The Chaser - Unser Asia-Film des Monats

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    Mit unserer Reihe "Asia-Film des Monats" werden wir einmal im Monat einen Film aus China, Japan oder Südkorea vorstellen. Dazu gibt es einige Hintergrundinformationen und natürlich eine ausführliche Filmkritik.
    Da das fernöstliche Kino trotz seiner hohen und immer noch zunehmenden Qualität in Deutschland (und in vielen anderen Ländern auch) nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, besprechen wir ein Mal im Monat einen Film aus den drei genannten Ländern, bei dem man einen Blick riskieren sollte.

    Den Beginn der Reihe macht in diesem Monat The Chaser. Der Debütspielfilm von Na Hong-jin gilt als einer der besten Thriller aus Korea, dessen Inspirationsquelle eine der erschütterndsten Mordserien Südkoreas war. Na, der auch am Drehbuch beteiligt war, griff dabei auf die Taten von Serienmörder Yoo Young-chul zurück, der mindestens 21 Morde verübt haben soll, wovon 20 ihm nachgewiesen wurden. Eine Referenz zu diesen Morden, die die koreanische Halbinsel erschütterten, wird ebenfalls in der Erfolgsserie Bad Guys gezogen. Dabei wird allerdings wie bei The Chaser nicht auf den tatsächlichen Namen des Täters hingewiesen. Stattdessen wurde in beiden Fällen eine fiktionale Figur erschaffen, die bei Charakter und Taten lediglich Yoo ähnelt.
    Was den Fall Yoo so erschreckend macht, ist die Abwesenheit von jeglicher Reue bei dem Täter. Folglich wurde er 2004, noch im Jahr seiner Verhaftung, zum Tode verurteilt, obwohl in Südkorea seit 1998 ein Moratorium auf der Todesstrafe steht. Das heißt, dass es das Urteil zwar noch gibt, aber nicht mehr ausgeführt wird. Eigentlich stand die Exekution von Sträflingen kurz vor der Abschaffung, doch schockierten die brutalen Taten von Yoo, der seine Opfer teilweise mit einem Hammer erschlug, sie zerstückelte und Teile von ihnen verspeiste, das Land dermaßend, dass man bisher an der Möglichkeit für solch ein Urteil festhält.

    Regisseur Na Hong-jin ließ einige Elemente in seine Geschichte einfließen und erschuf einen abgründigen Thriller, der mit einigen Genrekonventionen bricht.
    The Chaser wurde auf etlichen Festivals gefeiert und doch ließ es der Filmemacher nach dem Erfolg ruhig angehen. Seit 2008, als sein Debütspielfilm erschien, inszenierte Na lediglich drei Filme. Nach The Chaser folgte 2010 der Thriller The Yellow Sea und erst im vergangenen Jahr mit The Wailing ein befremdlicher Horrorfilm. Alle Titel waren auf Festivals gern gesehene Teilnehmer und doch hält sich der Regisseur eher bedeckt.

    In The Chaser geht ein ehemaliger Polizist und jetziger Zuhälter auf die Suche nach seinen verschwundenen Frauen und stößt so auf den Serienmörder. Für die Rolle des ehemaligen Ermittlers konnte Kim Yoon-seok (Tazza) gewonnen werden. Ihm gegenüber steht Ha Jung-woo, der nicht nur in Park Chan-wooks preisgekrönten Werk Die Taschendiebin in einer Hauptrolle zu sehen war, sondern zurzeit auch mit dem Fantasy-Zweiteiler Along with the Gods in seinem Heimatland enorme Erfolge feiert. Mit beiden Darstellern arbeitete Regisseur Na auch bei seinem Folgewerk The Yellow Sea zusammen.
    In The Chaser bekommen die beiden männlichen Schauspieler darstellerische Unterstützung von unter anderem Seo Yeong-hie, die zwei Jahre nach dem Thriller in dem etwas verstörenden Werk Bedevilled - Zeit der Vergeltung brillierte.

    Was uns genau an The Chaser gefallen hat, erfahrt ihr in unserer The Chaser - Filmkritik.

    Unser Tipp: Da die deutsche Synchronisation bei Filmen aus dem asiatischen Raum oft etwas problematisch ist, empfehlen wir generell eine Sichtung im Originalton mit Untertiteln, da so die tatsächliche Wirkung der jeweiligen Filme besser zur Geltung kommt.

    Deutscher Trailer zu The Chaser


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    Quellen: MFA+

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    Nachrichtenbild: The Chaser © 2018 MFA+ Filmdistribution

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