Die Zeichen sind gedeutet, die Prophezeiung ist klar, der Antichrist ist geboren! Das leibliche Kind von Robert Thorn (Liev Schreiber) hat die Geburt nicht überlebt. In seiner Verzweiflung wird ihm ein Angebot gemacht. Es gab eine weitere Geburt in jener Nacht, bei der die Mutter gestorben ist. Thorn soll sich des Säuglings annehmen und ihn wie sein eigenes Fleisch und Blut aufziehen. Seine Frau Kathryn (Julia Stiles) würde niemals die Wahrheit erfahren. 5 Jahre sind vegangen, als rund um die Familie Thorn mysteriöse Ereignisse geschehen, die in Verbindung mit dem kleinen Damien (Seamus Davey-Fitzpatrick) zu stehen scheinen. Damien verhält sich seit einiger Zeit ebenfalls sehr ungewöhnlich und bald kommen Robert Thorn, mittlerweile U.S. Botschafter in England, Zweifel über die wahre Identität seines vermeintlichen Sohnes.
Regisseur John Moore (Der Flug des Phoenix) hat sich bei der Neuverfilmung von "Das Omen" sehr nahe an das Original gehalten, welches vor genau 30 Jahren für Angst und Schrecken sorgte und seitdem als einer der größten Klassiker seiner Ära gilt.
Die Fußstapfen waren also groß und jeder wusste, dass mit der Wahl der Schauspieler dieser Film steht und fällt. Dabei hat John Moore ein glückliches Händchen bewiesen und konnte die Rollen mit Darstellern besetzen, die im Remake genauso überzeugen können, wie es damals der Originalcast konnte.
Liev Schreiber hat zwar nicht dieselbe Präsenz auf der Leinwand, wie einst Gregory Peck, passt aber hervorragend in die Rolle des Robert Thorn, Julia Stiles gefiel mir sogar noch besser, als ihre blasse Vorgängerin und Mia Farrow könnte in ihrer Rolle als Kindermädchen nicht besser getroffen sein. Der neue Damien Darsteller Seamus Davey-Fitzpatrick kann man als absolute Idealbesetzung ansehen, sowohl optisch, als auch schauspielerisch ist er seinem Vorbild absolut ebenbürtig, das Problem ist nur, dass Damien von John Moore oft etwas unfreiwillig komisch in Szene gesetzt wird. Sein Blick scheint meistens etwas zu böse und trotzig, als bedrohlich zu sein, was sicher für Gelächter im Kinosaal sorgen wird. Hier hätte John Moore lieber etwas weniger dick auftragen sollen.
Ansonsten hat der Regisseur allerdings nichts falsch gemacht. Sein Film ist optisch ein wahrer Augenschmaus und bietet, wie einst das Original, eine sehr dichte Atmosphäre. Die Kamera liefert dabei wunderschöne Bilder und auch die stimmige Musik passt jederzeit zum Geschehen. Die Inszenierung ist, wenn man von einigen Damienszenen mal absieht, sehr gelungen und dürfte auch Anhänger des Klassikers ansprechen.
Obwohl man sich weitgehend an das Orginaldrehbuch gehalten hat, wurden auch einige Szenen umgestaltet oder gänzlich neu eingefügt. Insgesamt hat man hier eine sehr gute Arbeit geleistet, gerade durch die neu eingefügten Vatikanszenen, wurden die globalen Ausmaße der Bedrohung stärker betont, ein Aspekt, den man beim Original eher vermisst hat.
Zudem wurden einige Dialogszenen enorm gekürzt, um dem Handlungsverlauf zu straffen und dem Film ein höheres Tempo zu geben, wie es das Publikum unserer Zeit gewohnt ist. Ebenfalls neu sind einige, sehr gut platzierte Schockszenen. Hier werden auch Kenner des Originals auf ihre Kosten kommen, erwartet man doch in bestimmten Szene den altbekannten Ablauf und wird dann herrlich böse überrascht.
Kinogänger seien aber vorgewarnt, "Das Omen" wird vielen nicht gefallen.
Gerade weil man zu 95% das Original-Drehbuch verwendet hat, entspricht der Film nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten und dürfte deshalb beim jüngeren Publikum eher durchfallen, für die dieser Film, nach der apokalyptisch anmutenden Werbekampagne, wohl etwas zu persönlich und "lasch" daherkommt.
Auf der anderen Seite könnten Anhänger des Originals, "das neue Omen" leicht als überflüssige Kopie betrachten, da der Film, zur heutigen Zeit, bei weitem nicht mehr die Wirkung erzielen kann, wie es einst der Klassiker tat.
Dennoch steht dem Erfolg von "Das Omen" nichts im Wege. Remakes sind "in", ebenso religiöse Themen und die massive Werbekampagne, die den Film allerdings etwas falsch verkauft, wird ihr Übriges tun, um sowohl um das jüngere Publikum aufmerksam zu machen, als auch Kenner des Originals ins Kino zu locken.
Fazit :
Ein gelungenes Remake, das die Stärken des Originals beibehalten hat und technisch voll überzeugen kann, aber zur heutigen Zeit das Publikum eher spalten wird.
Regisseur John Moore (Der Flug des Phoenix) hat sich bei der Neuverfilmung von "Das Omen" sehr nahe an das Original gehalten, welches vor genau 30 Jahren für Angst und Schrecken sorgte und seitdem als einer der größten Klassiker seiner Ära gilt.
Die Fußstapfen waren also groß und jeder wusste, dass mit der Wahl der Schauspieler dieser Film steht und fällt. Dabei hat John Moore ein glückliches Händchen bewiesen und konnte die Rollen mit Darstellern besetzen, die im Remake genauso überzeugen können, wie es damals der Originalcast konnte.
Liev Schreiber hat zwar nicht dieselbe Präsenz auf der Leinwand, wie einst Gregory Peck, passt aber hervorragend in die Rolle des Robert Thorn, Julia Stiles gefiel mir sogar noch besser, als ihre blasse Vorgängerin und Mia Farrow könnte in ihrer Rolle als Kindermädchen nicht besser getroffen sein. Der neue Damien Darsteller Seamus Davey-Fitzpatrick kann man als absolute Idealbesetzung ansehen, sowohl optisch, als auch schauspielerisch ist er seinem Vorbild absolut ebenbürtig, das Problem ist nur, dass Damien von John Moore oft etwas unfreiwillig komisch in Szene gesetzt wird. Sein Blick scheint meistens etwas zu böse und trotzig, als bedrohlich zu sein, was sicher für Gelächter im Kinosaal sorgen wird. Hier hätte John Moore lieber etwas weniger dick auftragen sollen.
Ansonsten hat der Regisseur allerdings nichts falsch gemacht. Sein Film ist optisch ein wahrer Augenschmaus und bietet, wie einst das Original, eine sehr dichte Atmosphäre. Die Kamera liefert dabei wunderschöne Bilder und auch die stimmige Musik passt jederzeit zum Geschehen. Die Inszenierung ist, wenn man von einigen Damienszenen mal absieht, sehr gelungen und dürfte auch Anhänger des Klassikers ansprechen.
Obwohl man sich weitgehend an das Orginaldrehbuch gehalten hat, wurden auch einige Szenen umgestaltet oder gänzlich neu eingefügt. Insgesamt hat man hier eine sehr gute Arbeit geleistet, gerade durch die neu eingefügten Vatikanszenen, wurden die globalen Ausmaße der Bedrohung stärker betont, ein Aspekt, den man beim Original eher vermisst hat.
Zudem wurden einige Dialogszenen enorm gekürzt, um dem Handlungsverlauf zu straffen und dem Film ein höheres Tempo zu geben, wie es das Publikum unserer Zeit gewohnt ist. Ebenfalls neu sind einige, sehr gut platzierte Schockszenen. Hier werden auch Kenner des Originals auf ihre Kosten kommen, erwartet man doch in bestimmten Szene den altbekannten Ablauf und wird dann herrlich böse überrascht.
Kinogänger seien aber vorgewarnt, "Das Omen" wird vielen nicht gefallen.
Gerade weil man zu 95% das Original-Drehbuch verwendet hat, entspricht der Film nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten und dürfte deshalb beim jüngeren Publikum eher durchfallen, für die dieser Film, nach der apokalyptisch anmutenden Werbekampagne, wohl etwas zu persönlich und "lasch" daherkommt.
Auf der anderen Seite könnten Anhänger des Originals, "das neue Omen" leicht als überflüssige Kopie betrachten, da der Film, zur heutigen Zeit, bei weitem nicht mehr die Wirkung erzielen kann, wie es einst der Klassiker tat.
Dennoch steht dem Erfolg von "Das Omen" nichts im Wege. Remakes sind "in", ebenso religiöse Themen und die massive Werbekampagne, die den Film allerdings etwas falsch verkauft, wird ihr Übriges tun, um sowohl um das jüngere Publikum aufmerksam zu machen, als auch Kenner des Originals ins Kino zu locken.
Fazit :
Ein gelungenes Remake, das die Stärken des Originals beibehalten hat und technisch voll überzeugen kann, aber zur heutigen Zeit das Publikum eher spalten wird.
8/10
2.374 mal gelesen