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The Fortress - Unser Asia-Film des Monats

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    Mit unserer Reihe "Asia-Film des Monats" stellen wir einmal im Monat einen Film aus China, Japan oder Südkorea vor. Dazu gibt es einige Hintergrundinformationen und natürlich eine ausführliche Filmkritik. Da das fernöstliche Kino trotz seiner hohen und immer noch zunehmenden Qualität in Deutschland (und in vielen anderen Ländern auch) nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, besprechen wir ein Mal im Monat einen Film aus den drei genannten Ländern, bei dem man einen Blick riskieren sollte.
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    In seinem Heimatland Südkorea lösten innerhalb der ersten zwei Tage rund eine Millionen Besucher ein Ticket für das Historienepos The Fortress. Gestartet am Nationalfeiertag Chuseok, spielte das Werk über die gesamte Laufzeit etwa 29 Millionen US-Dollar ein und war somit ein großer Erfolg an den heimischen Kinokassen. Wenig verwunderlich, da nicht nur Historienfilme auf der koreanischen Halbinsel sich großer Beliebtheit erfreuen, sondern das Werk auch mit einigen großen Namen der dortigen Filmindustrie aufwarten kann. Neben Superstar Lee Byung-hun (A Bittersweet Life) standen auch unter anderem Kim Yoon-seok (The Chaser), Jo Woo-jin (Rampant), Park Hee-soon (The Suspect), Ko Soo (Lucid Dreams) und Park Hae-il (War of the Arrows) vor der Kamera. Als besonderen Zusatz konnte Regisseur und Drehbuchautor Hwang Dong-hyuk (Silenced) den oscarprämierten Komponisten Ryuichi Sakamoto (Der letzte Kaiser, The Revenant) gewinnen.

    Zeitlich 1636, während der zweiten Manchu-Invasion, angesiedelt, erzählt The Fortress von König Inju, der sich bei der aufkommenden Bedrohung mit seinem Gefolge in die Bergfestung Namhansanseong zurückzog. Etwa 25 Kilometer von Seoul entfernt diente die ca. 12 Kilometer lange Festung als Notfallhauptstadt von Korea zur Zeit der Joseon Dynastie. Besonders an der Festung war, dass sie nicht nur die regierenden Organe schützte, sondern auch das dort ansässige Volk.
    In der vom Film gewählten Zeitepisode belagerten zahlenmäßig überlegende Truppen der Qing Dynastie Namhansanseong. In der verschneiten und abgeschiedenen Bergfestung muss der König in der Lage entscheiden, ob er sich kämpferisch dem Gegner entgegenstellt oder den Dialog samt Unterwerfung sucht, was gegen den Ehrenkodex verstoßen, jedoch eventuell das Überleben seines Volkes sichern würde. Und die Zeit läuft ihm bei der Nahrungsknappheit und der immensen Kälte davon.

    Basierend auf dem nach der Festung benannten und im Original gleichnamigen Buch von Kim Hoon, entwarf Filmemacher Hwang Dong-hyuk ein Bild von einem Kampf, der mehr hinter verschlossenen Türen als auf dem Schlachtfeld ausgetragen wurde.

    Was das Werk im Detail sehenswert macht, erfahrt ihr in unserer The Fortress - Filmkritik.

    © 2019 Koch Films

    Zur Besetzung
    Wie Bereits oben erwähnt, griff Regisseur Hwang auf einige bekannte südkoreanische Schauspieler zurück, die das Werk auch spürbar aufwerten. Grund genug auf einige der Darsteller einen Blick zu werfen.

    Lee Byung-hun (이병헌): Geboren 1970 in Seongnam in der Nähe der Hauptstadt Seoul, gehört der charismatische Schauspieler mittlerweile zu den wohl bekanntesten Gesichtern des südkoreanischen Kinos. In den frühen 90ern noch vorrangig im heimischen Fernsehen zu sehen, folgten einige unauffällige Filme, bis er für eine der Hauptrollen in Park Chan-wooks Durchbruch JSA - Joint Security Area besetzt wurde. Das von Kritikern wie Publikum viel gefeierte Werk, bei dem auch die Darstellerleistungen immer wieder hervorgehoben wurden, eröffnete Lee die Möglichkeit mit weiteren großen Regisseuren zusammenzuarbeiten. Vor allem für Erfolgsregisseur Kim Jee-woon stand er mehrfach vor der Kamera. In dessem Kassenschlager The Good, The Bad, The Weird wirkte er ebenso mit, wie den viel gefeierten Werken A Bittersweet Life und I saw the Devil. Doch auch ohne Kim kann Lee Erfolgsfilme vorweisen. Inside Men und Master bekamen zwar gemischte Kritiken, konnten an den Kassen aber dennoch überzeugen. Masquerade, der leider in Deutschland bisher noch nicht veröffentlicht wurde, zeigte Lee in einer beeindruckenden Doppelrolle und avancierte zu einem Publikums- wie Kritikerliebling.
    Dem westlichen Publikum gegenüber ist der vielseitige Darsteller aber auch kein Unbekannter mehr. In Terminator Genisys verkörperte er den T1000, in RED 2 stand er an der Seite von Actionstar Bruce Willis, für Antoine Fuqua war er Teil der glorreichen Sieben und in den beiden G.I. Joe-Filmen war er als Storm Shadow zu sehen. 2016 bei den 88. Academy Awards durfte er darüber hinaus als erster Koreaner einen Oscar übereichen. Darüber hinaus wurde ihm gemeinsam mit seinem Landsmann und Schauspielkollege Ahn Sung-ki die Ehre zuteil, seine Handabdrücke auf dem Walk of Fame in Hollywood zu hinterlassen - ebenfalls als erste Koreaner.
    Neben seinen immensen Erfolgen an den Kinokassen kehrte er aber immer wieder auch ins südkoreanische Seriengeschäft zurück, was 2018 mit dem Sensationserfolg Mr. Sunshine seinen Höhepunkt erreichte. Gemeinsam mit Die Taschendiebin-Star Kim Tae-ri überwältigte er in der von Kritikern und Publikum gefeierten Serie, die international von Netflix vertreiben wird und somit auch in Deutschland abrufbar ist.

    Kim Yoon-seok (김윤석): Auch wenn seine größten Erfolge bisher in Deutschland nicht erschienen, so hinterließ der erfolgreiche Theaterschauspieler in Na Hong-jins Meisterwerk The Chaser einen nachhaltigen Eindruck. In seinem Heimatland ist er hingegen durch kommerziell überwältigende Werke wie The Thieves, Tazza: The High Rollers, Punch, The Priests und 1987: When the Day comes bekannt. Sein meist eher zurückhaltendes aber nicht minder intensives Spiel macht ihn für jedes Projekt zu einer Bereicherung.

    Park Hae-il (박해일): Auch Park feierte seine ersten Erfolge auf den Bühnen Südkoreas, bevor es ihn vor die Kamera zog. Als vermeintlicher Serienmörder in Bong Joon-hos Memories of Murder hinterließ er seine ersten bleibenden Spuren in der koreanischen Filmgeschichte. Bong besetzte ihn später erneut in seinem Kassenschlager The Host, der mit War of the Arrows zu Parks finanziell erfolgreichsten Filmen gehört. Darstellerisch sorgte er noch einmal für aufsehen als er in The Muse alias Eun-gyo einen alternden Schriftsteller verkörperte. Eines seiner aktuellsten Werke ist mit dem unglücklichen deutschen Namen High Society auf Koreanisch auf Netflix zu sehen.

    Jo Woo-jin (조우진): Der sympathische Darsteller ist ein beliebter Nebendarsteller in südkoreanischen Produktionen. Auch wenn seine Rollen, ähnlich wie in The Fortress, nicht immer viel hergeben, so gelingt es ihm dennoch meist seinen Figuren interessante Facetten abzugewinnen. Nicht ohne Grund wirkte er auch in großen Produktionen wie The Drug King, Inside Men, War of the Arrows, Steel Rain oder V.I.P. mit. Im historischen Zombiefilm Rampant durfte er endlich auch eine tragende Rolle übernehmen. Seinen stärksten Eindruck hinterließ er allerdings als Übersetzter an der Seite von Lee Byung-hun in Mr. Sunshine.


    The Fortress wird in Deutschland ab 27. Juni 2019 direkt auf Blu-Ray und DVD erscheinen.

    Unser Tipp: Da die deutsche Synchronisation bei Filmen aus dem asiatischen Raum oft etwas problematisch ist, empfehlen wir generell eine Sichtung im Originalton mit Untertiteln, da so die tatsächliche Wirkung der jeweiligen Filme besser zur Geltung kommt.

    Deutscher Trailer


    Quelle: Koch Films

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    Nachrichtenbild: The Fortress © 2019 Koch Films

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