
KURZINHALT
Im 15. Jahrhundert wendet sich der transilvanische Prinz Vlad II, Graf von Drācul (Caleb Landry Jones), nach dem grausamen Verlust seiner angebeteten Frau Elisabeta (Zoë Bleu), voller Zorn von der Kirche ab. In seiner unbändigen Trauer tötet er einen Priester, verflucht Gott – und wird zum ewigen Leben verdammt. Er wird zu Dracula. Als bluttrinkender Vampir muss er fortan durch die Jahrhunderte irren. Dracula ist von der finsteren Hoffnung besessen, irgendwann mit seiner großen Liebe wiedervereint zu sein. 400 Jahre später scheint er sie in Paris gefunden zu haben, in Gestalt der verführerischen Mina (Zoë Bleu).

PRESSENOTIZ
Erfolgsregisseur Luc Besson („Valerian – Die Stadt der 1000 Planeten“, „Lucy“) präsentiert mit DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG eine düster-opulente Neuinterpretation der legendären Schreckens-Figur Dracula und zeichnet für Regie und Drehbuch des bildgewaltigen Fantasy-Horror-Films verantwortlich. In der Rolle des unheimlichen Vampirs ist Caleb Landry Jones („DogMan“, „Three Bildboards Outside Ebbing, Missouri“) zu sehen, der 2021 mit dem Darstellerpreis des 74. Filmfestivals von Cannes ausgezeichnet wurde. Sein Gegenspieler im Film ist der zweifache Oscar©- Preisträger Christoph Waltz als Vampirjäger-Priester („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In weiteren Rollen spielen Matilda De Angelis („Citadel: Diana“), Ewans Abid („Andor“) und Haymon Maria Buttinger („Vienna Blood“). In der Doppelrolle von Mina und Elisabeta, der einstigen Frau des Prinzen, ist Zoë Bleu („Gonzo Girl“) zu sehen – Tochter von Schauspielerin Rosanna Arquette.

INTERVIEW MIT REGISSEUR LUC BESSON
Ein Projekt, geboren aus einem gemeinsamen Wunsch
Das Projekt ist entstanden, weil Caleb Landry Jones und ich noch einmal zusammenarbeiten wollten. Während wir DogMan drehten, fragte ich ihn, was er nach dem Film gerne machen würde. Wir unterhielten uns über klassische Figuren, insbesondere die Monster, und entdeckten unsere beiderseitige Begeisterung für Dracula. Also nahm ich mir den Roman noch einmal vor, was meinen Wunsch, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, nur weiter verstärkte. Das Buch ist im Kern eine Liebesgeschichte, aber zur Zeit der Veröffentlichung waren die Leser mehr von der fantastischen und blutrünstigen Dimension fasziniert. Mit der Zeit entwickelte sich die Figur zu einem monströsen Mythos. Doch ich nahm vor allem die Liebesgeschichte wahr. Die Geschichte eines Mannes, der es vermochte, 400 Jahre zu warten, um die Frau wiederzusehen, die er liebt und die ihm von Gott genommen wurde. Ich wollte unbedingt das Drehbuch dazu verfassen, ursprünglich ohne die Absicht, Regie zu führen. Nach einer Weile war ich aber so begeistert von dem Skript, dass ich beschloss, doch auch die Regie zu übernehmen.
Charismatisch und menschlich
Graf Dracula verfügt von Anfang an über eine echte Aura: Er ist der Prinz der Region. Trotz seiner Jugend folgen ihm die Leute in die Schlacht, weil er ein echter Anführer ist. Ich wollte vermitteln, dass er dem Krieg nicht viel abgewinnen kann. Er kämpft zwar im Namen Gottes, würde aber lieber bei seiner Frau bleiben. Dracula formuliert sogar die Frage: “Es wird eine blutige Schlacht werden, ist das Gottes Wille?" Es entzieht sich ihm, warum er so viel Blut vergießen und töten muss, aber er tut es im Namen Gottes. Als er aus dem Krieg zurückkehrt, fühlt er sich verständlicherweise betrogen. Im Roman transformiert sich sein Körper in eine Fledermaus oder in grünen Rauch. Aber ich war der Auffassung, dass ihn diese übernatürlichen Kräfte nicht interessanter machten. Ich wollte keine Figur mit Superkräften nach amerikanischem Vorbild. Wenn, dann sollten seine Fähigkeiten plausibel bleiben. Da er nirgendwo hingehen kann, benutzt er ein Parfüm, um junge Frauen anzulocken. Dracula erinnerte mich auch an den exzentrischen Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, da seine Figur ähnlich dramatisiert wirkt. Wie Hearst, der ein Schloss und sogar einen Zoo sein Eigen nannte, ist mein Dracula ein Ästhet, der die schönen Dinge, seidige Stoffe, Schmuck und Reisen liebt. Man kann ein leidenschaftlicher Liebhaber sein, ohne darüber zwingend unglücklich zu werden. Meine Inspiration tendierte eher in Richtung Dandy-Ästhetik als Nosferatu. Ich war nur bedingt an der dunklen Seite der Figur interessiert.
Zeitlose Werte
Ich wollte die wesentlichen Prinzipien aufgreifen, die uns als Menschen prägen: die Liebe, aber auch andere, die mitunter ein wenig ins Hintertreffen geraten, wie Respekt, Freundschaft, das Bedürfnis zu teilen, Gemeinwohl, Beharrlichkeit und Gerechtigkeit. Natürlich werden wir nie Perfektion erreichen, aber es ist ein steter Kampf. Heutzutage hat das Geld all diese Werte zunichte gemacht. Was mich beim erneuten Lesen des Romans erstaunte, ist die Verwirrung, die man durchaus empfinden könnte: Man weiß, dass der Protagonist nur am Leben bleibt, um seine Frau zu finden, aber derweil lebt er mit drei Nymphen in seinem Schloss. Nach der Ankunft in London verführt er sogleich Minas beste Freundin. Wie kann er das miteinander vereinbaren? Es war mir wichtig, seine Gefühle deutlicher herauszuarbeiten.
Ein Vampir in Paris?
Der Roman hatte ein Problem: Als der Priester sich auf die Suche nach Dracula macht, muss er, um England zu erreichen, ein Schiff und dann einen Zug nehmen. Es gab darüber hinaus eine Menge logistischer Probleme, unter denen die Erzählung litt. Wenn man die Handlung hingegen auf den Kontinent verlegt, kann Dracula reiten, und die anderen können ihn mit dem Zug verfolgen. Das war viel logischer und kohärenter. Den Engländern machte es nichts aus, Les Misérables in ein Musical zu verwandeln, warum sollte es sie also kümmern, wenn man Dracula nach Paris verpflanzt? (lacht)
Was mich noch interessierte, war das Datum des 14. Juli 1889: Das ist der hundertste Jahrestag der Revolution, und Paris feiert. Die Lebenswege aller Figuren kreuzen sich, was in unglaublicher Aufregung und Dynamik gipfelt. Dieser Kontext könnte auch erklären, warum ein Vampir in Paris unbemerkt bleiben konnte. Polizei und Bevölkerung waren schlichtweg mit anderen Dingen beschäftigt. Mir gefiel dieser Aufbau, der sich wie eine Symphonie anfühlte, die in einem Höhepunkt gipfelt: Mina verschwindet, Dracula taucht auf und der Priester weiß nicht, wo er suchen soll. Diese Energie hat mir sehr gefallen. Denjenigen, die meine Filmografie kennen, wird nicht entgangen sein, dass ich Paris liebe!
Ein amüsantes Gespann
Aus dramaturgischen Gründen brauchte ich eine Figur, die Informationen preisgibt, und eine zweite, die sich das anhört, damit der Zuschauer versteht, worum es geht. Die Dynamik zwischen diesen beiden macht sie zu Komplizen. Von da an wollte ich den Schwerpunkt weg von diesen Figuren, die im Roman tatsächlich existieren, hin zu mehr Humor verlagern. Die Geschichte ist emotional ausgesprochen stark. Ich dachte daher, dass es nützlich sein könnte, sie etwas aufzulockern. Die erste Figur ist ein Arzt, der von einem Phänomen überwältigt wird, das nichts mit der Wissenschaft zu tun hat. Die zweite Figur ist ein Priester, der unscheinbar wirkt, sich aber als Vortänzer entpuppt! Für mich ist der Arzt eine Art bretonischer Spaniel, der keine Ahnung hat, während der Geistliche sowas wie ein Foxterrier ist, der einfach nicht aufgibt. Ich fand es amüsant, dass der rationale Arzt den Priester um Hilfe bittet, in einer Zeit, in der die Wissenschaft in aller Munde ist.
Die Inkarnation von Dracula
Dies ist der zweite Film, den ich mit Caleb gedreht habe. Wir stehen uns sehr nahe, kennen uns gut und vertrauen einander. Für ihn war es wichtig, die Stimme und den Akzent der Figur zu finden. Er brauchte Bezugspunkte, an denen er seine Vorstellung festmachen konnte. Die Stimme, aber auch die Zeichnung der Figur, der lila Anzug, die hochhackigen Schuhe, um ihm dieses übergroße Aussehen zu geben, haben ihm dabei geholfen. Caleb arbeitete mit einem rumänischen Coach zusammen und fand nach mehreren Versuchen schließlich seine Stimme. Ab diesem Punkt hat sich alles andere von selbst ergeben. Er probierte die Kostüme zum ersten Mal an und die Körpersprache stellte sich spontan ein, dieses Dandy-Gefühl, mit den langsamen Bewegungen.
Mithilfe des Make-ups hat es Caleb dann auf das nächste Level gebracht. Ich erinnere mich an einen Tag während der Vorbereitungen, als er sich um vier Uhr morgens schminken ließ, das Kostüm anzog und schreiend in die Menge rannte! Sobald er seine Stimme gefunden hatte, legte er sie für den Rest der Dreharbeiten nicht mehr ab. Caleb drückte sich nur noch mit diesem rumänischen Akzent aus, selbst wenn wir abends zusammen aßen.
Zwei Enthüllungen
Es war Caleb, der mir Zoë Bleu für die Rolle der Mina vorschlug, weil er sie singen gehört hatte. Später stellte ich fest, dass sie die Tochter von Rosanna Arquette ist, und dass ich sie gesehen hatte, als sie drei Tage alt war! Ein Kreis schloss sich, da ich mit ihrer Mutter Im Rausch der Tiefe drehte, als sie im selben Alter war wie Zoë jetzt. Ich bin nach New York geflogen, um sie zu treffen. Sie hatte nur wenig Filmerfahrung, aber man sah es ihr in keinem Moment an. Zoë performte tadellos. Wir haben wie verrückt gearbeitet und dann alle Szenen mit Caleb geprobt, damit sie ihren Text in- und auswendig konnte. Ich bevorzuge es, die Schauspieler schon vor dem Dreh mit Text zu füttern und auch die Bewegungsabläufe bereits zu proben. Wenn man erst einmal am Set ist, dann ist man durch die technischen Herausforderungen und die knappe Zeit befangen.
Für die Besetzung der Maria hatte ich mir Testvideos angeschaut und war sehr angetan von Matilda De Angelis leicht brüchiger Stimme. Als ich sie traf, hat mich sofort angesprochen, dass Matilda mit größter Aufmerksamkeit zuhörte und agierte, ohne den Anschein zu erwecken, etwas Besonderes zu tun. Mir wurde klar, dass dies ein Kennzeichen besonders guter Schauspieler ist. Ich fragte Matilda, ob sie sich der Schwierigkeit der Rolle bewusst sei, und sie antwortete: "Ja, ich glaube, es wird eine Herausforderung". Ihre Klarheit hat mich sehr beruhigt. In dem Film muss sie weinen, lachen und schreien, während sie gegen einen zweifachen Oscar®-Preisträger anspielt. Matilda stand unter großem Druck, zumal sie zwei Filme gleichzeitig drehte, meinen und Mario Martones Fuori, der dieses Jahr in Cannes für die Goldene Palme nominiert wurde.
Zwei Stradivari
Ich habe Guillaume de Tonquédec bereits in vielen Rollen gesehen, und er beherrscht seine Kunst perfekt. Guillaume wechselt nahtlos von Film zu Theater und gehört zu den Schauspielern, die Meister ihres Handwerks sind. Christoph Waltz hatte ich sofort für die Rolle des Priesters im Kopf, ohne zu wissen, ob er annehmen würde. Ich habe für ihn eine frühe Vorführung von DogMan organisiert, weil ich weiß, dass bei den großen Schauspielern die Mitspieler das Entscheidende sind. Als er Caleb sah, sagte er sofort zu, noch bevor er das Drehbuch gelesen hatte.
Guillaume und Christoph sind beide sehr präzise und wollen sich immer verbessern. Ich bin offen für Schauspieler, die mich bitten, eine weitere Einstellung zu drehen. Sie sollen das Gefühl haben, dass ihnen das Set zur Verfügung steht und sie die nötige Ruhe haben, um sich auszudrücken. Christoph nahm sich Zeit, um seine Stimme und seine Gesten zu platzieren. Beim dritten oder vierten Take war er schon warmgespielt. Ich konnte ihn dann bitten, sich von einem Element des ersten oder zweiten Takes inspirieren zu lassen. Manchmal drehten wir bis zu 20 Takes, weil er die Intensität immer weiter steigerte. Mitunter haben wir fünf oder sechs Takes lang eine Stimmung erforscht, dann eine andere für weitere 5-6 Takes. Das ist besonders wichtig, denn dadurch hat man anschließend beim Schnitt eine unglaubliche Menge an Material zur Verfügung und kann die Szene nach Belieben verfeinern.
Ein edler Kampf
Ich habe die einzige gemeinsame Szene von Caleb und Christoph am Ende des Films platziert. Sie waren beide versessen auf diese Konfrontation. Schauspieler ihres Kalibers gehen bis an die Grenzen ihrer Fähigkeiten und loten die Möglichkeiten der Rollen vollkommen aus. Sie versuchen nie, sich gegenseitig zu destabilisieren. Ich habe aber auch schon Darsteller erlebt, die versuchen ihre Partner aufs Glatteis zu führen und dabei nicht alles geben. Das ist jedoch bei guten Schauspielern nicht der Fall. Bei ihnen gibt es einen edlen Wettkampf. Caleb und Christoph waren in dieser Szene außergewöhnlich.
In erster Linie Kreativität
Ich arbeitete erneut mit dem wundervollen Patrice Garcia zusammen, der schon an Das fünfte Element mitgewirkt hatte und der eigentliche Schöpfer von Arthur und die Minimoys ist. Bei diesem Projekt haben wir unsere Kooperation bereits sehr früh begonnen, in einer Phase, die ich immer sehr genieße, weil man nur zu zweit ist und sich alles nur um Kreativität dreht. Man denkt noch nicht darüber nach, ob ein Vorschlag realisierbar ist oder wie viel er kosten würde. Alle drei, vier Tage schickte mir Patrice neue Zeichnungen. Ich reagierte auf seine Vorschläge und wir tasteten uns langsam voran. Bis er mir eines Tages die Zeichnung von Dracula schickte, die alles ins Rollen brachte. Dank dieses Ausgangspunkts konnte ich die romanhafte Seite der Figur, den Aspekt des verfluchten Künstlers, seine Kostüme und sogar die Schauplätze, an denen sich die Figur weiterentwickeln würde, vor meinem inneren Auge erkennen. Patrice hat sich dann die Schlösser ausgedacht und sich Draculas Helm in Form eines Drachens vorgestellt!
Funktionale Kulissen, ästhetisch herausragend
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren mit Szenenbildner Hugues Tissandier zusammen. Wir kennen uns mittlerweile sehr gut. Ich wusste, dass er sich in der Ära, in der unser Film spielt, pudelwohl fühlen würde, zumal wir schon bei Adèle und die Geheimnisse des Pharaos kooperiert hatten. Ich begann, im Internet zu recherchieren und gab ihm dann etwa fünfzig Referenzen für Zeichnungen, Gemälde und Grafiken. Er hat die Epochen und Länder gründlich dokumentiert, um anschließend ein Moodboard zu erstellen. Für Draculas Schloss wollte ich eine fantastische barocke Architektur, aber ohne Übertreibungen, damit es glaubwürdig blieb. Hugues schlug mir Kulissen in Gold- und Kupfertönen vor, was mich wirklich überraschte. Ich dachte zuerst, wir sollten uns eher an die Klassik halten, aber er überzeugte mich.
Mit Hugues gibt es zwei wichtige Phasen: erstens die Form des Bühnenbilds, anhand derer ich meine Inszenierung projiziere, die Perspektiven überprüfe und unter Umständen feststelle, dass die Decken zu niedrig sind. Wir bauen dann Styropormodelle sowie maßstabsgetreue Figuren und benutzen ein Periskop, mit dessen Hilfe ich Hugues genaue Angaben machen kann. Danach legen wir fest, welche Wände entfernt werden müssen, damit ich meine Kamera platzieren und die Inszenierung umsetzen kann.
Schließlich geht es um Materialien und Farben. An diesem Punkt wird es deutlich künstlerischer: Es gilt Stoffe und Dekoration auszuwählen und die Patina festzulegen.
Bei diesem Dreh verwendeten wir eine Mischung aus realen Motiven und Studiokulissen. Das Hôtel de la Marine am Place de la Concorde hat uns zum Beispiel drei wesentliche Sets zur Verfügung gestellt: die Szene in Versailles, Marias Hochzeitszimmer sowie Draculas Hotelzimmer in Paris. Draculas Schlosszimmer hingegen wurde im Studio errichtet. Die Apotheke des Arztes ist eine Mischung aus Hôtel-Dieu und Studio. Wir haben auch im Intercontinental in Opéra gedreht, das meiner Meinung nach über den schönsten Ballsaal Frankreichs verfügt.
Eine Fülle an Kostümen
Corinne Bruand, die 2.000 Kostüme für den Film entworfen hat, war zuvor die Assistentin einer Kostümbildnerin, mit der ich lange zusammengearbeitet habe und die wiederum Assistentin meiner Kostümbildnerin bei Johanna von Orleans war! Man könnte sagen, sie ist meine Kostümbildnerin in der dritten Generation! (Lacht) Zuerst hat sie die Figuren genau studiert, um dann Moodboards mit verschiedenen Stoffen und Materialien zu erstellen. Dabei suchte sie nach Farbtrends für die Hauptfiguren. Dracula und Elisabeta sind in Violett gehalten, eine Entscheidung, die ich auf Basis der Zeichnungen von Patrice Garcia getroffen habe. Mina wird in blasses Blau getaucht, die Vampirin Maria wiederum in Burgunderrot. Ich wollte, dass der Priester aus Bayern kommt, und ließ Christoph Waltz anfangs sogar Lederhosen und einen Hut mit Fasanenfedern anprobieren! Am Ende entschieden wir uns für eine schlichtere Variante. Aber der Stil der Tunika, die er gegen Schluss trägt, ist ein traditioneller bayerischer Schnitt aus dem späten 19. Jahrhundert. Wir haben uns auch viele Gedanken gemacht über den Inhalt seines Koffers, in dem sich alles befindet, was man im Kampf gegen Vampire braucht. Die Gestaltung des Kofferinneren nahm Wochen in Anspruch.
Die Zusammenarbeit mit Danny Elfman
Ich hatte das Gefühl, dass Danny Elfmans musikalische Welt perfekt zu dem Film passen würde. Als ich mit ihm Kontakt aufnahm, berichtete er mir, dass er davon träumt, einen Dracula-Soundtrack zu gestalten, dass er aber bereits drei Projekte abgelehnt hat. Lustigerweise ist er mit Bridget Fonda verheiratet, mit der ich mich sehr gut verstehe, weil sie in Kiss of the Dragon mitgespielt hat, einem von mir produzierten Film. In kürzester Zeit entstand zwischen uns eine fast familiäre Atmosphäre.
Danny kam zu den Dreharbeiten, um in den Film einzutauchen, aber die Zeit danach war für mich etwas schwierig, da er wieder in seiner eigenen Welt verschwand und nur wenig kommunizierte. Dann schickte uns er uns eines Tages, während wir im Schnitt saßen, das Thema der ersten Szene: Ich bekam sofort eine Gänsehaut! Danny hatte die Stimmung des Films genau verstanden. Schon beim ersten Versuch traf er den richtigen Ton und fand die ideale Klangfarbe. Wir haben dann einige Anpassungen vorgenommen und wie alle großen Komponisten war er offen für Anregungen, ohne sich jemals beleidigt zu fühlen. Nur mit der Tanzsequenz in den Höfen Europas tat er sich etwas schwer, weil ich zuerst ein Stück von Billie Eilish benutzt hatte und wir eine Weile brauchten, um dieses zu vergessen.
Im Verborgenen, aber unverzichtbar
Ich habe meine ersten Filme mit sehr wenig Geld realisiert. Deswegen achte ich heutzutage genau darauf, dass wir unser Investment auf der Leinwand wiederfinden und nirgendwo sonst. Ich konnte mich glücklich schätzen, Hunderte von Tänzern und Statisten mobilisieren zu können, die zwar im Schatten blieben, aber eine Hingabe an den Tag legten, die mir Kraft verlieh. Sie bevölkerten alle Massenszenen, an den Höfen Europas, im Kloster und auf dem Jahrmarkt in Paris. Ihnen ist es zu verdanken, dass diese Momente im Film so überzeugen.
Darüber hinaus hatte ich das Vergnügen, mit einigen der besten Techniker der Welt zu kooperieren, sei es beim Ton, bei der Mischung oder bei der Farbkorrektur. Der Kolorist, ein Franzose, der in den USA lebt, ist regelmäßig für Martin Scorsese, Quentin Tarantino und Steven Spielberg unterwegs. Er hat die Fähigkeit, die Wahrnehmung eines Films zu verändern. Ich habe mich sehr gefreut, mit ihm an DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG arbeiten zu können. Der Waffenschmied, der die Rüstungen der Soldaten entworfen hat, hat bereits vor 25 Jahren an Johanna von Orleans mitgewirkt. Es war mir eine wahre Freude, wieder mit ihm zu kooperieren!
Mehr gibt es nicht zu sagen. Ein großes Dankeschön geht an alle Statisten und die Arbeiter, die im Schatten des Films wirken, denn erst durch sie erhält DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG seine wahre Dimension!

INTERVIEW MIT HAUPTDARSTELLER CALEB LANDRY JONES
Ein universeller Ansatz
Die tragische Dimension von Draculas Geschichte und die verstörende Seite der Figur sind immer noch präsent, aber Luc Besson wollte sich vor allem auf die Beziehung zwischen Dracula und Mina, der Frau, die er über alles liebt, konzentrieren. Der Film handelt von dem Verlust, den er empfindet, als sie ihm genommen wird, und von den Anstrengungen, die er unternimmt, um sie zurückzuholen. Die Vision von Luc gibt sich viel romantischer und intimer als frühere Versionen des Mythos. Ich denke, jeder kann sich mit einer Figur identifizieren, die ihre wahre Liebe verloren hat. Beim Lesen des Drehbuchs fiel mir die große Sanftmut auf, ebenfalls sehr ungewöhnlich für Dracula. Das verleiht der Liebesgeschichte eine magische Dimension, die das Publikum ansprechen sollte. In seiner Annäherung an das Liebesdrama beweist Luc eine Aufrichtigkeit, die meiner Auffassung nach in früheren Adaptionen fehlte. Denn auch wenn es sich um einen außergewöhnlichen Charakter und ein übernatürliches Wesen handelt, muss doch etwas Wahres dran sein an der Geschichte.
Ein Dandy und Ästhet
Mir ist sofort seine große Eleganz ins Auge gestochen, denn er ist nun mal ein Prinz. Er liebt die schönen Dinge des Lebens und achtet auf sein Äußeres, damit er in den Palästen, in denen er nach Mina sucht, nicht auffällt. Diese Details mögen unbedeutend erscheinen, aber sie haben es mir erleichtert, in die Haut der Figur zu schlüpfen. Das Parfüm, dass ich extra für diesen Anlass hergestellt habe, oder die Schuhe mit Absätzen, die einen größer wirken lassen, sind gute Beispiele.
Eine strenge Ausbildung
Obwohl ich in dem Film nur wenig Zeit auf Pferderücken verbringe, bestand Luc darauf, dass ich ein strenges Training absolviere. Er wollte sicherstellen, dass ich mich in der Nähe der Pferde wohl fühle. Dank des Trainings hat mir das Reiten am Ende sogar Vergnügen bereitet. Ich wurde auch im Umgang mit Schwertern und Schwertkampf geschult. Das Stunt-Team von Alain Figlarz sorgte dafür, dass die Übungen und Haltungen ständig variierten, so dass es nie langweilig wurde.
Wie ein Atemzug
Bezüglich meiner Stimme wiederholte Luc immer wieder "Tiefer, tiefer!" und bezog sich dabei auf fast stumme Tiere wie Eidechsen. Schließlich entdeckte ich diese fast reptilienartig wirkende Stimme, besonders tief, wie ein Atemzug. Luc ist immer sehr präzise in seinen Anweisungen, und er wollte, dass Draculas besondere Atmung zu einem integralen Bestandteil der Stimme wird. Als ich den passenden Akzent und die Stimme gefunden hatte, behielt ich sie bis zum Ende der Dreharbeiten bei, weil ich Angst hatte, sie wieder zu verlieren.
Zoë Bleu und Matilda De Angelis
Ich habe Luc geraten, sich mit Zoë zu treffen. Ohne sie zu kennen, schien es mir, dass die Rolle sehr gut zu ihr passen würde. Luc traf sie und ihr Vorsprechen verlief sehr gut. Außerdem hatte ihre Mutter vor fast 30 Jahren in Im Rausch der Tiefe mitgespielt!
Matilda ist sehr professionell. Sie drehte zur gleichen Zeit einen anderen Film und pendelte ständig. Ihre Energie hat mich wirklich beeindruckt. Jedes Mal, wenn ich Matilda am Set sah, legte sie eine Lockerheit an den Tag, die ihrem Spiel unglaubliche Lebendigkeit verlieh. In der Jahrmarktszene in Paris war sie so voller Leben und setzte trotz des Wirbels, der sie umgab, ihre Präsenz durch.
Die Konfrontation mit Christoph Waltz
Christoph und ich hatten nur eine gemeinsame Szene, die sich Luc für den Schluss aufgehoben hatte. Das war eine weise Entscheidung, denn dadurch ließ sich die Begegnung intensiver gestalten und die Spannung erhöhen. Ich war total nervös, bevor wir die Szene in Angriff genommen haben. Letztlich war diese Nervosität der Situation sogar zuträglich, obwohl ich von meinem Gegenüber stark beeindruckt war. Christoph gab sich jedoch sehr großzügig und hat nie versucht, mich zu übervorteilen. Im Gegenteil, er war ein echter Partner in diesem Spiel.
Mehr Effizienz
Dies ist der zweite Film, den ich mit Luc gedreht habe, und obwohl DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG ein viel ehrgeizigeres Projekt mit einer riesigen Crew ist, habe ich seine Anweisungen schneller verstanden und präziser auf seine Wünsche reagiert. Manchmal hat er mich gebeten, den Take zu wiederholen und eine andere Richtung einzuschlagen. Aber im Großen und Ganzen lief die Kommunikation sehr gut, ohne dass wir immer miteinander reden mussten. Wir waren auch viel effizienter.
Die Magie der Inszenierung
Wir wollten die Jahrmarktszene in einer realen Umgebung drehen, und Luc hatte es geschafft, ein touristisches Gebiet mitten in Paris, die Gärten des Palais Royal, absperren zu lassen und Drehgenehmigungen zu erhalten. Alle Stände waren aufgebaut und die Statisten präsent: die bärtige Dame, die Clowns, die Zauberer und der Mann auf Stelzen. Dann fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf. Zwischen zwei Schauern hatte Luc knapp zehn Minuten Zeit, um ein paar Aufnahmen zu machen. Schließlich entschied er sich, die Szene, die zu den teuersten des Films zählte, nicht vor Ort zu drehen, sondern sie stattdessen komplett im Studio nachzustellen, mit den identischen Sets, Kostümen und Statisten! Als ich den fertigen Film einige Monate später zu sehen bekam, war mir zwischendurch vollkommen entfallen, dass die Szene im Studio gedreht worden war und ich konnte es kaum glauben. Zugegebenermaßen hatte ich anfangs Skepsis an den Tag gelegt, aber Luc bewies, dass er wirklich ein Magier ist.

ÜBER DIE SCHAUSPIELER
Caleb Landry Jones (Dracula) absolvierte sein Spielfilmdebüt an der Seite von Javier Bardem in dem mit vier Oscars® ausgezeichneten Psychothriller No Country for Old Men der Coen Brüder. Den ersten Fernsehauftritt hatte Jones neben Bryan Cranston und Aaron Paul in Breaking Bad. Mit der Rolle des Banshee in Matthew Vaughns X-Men: Erste Entscheidung, erregte er, an der Seite von James McAvoy und Michael Fassbender, zusehens Aufmerksamkeit. Mit Get Out von Blumhouse konnte sich Jones weiter etablieren. Der endgültige Durchbruch gelang ihm mit Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, für den Frances McDormand und Sam Rockwell mit Oscars® ausgezeichnet wurden. Jones erhielt für seine Leistung den Screen Actors Guild Award. Bei den 74. Filmfestspielen von Cannes wurde er für das Psychodrama Nitram als bester Darsteller ausgezeichnet. DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG ist nach DogMan Jones‘ zweite Zusammenarbeit mit Luc Besson. Sein jüngster Film, das Historiendrama Harvest. Down the Arm of God, mit Mena Suvari und Nick Stahl, bei dem Jones auch als Co-Autor und Produzent fungiert, befindet sich in der Postproduktion.
Zoë Bleu (Mina / Elisabeta) ist seit über einer Dekade als Schauspielerin erfolgreich. Ihren ersten Auftritt hatte sie an der Seite von Emma Watson in Sofia Coppolas The Bling Ring. Mit James Francos The Institute erregte Bleu erste Aufmerksamkeit. Nach fünf Jahren Pause spielte sie an der Seite ihrer Mutter, Rosanna Arquette, in der Romanze Signs of Love. Im Jahr darauf war sie an der Seite von Willem Dafoe in Gonzo Girl, dem ersten Spielfilm unter der Regie ihrer Tante Patricia Arquette, zu erleben. Zuletzt spielte Bleu die Hauptrolle in dem Thriller Bury This. Das Melodram Fly Little Bird befindet sich in der Postproduktion.
Matilda de Angelis (Maria) absolvierte ihr Filmdebüt in dem Sportdrama Schnell wie der Wind. Im Jahr 2018 wurde sie bei der Berlinale als italienischer Shooting Star ausgezeichnet. Mit der Hauptrolle in Der göttliche Andere, an der Seite von Callum Turner, erregte sie größere Aufmerksamkeit. HBOs Miniserie The Undoing, mit Hugh Grant und Nicole Kidman, verhalf de Angelis zum internationalen Durchbruch. Ihr letzter Spielfilm ist das Dokudrama Fuori. Im Fernsehen verkörperte de Angelis zuletzt die Hauptfigur in der Serie Das Gesetz nach Lidia Poët. La lezione befindet sich in der Postproduktion.
Christoph Waltz (Priester) überblickt eine von Erfolgen gekrönte 50 Jahre umspannende Karriere vor der Kamera. Seine erste TV-Rolle spielte Waltz in der Komödie Der Vetter im 7. Bezirk. Steiner – Das eiserne Kreuz II, mit Richard Burton und Rod Steiger, war sein erster Kinofilm. Mit der Hauptrolle in Feuer und Schwert – Die Legende von Tristan und Isolde konnte Waltz erste Aufmerksamkeit erregen. 1997 erhielt er den Bayrischen Fernsehpreis für Du bist nicht allein – Die Roy Black Story. 2003 wurde Waltz mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Nebendarsteller bedacht, für Jagd auf den Flammenmann. 2009 gelang ihm der weltweite Durchbruch mit der Verkörperung von Hans Landa in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds. Für seine Leistung wurde Waltz mit Oscar®, Golden Globe®, BAFTA, Critics Choice Award, Screen Actors Guild Award, einem Bambi und in Cannes mit dem Preis als bester Darsteller ausgezeichnet. Drei Jahre darauf gewann er mit Tarantinos Django Unchained erneut Oscar®, Golden Globe® und BAFTA. 2015 erhielt Waltz für Tim Burtons Big Eyes eine Golden Globe®-Nominierung. Im selben Jahr wurde er mit dem Europäischen Filmpreis für Outstanding European Achievement in World Cinema geehrt. 2019 realisierte Waltz seinen ersten Kinofilm als Regisseur, das Politdrama Georgetown, mit Vanessa Redgrave und Annette Bening. Im Fernsehen konnte man ihn zuletzt an der Seite von Liam Hemsworth in Most Dangerous Game erleben. Sein jüngster Kinofilm ist Old Guy, mit Lucy Liu und Cooper Hoffman. Stephen Frears‘ Wilder & Me, mit Christoph Waltz als Billy Wilder, ist in Vorproduktion. Die Arbeit an Guillermo del Toros Frankenstein, mit Oscar Isaac und Mia Goth, wurde abgeschlossen.

ÜBER DIE FILMEMACHER
Luc Besson (Regie, Drehbuch & Produktion) ist seit über 40 Jahren als Regisseur erfolgreich. Nach einem ersten Kurzfilm realisierte Besson 1983 den dystopischen Science-Fiction Film Der letzte Kampf, mit Jean Reno. Zwei Jahre später gelang ihm mit dem Neon-Thriller Subway, in dem Christopher Lambert und Isabelle Adjani die Hauptrollen übernahmen, der Durchbruch in Europa. Sein nächster Film, das Taucherabenteuer Im Rausch der Tiefe, mit Jean-Marc Barr und Rosanna Arquette, etablierte Besson weltweit als Filmemacher. Nikita wurde für den Golden Globe® als bester ausländischer Film nominiert. 1998 erhielt Besson als Produzent von Gary Oldmans Regiedebüt Nil By Mouth einen BAFTA. Das fünfte Element bekam im selben Jahr einen BAFTA sowie eine Oscar®-Nominierung für die besten Spezialeffekte. Besson gewann den César für die beste Regie. Im Verlauf seiner Karriere wurde er für vierzehn weitere Césars nominiert. Valerian – Die Stadt der tausend Planeten, mit Dane DeHaan und Cara Delevingne erhielt 2018 im Rahmen des Europäischen Filmpreises den People’s Choice Award. DogMan wurde 2023 in Venedig für den Goldenen Löwen nominiert und gewann den Graffetta Award. Bessons jüngster Spielfilm ist die romantische Komödie June and John. Der Science-Fiction Film The Last Man, mit Snoop Dogg, ist in Vorproduktion.
Mark Canton (Ausführende Produktion) begann seine Karriere in der Produktionsabteilung als Helfer bei Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3, mit Walter Matthau. 1980 war Canton bereits für die Produktion von Caddyshack: Wahnsinn ohne Handicap, mit Chevy Chase, verantwortlich. Mark Canton begründete seinen Status, indem er sich bei Warner Bros. vom Vice President of Production zum President of Worldwide Theatrical Production emporarbeitete. Während seiner Zeit bei Warner Bros. zeichnete Canton unter anderem für Tim Burtons Batman und Beetlejuice, Martin Scorseses Goodfellas sowie das Lethal Weapon-Franchise verantwortlich. Nach seinem Ausscheiden bei Warner Bros. wechselte Canton als Vorsitzender zu Sonys Columbia Pictures. In den folgenden Jahren stieg er zum Vorsitzenden von Columbia TriStar auf. Aktuell produziert er unter seinem eigenen Banner, Mark Canton Productions. Der letzte von ihm hergestellte Langfilm ist Criminal Squad 2, mit Gerard Butler. The Voice, nach einem Drehbuch von Robert Davi, ist in Entwicklung. Der Thriller The Good Samaritan und das Kiss-Biopic Shout It Out Loud, mit Nick Jonas, sind in Vorproduktion. Der Action-Thriller The Neglected, mit Josh Duhamel, und The Strangers: Chapter 3 befinden sich in der Postproduktion. Die Arbeiten an dem Remake von Red Sonja und Renny Harlins The Strangers: Chapter 2 wurden abgeschlossen.
Colin Wandersman (Kamera) blickt auf 25 erfolgreiche Jahre als Kameramann zurück. Wandersman startete seine Kariere als Oberbeleuchter bei dem Drama Bord de mer, mit Bulle Ogier. Fünf Jahre darauf begann er bei dem Krimi 13 m2 selbst Kamera zu führen. Bei DogMan arbeitete Wandersman das erste Mal mit Luc Besson zusammen. Sein jüngster Spielfilm ist Weekend in Taipei, mit Luke Evans. Das Drama Jimmy und das Abenteuer Trompe-La-Mort befinden sich in der Postproduktion.
Hugues Tissandier (Szenenbild) kann auf 45 erfolgreiche Jahre im Produktionsdesign zurückblicken. Ab 1982 fungierte Tissandier als Künstlerischer Leiter. 1983 realisierte er seinen ersten Spielfilm als verantwortlicher Szenenbildner, Die Augen der Vögel. Bei Johanna von Orleans, mit Milla Jovovich, arbeitete Tissandier das erste Mal mit Luc Besson zusammen. DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG ist ihre elfte Kooperation. Für Adèle und das Geheimnis des Pharaos wurde Tissandier mit einem César ausgezeichnet. Der letzte Spielfilm mit seinem Design ist der von Besson produzierte Thriller Arthur Malediction. The Blue Mauritius ist in Vorproduktion. Trompe-La-Mort befindet sich in der Postproduktion.
Danny Elfman (Musik) ist seit fast einem halben Jahrhundert in der Filmbranche erfolgreich. Elfman debütierte als trommelnder Dämon in der Bestsellerverfilmung Ich hab‘ dir nie einen Rosengarten versprochen. Ab 1980 begann er parallel zu der erfolgreichen Musikkarriere mit seiner Band Oingo Boingo Filmmusik zu komponieren. Der erste Film mit seinem Musik war die Satire Totaler Sperrbezirk seines Bruders Richard Elfman. 1985 begann Elfman bei Tim Burtons erstem Langfilm, Pee-wees irre Abenteuer, die Zusammenarbeit mit dem Regisseur, die bis heute anhält. 1990 erhielt Elfman einen Grammy für das Thema von Tim Burtons Batman. Viermal wurde er für den Oscar® nominiert, für Gus Van Sants Good Will Hunting: Der gute Will Hunting und Milk, sowie für Men in Black und Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht. Darüber hinaus erhielt Elfman drei Golden Globe®-Nominierungen, für Tim Burtons Nightmare Before Christmas, Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht und Alice im Wunderland. Danny Elfman hat drei Emmys gewonnen, für Desperate Housewifes, Tim Burtons Wednesday sowie für Live from Lincoln Center, Danny Elfman’s Music from the films of Tim Burton. Der jüngste Film mit Elfmans Musik ist Tim Burtons Beetlejuice Beetlejuice, mit Michael Keaton und Winona Ryder. Richard Elfmans Forbidden Zone 2 ist in Vorproduktion. Sam Raimis Send Help, mit Rachel McAdams, befindet sich in der Postproduktion. Die Arbeit an Gus Van Sants Dead Man’s Wire, mit Al Pacino und Bill Skarsgård, wurde abgeschlossen.

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