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Die 7 schlechtesten Filme des ersten Halbjahres 2019

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  • Das erste halbe Jahr hat sein Ende erreicht und wir bekamen in dieser Zeit einige Highlights geboten, allerdings auch einige herbe Enttäuschungen. Wir werfen einen Blick auf die vergangenen sechs Monate und präsentieren euch die 7 Kinofilme, um die ihr gerne einen großen Bogen machen könnt, falls ihr sie noch nicht gesehen habt.

    Für unsere Wertung der schlechtesten 7 Filme 2019 (1. Halbjahr) wurden die Punktewertungen unserer Filmkritiker herangezogen, von denen der Durchschnitt errechnet wurde. Bei Punktgleichstand des Durchschnittswerts hatten die Anzahl der Wertungen und die jeweiligen Punkte Einfluss auf die Rangfolge.

    Platz 7: Friedhof der Kuscheltiere (4,7/10, Kevin Kölsch und Dennis Widmyer, USA)

    Der Hype um Stephen King-Verfilmungen hält weiter an. Für die zweite Verfilmung des Buches Friedhof der Kuscheltiere wurde zwar vergleichsweise mehr Geld in die Hand genommen, dennoch gelang es den beiden Regisseuren nicht, dem Werk die verdiente Intensität abzugewinnen. Eine zu routinierte Inszenierung und einige sehr schwache CGI-Effekte, die die Kulissen teilweise so künstlich aussehen lassen, dass ihre Mögliche Wirkung vollständig abhanden kommt, hinterlassen durchgängig einen ernüchternden Eindruck. Dramaturgisch wird zwar hin und wieder die ein oder andere Überraschung präsentiert - auch für Buchkenner - jedoch bleibt der Film im Gesamten zu belanglos. Wenig Atmosphäre, teils völlig unnötige Nebenhandlungen und kaum Spannung kratzen so gerade am Durchschnitt. Da hilft leider auch das gelungene Ende nicht.

    Friedhof der Kuscheltiere © 2019 Paramount Pictures


    Platz 6: Lloronas Fluch (4,5/10, Michael Chaves, USA)

    Der Horrorfilm rund um eine lateinamerikanischen Folklore, in der der Geist einer Frau ihre Kinder im Fluss ertrank, diente als Vorlage für einen weiteren Beitrag des sehr beliebten Conjuring-Universums. Dabei hat Lloronas Fluch im Gegensatz zu einigen Verwandten aus dem Universum mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wie Friedhof der Kuscheltiere. Zu routiniert und zu belanglos werden die Standard-Hilfsmittel eines Horrorfilms abgerufen, um den Zuschauer im Minutentakt zu erschrecken. Vor allem eingesessene Horror-Fans dürfte die uninspirierte Inszenierung kaum ein Schaudern durchfahren lassen. Eher die schwache Handlung und ihre streckenweise fragwürdig Handlende Hauptfigur erreichen dies. Inszenatorisch verschwindet Lloronas Fluch im absoluten Überfluss der Genre-Massenware und verpasst durch die dramaturgischen Fehlgriffe bei der Hauptfigur sogar noch die Durchschnittswertung. Bleibt zu hoffen, dass Regisseur Michael Chaves beim dritten Conjuring-Film einfallsreicher ans Werk geht und die Hohe Qualität der Originalreihe ansatzweise halten kann.

    Lloronas Fluch © 2019 Warner Bros.


    Platz 5: Men in Black: International (4,5/10, F. Gary Gray, USA)

    Nachdem Regisseur F. Gary Gray mit Fast & Furious 8 einen kommerziellen Megahit ablieferte und so gekonnt das Duo Jason Statham und Dwayne Johnson etablierte, dass die beiden sogar einen eigenen Film bekommen haben, widmete er sich mit Men in Black: International einem weiteren erfolgreichen Franchise. So wunderbar, wie die Buddy-Momente in Fast & Furious 8 zwischen Johnson und Statham auch sind, so sehr versagt genau diese Qualität bei den beiden neuen Stars der MIB-Reihe. Obwohl sich Chris Hemsworth und Tessa Thompson bereits in Thor: Tag der Entscheidung warm spielen konnten, kommt bei der Actionkomödie rund um die Anzugträger keine Chemie auf. Das liegt aber auch an der schwachen Figurenzeichnung unter der vor allem Hemsworth zu leiden hat. Fast vollständig auf sein Äußeres reduziert bietet sein Charakter kaum Qualitäten, die sein Dasein berechtigen. Lebte der Erstling vor allem von dem großartigen Zusammenspiel von Will Smith und Tommy Lee Jones, gerade auch durch die grundverschiedene Anlegung ihrer Figuren, versagt Men in Black: International an dieser Stelle fast vollständig. Die Folge sind Gags, die kaum zünden, was bei einem Film, wo diese im Minutentakt abgefeuert werden, ebenso fatal ist, wie die fehlende Chemie der Hauptfiguren in einer Buddy-Komödie. Ergänzt von einer austauschbaren und kaum spürbaren Bedrohung kommt darüber hinaus keine Spannung auf. Einzig die Actionszenen wissen hin und wieder zu unterhalten.

    Men in Black: International © 2019 Sony Pictures


    Platz 4: Glass (4/10, M. Night Shyamalan, USA)

    Bei keinem Film in dieser Liste waren sich unsere Rezensenten so einig, wie bei diesem. Von allen gab es glatte vier Punkte. Dabei wurde nach dem überraschend gelungenen Split das Crossover mit Unbreakable sehnlichst erwartet. Regisseur und Drehbuchautor Shyamalan galt nach The Sixth Sense als eine der großen Hoffnungen in Hollywood. Und auch nach seinem berühmten Geist-Film mit Bruce Willis konnte der gebürtige Inder noch ein paar starke Werke vorweisen, bevor einige finanzielle wie qualitative Fehlgriffe folgten. Eines der wohl interessantesten und stärksten Werke war der ungewöhnliche Superhelden-Film Unbreakable. Als 16 Jahre nach dem Film in Split unerwartet die Brücke zu dem beliebten Film geschlagen wurde, war die Begeisterung groß. Vor allem, da Shyamalan mit Split seit längerer Zeit auch wieder einen kommerziellen wie qualitativen Hit landen konnte. 2019 kam mit Glass dann die ersehnte Fortsetzung der beiden Werke. Und die Enttäuschung war wieder groß, als Shyamalan eine langweilige und uninspirierte Geschichte ebenso einfallslos inszenierte. Einzig die Darsteller James McAvoy und Samuel L. Jackson konnten viele überzeugen. Der Rest des Films wollte einfach nicht richtig funktionieren.

    Glass © 2019 Walt Disney Pictures


    Platz 3: Dumbo (3,5/10, Tim Burton, USA)

    2019 setzt Disney stark auf die Realverfilmungen ihrer Klassiker. Bevor Aladdin, Der König der Löwen und Maleficent 2 starteten beziehungsweise noch starten, begann Dumbo als erster der vier Werke in den Kinos. Mit Tim Burton der wahrscheinlich spannendste Regisseur der vier Projekte hatte die Geschichte um den fliegenden Elefanten viel Potential. Ergänzt durch eine mit unter anderem Danny DeVito, Michael Keaton, Eva Green und Colin Farrell namenhaften Besetzung standen die Zeichen äußerst gut. Umso enttäuschender war das fertige Werk dann, als es auf den Kinoleinwänden erstrahlte. Unsere zerreißende Kritik kam vor dem Kinostart des Werks alles andere als gut an. Da der Disney-Film aber vor allem aus moralischer Sicht fast vollständig versagt, ist die negative Wertung unseres Redakteurs berechtigt. Denn in Dumbo werden zahlreiche Menschen gezeigt, die sich vor allem Tieren gegenüber grausam verhalten, aber teils ohne Konsequenzen davonkommen. Zwar wird ab und an der Zeigefinger gehoben, jedoch geschieht das meist so lieblos und nebenbei, dass die Wirkung völlig verfehlt wird. Dazu kommen eine Vielzahl von unsympathischen Charakteren, wodurch die Freude beim Zuschauen von Minute zu Minute sinkt. Optisch ist das Werk zwar gewohnt solide, wenn auch durch die stets sichtbaren Computereffekte künstlich. Dennoch kann Dumbo durch die fragwürdigen Werte, die uninteressante Handlung und den zahlreichen abstoßenden Figuren kaum Vergnügen bereiten.

    Dumbo © 2019 Walt Disney Pictures


    Platz 2: Hellboy - Call of Darkness (2/10, Neil Marshall, USA)

    Mit The Descent erschuf der Brite Neil Marshall einen der besten Horrorfilme der 2000er Jahre. Nicht weniger blutig widmete er sich der Neuauflage von Hellboy. Jedoch ging diese gehörig schief. Neben fürchterlichen Dialogen, miesen Onelinern, ebenso schwachen Darstellern und einer langweiligen Geschichte bot das Reboot vor allem Schwächen. Die streckenweise unterhaltsamen Gore-Effekte und das durchaus gelungene Creature-Design, was seinen Höhepunkt bei den riesigen Dämonen im Showdown erreichte, wenn auch deren Auftritte leider viel zu klein waren, machten Hellboy - Call of Darkness zumindest für wenige Minuten erträglich. Guillermo DelToros Interpretationen waren auch alles andere als fehlerfrei, jedoch boten sie Atmosphäre, einen tollen und sympathischen Hauptdarsteller, aber vor allem versprühten sie sehr viel Charme. Und das alles sucht man im Reboot vergebens.

    Hellbox - Call of Darkness © 2019 Universum Film GmbH


    Platz 1: Robin Hood (1,5/10, Otto Bathurst, USA)

    Gleich zu Beginn des Jahres erschien der bis hierhin größte filmische Fehlgriff. Die neuste Verfilmung der Robin Hood-Saga, der letzte große Film, der sich dem heldenhaften Bogenschützen annahm, liegt schließlich 19 Jahre zurück, versucht zwanghaft möglichst modern seine Geschichte zu erzählen. Serien-Regisseur Otto Barthurst paart seine unglaubwürdigen Actionszenen mit unpassenden Zeitlupensequenzen, sodass die ebenso fehl am Platz wirken, wie fast alles andere in diesem Film. Darstellerisch stellt sich meist Fremdschämen ein, ebenso bei dem Verhalten der Figuren, das meist jeglicher Logik entbehrt. Robin Hood bedient bei der Handlung jedes erdenkliche Klischee, was jedes Mal dermaßen unkreativ umgesetzt wurde, dass man sich über die Laufzeit von knapp zwei Stunden permanent nur ärgert. Aus künstlerischer Sicht ist der Abenteuerfilm leider ein Totalausfall, bei dem jede inszenatorische wie dramaturgische Entscheidung genau die falsche gewesen ist.

    Robin Hood © 2019 Studiocanal
    Infos
    Jahr:
    2019

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