Guardians of the Galaxy Vol. 3 - Nach Rauswurf: Der Cast stellt sich hinter James Gunn

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    Vor knapp eineinhalb Wochen wurde bekannt, dass sich 'Disney' von Guardians of the Galaxy-Regisseur James Gunn getrennt hat, welcher eigentlich auch den dritten Teil um die Chaostruppe inszenieren sollte. Grund hierfür waren fragwürdige und geschmacklose Tweets, die Gunn von 2009 bis 2012 auf die Welt losgelassen hat. Auch wenn Gunn sich für seine Äußerungen mehrfach entschuldigt hat, so sah man bei 'Disney' eine Grenze überschritten, die mit den Firmenwerten nicht zu vereinen sei.

    Diese Entscheidung war für viele Fans ein Schock, hat Gunn mit seiner Arbeit an den beiden Guardians of the Galaxy-Filmen viele überzeugen können. Zwar ist man sich grundsätzlich einig, dass er mit den Tweets eine Grenze überschritten hat, aber da die Tweets schon einige Zeit her sind und Gunn sich seitdem als weltoffener und netter Typ präsentiert hat, könne man dies auch mal verzeihen - schließlich geht es auch bei den Guardians darum, dass sich Menschen auch zum Positiven ändern können. So wurde unter anderem auch schon eine Petition ins Leben gerufen, die dafür sorgen soll, dass James Gunn auf den Regiestuhl von Guardians of the Galaxy Vol. 3 zurückgeholt wird.

    Nicht nur viele Fans stehen hinter Gunn, sondern auch der Cast der Guardians of the Galaxy-Filme. Nachdem schon einzelne Darsteller das Geschehen per 'Twitter' kommentiert haben, wurde nun ein offener Brief veröffentlicht, der von allen Darstellern - Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Bradley Cooper, Sean Gunn, Vin Diesel, Pom Klementieff und Michael Rooker - unterschrieben wurde.

    In diesem heißt es:
    James Gunn erhält unsere volle Unterstützung. Wir waren alle sehr darüber schockiert, als er letzte Woche plötzlich gefeuert wurde und haben diese zehn Tage bewusst dafür genutzt, darüber nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. In dieser Zeit wurden wir von der Unterstützung der vielen Fans und auch den Medien ermutigt, die James wieder als Regisseur von Volume 3 sehen wollen. Wir wurden aber auch entmutigt von denjenigen, die von absonderlichen Verschwörungstheorien um James getäuscht wurden.

    Teil der "Guardians of the Galaxy"-Filme zu sein, ist für jeden einzelnen von uns eine Ehre. Wir können diesen Moment nicht verstreichen lassen, ohne unsere Liebe, unsere Unterstützung und unsere Dankbarkeit James gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Wir sind hier, um seine Witze von vor vielen Jahre zu verteidigen, sondern möchten wir lieber unsere Erfahrungen teilen, die wir jahrelang an den Sets von Galaxy 1 und 2 mit ihm gemacht haben. Den Charakter, den er nach seinem Rausschmiss gezeigt hat, deckt sich mit dem Mann, der er jeden Tag am Set war, und seine Entschuldigung, heute und die von vor einigen Jahren, als er seine Bemerkungen das erste Mal angesprochen hat, entstammt aus seinem Herzen, davon sind wir überzeugt. Ein Herz, das wir alle kennen, dem wir vertrauen und das wir lieben. Indem er uns alle gecastet hat, und wir ihm dabei geholfen haben, eine Story von Außenseitern, die Erlösung erfahren, zu erzählen, hat er all unsere Leben verändert. Wir glauben, dass das Thema der Erlösung nie relevanter war als jetzt.

    Jeder von uns freut sich darauf, in der Zukunft wieder mit unserem Freund James zu arbeiten. Seine Geschichte ist noch nicht zu Ende - noch lange nicht.

    Im Gericht der öffentlichen Meinung gibt es nur einen kleinen Fortschritt, der fällig ist. James ist vermutlich nicht die letzte gute Person, die einem solchen Verfahren ausgesetzt wird. Angesichts der wachsenden politischen Spaltung in diesem Land ist es sicher zu sagen, dass solche Vorfälle erneut geschehen werden, auch wenn wir hoffen, dass Amerikaner aus jedem politische Spektrum damit aufhören, Personen anzugreifen und Mob-Mentalität als Waffe zu benutzen.

    Es ist unsere Hoffnung, dass das, was sich ereignet hat, ein Beispiel für uns alle sein kann, damit wir realisieren, welch enorme Verantwortung wir uns gegenüber aber auch anderen gegenüber haben, wenn wir geschriebene Wort nutzen und in den digitalen Stein ätzen. Auf dass wir als Gesellschaft von dieser Erfahrung lernen und in Zukunft zwei Mal darüber nachdenken, was wir eigentlich aussagen möchten. Und indem wir dies lernen, können wir vielleicht auch die Fähigkeit erschließen, anderen zu helfen und sie zu heilen, anstatt dass wir uns gegenseitig weh tun. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, unsere Worte zu lesen.












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