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Captain Marvel

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  • Einleitung


    Captain Marvel ist der letzte Film des MCUs, der vor dem großen Showdown Avengers: Endgame steht. Als weibliche Superheldin ist Captain Marvel die erste, die ihren eigen Film bekommen hat.

    Die Comicverfilmung erzählt die Geschichte von Carol Danvers, einer Air Force-Pilotin, deren DNA mit der eines Außerirdischen während eines Unfalls vermischt wird. Dies verleiht ihr außergewöhnliche Stärke, Energiestrahlen und die Fähigkeit zu fliegen. Als Superheldin Captain Marvel kämpft sie für das Gute. Der Film soll Berichten zufolge in den 90er Jahren spielen und seinen inhaltlichen Fokus auf die Skrulls setzen.

    Neben Brie Larson als Titelheldin und Samuel L. Jackson sind unter anderem noch Ben Mendelsohn, Gemma Chan, Jude Law, Djimon Hounsou, Annette Bening und Clark Gregg zu sehen.

    © 2019 Walt Disney Pictures

    Kritik


    Mit dem Regie-Duo Anna Boden und Ryan Fleck sicherte sich Marvel zwei Filmemacher, die bisher ihr Talent noch in keinem Blockbuster zeigen konnten. Dass Captain Marvel dadurch ein etwas persönlicherer Film mit mehr Charakterzeichnung wird, hätte naheliegen können. Doch gerade dramaturgisch zeigt sich bei der Comicverfilmung die größte Schwäche. Zwar wird eine etwas andere Origin-Geschichte geboten, die durch immer wieder aufblitzende Erinnerungsfetzen der Hauptfigur erzählt wird, doch bleibt Carol Danvers leider über die ganze Laufzeit uninteressant. Den Filmemachern gelingt es nicht, der Figur spannende Facetten zuzuschreiben und so bleibt ihre Protagonistin eindimensional und langweilig. Brie Larson ist in ihrer Darstellung okay, die erhoffte Idealbesetzung bleibt allerdings aus. Und so gelingt es auch der Darstellerin nicht ihrer Figur Profil zu verleihen.
    Die Handlung bewegt sich auf einem ähnlich uninspirierten Niveau und bietet eigentlich nichts Neues oder gar Erwähnenswertes. Wie so vieles bei Captain Marvel zeichnet sich hier ein durchschnittliches Bild ab, das kaum einen Nachhall erzeugen kann. Einzig der Hintergrund einer der verfeindeten Alienrassen bekommt einen schönen und berührenden Aspekt zugeschrieben. Ansonsten hinterlässt die Geschichte der Comicverfilmung keinen bleibenden Eindruck.
    Durch kaum inhaltliche Essenz und eine langweilige Hauptfigur schleichen sich auch einige Längen ein. Das wird zusätzlich durch Danvers unermessliche Macht verstärkt, die sie nie einer wirklichen Gefahr aussetzen lässt.

    Die Action bewegt sich allerdings auf gewohnt gutem Niveau, auch wenn hier ebenfalls kaum Augenblicke hängen bleiben. Dennoch sind die Auseinandersetzungen stets nett anzusehen. Die Computereffekte pendeln dabei zwischen sehr gut und überraschend schwach. Ähnlich wie schon Black Panther oder Thor: Tag der Entscheidung hat Captain Marvel mit der schwankenden Qualität der Effekte zu kämpfen.
    Generell ist die visuelle Umsetzung zwar nicht schlecht, kann aber nie wirklich begeistern, da alles schon einmal in einem ähnlichen Gewand da gewesen ist. So bekommt man abgenutzte Designs bei Kostümen, außerirdischen Wesen und Raumschiffen geboten, die das durchschnittliche Sehvergnügen nur noch mehr verstärken.
    Allerdings gelingt es Komponistin Pinar Toprak hin und wieder ihrem Score mit gut gestreuten elektronischen Sounds ein wenig Feeling der 90er Jahre aufzudrücken und so die Atmosphäre des Films immer mal wieder positiv zu beeinflussen.

    © 2019 Walt Disney Pictures


    Darstellerisch sind einzig Samuel L. Jackson und Ben Mendelsohn hervorzuheben, da diese immer wieder viel Spass machen. Ihnen gelingt es auch als einzige, ihren Figuren interessante Facetten abzugewinnen. Der Rest der Besetzung bleibt blass und austauschbar. Das liegt zwar auf der einen Seite stark an den schwachen Figuren, aber auf der anderen auch an den teilweise lieblosen Darstellungen dieser.

    Generell fällt es merklich schwer etwas aus dem Film hervorzuheben. Fast durchgängig bewegt sich Captain Marvel auf durchschnittlichem Niveau mit immer wieder vereinzelten Ausschlägen nach unten und nach oben.


    Fazit


    Captain Marvel bietet eine uninspirierte Handlung, in der eine uninteressante Hauptfigur agiert. Längen sind dadurch vorprogrammiert, auch wenn die Action ganz gut gelungen ist. Ansonsten bewegt sich Marvels Comicverfilmung leider durchgängig auf durchschnittlichem Blockbuster-Niveau.


    5/10

    :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:
    Infos
    Originaltitel:
    Captain Marvel
    Land:
    USA
    Jahr:
    2019
    Studio/Verleih:
    Walt Disney Pictures
    Regie:
    Anna Boden, Ryan Fleck
    Musik:
    Pinar Toprak
    Genre:
    Action
    Darsteller:
    Brie Larson, Samuel L. Jackson, Jude Law, Anette Benning, Ben Mendelsohn
    Start (DE):
    07.03.2019
    Start (USA):
    08.03.2019
    Laufzeit:
    124 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Bilder
    • Captain-Marvel-Filmkritik-gross.jpg

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    • Captain-Marvel-Filmkritik.jpg

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Kommentare 2

  • Benutzer-Avatarbild

    DerHerrderRinge -

    Also normalerweise bin ich mit den MI-Rezensionen meist einer Meinung, aber diese hier war echt ein Griff ins Klo. Da ist der Schreiberling offenbar auf die imdbsche Brie Larson-Hatewelle hereingefallen und hat sich dadurch verunsichert nicht zuzugeben getraut, dass er den Film eigentlich toll fand.

  • Benutzer-Avatarbild

    ManWithTheGun -

    Wow... Es war zwar (allein schon wegen der Hauptdarstellerin) abzusehen, aber das er im Vergleich mit dem Rest des MCU so dermaßen abstinkt, hätte ich nach dem langweiligen Black Panther nicht gedacht. Aber leider MUSS man den sehen, als Vorbereitung auf Avengers 4. Kluger Schachzug