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Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

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  • Einleitung


    42 Jahre nach dem ersten Star Wars-Film, in Deutschland damals noch als "Krieg der Sterne" vermarktet, kommt nun das letzte Kapitel der sogenannten Skywalker-Saga in die Kinos. Wie schon George Lucas' Prequeltrilogie hat auch die Sequeltrilogie, welche 2015 mit "Star Wars: Das Erwachen der Macht" seinen Anfang fand, das Publikum gespalten. Zu nah an den Originalfilmen, das hat nichts mehr mit Star Wars zu tun, alle doof und überhaupt waren hier einige Punkte derjenigen, die nicht so begeistert waren.

    Nichtsdestotrotz haben die beiden vorherigen Filme der Prequeltrilogie, "Das Erwachen der Macht" sowie "Die letzten Jedi", gute Einspielergebnisse erzielt und ihre Fans gefunden. Es ist zu erwarten, dass auch Der Aufstieg Skywalkers die Kassen mächtig (pun intended) klingeln lässt. Doch gerade als Abschluss der Geschichte der Skywalkers sind die Erwartungen natürlich hoch. Wir haben den Film bereits gesehen und verraten euch nachfolgend, ob er uns überzeugen konnte.






    Kritik


    Wie eingangs beschrieben, sind die Erwartungen an Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers hoch. Der Film wird nicht nur ein weiteres Kapitel der Sternensaga, sondern bildet dessen Abschluss - und hier zeigt sich, ob die Macher das Material und das Universum gut genug kennen. Denn es gilt hier, ein rundes Ende zu bilden, und das muss man Episode IX zugestehen: Als Abschluss funktioniert der Film wunderbar. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Sequeltrilogie und alles, was wir in den vorherigen zwei Filmen zu sehen bekamen, wird entweder noch erklärt oder abgeschlossen. Hier wird manch einer Versöhnung erfahren, vielleicht auch diejenigen, die noch viele offene Fragen - vor allem nach "Die letzten Jedi" - hatte, denn es gibt Erklärungen und es wird klar, wieso einige Dinge zuvor noch nicht konkreter angesprochen wurden, denn dann hätte man zuviel vorweggenommen und Der Aufstieg Skywalkers hätte in dieser Form so nicht funktioniert. Man merkt, dass es ein über alle drei Teile umspannendes Konzept gab.

    Neben offenen Fragen gibt es auch ein - wenn zum Teil auch kurzes - Wiedersehen mit manchen Charakteren oder Kreaturen, die den Abschlussgedanken der Saga untermauern. Man könnte dies durchaus als Fan-Service bezeichnen, und von diesem gibt es viel. Positiv ist hier anzumerken, dass der Fan-Service nie erzwungen wirkt, sondern dass sich die jeweiligen Elemente gut in den Gesamtfilm einfügen.

    Und auch wenn Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers die notwendigen Attribute eines Star Wars-Films mit sich bringt, so ist er neben "Die Rache der Sith" der düsterste der Reihe. Es gibt zwar den typischen Humor, aber knapp dosiert. Das ist in Ordnung, denn zu viel Humor würde bei dem vielen Lichtmangel und der ganzen Dramatik nur störend wirken. Jetzt geht es nun einmal um alles. Ein letztes Mal. Dennoch tut so manche Auflockerung zwischendurch dann doch gut.

    Der Beginn des Films ist typisch Star Wars: Es geht direkt mit viel Action los, dann darf man kurz verschnaufen, und es geht weiter mit der Action. Die zweite Hälfte hat hingegen einige Szenen zu bieten, die äußerst rühren. Es gibt eine Szene, die vermutlich die emotionalste der gesamten Reihe darstellt, was auch dank der fabelhaften Darstellung von Adam Driver als Kylo Ren/Ben Solo so erzielt werden konnte.

    Der Aufstieg Skywalkers ist eine Achterbahn der Gefühle: Spannung und ruhige Momente sind sehr ausgewogen; dann gibt es die rührenden Momente, dann wieder brachiale Action, wobei die Actionszenen auch viele unterschiedliche Szenarien zu bieten haben: Angefangen von den Lichtschwertduellen, wovon es hier einige zu sehen gibt gibt, bis zu Schießereien und Schlachten im Weltall. Typische Star Wars-Action, wobei gerade letzteres nochmal einen draufsetzt, denn was hier geboten wird, kann kein einzelnes Gehirn mehr wirklich verarbeiten. Dies ist positiv gemeint, denn es ist beeindruckend, was man hier aufgefahren hat und wie voll die Leinwand plötzich ist. Grundsätzlich sehen die Effekte auch wirklich gut aus, es gibt allerdings eine Szene, die doch deutlich besser hätte aussehen können. Ansonsten dürfte der Effekte-Oscar in greifbarer Nähe sein.

    Auch anderweitig gibt es technisch nichts zu meckern - die Inszenierung ist dynamisch, der Sound erwartungsgemäß gut (auch wenn die Tie Fighter gerne mehr und lauter schnurren dürfen), Kostüme und Make Up stimmig. Und, er muss einfach eine gesonderte Erwähnung finden: John Williams hat wieder einen Score rausgehauen, der mit bekannten Melodien das richtige Feeling erzeugt.

    Die Darsteller machen ihren Job gut, hervorzuheben ist jedoch nach bereits erfolgter Erwähnung Adam Driver: Er hat es geschafft, seiner Figur die nötige Tiefe zu verleihen. Was hätte Anakin Skywalker in der Prequel-Trilogie für ein interessanter Charakter sein können. Hier hingegen haben wir das richtige Maß an Zerrissenheit und Selbstzweifeln, die auch überzeugend dargestellt wurden.

    Allerdings ist Der Aufstieg Skywalkers trotz des vielen Lobes nicht perfekt: Es gibt einige Dinge, die irgendwie unlogisch wirken. So zum Beispiel die Reste des Todessterns, die bereits im Trailer und auf Bildern zu sehen waren. Da gibt es noch ein paar andere Beispiele. Manch eine Wendung im Film wird sicherlich auch nicht positiv aufgenommen, hier muss man jedoch anerkennen, dass der Ausgang dieser ganz im Sinne des Franchises ist. Schwierig, ohne Spoiler hier näher drauf einzugehen, aber sagen wir mal so: Es gibt Ereignisse in der Handlung, die man selbst nicht unbedingt begrüßen muss. Dennoch sind sie innerhalb von Star Wars logisch und konsequent.

    Ein großer Kritikpunkt wird bei einigen jedoch sein, dass alles irgendwie dann doch schon einmal da war. Das ist richtig, jedoch ist die Verpackung anders. Und man muss eingestehen, dass die bereits etablierten Regeln auch nicht geändert werden sollten. Bei manchem Ereignis würde man sich jedoch trotzdem etwas mehr Eigenständigkeit wünschen: So wurde auch schon im Vorfeld bemängelt, dass man es wieder mit Palpatine zu tun bekommt. Nun, Palpatine hat auch die anderen beiden Trilogien mitgeprägt, so dass er für den Rest Skywalker-Saga schon irgendwie passend ist. Etwas mehr frischer Wind hinsichtlich der Details hätte hier dennoch gut getan, auch wenn der grundsätzliche Weg, den Episode IX betritt, ein anderer ist und mit vielen neuen Einfällen punktet.






    Fazit


    Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers ist ein gelungener, runder Abschluss der Skywalker-Saga mit vielen Stärken, aber auch einigen Schwächen. Positiv hervorzuheben sind definitiv das hohe Tempo sowie die vielen Emotionen, die geweckt werden. Ein weiterer, dicker Pluspunkt ist der gelungene Fan-Service. Man hat sich hier einige tolle Sachen einfallen lassen.


    8/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Star Wars: Rise of the Skywalker
    Land:
    USA
    Jahr:
    2019
    Studio/Verleih:
    Lucasfilm/The Walt Disney Company
    Regie:
    J.J. Abrams
    Produzent(en):
    Kathleen Kennedy, J.J. Abrams, Michelle Rejwan
    Drehbuch:
    J.J. Abrams, Chris Terrio
    Musik:
    John Williams
    Genre:
    Fantasy/Abenteuer
    Darsteller:
    Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong’o, Domhnall Gleeson, Kelly Marie Tran, Joonas Suotamo, Billie Lourd, Naomi Ackie, Richard E. Grant, Dominic Monaghan, Matt Smith, Keri Russell, Mark Hamill, Anthony Daniels, Billy Dee Williams
    Inhalt:
    Das letzte Kapitel der Skywalker-Saga, die 42 Jahre nach dem ersten Film nun ihren absoluten Höhepunkt erreicht.
    Start (DE):
    18.12.2019
    Start (USA):
    20.12.2019
    Laufzeit:
    141 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Bilder
    • Star-Wars-Der-Aufstieg-Skywalkers-Filmkritik-wide.jpg

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    60.706 mal gelesen

Kommentare 4

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    Baldur -

    Bezüglich der Zeile "Man merkt, dass es ein über alle drei Teile umspannendes Konzept gab." Bin ja mal gespannt. Das ist für mich der größte Kritikpunkt den ich bisher hatte (bezogen auf Episode 7 und 8).

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      Emily -

      Der Kritik an Epi 8 wird definitiv Wind aus den Segeln genommen. Und ansonsten wusste man bei Star Wars ja nie vorher, wohin die Reise so wirklich geht, abgesehen vom Offensichtlichen in der PT. Die Handlung war immer schön schnörkelig, aber genau das machte Spaß.

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    Kaibear -

    Ayeaye das Fazit klingt jetzt aber nicht sehr wohlwollend :D

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      Emily -

      Wieso? Es gibt in der Tat Dinge, die ich echt nicht gut fand. Einige waren aber notwendig, manch anderes ist fragwürdig. Aber bis auf diese Kleinigkeiten war es ein guter Film. Rund, spannend, rührend, großartige Action. Die positiven Dinge überwiegen, aber ich wollte im Fazit nicht nochmal alles wiederholen.