Monstrum

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  • Einleitung


    Mit Monstrum nimmt Regisseur Huh Jong-ho den Zuschauer mit in die Joseon Dynastie. Doch anstelle von großen Schlachten oder Dramen müssen sich die Figuren hier mit einer nach Blut dürstenden Kreatur auseinandersetzen. Um dieser ein Ende zu setzen, wird ein General wieder aus dem Ruhestand geholt. Doch steht er nicht nur vor der Herausforderung ein übermächtiges Tier zur Strecke zu bringen, sondern auch mit den Intrigen am Königshof fertig zu werden.

    Als Darsteller könnten unter anderem Kim Myung-min (A Day), Park Sang-woong (Man to Man), Park Hee-soon (The Suspect) und Lee Kyung-young (Argon) gewonnen werden. K-Pop Fans dürfen sich hingegen auf Hyeri (Lee Hye-ri) von Girl's Day freuen, die als Tochter des Generals auf die Jagd gehen darf.

    © 2019 Koch Films


    Kritik


    Mit das Wichtigste an einem Creature-Film ist natürlich die Kreatur, die in dem Werk Unheil stiftet. Zwar ist das Wesen in Monstrum in den ruhigen Nahaufnahmen überraschend gut animiert, jedoch zeigt sich bei den Bewegungsabläufen immer wieder das fehlende Budget. Hier ist der Einsatz des Rechners durchaus zu sehen. Dennoch macht das Design des Monstrums Spaß. Erinnert es optisch ein wenig an die mythologische Kreatur und das Maskottchen der südkoreanischen Hauptstadt Seoul Haechi, oder auch als Haetae bekannt, unterschieden sich die beiden Wesen allerdings deutlich in ihren Grundzügen. Haechi wird als Beschützer vor Katastrophen bezeichnet, wohingegen das Biest aus Monstrum genau diese verursacht. Doch beiden Wesen liegt zumindest optisch ein Löwe als Vorbild zugrunde, wodurch wenigstens äußerlich Ähnlichkeiten bestehen.
    Die Angriffe des Tiers werden von Regisseur Huh Jong-ho unterhaltsam in Szene gesetzt, wobei es hin und wieder auch blutig wird, ohne dabei aber in Gewaltexzessen abzudriften. Temporeich und durch das historische Umfeld visuell stets frisch, macht der Film in diesen Augenblicken Spaß.
    Aber auch abseits der Attacken kreiert Huh eine gelungene Atmosphäre, sobald sich Menschen in das bewaldete Territorium des Monstrums begeben. Durch die tollen Kulissen entsteht dort eine bedrohlich Stimmung.

    © 2019 Koch Films


    Allerdings wirken einige Kamerafahrten, die zwar gut gemeint und durchaus ungewöhnlich sind, billig, da sie einfach nicht gut umgesetzt wurden. Dadurch entsteht leider unfreiwillig eine drittklassige Qualität.
    Ebenso zeigen sich einige Schwächen bei der Handlung. Zwar gibt es einige nette Ansätze, die aber zu uninspiriert abgehandelt werden. Die obligatorische Verschwörung am Königshof darf natürlich nicht fehlen, jedoch wird es sich bei der Auflösung der problematischen Situation viel zu einfach gemacht. Begleitet von zu vielen platt erklärenden Dialogen, verliert die Intrige enorm an Kraft.
    Ähnlich verhält es sich mit der Beziehung des Generals zum König und dessen Grund für den Ausstieg aus der königlichen Armee. In den Grundzügen gelungen, teils sogar berührend, werden zu einfache und oberflächliche Wege beschritten.
    Jedoch sind die Protagonisten durchweg sympathisch und es bereitet einem trotz der vergebenen Chancen Freude ihnen bei ihren Abenteuern zuzuschauen.
    Eine nette Idee über die Herkunft des Monstrums steigert zum Ende hin diese Freude noch.

    Darstellerisch wird in Huhs Werk durchweg solide Leistung geboten. Es kann zwar keiner wirklich positiv herausstechen, doch auch negativ fällt niemand auf.

    © 2019 Koch Films


    Fazit


    Monstrum kann bedenkenlos jedem Fan von Creature-Horror nahegelegt werden. Für alle anderen bleibt aufgrund einiger inszenatorischer wie inhaltlicher Fehlgriffe leider nur maximal ein durchschnittliches Sehvergnügen.


    5/10

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    Infos
    Originaltitel:
    물괴 (Moolgwoe) / Monstrum (Englischer Titel)
    Land:
    Südkorea
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    Lotte Entertainment / Koch Films
    Regie:
    Huh Jong-ho
    Drehbuch:
    Huh Jong-ho, Dam Heo, Byeon Jeong-uk
    Kamera:
    Kim Dong-young
    Musik:
    Mowg
    Genre:
    Horror, Action
    Darsteller:
    Kim Myung-min, Lee Hye-ri (Hyeri), Choi Woo-sik, Lee Kyeong-yeong
    Start (DE):
    25.04.2019 (Heimkino)
    Laufzeit:
    105 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Bilder
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