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Battle Royale - Unser Asia-Film des Monats

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    Battle Royale wurde bereits zu seiner Kinoauswertung in Japan zu einem dortigen Kultfilm. Doch dieser Status sollte sich auch in den folgenden Jahren im Ausland festigen. Spätestens auf dem Heimkinomarkt avancierte der brutale Film zu einem weltweiten Phänomen. Dabei war es nicht nur seine skrupellose Darstellung, die zahlreiche Kontroversen nach sich zog, die das Werk zu dem Erfolg führte, sondern auch seine sozialkritischen Untertöne, wie die Thematik des Battle Royale, bei der eine Gruppe gegeneinander kämpfen muss, bis nur noch einer übrig bleibt. Äußerst prekär wird es bei dem japanischen Film, da es sich bei den Teilnehmern um jugendliche Schüler handelt.
    Unabhängig von den mitschwingenden Untertönen zog diese Art von Auseinandersetzung einige weitere Filme und Videospiele nach sich, die sich genau dieser Art der Konfrontation annahmen. Ob es beispielsweise der gewalttätige Die Todeskandidaten ist oder der jugendfreie Die Tribute von Panem, die Idee ist prädestiniert für an den Nerven zerrende Geschichten. Übrigens soll die Autorin der Panem-Bücher Suzanne Collins Battle Royale nicht vorher gekannt haben. Auch wenn dieser keinen Einfluss auf ihre Trilogie nahm, so geschah es jedoch letztendlich auf jeden Fall andersherum. Denn nach der Verfilmung ihres ersten Buches 2012 wurde ein amerikanisches Remake von Battle Royale verworfen. Roy Lee, ein erfahrener Produzent, wenn es um amerikanische Neuinterpretationen ausländischer Werke geht - so war er in der Position unter anderem an den Remakes von A Tale of Two Sisters (Der Fluch der 2 Schwestern), Infernal Affairs (The Departed), Ringu (Ring), Oldboy und Rec. (Quarantäne) tätig - war auch an dem geplanten Remake von Battle Royale beteiligt. Er meinte, dass der Großteil die Geschichte als Abklatsch von Die Tribute von Panem sehen würde, da dieser Titel deutlich bekannter sei, auch wenn Battle Royale einige Jahre älter ist. Von daher wäre es keine gute Zeit für eine amerikanische Neuverfilmung. Dennoch kamen danach noch Gerüchte auf, dass The CW, das Network, was auch hinter dem Arrowverse steht, an einer Serienadaption des Films interessiert sei. Jedoch hätte man sich wohl nur über die Lage der Rechte der gleichnamigen Buchvorlage von Koushun Takami informiert. Viel weiter darüber hinaus seien die Gespräche nie gekommen.

    Die Streitereien um die Altersfreigaben in den verschiedenen Ländern trugen bestimmt zum Kultstatus des Films bei. Nicht nur in Deutschland, wo es bekanntermaßen gewalttätige Filme oft nicht so leicht haben, gab es Schwierigkeiten bei der zuständigen Einrichtung. Selbst im Heimatland des Films forderten einige Parteien den Verbot des Werks. Diese blieben aber erfolglos und so wurde Battle Royale sogar zu einem der erfolgreichsten Kinofilme im Jahr 2000 in Japan. Nordamerika verzichtete vorerst sogar ganz auf eine Veröffentlichung, was allerdings mit dem Columbine Massaker zusammenhing und weniger mit dem Film an sich. In Deutschland erschien das Werk zu Beginn nur in einer um mehrere Minuten gekürzten Fassung. 2011 versuchte es Capelight Pictures dann mit der ungekürzten Schnittfassung erneut, doch landete der Film nicht nur auf dem Index, sondern wurde 2013 sogar beschlagnahmt. Der Verleih gab sich allerdings nicht damit zufrieden und erhob Einspruch. Im Oktober des selben Jahres erwirkten sie dann das Aufheben der Beschlagnahmung und im folgenden Jahr wanderte Battle Royale sogar ganz vom Index, wodurch mittlerweile die ungekürzte Fassung mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren im Handel erhältlich ist.
    Dazu gibt es auch noch eine Extended Version (auch Extended Cut oder Extended Edition genannt), die zusätzliche und alternative Szenen beinhaltet.

    © 2019 Capelight Pictures


    Zu Battle Royale, den Kultregisseur Quentin Tarantino zu seinen Lieblingsfilmen zählt, existiert nicht nur die Buchvorlage, sondern auch eine von Autor Takami selbst geschriebener Manga, der relativ zeitgleich mit der Verfilmung erschien. Darüber hinaus folgte eine filmische Fortsetzung, die nicht auf einer Buchvorlage basiert. Regisseur Kinji Fukasaku sollte auch diese inszenieren, verstarb aber an Prostatakrebs, nachdem er erst eine Szene abgedreht hatte. Sein Sohn und Drehbuchautor von Teil 1 und 2 Kenta übernahm dann die Arbeit seines Vaters.

    Da man für Battle Royale vorrangig Jungdarstellern benötigte, wurde ein ausgedehntes Casting angesetzt. Aus rund 6000 Bewerbern wurden etwa 800 ausgesucht, die sich unter anderem einem intensiven physischen Training unterziehen mussten, bevor die 42 endgültigen Darsteller ausgewählt wurden.
    Aber nicht nur bis zu dem Zeitpunkt recht unbekannte Schauspieler sind in Battle Royale zu sehen. Regisseur Fukasaku konnte mit Takeshi Kitano (Hana-bi) einen japanischen Kultdarstelller gewinnen. Ansonsten bekleiden die Hauptrollen unter anderem die damaligen Jungschauspieler Tatsuya Fujiwara (Death Note), Chiaki Kuriyama (Kill Bill Vol. 1 + 2) und Masanobu Andô (Sukiyaki Western Django).

    Was diesen Film im Detail so besonders macht, erfahrt ihr in unserer Battle Royale - Filmkritik.

    Battle Royale spielt in der nahen Zukunft, in der Erwachsene an Autorität und Respekt verloren haben. Die Jugend ist ihr eigener Herr und verhält sich auch dementsprechend. Um dem ganzen Einhalt zu gebieten, würde das Battle Royale ins Leben gerufen, bei dem eine Klasse auf einer abgeschnittenen Insel drei Tage aufeinander losgelassen wird, bis nur noch einer am Ende übrig bleibt. Falls nach Ablauf der Zeit mehrere "Spieler" noch am Leben sind, werden diese restlos durch ihre Sprengkörper am Hals ausgelöscht.

    Unser Tipp: Da die deutsche Synchronisation bei Filmen aus dem asiatischen Raum oft etwas problematisch ist, empfehlen wir generell eine Sichtung im Originalton mit Untertiteln, da so die tatsächliche Wirkung der jeweiligen Filme besser zur Geltung kommt.

    Deutscher Trailer zu Battle Royale


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    Nachrichtenbild und Bilder: Battle Royale © 2019 Capelight Pictures

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