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Pokémon - Der Film: Die Macht in uns

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  • Einleitung


    Nachdem mit Pokémon - Der Film: Du bist dran! 2016 das zwanzigjährige Jubiläum der Serie gefeiert wurde, folgt mit Pokémon - Der Film: Die Macht in uns der nächste Teil der Pocket Monster-Saga. Regie-Urgestein Kunihiko Yuyama hat dieses Mal seinen Posten an seinen Kollegen Testuo Yajima abgegeben. Dieser ist allerdings kein unbeschriebenes Blatt im Pokémon-Universum. So zeigte er sich bereits für zahlreiche Folgen der Anime-Serie verantwortlich und assistierte Yuyama beim Jubiläumsfilm.

    Bei Ash und Pikachus neustem Abenteuer treibt es sie in die Stadt Fura City, wo momentan das Fest des Windes zelebriert wird. Doch trüben einige mysteriöse Vorfälle das Vergnügen, womit auch das unzertrennliche Team nicht alleine zurecht kommt. So kommen die verschiedenen Menschen mit ihren Begleitern zusammen, um der Sache auf den Grund zu gehen und die Stadt zu retten.

    © 2019 Polyband


    Kritik


    Pokémon - Der Film: Die Macht in uns beginnt ungewohnt mit neuen Figuren und nimmt sich auch kurz die Zeit diese einzuführen, bevor Ash und sein treuer Begleiter Pikachu auf den Plan treten. Hierbei werden charmante Wege gegangen, wodurch gerade die erste Hälfte des Films abwechslungsreich gestaltet ist und einfach Spaß macht zu schauen. Die vielen verschiedenen Wesen tragen ebenso dazu bei, wie die schön gestaltete Stadt mit ihrer Geschichte. Auch wenn in dieser Phase kaum Kämpfe zu bestaunen sind, so sind es gerade die Figuren mit ihren jeweiligen Konflikten, die das Sehvergnügen dennoch auf einem angenehmen Level halten.
    Mit einem einfallsreichen Spiel, bei dem die Teilnehmer durch die Stadt laufen und dabei so viele markierte Pokémon fangen müssen wie möglich, kommt das erste Mal dann auch Tempo auf, wodurch der Spaßfaktor noch einmal gesteigert wird.

    Doch mit Beginn der eigentlichen Haupthandlung verliert das Werk an Zugkraft. Der aufkommende Konflikt ist ebenso einfallslos und abgegriffen, wie die Lösung von diesem. Dabei fällt man in bewehrte Muster und bietet keinerlei Überraschungen. Alles bleibt vorhersehbar und uninspiriert. Ergänzt werden die Handlungsstränge noch von unglaublich aufdringlichen Weisheiten, bei denen Subtilität völlig fern bleibt. Ein aufgedrehter und übermäßig enthusiastischer Ash führt noch zusätzlich dazu, dass das Zuschauen zur Herausforderung wird. Einzig ein gewohnt knuffiger Pikachu kann für zumindest ein wenig Entlastung sorgen.
    In der zweiten Hälfte geht Regisseur Yajima spürbar die Phantasie verloren, wodurch über die abgedroschene Handlung hinaus auch die Action kaum mitreißen kann. Auch die Figuren bewegen sich in altbekannten Mustern und wachsen ohne jegliche Überraschungen über sich hinaus.

    © 2019 Polyband


    Visuell ist Pokémon - Der Film: Die Macht in uns gewohnt solide und farbenfroh. Warum man allerdings bei Pikachu ein wenig den kräftigen Gelbton verblassen lassen hat, bleibt etwas rätselhaft, da das sympathische Elektro-Pokémon dadurch etwas an seiner einnehmenden Wirkung verliert. Ansonsten bietet das Werk aber technisch wenig auszusetzen und reiht sich diesbezüglich makellos in die Reihe ein.

    Der Pokémon-Film bietet sympathische neue Figuren, die den nötigen Raum, für ihre Geschichten bekommen. Das Stadtfest ist schön anzusehen und macht auch immer wieder Spaß. Jedoch rutscht der Anime in der zweiten Hälfte in große Belanglosigkeit ab, zu der noch ein anstrengender Protagonist kommt.

    © 2019 Polyband


    Fazit


    Pokémon - Der Film: Die Macht in uns kann mit einem schönen Auftakt und neuen sympathischen Figuren punkten. In der zweiten Hälfte wird dann leider einfallslose und vorhersehbare Fließbandarbeit geboten, die mit extrem aufdringlichen und abgegriffenen Lebensweisheiten garniert wird. Ein in dieser Phase nervtötender Ash komplettiert die immens schwache zweite Hälfte. Dank der durchweg sympathischen Pokémon rettet sich das Werk so gerade noch in den Durchschnitt.


    5/10

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    Infos
    Originaltitel:
    劇場版げきじょうばんポケットモンスター みんな (Gekijō-ban Poketto Monsutā Minna no Monogatari) / Pokémon The Movie - The Power of us (englischer Titel)
    Land:
    Japan
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    The Pokémon Company / Polyband
    Regie:
    Tetsuo Yajima
    Drehbuch:
    Aya Takaha, Eiji Umehara
    Musik:
    Shinji Miyazaki
    Genre:
    Anime
    Start (DE):
    29.03.2019 (Heimkino)
    Start (USA):
    24.11.2018
    Laufzeit:
    97 Minuten
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Bilder
    • Pokémon-Der-Film-Die-Macht-in-uns-Filmkritik-wide.jpg

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