Geständnisse - Unser Asia-Film des Monats

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    Im vergangenen Monat widmeten wir uns dem südkoreanischen Thriller The Chaser. In diesem Monat geht es von der Halbinsel nach Japan, wo es mit Geständnisse nicht weniger abgründig zugeht. Das 2009 gedrehte Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman, der lediglich ein Jahr zuvor in seinem Heimatland Japan erschien.
    Das im Original Kokuhaku (告白) betitelte Debüt von Autorin Kanae Minato konnte bereits als literarische Fassung viel Aufmerksamkeit gewinnen. So wurde der japanische Bestseller 2009 mit dem Honya Taisho (Japanese Bookselling Award) ausgezeichnet, bis es 2014 für den amerikanischen Markt ins Englische übersetzt wurde. Auch im Ausland wurde dem Werk viel Lob zugesprochen und mit etlichen Preisen ausgezeichnet.
    Durch die Welle von Thrillern, die sich mit den menschlichen Abgründen befassen, bekam dieses Subgenre in Japan mit Iyamisu einen eigenen Namen, bei dem die 1973 geborene Autorin Minato als eine der führenden Schriftstellerinnen zählt.

    Nach dem von Kritikern und Publikum gefeierten Buch braucht sich die dazugehörige Verfilmung allerdings nicht dahinter zu verstecken. Als japanischer Beitrag für die Oscars 2011 schaffte es der Film sogar auf die Shortlist der Kanidaten. Auch wenn es für eine Nominierung leider nicht reichte, konnte sich Geständnisse bei vielen anderen Festivals und Preisverleihungen durchsetzen.
    Überraschenderweise war der Thriller das erste Werk von Kamikaze Girls-Regisseur Tetsuya Nakashima, das ohne Humor auskam, was die hohe Qualität des Films umso erstaunlicher macht. Themen wie Mobbing, physische und psychische Gewalt an Schulen wie Leistungsdruck sind tiefgreifende Probleme, die zwar in Japan immer noch sehr aktuell sind, für die meisten anderen Länder aber ebenso zutreffen.

    Für die Hauptrolle der Lehrerin, die sich an ihren jungen Schülern rächt, wurde von Takako Matsu (The Hidden Blade) verkörpert. Matsus Beteiligung war angeblich eine Hauptvoraussetzung für Regisseur Nakashima die Regie zu übernehmen. Und die eindringliche unterkühlte Darstellung Matsus bestätigte das Bestehen des Filmemachers auf die Schauspielerin.

    Geständnisse dreht sich um eine Lehrerin, die zwei ihrer pubertierenden Schüler für den Tod ihrer kleinen Tochter verantwortlich macht und ihnen HIV-belastetes Blut in die Milch spritzt. Dadurch setzt sie einen erschreckenden Lebenswandel der beiden Schüler in Gang. Erzählt durch die verschiedenen Geständnisse der Hauptfiguren, bietet sich ein ungewöhnlich strukturiertes Werk, dass interessante Perspektiven und Motivationen auf eine Tat wirft.

    Mit der ebenso perfiden wie faszinierenden Inszenierung konnte sich Regisseur Nakashima mit der Buchverfilmung auch einen Platz in unserer Top 5 der ungewöhnlichsten Rache-Filme sichern.

    Was uns genau an der filmischen Umsetzung gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Geständnisse - Filmkritik.

    Unser Tipp: Da die deutsche Synchronisation bei Filmen aus dem asiatischen Raum oft etwas problematisch ist, empfehlen wir generell eine Sichtung im Originalton mit Untertiteln, da so die tatsächliche Wirkung der jeweiligen Filme besser zur Geltung kommt.

    Deutscher Trailer zu Geständnisse


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    Nachrichtenbild: Geständnisse © 2018 Rapid Eye Movies

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