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Netflix - Die 10 besten Netflix Original Filme 2018

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  • Für unsere Wertung der besten 10 Netflix Original Filme wurden die Punktewertungen unserer Filmkritiker herangezogen, von denen der Durchschnitt errechnet wurde. Bei Punktgleichstand des Durchschnittswerts hatten die Anzahl der Wertungen und die jeweiligen Punkte Einfluss auf die Rangfolge.



    Platz 10: To All The Boys I’ve Loved Before (6/10, Susan Johnson, USA)

    Das romantische Drama gehörte wohl zu den Überraschungsfilmen des Streaminganbieters. Auch wenn wir nicht vollends von dem Werk überzeugt wurden, sprachen die Reaktionen in den sozialen Netzwerken größtenteils eine andere Sprache. Von vielen Seiten wurden gerade die beiden sympathischen Hauptdarsteller gelobt und tatsächlich sind die beiden die große Stärke des Films. Die Chemie stimmt und man verlässt sich nicht vollends auf Klischees. Erfrischend ist auch die Besetzung von der vietnamesischstämmigen Schauspielerin Lana Condor in der Hauptrolle der Halb-Koreanerin, deren vergangene Liebesbriefe plötzlich an die Adressaten geschickt werden. To All The Boys I‘ve Loved Before ist nicht fehlerfrei, aber eine schöne, seichte Unterhaltung für Zwischendurch mit einigen kleinen netten Einfällen. Und Fans dürfen sich auf den bereits angekündigten zweiten Teil freuen.

    © 2018 Netflix



    Platz 9: Private Life (6/10, Tamara Jenkins, USA)

    Das unspektakuläre Drama kann mit zwei gut aufgelegten Darstellern punkten, die in einigen Szenen zeigen dürfen, was sie können. Das ältere Pärchen, das mit aller Macht versucht ein Kind zu bekommen, zieht seine Stärken durch die dramatischen Momente, die die Rückschläge mit sich bringen, aber ebenso durch die lustigen, die die teils absurden Situationen und Hilfsmittel offenbaren. Unaufgeregt lässt das Drama einen mitfühlen und verzichtet dabei weitestgehend auf Kitsch. Ein ruhiger aber dennoch nicht unemotionaler Film.

    © 2018 Netflix



    Platz 8: The Night Comes For Us (6/10, Timo Tjahjanto, Indonesien)

    Der Actionfilm mit unter anderem den The Raid-Stars Iko Uwais und Joe Taslim in den Hauptrollen ist bestimmt einer der blutigsten Filme, die man bei Netflix finden kann. Die aufwendigen Kampfsszenen und die einfallsreichen Tötungssequenzen sind auch die große Qualität des Films. Auf allen anderen Ebenen bietet das gut zwei Stunden lange Werk leider nicht viel. Dafür lohnt sich der Blick alleine wegen den harten Actionszenen. Denn wirklich jeder, ob Frau ob Mann, leistet in diesen Szenen bewundernswertes und weiß zu begeistern. Die für die ostasiatischen Länder typische Kameraführung lässt einen durchweg gut erkennen, was passiert und das lässt die blutigen Auseinandersetzungen nur noch eindringlicher wirken. Aber wie gesagt, die sind nichts für Zartbesaitete.

    © 2018 Netflix



    Platz 7: Illang: The Wolf Brigade (6/10, Kim Jee-woon, Südkorea)

    Die aufwendig produzierte Realverfilmung des Erfolgsmangas Jin-Roh überzeugt vor allem optisch. Das futuristische im Noir-Stil gehaltene Korea kann ebenso überzeugen, wie die imposanten Actionszenen. Hat I Saw The Devil-Regisseur Kim Jee-woon in der Vergangenheit bereits zahlreich bewiesen, dass er Geschichten gut erzählen kann, verhaspelt er sich bei Illang leider zu sehr. Die zahlreichen Nebenhandlung und teils überflüssigen Charaktere entziehen der eigentlich sehr interessanten Geschichte spürbar die Spannung. Dennoch kann die Haupthandlung um die zwei Liebenden durchaus überzeugen. Auch wenn die Hauptdarsteller weit hinter ihren Möglichkeiten agieren, können sie trotzdem hin und wieder berühren. Aber sind es gerade die mitreißenden, wenn auch rar gesäten, Actionszenen und die einnehmende visuelle Umsetzung, die überwältigen. Von den beiden Aspekten können sich selbst große Hollywoodproduktionen noch etwas abgucken.

    © 2018 Netflix



    Platz 6: First Match (6/10, Olivia Newman, USA)

    Im Zentrum des Sportdramas steht eine Ringerin, die sich in einem Jungenteam behaupten muss. Daneben wird ein Bild von einem schwierigen Milieu gezeichnet, in dem der Einfluss von anderen, das Leben zunehmend erschweren kann. Die Protagonistin, die von mütterlicher Seite keinen Rückhalt genießt, ringt im wahrsten Sinne des Wortes um die Zuneigung ihres kriminellen Vaters. Dessen Einfluss sie aber zunehmend in Schwierigkeiten bringt.
    Auch wenn das Drama nicht die Wucht von ähnlichen Genrevertretern erreicht, ist es dennoch einen Blick wert, da man gute Darsteller in einer glaubwürdigen Umgebung erleben kann, die in einer achtenswerten Geschichte agieren. Dramaturgisch nicht immer einwandfrei, ist das Werk trotzdem durchaus gelungen.

    © 2018 Netflix



    Platz 5: Kodachrome (6,5/10, Mark Raso, USA/Kanada)

    In schönen Bildern erzählt Kodachrome einfühlsam eine Vater-Sohn-Geschichte, bei der die beiden entfremdeten Familienmitglieder auf einem Roadtrip zueinanderfinden. Begleitet von der Pflegerin des Vaters, muss dieser sich seiner schweren Krebserkrankung stellen.
    Der liebevolle Film bietet zwar wenig Überraschungen, kann aber gerade mit einem gewohnt starken Ed Harris und einer ebenso gewohnt beeindruckenden Elizabeth Olsen überzeugen. Einzig Jason Sudeikis bleibt trotz seiner vielschichtigen Figur etwas unauffällig. Dennoch ist Kodachrome zu keiner Minute langweilig und bietet eine schöne, teilweise traurige aber auch aufmunternde Reise mit interessanten Figuren, zum größten Teil noch interessanteren Darstellern und einer dem Titel entsprechenden gelungenen Optik.

    © 2018 Netflix



    Platz 4: Cargo (6,9/10, Ben Howling & Yolanda Ramke, Australien)

    Vor beeindruckender Kulisse erzählt das Regieduo mit überwältigenden Bildern eine ruhige, etwas andere Zombie-Geschichte. Im Vordergrund steht der Wettlauf gegen die Zeit eines infizierten Vaters, der seine Säuglingstochter noch vor Ausbruch der Krankheit in Sicherheit bringen will. Dabei stößt er auf ein Aborigine-Mädchen durch das dem Zuschauer auch ein wenig die Kultur der australischen Ureinwohner näher gebracht wird. Zwar stolpert Cargo ein wenig über seinen recht zähen Anfang, nimmt auch dank eines großartigen Martin Freeman in der Hauptrolle zunehmend an Spannung und emotionaler Wucht zu. Das zutiefst berührende Finale hinterlässt einen ebenso bleibenden Eindruck wie die widersprüchlichen wunderschönen Bilder eines postapokalyptischen australischen Outbacks.

    © 2018 Netflix



    Platz 3: Steel Rain (7/10, Yang Woo-seok, Südkorea)

    Der koreanische Thriller befasst sich mit einer erschreckend aktuellen Problematik - die atomare Bedrohung Nordkoreas. Aber anstatt in schwarz-weiß Malerei zu driften, zeigt Steel Rain die verschiedenen politischen Ansichten von Japan, China, Südkorea, Nordkorea und den USA auf und hinterfragt diese und den Umgang mit der atomaren Bedrohung. Um diese politischen Konflikte herum erzählt das Werk von Yang Woo-seok auch von einer Freundschaft, die während dieser heiklen Phase zwischen einem nordkoreanischen Spion und einem südkoreanischen Politiker entsteht. Bei all der ernsten Thematik wird ab und an ein wenig Humor eingestreut, der dank des großartigen Kwak Do-won auch immer zündet und dem Zuschauer ein wenig Luft zum Durchatmen schenkt.
    Bei einer Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden ist es bemerkenswert wie intensiv der Regisseur den Zuschauer an die Geschichte bannt. Auch wenn die Handlung zum Ende hin ein zwei Wendungen zu viel hat und somit sich kleine Längen einschleichen, bleibt Steel Rain bis dahin unglaublich spannend. Das ist zum einen der sehr guten Handlung und ihren starken Figuren zuzuschreiben, zum anderen aber auch den imposanten Actionszenen wie dem atmosphärischen Soundtrack.

    © 2018 Netflix



    Platz 2: Auslöschung (8,1/10, Alex Garland, USA/Großbritannien)

    Mit deutlichem Abstand setzt sich Auslöschung an die zweite Stelle unseres Netflix-Jahres-Resümees. Die Buchverfilmung von Schriftsteller und Regisseur Alex Garland, der allerdings nicht sein eigenes Buch filmisch umsetzte, sondern das gleichnamige von Jeff VanderMeer, besticht nicht nur mit einer visuell faszinierenden Umsetzung, sondern auch durch eine intellektuell fordernde Handlung. Viele philosophische Ansätze regen zum Mitdenken an, ohne dass einem allerdings allzu große Erklärungen oder sogar Lösungen dargeboten werden. Die ruhige Inszenierung wird dabei immer wieder durch erschütternde Gewalteruptionen durchbrochen, die schockieren und die Spannung zusätzlich auf die Spitze treiben. Denn obwohl das Erzähltempo relativ langsam ist, kreiert Garland auch fernab der brutalen Szenen eine beklemmende Atmosphäre.
    Ungewöhnliche inhaltliche Ideen mögen nicht immer den Geschmack von jedem treffen, heben sich aber deutlich von der üblichen Sehkost ab. Bis auf das diskussionswürdige Ende und den etwas blassen Darstellern, kann man Auslöschung eigentlich nichts vorwerfen.

    © 2018 Netflix



    Platz 1: Roma (8,5/10, Alfonso Cuarón, Mexiko/USA)

    Am Ende des Jahres überrascht Netflix noch mit dem besten Film des Jahres aus dem eigenen Hause. Mit Oscarpreisträger Alfonso Cuarón konnte einer der am höchsten angesehenen Regisseure unserer Zeit gewonnen werden. Dieser erzählt mit Roma eine intime, aber vor allem menschliche Geschichte. Angesiedelt im Mexiko der 70er Jahre steht die Geschichte eines Dienstmädchens im Zentrum. Ihre eigenen Probleme haben ebenso Einfluss auf ihr Leben, wie die der Familie, die sie betreut. Auf einfühlsame Weise zeigt uns Cuarón die Auf und Abs des täglichen Lebens. Mit einigen einprägsamen Augenblicken verleiht er seinem Weg immer wieder neue Akzente. Wer bisher von dem visuellen Stil des Regisseurs begeistert war, wird es auch bei Roma sein. Die Art und Weise wie er Bilder eingefangen hat oder ganze Sequenzen filmt bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Doch ist es immer wieder die zutiefst menschliche Geschichte, die Roma seine wahre Klasse verleiht.
    Auf das ruhige Tempo des Films und seine gut zwei Stunden lange Laufzeit sollte man aber vorbereitet sein.

    © 2018 Netflix
    Infos
    Jahr:
    2018

    3.390 mal gelesen

Kommentare 2

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    Ssaibott -

    Diese Liste ist aber mit beide Auge zu drücken entstanden, hatte mich schon bei der Überschrift gewundert,wie man auf 10 kommen will.

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      ElMariachi90 -

      Die Durchschnittswertungen der Titel erklären vieles. Dennoch wäre es bei den 10 Titeln von schlechten Filmen zu sprechen nicht angebracht.