Coco

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  • Einleitung


    Am 30. November 2017 startet der neue Pixar-Streifen Coco in den deutschen Kinos. Unter der Regie von Lee Unkrich ("Toy Story 3") und Adrian Molina haben sie es sich zur Aufgabe gemacht das ernste Thema rund um den Tod kindgerecht in einen Animationsfilm zu verpacken.

    Dass Pixar gut mit ernsten Stoffen umgehen kann, haben sie 2015 mit "Alles steht Kopf" ("Inside Out" im Original“) bewiesen. Nun steht also das Thema Tod auf der Karte und Coco hat die Herausforderung mit Bravour bestanden.

    Coco erzählt die Geschichte vom Jungen Miguel, der liebend gerne Musiker wäre, von seiner Familie nicht gelassen wird und dann durch einen unglücklichen Zufall ins Reich der Toten wechselt. Dort lernt er was es heißt, seine verstorbenen Lieben in Erinnerung zu bewahren und erlebt ganz nebenbei noch ein riesiges Abenteuer.



    Kritik


    Der Film beginnt ziemlich ruhig. Der junge Mexikaner Miguel (Anthony Gonzalez) bereitet sich zusammen mit seiner Familie auf den Día de Muertos vor, den Tag der Toten. Er würde auch gerne Musiker sein, genau wie sein großes Vorbild Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt) und als er für einen Musikwettbewerb die Gitarre seines bereits verstorbenen Idols stiehlt, nimmt das Unheil seinen Lauf und Miguel findet sich im Reich der Toten wieder. Und ab hier geht Coco dann auch erst richtig los. Nicht nur von der Geschichte her, auch visuell nimmt der Film ab diesem Moment gewaltig an Fahrt auf. Die Stadt, in der die Toten leben, ist wunderschön bunt, mit kräftigen Farben dargestellt und an allen Ecken und Enden gibt es etwas zu entdecken. Die Pixar-typisch grandiosen Animationen fügen sich geschmeidig ins Gesamtbild ein, so dass den kompletten Film über jede Menge fürs Auge geboten wird.

    Aber nicht nur vom technischen Standpunkt aus kann Coco überzeugen. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, jede hat ihren Sinn und Zweck, man findet in jeder sofort etwas Sympathisches. Doch das Wichtigste, die Figuren können das ernste Thema um den Tod super an das junge Publikum transportierten. Mit Witz, Charme und vor allem dem nötigen Respekt wird das Thema behandelt. Es wird auf den Aspekt des Sterbens selbst eingegangen, aber im größten Teil natürlich auf das, was danach ist. Die Aussage des Weiterlebens durch Erinnerungen der Zurückgebliebenen wird mit Feingefühl behandelt und vor allem zum Ende des Films trifft Coco emotional genau ins Schwarze, trifft er doch genau die Punkte wodurch die Geschichte auf einer berührenden Note endet.

    Das Einzige, was den Filmgenuss – für die älteren Zuschauer – etwas schmälern könnte, ist die vorhersehbare Geschichte. Über den gesamten Film werden immer wieder kleine Krümel gestreut wohin es denn geht und wenn man alles zusammenzählt und noch etwas zwischen den Zeilen liest, dann kommt man recht früh schon selbst auf den 'Twist' des Films. Das tut dem Film im Großen und Ganzen zwar keinen Abbruch, nimmt aber einen kleinen Hauch von Spannung. Wobei die bei dem Film sowieso eher zweitrangig ist.



    Fazit


    Wie immer trifft Pixar in Sachen Humor sowohl den Sinn der Erwachsenen, als auch den der Kinder. Für beide Gruppen gibt es reichlich zum Lachen, etliche Anspielungen und mit dem Hund Dante wurde auch ein kleines Highlight in den Film eingebaut, der in sämtlichen Szenen mindestens ein Schmunzeln auf die Gesichter zu zaubern weiß.


    8/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Coco
    Land:
    USA
    Jahr:
    2017
    Studio/Verleih:
    Disney Pictures
    Regie:
    Lee Unkrich, Adrian Molina
    Produzent(en):
    John Lasseter
    Drehbuch:
    Lee Unkrich, Jason Katz, Matthew Aldrich, Adrian Molinaa
    Kamera:
    Matt Aspbury
    Musik:
    Michael Giacchino
    Genre:
    Animation
    Darsteller:
    Gael García Bernal, Benjamin Bratt, Anthony Gonzalez, Renee Victor, Gabriel Iglesias
    Inhalt:
    Der angehende Musiker Miguel bestreitet mit dem charmanten Schwindler Hector eine außergewöhnliche Reise zur Geschichte seiner Familie durch das farbenfrohe Land der Toten.
    Start (DE):
    30. November 2017
    Start (USA):
    22. November 2017
    Laufzeit:
    109 Minuten
    FSK:
    ohne Altersbeschränkung
    Links
    Webseite:
    https://www.pixar.com/feature-films/coco
    deutsche Webseite:
    http://disney.de/filme/coco

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