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The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot

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  • Einleitung


    Mit dem Titel The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot dürfte das Werk von Spielfilmdebütant Robert D. Krzykowski der wahrscheinlich beste Name der letzten Jahre innehaben. Dabei schlägt das Werk allerdings überraschend ernste Töne an.

    The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot dreht sich um Calvin Barr, der seit Jahrzehnten mit dem Geheimnis lebt, im zweiten Weltkrieg Adolf Hitler gerötet zu haben. Nun tritt die amerikanische Regierung erneut an ihn heran, denn der Bigfoot könnte eine Plage über das Land bringen. Barr soll ihn mit seinen Fähigkeiten aufspüren und eliminieren.

    Als Hauptdarsteller konnte der charismatische Sam Elliott (The Ranch, Road House) gewonnen werden. Als junger Barr ist Aidan Turner (Der Hobbit) zu sehen.
    Für das Drehbuch war Regisseur Krzykowski selbst verantwortlich.

    © 2019 Capelight Pictures

    Kritik


    Der Titel The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot trifft inhaltlich ziemlich gut die Geschichte des Films - allerdings weniger den Ton. Das Werk von Robert D. Krzykowski ist mehr ein Drama, das sich auf seine Hauptfigur in zwei verschiedenen Zeitperioden konzentriert. Zur Zeit des zweiten Weltkriegs versucht der Regisseur und Drehbuchautor seinen Protagonisten Calvin Barr als jungen, ambitionierten Soldaten zu zeigen, der während dieser Zeit seine große Liebe trifft, aber gleichzeitig bemüht ist, eine der schwierigsten Aufgaben dieses Krieges zu lösen. Er ist auf der Jagd nach Adolf Hitler. Jahrzehnte später ist Barr ein einsamer, zurückgezogener alter Mann. Aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten und einer genetischen Immunität gegenüber eines Virus, der vom Bigfoot in den kanadischen Wäldern übertragen wird, tritt ein Regierungsmitarbeiter an ihn heran, damit er ein weiteres Monster jagt.
    Krzykowski versucht über diese zwei Zeitepisoden eine Charakterstudie zu erzählen. Doch gelingt ihm das nur bestenfalls bedingt. Zu oberflächlich präsentiert er dafür die inneren und äußeren Konflikte seiner Hauptfigur. Zugegebenermaßen springt er teilweise gelungen zwischen den beiden Zeiten hin und her und auch visuell bewegt er sich mit seinem Werk auf hohem Niveau, doch gelingt es ihm dennoch nicht, seine Geschichte packend oder gar emotional mitreißend zu inszenieren. Dadurch entstehen erhebliche Längen, die selbst die beiden souveränen Darsteller von Barr, Sam Elliott und Aidan Turner, nicht nennenswert aufwerten können. Die interessanten inhaltlichen Aspekte bezüglich der Tötung eines charakterlichen Monsters und eines optischen können kaum adäquat genutzt werden. Beide Geschichten für sich hätten besser funktioniert als zusammen. Denn durch die Verknüpfung der beiden Handlungen, bleibt zu wenig Raum, um den Konflikten von Barr zu den jeweiligen Zeiten die verdiente Tiefe zu schenken. So plätschert der Film leider vor sich hin, ohne wirklich zu fesseln.

    Humor ist bei The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot kaum vorhanden. Die wenigen Actionszenen sind träge inszeniert und auch die Erzählstruktur weißt zu wenig Tempo auf, um über die dramaturgischen Schwächen hinwegzutäuschen. Ein Film, der versucht eine Charakterstudie eines stillen Helden zu kreieren, dafür aber jegliche emotionale und dramatische Kraft entbehrt.
    Lediglich ab und an kann das Werk mit ein paar gelungenen Einzelszenen punkten, die aber in ihrer Gesamtheit kaum zueinanderfinden. Die beiden guten Hauptdarsteller, einige interessante Story-Ansätze, streckenweise visuell gelungene Bilder und die eben genannten Einzelszenen ermöglichen eine Seherfahrung, die gerade so noch okay ist.

    © 2019 Capelight Pictures

    Fazit


    The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot hält leider nicht, was der Titel verspricht. Weder ein unterhaltsamer Abenteuerfilm, noch eine gelungene Komödie wird geboten. Stattdessen versucht Regisseur und Drehbuchautor Robert D. Krzykowski eine Charakterstudie zu präsentieren, die dafür aber die nötige dramaturgische Tiefe und emotionale Wucht vermissen lässt. Das vielversprechende Werk bietet dadurch vor allem spürbare Längen.

    4/10

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    Infos
    Originaltitel:
    The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot
    Land:
    USA, Kanada
    Jahr:
    2018
    Studio/Verleih:
    RLJ Entertainment / Capelight Pictures
    Regie:
    Robert D. Krzykowski
    Drehbuch:
    Robert D. Krzykowski
    Kamera:
    Alex Vendler
    Musik:
    Joe Kraemer
    Genre:
    Drama
    Darsteller:
    Sam Elliott, Aidan Turner, Larry Miller, Ron Livingston
    Start (DE):
    14.06.2019 (Heimkino)
    Start (USA):
    08.02.2019
    Laufzeit:
    98 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Bilder
    • The-Man-Who-Killed-Hitler-And-Then-The-Bigfoot-Filmkritik-wide.jpg

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