Destination Wedding

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  • Einleitung


    Mit Keanu Reeves und Wiona Ryder konnte Victor Levin für sein neustes Werk zwei bekannte Namen gewinnen. Seine Komödie Destination Wedding dreht sich dabei um zwei Gäste einer Hochzeit, die im Urlaub zelebriert wird, die wenig Freude für das Brautpaar noch für das Leben empfinden. Ihre gegenseitige Abneigung krönt ihren Aufenthalt noch, ist allerdings gleichzeitig auch die große Gemeinsamkeit, die sie nach und nach auf schräge Art und Weise näher kommen lässt.

    © 2018 Ascot Elite Entertainment


    Kritik


    Nach Bram Stokers Dracula, A Skanner Darkly und Pippa Lee standen für Destiantion Wedding Keanu Reeves und Wiona Ryder zum bereits vierten Mal gemeinsam vor der Kamera, was eigentlich gute Vorraussetzungen für eine romantische Komödie sind. Regisseur und Drehbuchautor Victor Levin (Von 5 bis 7) lässt allerdings ein kaum erwähnenswertes Werk entstehen, das leider auch kaum Charme versprüht.

    Durch die minimalistische Inszenierung, indem der Regisseur stets bei seinen beiden Hauptdarstellern bleibt und andere Figuren so gut wie keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen lässt, ist es umso unabdingbarer, dass man mit den Protagonisten mitfühlt zumindest aber mitfiebert. Dank des vorherrschenden Pessimismus und der Lustlosigkeit der beiden Charaktere wirkt alles etwas leblos, wodurch eine emotionale Bindung schwer aufzubauen ist.
    Dem entgegenwirken könnten allerdings gut pointierte Dialoge oder eine temporeichen Inszenierung. Letzteres ist wie oben schon erwähnt nicht vorhanden, leider ebensowenig wie gelungene Dialoge. Zwar tauchen hin und wieder ein paar lustige Momente auf, die aber auf die ganze Laufzeit bezogen deutlich zu wenig sind.
    So ist beispielsweise das gelungene Spiel mit dem maskulinen Bild, was Reeves in John Wick verkörpert, hin und wieder spaßig.

    © 2018 Ascot Elite Entertainment


    Darstellerisch bewegen sich Reeves und Ryder auf durchschnittlichem Niveau, werten das Werk so weder ab noch merklich auf.
    Die Handlung hält sich mit einfallsreichen Momenten ebenso zurück wie mit spannenden Locations. Zwar ermöglichen die Landschaften hin und wieder schöne Aufnahmen, doch nutzen diese sich recht schnell ab, da Regisseur Levin dem Setting kaum Facetten abgewinnt.
    Der minimalistische Stil ist zwar definitiv ungewöhnlich, gerade für das Genre, doch wollte es nicht so richtig funktionieren.

    Letztendlich fällt es merklich schwer etwas zu Destination Wedding zu sagen, da die Komödie einfach belanglos ist. Sie ist definitiv keine totale Katastrophe, allerdings weiß sie weder zu fesseln noch richtig zu unterhalten. So ist die vierte Zusammenarbeit der beiden Hauptdarsteller leider viel zu schnell vergessen. Ein Film den man an einem Sonntagnachmittag laufen lassen kann während man sich parallel mit anderen Dingen beschäftigt.
    Fans der Hauptdarsteller können trotzdem einen Blick riskieren, da die beiden Protagonisten voll und ganz im Fokus stehen. Wer etwas für ruhige, unaufgeregte Komödien übrig hat, kann dem Werk von Victor Levin ebenfalls eine Chance geben.

    © 2018 Ascot Elite Entertainment


    Fazit


    Destination Wedding ist in seiner Inszenierung zwar ungewöhnlich, allerdings auch ungewöhnlich langatmig. Kaum nennenswerte Highlights und wenig Charme lassen das Werk von Regisseur Victor Levin leider viel zu schnell in Vergessenheit geraten.


    4/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Destination Wedding
    Land:
    USA
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    Ascot Elite Entertainment
    Regie:
    Victor Levin
    Drehbuch:
    Victor Levin
    Kamera:
    Giorgio Scali
    Musik:
    William Ross
    Genre:
    Komödie
    Darsteller:
    Keanu Reeves, Wiona Ryder
    Start (DE):
    02.08.18
    Laufzeit:
    86 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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