittlerer Sohn einer Familie von drei Kindern in Houston, Texas auf. Seine Mutter war Archäologin und sein Vater Werbechef – allein diese Kombination aus Kulturwissenschaft und Kreativität beflügelte schon früh die Phantasie des jungen Anderson, der sich bereits als Kind Geschichten ausdachte, die er mit seinen Brüdern nachspielte.
Während seines Philosophiestudiums an der University of Texas lernte Anderson bei einem Kurs für Kreatives Schreiben dann Owen Wilson kennen. Beide wurden beste Freunde und schrieben 1994 gemeinsam das Drehbuch zum Kurzfilm „Durchgeknallt“, auf dessen Grundlage, Anderson zwei Jahre später seinen ersten abendfüllenden, gleichnamigen Spielfilm drehte. Für die beiden folgenden Kinofilme „Rushmore“ (1998) und „Die Royal Tenenbaums“ (2001) schrieben Anderson und Wilson erneut gemeinsam die Drehbücher und auch bei den Darstellern stellte sich bereits eine gewisse Stammbesetzung ein. Schauspieler wie Jason Schwartzman oder Bill Murray gehören schon lange zum festen Ensemble, die Andersons exzentrische und verschrobene Phantasiewelt immer wieder zum Leben erweckt.
„Ich suche einfach Gleichgesinnte, und dann machen wir, wozu wir die größte Lust haben.“, so beschreibt Anderson in der Süddeutschen Zeitung die Zusammenarbeit mit den Stars und diesen Spaß an der Arbeit sieht man den Filmen regelrecht an. Kein Wunder also, dass der Kreis der Anderson Anhänger immer größer wird und mit Bruce Willis gibt es bei Moonrise Kingdom einen prominenten Neuzugang, der auf den Geschmack gekommen zu sein scheint: „Ich würde immer Komödien machen“, sagte er kürzlich in einem Interview. „Es ist die anspruchsvollste und zugleich dankbarste Sache jemanden zum Lachen zu bringen!“
Und zu Lachen gibt es viel in Moonrise Kingdom, denn neben der detailverliebten und phantasievollen Ausstattung, ist vor allem der einzigartige Humor, Andersons Markenzeichen.
Moonrise Kingdom – Jetzt im Kino! Mehr Infos unter www.MoonriseKingdom.de.


