Ocean's 8

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  • Einleitung

    11 Jahre nach Steven Soderbergh's letztem Oceans Film, bringt Gary Ross (Die Tribute von Panem) mit Oceans 8 einen weiteren Film in die Kinos. Der von Sandra Bullock und Cate Blanchett angeführte Film stellt quasi ein Reboot der Reihe (auch Steven Soderberghs Oceans 11 war ein Reboot) dar. Oceans 8 läuft ab dem 21. Juni 2018 in den deutschen Kinos. Ob sich der Gang ins Kino lohnt, erfahrt ihr in den folgenden Absätzen.

    Debbie Ocean (Sandra Bullock) kommt frisch aus dem Gefängnis und plant schon den nächsten Coup. Sie will während der New Yorker Met Gala den Raub des Jahrhunderts auf die Beine stellen, doch zunächst muss sie die richtigen Teamkolleginnen dafür zusammenstellen: Lou (Cate Blanchett), Nine Ball (Rihanna), Amita (Mindy Kaling), Constance (Awkwafina), Rose (Helena Bonham Carter), Daphne Kluger (Anne Hathaway) und Tammy (Sarah Paulson) sollen sie bei ihrem Vorhaben unterstützen.

    © 2018 Warner Bros. Pictures

    Kritik

    Oceans 8 beginnt mit einer unterhaltsamen Montage, die den Zuschauer die Hauptfigur Debbie Ocean (Sandra Bullock) näherbringt. Dabei wird die Figur ausreichend charakterisiert und darüber hinaus sind diese Szenen recht witzig inszeniert.
    Jedoch plätschert der Film anschließend lange Zeit vor sich hin. Ohnehin dient nahezu die gesamte erste Hälfte nur für den Zweck, dass Team zusammenzuführen und die einzelnen Charaktere vorzustellen. Dieses Unterfangen gelingt jedoch nur bedingt gut. Denn in viel zu viel Spielzeit wird zu wenig erzählt. In einer schnellen Montage werden die Teammitglieder eingeführt und sie bekommen eine kleine Motivation verpasst. Dabei wirken die Charaktere für den Zuschauer niemals wirklich greifbar oder menschlich. Zudem wird der Großteil der Räuberbande zu Stichwortgebern, ohne jegliche Persönlichkeit, degradiert. Außerdem geht der Zusammenschluss zum Team viel zu schnell.

    Der Raub ist recht unterhaltsam geworden. Auch wenn der eigentliche Akt zu kurz, recht spannungsarm und zu einfach ausfällt. Dennoch schafft es Regisseur Gary Ross ein paar Lacher einzubauen. Jedoch ist der Raub zu gewöhnlich und ohne besondere kreative Einfälle inszeniert. Während Steven Soderbergh in seinen Oceans Filmen, gute Regieeinfälle, eine spannende Inszenierung bot und die Albernheit des Plots zelebrierte. Auch ist der dritte Akt viel zu lang geraten und dient lediglich zur Exposition der Zusammenhänge. So schleichen sich in den ohnehin recht spannungsarmen Film, weitere längen ein.

    © 2018 Warner Bros. Pictures

    Die Handlung in Oceans 8 bietet absolut nichts Neues und besteht aus Versatzstücken bekannter Elemente. Dem Film fehlt es an jeder Ecke an Persönlichkeit und Esprit. Dabei kommt in Oceans 8 von Anfang bis Ende keine Spannung auf. Es wirkt vieles Lustlos und Ideenarm. Dazu kommt, dass Gary Ross seinen Film risikolos, uninspiriert und ohne jeglichen Sinn für seine Charaktere inszeniert. Dabei verkommen die Charaktere des vielversprechenden weiblichen Casts um Sandra Bullock zu Kopien der Figuren, die von Clooney, Pitt und Co. in Oceans 11-13 verkörpert wurden.

    Darstellerisch ist Oceans 8 wie schon erwähnt hochkarätig besetzt. Jedoch können die Schauspielerinnen nur wenige Akzente setzten, da ihnen das weniger gelungene Drehbuch nur wenige Möglichkeiten bietet.
    Hauptdarstellerin Sandra Bullock macht ihre Sache zwar recht solide und hat einige gelungene Szenen, jedoch wirkt sie über den Großteil der Laufzeit recht unmotiviert. Cate Blanchett ist leider fehlbesetzt und zeigt eine vollkommen überdrehte Performance, die nur wenig zu überzeugen weiß. Dabei sind die Rollen von Bullock und Blanchett zu nah an den Charakteren von George Clooney und Brad Pitt geschrieben. Zudem wirken sie oftmals wie deren Kopien. Die beste Leistung kommt von Anne Hathaway, die zudem auch die beste Rolle bekommen hat. Ihr sieht der Zuschauer auch an, dass sie sehr viel Spaß dabei hatte. Die witzigsten Szenen gehen auch an Hathaway.
    Die restlichen Darstellerinnen Mindy Kaling, Awkwafina, Sarah Paulson, Rihanna und Helena Bonham Carter sind größtenteils Stichwortgeber oder fehlbesetzt. Außerdem bekommen einige von ihnen unnötige Szenen (Stichwort Tinder oder Garage), die das Tempo noch weiter rausnehmen.

    © 2018 Warner Bros. Pictures

    Fazit

    Letztendlich ist Oceans 8 ein durchschnittlicher Film geworden. Die vielversprechende Prämisse und der gute Cast werden hier in keinster Weise genutzt. Leider plätschert der Film ohne wirkliche Höhepunkte vor sich hin und kann nur mäßig unterhalten. So ist Oceans 8 ein Spin-Off/ Remake, dass es nicht gebraucht hätte.


    5/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Ocean's Eight
    Land:
    USA
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    Warner Bros.
    Regie:
    Gary Ross
    Produzent(en):
    Steven Soderbergh, Susan Ekins, Michael Tadross, Diana Alvarez, Jesse Ehrman, Bruce Berman
    Drehbuch:
    Gary Ross, Olivia Milch
    Kamera:
    Eigil Bryld
    Musik:
    Daniel Pemberton
    Genre:
    Crime, Comedy
    Darsteller:
    Sandra Bullock, Cate Blanchett, Anne Hathaway, Mindy Kaling, Awkwafina, Sarah Paulson, Rihanna, Helena Bonham Carter, Richard Armitage, James Corden

    Inhalt:
    Debbie Ocean (Sandra Bullock) kommt frisch aus dem Gefängnis und plant schon den nächsten Coup. Sie will während der New Yorker Met Gala den Raub des Jahrhunderts auf die Beine stellen, doch zunächst muss sie die richtigen Teamkolleginnen dafür zusammenstellen: Lou (Cate Blanchett), Nine Ball (Rihanna), Amita (Mindy Kaling), Constance (Awkwafina), Rose (Helena Bonham Carter), Daphne Kluger (Anne Hathaway) und Tammy (Sarah Paulson) sollen sie bei ihrem Vorhaben unterstützen.
    Start (DE):
    21. Juni 2018
    Start (USA):
    8. Juni 2018
    Laufzeit:
    110 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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