Catch Me!

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  • Einleitung


    Der eher für TV-Produktionen bekannte Regisseur Jeff Tomsic sammelte für seine erste große Kinoproduktion mit Jon Hamm (Baby Driver), Ed Helms (Hangover), Isla Fisher (Now You See Me), Leslie Bibb (To the Bone), Hannibal Buress (Daddy's Home), Annabelle Wallis (Peaky Blinders), Jake Johnson (Jurassic World) und Jeremy Renner (Wind River) einen durchaus namenhaften Cast um sich. Als Grundlage für die Handlung diente dabei ein Artikel aus dem Wall Street Journal über eine Gruppe Erwachsener, die bis heute das beliebte Kinderspiel "Fangen" spielen.
    Und das ist auch die Prämisse von Catch Me!, zu der noch eine kleine zusätzliche Motivationen hinzugefügt wurde. Nachdem sich Jerry, der einzige noch nie erwischte Freund aus der Gruppe, von dem Spiel verabschieden möchte, beschließen die übrigen alles daran zu setzen ihn endlich zu fangen. Und dabei ist jedes Mittel Recht. Doch auch Jerry weiß sich gewohnt schlagkräftig zu wehren.

    © 2018 Warner Bros. Pictures

    Kritik


    Was als starke Ausgangssituation für einen Film über den Wert der Freundschaft dienen könnte, mutiert leider in Catch Me! zu großen Zügen zu Klamauk ohne viel Herz. Dabei mangelt es der Geschichte in erster Linie an sympathischen Figuren. Auch wenn die Besetzung sich durchaus sehen lassen kann, wird deren Potential in der Regel verschenkt. Einzig Jeremy Renner scheint sichtlich Spaß an dem Werk gehabt zu haben, auch wenn dieser ebenfalls weit hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Zumindest kann man für seine Figur streckenweise noch ein wenig Sympathie empfinden, bis mit den ersten schlechten Gags auch diese nach und nach verfliegt.
    Selbst bei den Nebenfiguren gelingt es dem Regisseur und den Drehbuchautoren nicht, Charaktere so darzustellen, dass der Zuschauer eine positive Neigung zu ihnen entwickelt. Jegliches Aufkeimen eines emphatischen Gefühls wird auf Kosten eines derben oder einfach schlechten Witzes geopfert.

    Dabei muss man allerdings auch erwähnen, dass der ein oder andere amüsante Moment doch zum Lächeln einläd. Vor allem eine nette Anekdote zum ersten Predator-Film weiß zu gefallen. Ansonsten bewegt sich das Niveau in erster Linie auf pubertärem Niveau und so müssen gut getimte, liebevolle Späße oftmals vulgären Sex-Witzen weichen.
    Regisseur Jeff Tomsic gibt sich allerdings viel Mühe das Tempo konsequent hochzuhalten, sodass zumindest fast durchgehend etwas passiert. Positiv gestärkt wird die Wirkung noch durch die für das Genre übliche gute Songauswahl.
    Der zügige Erzählrhytmus wird einzig durch eine überflüssige Nebenhandlung bezüglich eine ehemaligen Teenagerliebe ausgebremst. Der gezwungene Versuch damit zusätzliches Konfliktpotential zu erschaffen gelingt dabei nur bedingt.

    © 2018 Warner Bros. Pictures


    Trotz der unsympathischen Figuren überrascht das gelungene Ende mit einer wohltuenden Ernsthaftigkeit, um in einer schönen und zum ersten Mal wirklich spaßigen Schlussszene das Werk ausklingen zu lassen. Hätte Catch Me! den Ton von den letzten zehn Minuten deutlich früher angeschlagen, hätte aus dem Film nicht nur ein Werk mit hohem Unterhaltungswert werden können, sondern auch mit Mehrwert.

    So bleibt Catch Me! leider nur eine von vielen belanglosen Komödien, die mit teils pubertären Witzen lieber auf Nummer sicher gehen. Fans von einfach gestrickten, oberflächlichen Werken wie Stichtag oder Kill the Boss werden bestimmt auch hier ihren Spaß haben, vor allem wenn sie mit einer Gruppe Freunden ins Kino gehen. Für alle anderen bleibt höchstens das schöne Finale und der amüsante Abspann in Erinnerung.

    © 2018 Warner Bros. Pictures


    Fazit


    Catch Me! hätte das Potential zu einem Kultfilm des Genres gehabt, wenn das Werk nicht für eine Brachialkomödie zu harmlos und für eine vielschichtige Geschichte zu belanglos daherkäme. So versinkt das Werk von Jeff Tomsic zwischen der zahlreichen Konkurrenz.


    4/10

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    Infos
    Originaltitel:
    TAG
    Land:
    USA
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    Warner Bros.
    Regie:
    Jeff Tomsic
    Produzent(en):
    Mark Steilen, Richard Brener, Walter Hamada, Dave Neustadter, Hans Ritter
    Drehbuch:
    Rob McKittrick, Mark Steilen, Russell Adams (Artikel)
    Kamera:
    Larry Blanford
    Musik:
    Germaine Franco
    Genre:
    Komödie
    Darsteller:
    Jon Hamm, Ed Helms, Jeremy Renner, Hannibal Burees, Jake Johnson, Isla Fisher, Annabelle Wallis, Leslie Bibb
    Inhalt:
    Die Handlung basiert dabei auf einer wahren Begebenheit und dreht sich um fünf Freunde, die sich an einem Monat im Jahr treffen um die erlösenden Worte "Du bist." zu sagen. Dabei stellt [i]Jeremy Renner[/i] den unbezwingten Sieger dieses Spiels dar, der sich nach seiner Hochzeit allerdings aus dem Spiel zurückziehen möchte. Die weiße Weste ihres Freundes können die anderen vier natürlich nicht auf sich beruhen lassen und setzen alles daran, dass er mindest einmal gefangen wird.
    Start (DE):
    26.07.2018
    FSK:
    ab 12 Jahren

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