Meg

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  • Einleitung


    Nach den erfolgreichen Haifilmen The Shallows und 47 Meters Down widmet sich Regisseur Jon Turteltaub mit Meg einem deutlich größeren Vertreter dieser Tierart. Dabei fällt nicht nur die Größe des Fisches deutlich imposanter aus, sondern auch das Budget rund um den Urzeit-Hai Megalodon. Nachdem ein Tiefsee-Unterwasserfahrzeug von dem titelgebenden Tier angegriffen wird, startet die Crew einer Forschungsstation eine Rettungsaktion, noch unwissend, was den Zwischenfall verursacht hat. Sie holen sich für die Mission die Hilfe eines Spezialisten für solche Fälle. Dieser scheint dem Wesen allerdings schon einmal begegnet zu sein.

    Um den Megalodon aufzuhalten, konnte niemand geringeres als Actionveteran Jason Statham gewonnen werden. Tatkräftige Unterstützung bekommt er dabei von unter anderem Bingbing Li, Ruby Rose und Rainn Wilson.

    © 2018 Warner Bros.


    Kritik


    Dass die Handlung keine neuen Maßstäbe setzten würde, konnte man bereits dank der gleichnamigen Buchvorlage von Steve Alten vermuten. Die ersten Trailer ließen Ähnliches vermuten und auch der fertige Film bestätigt diese Annahme. Dramaturgisch bedient man sich an vielen gängigen Klischees, wobei die Dialoge streckenweise zum Fremdschämen einladen. Die Qualität kann dabei von den Darstellern kaum aufgewertet werden - eher passen sie sich dem Niveau an.
    Obwohl vor allem Hauptdarsteller Jason Statham bereits Unmengen an Erfahrungen im Actiongenre sammeln konnte und auch Meg mehr diesem Genre zuzuordnen ist, als einem Horrorfilm oder Thriller, wirkt der charismatische Star etwas deplatziert. Wenig qualitativen Aufschwung bieten dabei der unglaubwürdige Rainn Wilson als Milliardär oder die blasse Ruby Rose als Computerspezialisten. Selbst die meist sympathische chinesische Schauspielerin Bingbing Li kann kaum Akzente setzen. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Kinderdarstellerin Sophia Cai nicht nur nicht nervt, sondern den Film sogar hin und wieder mit ihrer charmanten Art bereichert.

    Auch wenn Meg durchaus ernste Töne anschlägt, bleibt die Atmosphäre vorrangig eine lockere. Immer wieder durchbrechen lustig gemeinte Oneliner die Gefahrensituationen. Dadurch erhöht sich der Spaßfaktor zwar, da sich das Werk dadurch nicht zu ernst nimmt, doch verliert es ebenso an seiner düsteren Atmosphäre.
    Darüber hinaus strahlt auch der Megalodon selbst kaum eine Bedrohung aus. Zwar ist er optisch mit einigen Narben und den haitypischen toten Augen ausgestattet, doch erzeugt er trotzdem wenig beängstigende Gefühle. Dabei wirken die Hauptfiguren dem Riesenfisch im Wasser selten so unterlegen, wie sie es eigentlich sein sollten.

    © 2018 Warner Bros.


    Begleitet von teilweise schwachen Computereffekten erzeugt Meg somit kaum eine visuelle Kraft. Optisch bleibt das Werk routiniert und wird von einem souveränen, wenn auch kaum nachhaltigen Soundtrack unterstützt.
    Da man bei dem Budget verständlicherweise ein möglichst breites Publikum ansprechen und die jüngeren Zuschauer als Zielgruppe nicht verlieren möchte, bleiben die Gewaltdarstellungen im Rahmen.

    Trotz der Kritik, muss man Meg eingestehen, dass er irgendwie Spaß macht, auch wenn es nicht so richtig zu ergründen ist, warum eigentlich. Letztendlich ist das Hai-Abenteuer teurer Trash, der ein gutes Tempo aufweist und so kaum Leerlauf bietet. Gut aufgelegte, wenn auch schwache Darsteller erhöhen den Unterhaltungsgrad ein wenig. Wer Spaß an Filmen wie Rampage, Jurassic World, Pacific Rim oder Kong: Skull Island gefunden hat, wird ganz bestimmt auch von Meg gut unterhalten. Wer allerdings einen hochwertigen Blockbuster wie beispielsweise Mission: Impossible - Fallout erwartet, wird bitter enttäuscht werden.

    © 2018 Warner Bros.


    Fazit


    Meg schwächelt an zahlreichen Stellen und doch weiß das Werk unerklärlicherweise zu unterhalten. Das teuer produzierte Hai-Abenteuer ist Trash mit großem Budget, nimmt sich nicht zu ernst und bietet dadurch einen gewissen Charme. Allzu spannend oder einfallsreich ist der Film von Jon Turteltaub allerdings nicht.


    5/10

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    Infos
    Originaltitel:
    The Meg
    Land:
    USA
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    Warner Bros.
    Regie:
    Jon Turteltaub
    Drehbuch:
    Erich Hoeber, Jon Hoeber, Dean Georgaris, Steve Alten (Buch)
    Kamera:
    Tom Stern
    Musik:
    Harry Gregson-Williams
    Genre:
    Action, Abenteuer
    Darsteller:
    Jason Statham, Bingbing Li, Ruby Rose, Rainn Wilson, Cliff Curtis
    Inhalt:
    Nachdem ein Tiefsee-Unterwasserfahrzeug von dem titelgebenden Tier angegriffen wird, startet die Crew einer Forschungsstation eine Rettungsaktion, noch unwissend, was den Zwischenfall verursacht hat. Sie holen sich für die Mission die Hilfe eines Spezialisten für solche Fälle. Dieser scheint dem Wesen allerdings schon einmal begegnet zu sein.
    Start (DE):
    09.08.2018
    Start (USA):
    10.08.2018
    Laufzeit:
    113 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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