
KURZINHALT
Zwei von Verschwörungstheorien besessene junge Männer entführen eine einflussreiche Firmenchefin, überzeugt davon, dass sie eine Außerirdische ist. Nach seinem vierfach Oscar®- prämierten Meisterwerk Poor Things bringt Ausnahmeregisseur Yorgos Lanthimos mit BUGONIA nun eine skurrile Sci-Fi-Komödie auf die große Leinwand.

Langversion:
Zwei von Verschwörungstheorien besessene junge Männer entführen die einflussreiche Geschäftsführerin einer großen Firma, überzeugt davon, dass sie eine Außerirdische ist, die plant, die Erde zu zerstören.
Nach seinem mit vier Oscars® ausgezeichneten Meisterwerk Poor Things bringt Ausnahmeregisseur Yorgos Lanthimos (The Lobster) mit seinem neuesten Geniestreich BUGONIA nun eine skurrile Sci-Fi-Komödie auf die große Leinwand.
In den Hauptrollen von BUGONIA glänzen die zweifache Oscar®-Preisträgerin Emma Stone (La La Land) in ihrer bereits fünften Zusammenarbeit mit Lanthimos sowie der Oscar®- Nominierte Jesse Plemons (Kinds of Kindness), Kultstar Alicia Silverstone (The Killing of a Sacred Deer), Comedian Stavros Halkias (Let’s Start a Cult) und Newcomer Aidan Delbis.
Das Drehbuch stammt von Will Tracy. Als Episoden-Autor von Succession und Last Week Tonight wurde er insgesamt mit sechs Emmys ausgezeichnet und konnte mit seinem Spielfilmdebüt The Menu bereits seinen makabren Sinn für Humor beweisen.
Für die Produktion zeichnen neben Stone, Lanthimos und dessen langjährigen Partnern Ed Guiney (Raum) und Andrew Lowe (Normal People) außerdem Regietalent Ari Aster (Hereditary – Das Vermächtnis, Midsommar) mit seinem Produzenten Lars Knudsen (Beau Is Afraid) sowie Miky Lee (Die Frau im Nebel) und Jerry Kyoungboum Ko (Past Lives – In einem anderen Leben) verantwortlich.

ÜBER DEN FILM
Der visionäre Regisseur Yorgos Lanthimos präsentiert mit BUGONIA einen brisanten Psychothriller, der unser modernes Zeitalter des Wahnsinns durch eine tiefschwarz humorige Brille betrachtet.
Provokant und subversiv erzählt der Film von zwei jungen Männern und obsessiven Verschwörungstheoretikern, die aus ihrer düsteren Onlinewelt ausbrechen und Michelle entführen, CEO einer mächtigen Firma, weil sie sie für eine Außerirdische halten, die gekommen ist, um uns zu vernichten. Als die beiden sie in einem Keller festketten und ihrer erklärten Feindin von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, entbrennt zwischen den zwei Parteien – die Aluhut tragenden Kellerbewohner einerseits und die eiskalte, seelenlose Konzernchefin andererseits – bald eine Schlacht, die nicht nur völlig unberechenbar, sondern auch unerwartet berührend ist.
Dank der grandiosen Darstellung von Jesse Plemons und Emma Stone sowie Newcomer Aidan Delbis und zusammengehalten von einem teuflisch scharfsinnigen Drehbuch aus der Feder von Will Tracy entwirft Lanthimos ein originelles Porträt der Menschheit und ergründet die Bedeutung des Lachens, Weinens und Erschauderns angesichts des eigenen Schicksals.

ÜBER DIE PRODUKTION
In Yorgos Lanthimos’ Film BUGONIA rächt sich unser Zeitalter der Verschwörungstheorien und Paranoia, der Isolation und der Angst auf packende und unvorhersehbare Art und Weise. Überzeugt, dass Michelle (Emma Stone), die furchteinflößende und rücksichtslose Geschäftsführerin eines Pharmakonzerns, ein Alien ist, das die Zerstörung der Erde plant, beschließen zwei von Verschwörungstheorien besessene Cousins, sie zu kidnappen und in ihrem Keller festzuketten. Getrieben von seinem impulsiven Ideengut aus dem Dark Web trägt Teddy (Jesse Plemons), der Anführer der Operation, Don (Aidan Delbis) auf, Michelles Kopf zu rasieren und sie mit Anti-Alien-Lotion einzuschmieren, bevor er sie zu ihrem mutmaßlichen Plan eines planetaren Armageddons zur Rede stellt, zu dem u. a. die Auslöschung der Bienen (der Filmtitel bezieht sich auf einen antiken griechischen Glauben daran, dass Bienen aus toten Kühen geboren werden) und eine Mondfinsternis gehören.
Während die Weltuntergangsuhr angeblich unaufhörlich tickt, stürzen Stone und Plemons sich in kruden, unnachgiebigen Handlungsweisen in die direkte Konfrontation, die sich immer mehr anfühlt wie eine kosmische Schlacht um das Schicksal der Welt – oder zumindest um das Schicksal unseres gemeinsamen Realitätsempfindens. Mit seiner Ergründung urmenschlichen Verhaltens in herrlichster VistaVision stellt BUGONIA eine ebenso immersiv wie unsinnig anmutende Zeitkapsel der Gegenwart dar, mit der er gekonnt das spezielle, gleichermaßen vertraute und verrückt machende Gefühl einfängt, das damit einhergeht, in unserer heutigen Zeit zu leben.
„In der Welt, die wir heute sehen, leben Menschen in einer Art Blase, die durch die moderne Technologie noch erweitert wurde“, sagt Lanthimos. „Bestimmte Vorstellungen über andere Leute werden weiter verstärkt, je nachdem, in welcher Blase man lebt, woraus diese riesige Kluft zwischen den Menschen entsteht. Ich wollte die Gewissheiten der Zuschauer*innen herausfordern, die Ermessensentscheidungen, die wir bezüglich bestimmter Arten von Menschen treffen. Es ist eine sehr interessante Betrachtung unserer Gesellschaft und der Konflikte in unserer gegenwärtigen Welt.“
Als Michelle schließlich versucht, die hirnverbrannte Logik von Teddy und Don offenzulegen, verwandeln sich unsere vorgefassten Meinungen über beide Seiten langsam zu heiklen Offenbarungen, über uns selbst wie über das Trio im Keller. „Der Film besitzt eine Art mikrokosmische Qualität”, erklärt Stone, die BUGONIA zusammen mit Lanthimos produziert hat – ihr inzwischen fünftes gemeinsames Projekt. „Er zeigt eine bestimmte Art von Wahnsinn und kommentiert ihn inmitten einer wahnsinnig kleinen Umgebung, was Yorgos sehr reizvoll findet, glaube ich. Wir sind in einem Keller, und den Großteil der Zeit über sind da wirklich nur Personen, die miteinander reden und Perspektiven haben, die sich vielleicht falsch oder verdreht anfühlen. Doch sie offenbaren ganz unterschiedliche Versionen der Menschheit, und was passieren kann, wenn man in einer Abwärtsspirale aus fixen Vorstellungen landet.“
Diese Abwärtsspirale betrifft möglicherweise nicht nur Teddy und Don, sondern uns alle. Doch der Film ist viel zu unverfroren und unberechenbar, als dass er sein Publikum belehren wollte, wie Plemons anmerkt: „Der Ton ist so verrückt und wechselhaft – er ist witzig und tragisch, und der Einstieg in diese sehr großen Gespräche ist ungemein experimentell und unerwartet. Es ist ein wirklich seltsames, aber ehrliches Porträt der Zeit, in der wir leben, mit all ihrer Verwirrungen und Absurditäten.“
Das sieht auch Stone so und weist auf den sonderbar surrealen Humor hin, der in die oft „tieftraurigen Elemente“ des Films eingebettet ist. Mit anderen Worten: BUGONIA ist genau die Art von furchterregend witzigem – oder urkomisch fürchterlichem – Film über unsere Zeit der Weltuntergangsstimmung, wie nur Lanthimos ihn machen kann.
„Während der Film in vielerlei Hinsicht eine Komödie ist, ist er doch deutlich vielschichtiger und komplexer, als man das von einer Komödie erwarten würde, und verläuft in all die Richtungen, die man nicht von ihm erwartet, und genau das wollte Yorgos so“, sagt Produzent Ed Guiney. „Er ist ein Meister der feinen Nuancen und kann innerhalb einer Nanosekunde von höchster Komik zu tiefster Tragik schwenken.“
Begonnen hat die Geschichte des Films allerdings bei dem Medienkonzern CJ ENM, dort sah man das Potenzial einer englischsprachigen Adaption von Save the Green Planet!. „Wir begannen unser ideales Team zusammenzustellen und luden alle nacheinander ein: Ari Aster und Lars Knudsen, die als echte Fans des Originals ein tiefes Verständnis und viel Bewunderung für dessen Essenz besaßen, Will Tracy, der der Geschichte den gegenwärtigen Zeitgeist injizieren könnte, und Yorgos Lanthimos, einen der Filmemacher mit der seltenen Fähigkeit, ein derart gewagtes Konzept mit seiner einzigartigen Vision bis an seine Grenzen auszureizen. Wir hatten das Glück, dass wir diese beachtliche Mischung aus Talenten tatsächlich zusammenbringen konnten“, schwärmt Produzent Jerry Kyoungboum Ko von CJ ENM.
Als Ari Aster – der den Film gemeinsam mit Lars Knudsen, Guiney, Andrew Lowe, Stone, Lanthimos und CJ ENM produziert hat – Tracy vor ein paar Jahren bat, sich Save the Green Planet! anzusehen, gab er dem langjährigen Drehbuchautor davor wenig Kontext. Tracy hatte noch nie von der obskuren koreanischen Sci-Fi-Komödie gehört und konnte auch nur mit Schwierigkeiten eine originalgetreu übersetzte Fassung auftreiben. Doch Aster deutete ihm gegenüber an, dass sich darin der Kern einer weiteren Geschichte befand – einer Geschichte über uns und über heute. „Innerhalb der ersten zwanzig Minuten wusste ich, was er meinte”, erinnert sich Tracy. „Ich begriff, dass dieser koreanische Film von 2003 etwas an sich hatte, das auf sehr aufregende Weise in einen zeitgenössischen anglo-amerikanischen Kontext übertragen werden könnte.“
Inmitten des apokalyptischen Grauens der frühen Tage der Pandemie schrieb Tracy seine gewagt explosive Neufassung der Geschichte in einem fiebergleichen Quarantänenebel: „Wir hatten Ausgangssperre und ich verlor wahrscheinlich ein wenig den Verstand in dieser kleinen Wohnung in Brooklyn. Ich schrieb das Drehbuch in etwa drei Wochen, und auch wenn ich versuchte, es nicht zu sehr zu analysieren, bin ich sicher, dass ein Teil dieser Atmosphäre seinen Weg hineingefunden hat – dieses Gefühl von Klaustrophobie, das ich meiner Meinung nach nicht hätte umsetzen können, hätte es nicht diese Umstände gegeben.“
„Es war eines der besten Drehbücher, die ich je gelesen hatte“, erinnert sich Lowe begeistert, „mit schwarzem Humor, aber auch mit viel Pathos, Drama und Story sowie fantastischen Figuren.
Das Drehbuch gelangte in die Hände von Lanthimos, einem Filmemacher mit einer ambitionierten Vision, von dem Aster wusste, dass er Tracys neuer Geschichte Leben einhauchen könnte. „Yorgos hat einen sehr persönlichen, eigenwilligen Stil, ich wusste, er könnte der Geschichte eine ganz neue Bild- und Tonsprache verleihen“, so Aster. „Es wäre eine völlig neue Interpretation, genau wie Wills Drehbuch es schon im Laufe des Entwicklungsprozesses geworden war.“
Miky Lee, der den Film über CJ ENM mitentwickelt und -produziert hat, führt weiter aus: „Verwurzelt in der DNA des koreanischen Kinos, wurde BUGONIA mithilfe der Vision von Yorgos Lanthimos und Will Tracy in etwas Wagemutiges und Fantasievolles verwandelt, und dank der Brillanz von Emma Stone, Jesse Plemons und dem gesamten Team strahlend zum Leben erweckt. Damit erinnert der Film uns daran, dass authentische Geschichten sich zu neuen Formen weiterentwickeln und auf tiefgründige und unerwartete Weise neuen Anklang beim Publikum finden können.“
Als Lanthimos das Drehbuch las, konnte der gefeierte Autorenfilmer es sich sofort als Provokation mit schwarzem Humor vorstellen: eine neue Art von Psychothriller, entworfen für die große Leinwand und für die Absurdität unseres modernen Lebens. „Es ließ sich ungemein schnell durchlesen“, lobt Lanthimos Tracys Drehbuch. „Es war unterhaltsam. Es war komplex. Und es fühlte sich sehr relevant an. Es war zeitgemäß.”
Diese eigenwillige Sensitivität hat Lanthimos hier auf die Spitze getrieben, in seinem zutiefst anarchistischen und zutiefst humanen Werk. Darüber hinaus ist BUGONIA ein Film, der unbedingt im Kino erlebt werden will, lässt er die Zuschauer*innen doch zusammen lachen, weinen, aufstöhnen und erschrecken.
„Die meisten Filme sollten auf diese Weise genossen werden, in einem Kino und zusammen mit anderen Menschen. Das ist immer ein gemeinschaftliches Erlebnis, aber besonders dieser Film, weil er im wunderschönen VistaVision-Format gedreht wurde und mit dem Sounddesign von Johnnie Burn und der Filmmusik von Jerskin Fendrix aufwartet“, erklärt Lanthimos. „Es ist einfach ein sehr eindrucksvolles und dramatisches Erlebnis, sowohl in seiner Lächerlichkeit als auch in seinem Horror. Das kann nur im Kino voll und ganz erlebt werden.“

Der Keller
Teddys Keller in BUGONIA ist Lanthimos zufolge eine abgeschottete Umgebung, die fast wie ein verdrehtes wissenschaftliches Experiment funktioniert: Laborratten werden in ein Becken geworfen, das sämtliche Ängste, Sorgen und absurden Realitäten des modernen Lebens enthält. Doch dieses Experiment wird bald zu einer Art Jahrmarktspiegelkabinett, und das nicht nur für Teddy, Don und Michelle, also die eigentlichen Laborratten, sondern auch für uns als Zuschauer*innen.
„Durch die Begrenzung der Umgebung, in der sich dieser Konflikt abspielt, erweitern wir den Fokus auf die Charaktere und das, was sie repräsentieren, aber enthüllen auch, dass das anfangs scheinbar Offensichtliche möglicherweise nicht der Wahrheit entspricht“, so der Regisseur. „Der Film offenbart langsam Schicht für Schicht die Komplexität aller Figuren und lässt so jede und jeden, der den Film sieht, die eigenen Vorurteile überdenken.“
Am deutlichsten trifft das möglicherweise auf unser Verständnis von jemandem wie Teddy zu. In Vorbereitung auf seine Rolle vergrub Jesse Plemons sich in einem ganz eigenen
Kaninchenbau und las Bücher wie Naomi Kleins „Doppelgänger – Eine Analyse unserer gestörten Gegenwart“ zu unserem Zeitalter der Verschwörungsparanoia.
„Klein schreibt eine Sache, die wirklich Sinn ergibt, nämlich dass bei vielen Menschen, die sich zu irgendeiner Verschwörungstheorie hingezogen fühlen, der Ursprung dieser Angst durchaus richtig ist“, erläutert Plemons. „Der Gedanke, dass wir manipuliert werden, unsere Daten gesammelt und verwertet werden. Diese teuflischen Mächte und diese Art von kapitalistischer Maschinerie versuchen unser Leben zu kontrollieren. Und wenn man all diese berechtigten Gefühle hat, an wen kann man sich dann wenden? Die einzigen, die wirklich darüber sprechen, sind abseitige Verschwörungstheoretiker in ihren Podcasts. Doch der Ursprung des Empfindens ist nachvollziehbar.“
Diese komplexe Dynamik trifft genau ins Herz der verwirrenden Komplexität von BUGONIA. Mit seinen extremen Glaubensvorstellungen und Methoden mag Teddy wie der typische Aluhutverrückte erscheinen, doch die Wut und die Angst, die ihn antreiben – kapitalistische Ausbeutung, ökologische Katastrophen und das Gefühl, dass, wie er es sagt, „niemand sich einen Dreck um uns schert“ – sind absolut real.
Seine Beweggründe werden nur noch weiter verkompliziert durch eine düstere Vergangenheit, die allmählich (und auf furchterregende Weise) an die Oberfläche brodelt. „Das Leben hat es ziemlich beschissen mit ihm gemeint“, so Plemons weiter. „Seine Mutter ist nach ihrer Teilnahme an einer opioiden Medikamentenstudie ins Koma gefallen, und er will ihr verzweifelt helfen, doch auf seinem Weg dahin hat er sich ein wenig verirrt.“
Im Haus seiner Mutter im Herzen der USA – wo die Dinge, wie Stone anmerkt, seit ihrem Verschwinden in der Zeit stehen geblieben sind – verbringt Teddy seinen Alltag abseits seines Fabrikjobs mit Imkerei, der Erforschung der wahren Ordnung des Universums und dem gemeinsamen Training mit Don zur Verhinderung der Invasion einer außerirdischen Spezies. Er hat jede politische und konspirative Subgruppe durchlaufen, die es da draußen gibt, bevor er sich an die Theorie einer Kontrolle durch Andromeda geklammert hat. Dabei war sein tiefes Eintauchen in all diese bodenlosen Löcher anfangs vielleicht nur ein Abwehrmechanismus gegen die Flutwelle der Trauer und das tiefe Empfinden der Aussichtslosigkeit in einer Gesellschaft, die seine Familie benutzt und weggeworfen zu haben scheint.
„Er wurde ganz allein damit gelassen, all diese Gefühle vollkommener Macht- und Hoffnungslosigkeit zu sortieren“, führt Plemons weiter aus. „Das alles blubberte in ihm nach oben – und dann wohin damit? Wie bekomme ich diese schlimmen Umstände, in denen ich zurückgelassen wurde, unter Kontrolle? Dieser Glaube, bei dem er schließlich angekommen ist, hat ihm ein Gefühl von Macht und Sinn gegeben, und eine Methode, diese Dinge für sich zu sortieren, selbst auf indirekte Weise. Jedes Mal, wenn jetzt die Vergangenheit zur Sprache kommt, konzentriert er sich wieder ganz bewusst auf diese Mission.“
Plemons sieht in Teddy eine tragische Realität, wie viele sie in einer Ära der Isolation und Abkapselung erleben, wenn auch in einer extremeren Variante: „So viele Leute haben in der heutigen Welt das Gefühl, dass sie einfach komplett übersehen und vergessen werden. Als würden sie von den herrschenden Mächten nur irgendwie umhergeweht werden.“
In BUGONIA scheint Michelle die seelenlose Manifestation ebendieser Mächte zu sein. Die mächtige Geschäftsführerin eines biotechnischen Pharmaunternehmens hat alles, jede und jeden in ihrem Umfeld unter skrupelloser Kontrolle. „Geschäftsführerin zu sein und das Sagen zu haben, liegt in Michelles Natur“, sagt Stone. „Sie versucht sogar sofort, das auch inmitten dieser irrsinnigen Situation mit Teddy und Don zu tun, als sie entführt wird.”
Ganz egal, ob sie in Wahrheit eine außerirdische Herrscherin oder eine milliardenschwere Managerin ist, sie ist „eine Kraft, die anderen das Leben aussaugt und versucht, der Erde etwas wegzunehmen“, wie Stavros Halkios es ausdrückt, der einen örtlichen Polizisten spielt, der in Teddys Plan verwickelt wird.
Das ist zumindest der erste Eindruck, den man auf sie projizieren könnte. „Aber dann beginnt man sie Szene für Szene besser zu verstehen“, gibt Lanthimos zu bedenken. „Man beobachtet, wie sie all diese anderen Schichten enthüllt – oder zu verbergen versucht.“
Je mehr wir ein Gefühl für Michelle als reale Person bekommen – anstelle dessen, was sie als Machtfigur repräsentiert –, die Schmerz empfindet und ihre eigenen Gedanken hat, desto mehr scheut Don sich vor dem, was er und Teddy da tun. Ähnlich wie seine Theorie und die vor ihm liegende Mission Teddy eine gewisse Kontrolle über sein Leben zurückgegeben haben, will er dieses Gefühl von Bemächtigung an Don weitergeben, seinen jüngeren Cousin, der ebenfalls seine Familie verloren hat. „Er ist ein irgendwie schüchterner und ungeschickter Mensch, aber gleichzeitig demonstriert er trotzdem echten Mut und echte Stärke“, sagt Delbis über Don.
In gewisser Weise, merkt er weiter an, wird Don fast unabsichtlich in diese ganze Situation verwickelt – eine sensible Seele, die einzig und allein aus Liebe für die einzige Person, die ihm noch bleibt, zu gewalttätigen Extremen getrieben wird. „Teddy ist so ziemlich der letzte Mensch auf der Welt, bei dem Don das Gefühl hat, er kann auf ihn zählen und er ist ihm wichtig. Und Teddy sieht in Don unter Umständen genau dasselbe.“
Plemons bestätigt das: „Ihre Beziehung ist wirklich tragisch und wirklich wundervoll – sie beide sind alles, was der jeweils andere noch hat.“ Doch mit Voranschreiten der Mission ins Extreme wird Don schließlich wütend auf Teddy, seine Glaubensvorstellungen und die Dinge, die er gewillt ist Michelle anzutun, um die Wahrheit aus ihr herauszuholen. So wird seine Zwiespältigkeit letztlich zum Platzhalter für uns Zuschauer*innen.
„Don ist die Seele des Films und sein moralischer Kompass“, so Lanthimos. „Er repräsentiert das Publikum: Er ist ständig hin- und hergerissen. Er hinterfragt die Dinge, aber er ist Teddy gegenüber auch sehr loyal und will sich nicht gegen ihn stellen. Doch etwas in seinem Inneren sagt ihm, dass es vielleicht nicht richtig ist, was sie da machen.“
Die Besetzung
Bei der Arbeit an ihrem inzwischen fünften Projekt mit dem Regisseur vergleicht Emma Stone ihre Partnerschaft mit Lanthimos, als Schauspielerin wie als Produzentin, mit den Beziehungen innerhalb einer Theatergruppe. „Wir haben eine wirklich grandiose Arbeitsbeziehung, und die Crew und Teile der Besetzung sind sehr oft dieselben – da sind sehr viele Menschen, mit denen wir immer und immer wieder zusammenarbeiten können. Es fühlt sich wirklich wie eine Familiensituation an, in der man zwar ziemlich anspruchsvolles Zeug macht, aber auf eine Weise, die sich sicher und gut und eng verbunden anfühlt. Das ist sehr selten, und es ist fast unmöglich, ein solches Szenario zu reproduzieren.“
Ihre größte Gemeinsamkeit ist jedoch vielleicht das jeweilige Material, von dem sie sich angezogen fühlen. In BUGONIA sah Stone sofort dasselbe, was Lanthimos gesehen hatte: eine Art verzerrten, witzigen wie furchterregenden Spiegel der Welt von heute. „Ich schickte Emma das Drehbuch sofort, nachdem ich es gelesen hatte“, erinnert sich Lanthimos. „Ich vertraue ihrer Meinung und ihren Instinkten. Meine erste Reaktion war: Ich liebe es, aber ist es das Richtige für mich und für uns beide? Aber sie war sofort dabei und half mir bei der Entscheidung, das Projekt mit dem ganzen Team anzugehen.“
Teils als Resultat ihrer inzwischen langjährigen künstlerischen Partnerschaft überließ es Lanthimos Stone, ihr eigenes Maß für Michelle zu finden, eine vielschichtige Rolle, die eine neue Herausforderung für die Oscar®-Preisträgerin darstellte. „Es ist eine sehr schwierige Rolle – nicht nur körperlich, weil sie sehr viel durchmacht, sondern auch, weil sie eine Frau ist, von der man von Anfang an ein bestimmtes Bild hat, und das muss im Gleichgewicht bleiben, während sie langsam weitere Facetten von sich offenbart“, erläutert Lanthimos.
Während Michelle mit Teddy und Don ihre Freilassung verhandelt und aus Stunden Tage werden, scheint sich das Machtverhältnis stetig zu verlagern. Michelle wiederum scheint eine Wandlung zu vollziehen – die knallharte Geschäftsfrau wechselt ihre Strategien und gibt Geheimnisse preis, bei denen wir nie wirklich sicher sind, ob sie wahr sind.
„Es ist ein sehr komplexes Unterfangen, aus der Situation herauszukommen, in der sie sich befindet, also erwischt sie sich hier und da beim Lügen und sagt dann wieder die Wahrheit, aber niemand erkennt wirklich, was genau die Wahrheit ist“, so Lanthimos. „Der schmale Grat zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen echtem Charakter und Darbietung – das ist ein sehr komplexes, sehr empfindliches Gleichgewicht. Und Emma ist einfach unglaublich darin, genau das umzusetzen. Ihre Leistung ist wahnsinnig nuanciert und wahnsinnig kompliziert.“
„Sie ist ungemein engagiert und sehr offen dafür, zu experimentieren und Neues zu erkunden“, schwärmt Plemons von Emma Stone. „Sie hat so viele verschiedene Talente, physisch wie technisch, während sie gleichzeitig die vollkommene Freiheit besitzt, Dinge auszuprobieren.“
Plemons freute sich außerdem, wieder mit Lanthimos zu arbeiten, nachdem er 2024 in dessen Film Kinds of Kindness mitgewirkt hat. Empfunden hatte er diese Erfahrung als erfrischend, doch BUGONIA erwies sich als noch weitläufigere und auf einzigartige Weise herausfordernde Umgebung für seine Arbeit als Schauspieler, wie er zugibt: „„Man hat einfach das Gefühl, dass es sehr viel mehr Raum bietet, weil es nach ganz anderen Regeln funktioniert. Es ist ein Prozess, dem Verständnis für den Ton des Films so nahe zu kommen, wie man kann, und sich ihm dann einfach völlig zu ergeben und zu schauen, was passiert. Yorgos schafft diese besondere Art von Umgebung, bei der er erwartet und unbedingt will, dass jede und jeder einen eigenen Zugang dazu findet.“
Oder anders ausgedrückt, Plemons ist „die Art von Schauspieler, die man ihr Ding machen lässt“, wie Lanthimos kommentiert. „Er hat einen großartigen Instinkt. Außerdem ist er sehr sensibel, was die Dinge angeht, die im Drehbuch vor sich gehen. Aber vor allem schätze ich an ihm, dass seine Performance nicht zu kopflastig ist.“ Für Lanthimos war die Besetzung von Plemons, den er „einen der größten Schauspieler seiner Generation“ nennt, ein Leichtes, nachdem er ihn in Kinds of Kindness bereits in drei verschiedenen Rollen eingesetzt hatte. Er schickte Plemons umgehend das Drehbuch zu und vertraute der Fähigkeit des Schauspielers, Teddy mit Schichten zu versehen, die wir als Zuschauer*innen nur langsam zu sehen kriegen.
„Er bringt einfach eine Komplexität mit, die sich nur schwer in einem Drehbuch festhalten lässt“, fährt Lanthimos fort. „Man braucht einen Schauspieler, der alles selbst begreift, ohne dass wir es vorher besprechen. Er versteht den Charakter auf seine eigene Weise und bringt Dinge ein, die mir vielleicht gar nicht bewusst sind.“
Das vielleicht Wichtigste ist dabei, dass es ihm gelungen ist, das Herz eines zweifelhaften Extremisten mit einer gewissen Tragik und Schmerzlichkeit zu erfüllen. „Das ist eine Gabe: Er bleibt als Figur ziemlich sympathisch, selbst wenn er extreme und fragwürdige Dinge tut“, beschreibt Lanthimos Plemons’ Darbietung als Teddy. „Er schafft es, seine Menschlichkeit aufrechtzuerhalten. Dadurch fühlt man sich ihm trotz allem verbunden.“
Und doch entwächst jegliches Mitgefühl, das das Publikum inmitten der zunehmenden Grenzüberschreitungen von Teddys Mission empfindet, vor allem aus dem von Newcomer Aidan Delbis gespielten Don.
„Ich habe das Gefühl, die Entscheidung, Aidan als Don zu besetzen, war das Ass im Ärmel der ganzen Produktion“, schwärmt Plemons. „Er ist ein so wundervoller, interessanter, lustiger, liebenswerter und kluger Junge. Wir verstanden uns auf Anhieb, und es war eine der schönsten Beziehungsdynamiken, die ich jemals spielen durfte. Es war einfach unglaublich toll, jemanden dabeizuhaben, der so ehrlich ist.“
Von Beginn an wollte Lanthimos für die Rolle des Don keinen professionellen Schauspieler besetzen, wie er erläutert: „Ich versuche immer, Leute miteinzubeziehen, die noch nie gespielt haben, weil zwischen erfahrenen Schauspieler*innen und Laien immer etwas ganz Besonderes passiert, was diese ganz besondere Energie kreiert, die ich ungemein schätze und liebe.“
Als Delbis von dem offenen Casting erfuhr, beschränkte sich seine Schauspielerfahrung hauptsächlich auf den Schauspielunterricht in der Highschool und kleinere Rollen in Schulaufführungen. „Ich sah die Inhaltsangabe und die allgemeine Beschreibung des Charakters und dachte: ‚Okay, das versuche ich.‘ Und ich schätze, es ist gar nicht mal schlecht gelaufen“, scherzt Delbis. „Aber tatsächlich stellte sich heraus, dass ich mich an ein sehr viel größeres Projekt gewagt hatte, als gedacht.“
Bei Sichtung der Aufnahme seines ersten Vorsprechens waren Lanthimos und Stone sofort von seiner Authentizität ergriffen, wie Stone sich begeistert erinnert: „Er war brillant und so interessant und einfach wunderbar. Wir machten alle gemeinsam einen Kameratest, und er haute einfach alle um. Es ist verrückt, wenn man bedenkt, dass das hier sein erster Film ist.“
„Es war ein ziemliches Erlebnis“, schwärmt Delbis selbst. „Ich kam hier nicht nur in eine neue Form der Schauspielerei, ich betrat eine vollkommen neue Welt.“
Und doch liefert er mit seiner Debütrolle das ab, was Stone „das Herz des Films“ nennt, und ist der Anker für die Tragik und die Schmerzlichkeit des Films. Lanthimos erinnert sich daran, wie Delbis’ Performance ihn beim Dreh einer späteren Szene, in der Michelle und Don Gelegenheit für ein vertrauliches Gespräch haben, überwältigt hat: „Es ist ein entscheidender Teil des Films, in dem die zwei diesen einen Augenblick miteinander teilen. Aidans Darbietung in diesem Moment hat mich tatsächlich während des Drehs zu Tränen gerührt, was mir meines Erachtens noch nie beim Drehen passiert ist, vor dem Ansehen eines Films. Es war einfach so wahnsinnig ehrlich und mutig.“
Die Kamera
Die Arbeit mit VistaVision, dem Filmformat, das BUGONIA seinen üppigen und immersiven, umso erschreckenderen Look verleiht, ist Stone zufolge etwa so wie eine furchtbare Beziehung: „Der Umgang mit VistaVision ist so eine Art von ‚Sie-ist-heiß-und-sie-weiß-es‘- Situation. Es heißt ständig: ‚Ich weiß, ich bin wunderschön. Oh, ich hab aufgehört zu funktionieren, sorry! Aber ich bin doch so hübsch. Du willst mich zurück, oder etwa nicht?‘ So geht das die ganze Zeit.“
Konkreter kommt der Ärger von den seltenen Kameras – darunter die Wilcam 11, die einzige ihrer Art auf der ganzen Welt –, die Kameramann Robbie Ryan für den Film aufgespürt hat.
„Das sind echt alte Kameras, runderneuert, aber gelinde gesagt temperamentvoll“, so Stone.
Doch das Filmen auf VistaVision führt dank des einzigartigen Formats zu einem bemerkenswert satten Bild. „VistaVision ist zwar noch immer ein 35-mm-Format, aber es ist fast doppelt so groß wie das herkömmliche 35er-Format, weil es horizontal durch die Kamera läuft“, erläutert Ryan, der für seine vorangegangene Arbeit an Lanthimos’ The Favourite – Intrigen und Irrsinn und Poor Things Oscar®-nominiert war. „Ein größeres Negativ schafft einen anderen, ansprechenden Look. Da sind sehr viel mehr Informationen auf dem Negativ, und es sieht einfach wunderschön aus. Ich finde, es ist das perfekte Format für jede Art von Film, die es verdient, auf großer Leinwand gesehen zu werden.“
Lanthimos und Kameramann Robbie Ryan hatten sich bereits zuvor an VistaVision versucht, wenn auch nur im Rahmen von Filmformattests für Poor Things. „Bei Poor Things drehten wir am Ende nur eine Szene auf VistaVision, aber diese Bilder blieben uns wirklich im Gedächtnis”, sagt Lanthimos.
„Das Problem dabei ist, dass die Kamera sehr laut ist“, wie Ryan anmerkt. Mithilfe von IMAX- Techniker Scott Smith machte er die Wilcam 11 ausfindig. „Sie ist die leiseste, die in diesem Bereich zu haben ist, und es gibt nur eine, die so entworfen wurde.“
Doch selbst dabei gab es einen Nachteil, wie Lanthimos ergänzt: „Sie ist riesig. Da sitzen quasi Filmrollen von der Größe zweier großer Familienpizzen auf der Kamera.”
Nichtsdestotrotz wurde der Großteil des Films, abgesehen von ein paar Actioneinstellungen oder Szenen ohne Dialoge, auf der Wilcam 11 gedreht. „Das ist eine Sache, der man sich ganz verschreiben muss, also haben wir den Film komplett entsprechend diesem Drehformat gestaltet“, so Lanthimos. „Das heißt, wenn man eine schwere, große Kamera hat, wird es ein eher statischer Film, besonders in den Szenen im Haus und im Keller.“
Doch die Aufnahmen, die das Team einfing, schufen einen eindrucksvollen, manchmal beängstigenden Blick auf das zentrale Trio, während es im Keller seine Kämpfe ausficht. „Weil
VistaVision ein größeres Format ist, vermittelte es ein Gefühl von großformatiger Porträtmalerei, wie man sie noch immer in der Fotografie findet“, schließt Lanthimos. „Es ging vor allem um die handelnden Personen und darum, sie irgendwie überlebensgroß und in gewisser Weise fast statuenhaft zu machen.“

Das Produktionsdesign
Ryans Kameraarbeit eignete sich ganz besonders für das Element, das man als vierte Hauptfigur des Films betrachten könnte: Teddys Haus, eine auffällig gestaltete Manifestation seines Innenlebens, die von Grund auf gebaut wurde.
„Wir haben eine komplett immersive Umgebung im Außenbereich eines luxuriösen Landguts in London gebaut, eingebettet in ein kleines Tal“, erklärt Produktionsdesigner James Price.
„Wir haben dieses Set allerdings nicht nur für die Außenaufnahmen gebaut, wie man es traditionell tun würde. Üblicherweise würde man hier das Äußere errichten und das Interieur würde dann irgendwo auf einer Studiobühne entstehen. Aber wir haben hier Äußeres wie Inneres komplett an einem Ort gebaut.“
Price gestaltete das Haus mit mehreren detailreichen Schichten, damit es so aussah, als stamme es aus der Zeit von Teddys Kindheit. „Es sind eher szenische Schichten oder eine Art gealterte Schichten“, sagt Price, der zuvor mit Lanthimos an Poor Things gearbeitet hat. „Der Film spielt in der Gegenwart, aber er fühlt sich nicht so an, weil er in einer Art klassischem 1990er-Jahre-Americana-Ranchhaus angesiedelt ist. Er steckt gewissermaßen in dieser Epoche fest.”
Das Set war so immersiv, dass Besetzung und Crew fast vergaßen, dass sie sich auf dem englischen Land befanden und nicht wirklich in einem maroden Farmhaus im Herzen der USA. Das Rundumdesign – von dem vieles nicht einmal vor der Kamera auftaucht, wie Lanthimos zugibt – prägte die Produktion auf jeder Ebene, aber ganz besonders die Schauspieler*innen bei der Verkörperung ihrer Rollen.
„Es ist immer ein wirklich ausschlaggebender Teil jeder Geschichte, zu sehen, wo jemand lebt und wie ihr oder sein Privatleben aussieht“, beschreibt es Plemons. „Das erste Mal, als ich dieses Haus betreten habe, hat es jede Vorstellung übertroffen, die ich in meinem Kopf hatte. Es gehört zu den besten Produktionsdesigns, die ich je gesehen habe, dank der Liebe zum Detail und all den kleinen Verschrobenheiten. Man kann dieses Set dreißigmal erkunden und findet trotzdem noch neue Kleinigkeiten und Details. Noch bevor ich es gesehen hatte, stellte ich mir Teddy so vor, dass er in der Zeit seines Lebens gefangen war, als seine Welt komplett auf den Kopf gestellt wurde – und dass sich genau das in dem Design widerspiegelte, war unglaublich.“
Prices Arbeit erwies sich allerdings in mancher Hinsicht als fast zu realistisch. „Dieser Keller war so schmuddelig, abstoßend und trostlos, dass ich mir jeden Tag sagen musste: Die haben das gerade erst gebaut, wir sind nicht in einem fünfzig Jahre alten, heruntergekommenen Keller, er ist brandneu“, wie Stone zugibt. „Er war so wundervoll gemacht, eine komplett neue Konstruktion, die auf fast widerliche Weise überhaupt nicht neu aussah.“

Kostüme, Frisuren und Maske
Ein zentraler Aspekt für das Verständnis ihrer Figuren war für Stone und Plemons, das Aussehen von Michelle und Teddy zu finden, jeweils mithilfe von Hair-&-Make-up-Leiter Torsten Witte und Kostümbildnerin Jennifer Johnson. Während Plemons sich für Teddys ungekämmten Pferdeschwanz auf Extensions verließ („Die finde ich perfekt für Teddy“), musste Stone sich für die Rolle tatsächlich den Kopf rasieren.
„Wenn es um solcherlei Prothesen geht und man zwölf Stunden lang drehen will, würde es viel zu viel Zeit kosten, wenn Emma sich im Maskenstuhl eine Glatzenperücke aufsetzen lassen müsste“, kommentiert Witte. „Es ist wirklich einfacher, wenn sie sagt: ‚Weißt du was, ich rasiere mir hierfür einfach den Kopf.‘“
Eine Hilfe war Stone bei ihrer durchaus dramatischen Verwandlung möglicherweise ein Pakt, den sie mit Lanthimos schloss. „Als ich wusste, dass wir den Film machen würden, sagte ich ihm: ‚Du wirst dir auch den Kopf rasieren müssen, aus Solidarität mit mir‘“, erzählt die Schauspielerin. „Also haben wir das getan. Er hat zuerst sich den Kopf rasiert und hat mir dann meinen rasiert. Wir mussten nur alle paar Tage nachrasieren. Dadurch gab es bei diesem Film keinen allzu großen Vorbereitungsprozess am Morgen, was schön war.“
Für die Garderobe wollte Lanthimos interessante visuelle Archetypen, die man mit den Charakteren verbinden würde: die mächtige Geschäftsführerin, der Typ, der in einer Einrichtung zum Scannen von Paketen arbeitet, jemand, der gar nichts tut und den ganzen Tag zu Hause Videospiele spielt.
Johnson wollte Michelle wie eine Geschäftsführerin einkleiden, die fast wirkt, als würde sie nur das Kostüm einer Managerin tragen (ein Ansatz, der am Ende des Films deutlicher wird).
„Vielleicht hat sie einen Assistenten, der ihr dabei hilft eine Liste zu schreiben: So auf die Art, hier ist ein Bild einer Geschäftsführerin, ich brauche einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd, Louboutin-Schuhe und diese Handtasche“, führt Johnson aus. „Sie ist so ziemlich der Archetyp einer Geschäftsführerin. Sie hat nicht wirklich einen eigenen Stil oder eine eigene Persönlichkeit. Die Idee ist, dass sie immer dasselbe trägt. Wenn man also alte Fotografien von ihr in ihrem Büro sieht, trägt sie darauf exakt denselben Anzug. Sie hat einen ganzen Schrank voll mit diesen McQueen-Anzügen, den Louboutin-Schuhen und den Saint-Laurent- Taschen.“
Plemons wurde für Teddy größtenteils in sehr praktische Kleidung gesteckt: die Outfits eines Mannes, der seine Tage damit zubringt, in einer Versandfirma zu arbeiten und zu Hause zu imkern. „Der Honig ist sehr klebrig und schmierig, und das Wachs aus den Bienenkästen und dem Bienenstock bleibt meistens an der Kleidung hängen, also ist er ziemlich schmutzig, weil er überhaupt kein Interesse an seinem Aussehen hat“, so Johnson. „Er hat Wichtigeres zu tun als zu duschen.“
Und doch fügte Johnson subtile Noten hinzu, die auf eine Art zweite Identität von Teddy hindeuten, als würde er in Nachtschichten als Retter der Welt agieren. „Er ist eine Art Superheld, und ich wollte, dass sein Kostüm sich ein bisschen nach Comic anfühlt“, fährt sie fort. „Er ist also nicht nur in der Zeit stecken geblieben, er ist auch irgendwie dieser ganz
alltägliche Superheld, der darüber hinaus davon besessen ist, sich selbst vor den Außerirdischen zu schützen. Die sind nämlich radioaktiv, und er schützt sich durch einen Stoff zur Abschirmung elektromagnetischer Strahlung, weshalb sich Silberfarbe durch die meisten seiner Kostüme zieht.“
Doch das möglicherweise verräterischste Kleidungsstück war gar nicht Teil von Teddys Garderobe. In einer frühen Szene, in der Teddy und Don sich für die Verhandlungen mit der festgeketteten Michelle vorbereiten, trägt das Duo schlecht sitzende, abgetragene Anzüge, die sehr wahrscheinlich aus einer alten Kiste im Haus stammen. „Diese Anzüge verraten sofort mehr über einen abwesenden Vater, als es jede Rückblende könnte“, so Lanthimos. „Es ist nur ein Verweis darauf, dass Teddys Vater diese Anzüge zurückgelassen hat, aber sie sind nun Teil des Hauses, zusammen mit all diesem Zeug, das aus einem vergangenen Leben stammt und sich dort überall stapelt.“

Musik & Schnitt
Während wir glauben sollen, dass Teddy und Don in ihrem schmuddeligen Keller wahrhaftig für das Schicksal der Menschheit kämpfen, ist es die pompöse und kräftige Musik des Films, die dabei hilft, das Risiko ihrer Mission zu erhöhen. Komponiert von Jerskin Fendrix, der zuvor an Poor Things und Kinds of Kindness mit Lanthimos gearbeitet hat, wurde die Filmmusik mit dem London Contemporary Orchestra eingespielt, was dem Film einen gelegentlich furchterregend kolossalen Klang verleiht.
„Wir hatten ein neunzigköpfiges Orchester im Raum, was einen sehr mächtigen Sound schafft“, so Fendrix. „Und diese Musiker haben Lust herumzuspielen, sie haben Lust zu experimentieren, sie haben Lust, sich musikalisch lächerlich zu machen, was nicht viele Orchester wollen. In der Lage zu sein, mit einem Orchester zu arbeiten, das diesen Standard hat, aber auch diese Flexibilität, aus der ich einige ungewöhnlichere und provokativere Klänge ziehen konnte, war ein absolutes Vergnügen.“
Die Klänge, die Fendrix so geschaffen hat, passen zu der Härte und zu der Dimension, die Teddy und die vor ihm liegende Mission an sich hatten. „Vieles davon ist sehr jugendlich: Es ist sehr rau, sehr ängstlich, und es ist laut und übertrieben”, beschreibt Fendrix seine Komposition. „Und ich denke, genau so ist Teddy in dem Film – er hat mit allem recht, er versucht, die Welt zu retten, aber er ist auch wütend und nicht in der Lage, seine Gefühle im Zaum zu halten. Die Musik ist ein guter Spiegel dafür. Sie ist sehr extrem und teenagerhaft.”
Im weiteren Sinne hat die Filmmusik die nötige würdevolle Schwere, um zwischen zwei gleichermaßen intensiven Realitäten hin und her zu wechseln: dem scheinbaren Wahnsinn der Überzeugungen und des Handelns von Teddy und Don einerseits und der ernsten Bedrohung einer potenziell bevorstehenden Apokalypse andererseits. „Der Film handelt von zwei Typen, die jemanden in ihrem Keller einsperren und foltern und die wirken, als würden sie wahnsinnig werden, aber auf einer anderen Ebene versuchen sie aufrichtig, die Vernichtung der Menschheit aufzuhalten“, fährt Fendrix fort. „Die Musik verstärkt also zu einem gewissen Grad den Gedanken, dass das hier tatsächlich ein großes weltumspannendes Drama ist.“
Während die Intensität der Musik den ganzen Film hindurch oft mit Wucht in die Eingeweide trifft, wird dieses Gefühl durch den Schnitt noch weiter gesteigert. Lanthimos’ langjähriger Cutter Yorgos Mavropsaridis betrachtet jedes Projekt mit dem Regisseur als vollkommen einzigartigen Prozess: „Auch wenn Yorgos Lanthimos’ Filme durch eine sehr eigentümliche Weltsicht geprägt sind, erfordert jeder Film aufs Neue, diese zu entdecken und den Eigenwilligkeiten jedes Films zu folgen, ebenso wie der immer weiter sich entwickelnden und ausdehnenden Vision von Lanthimos.“
BUGONIA wurde von Mavropsaridis so montiert, dass der Schnitt die konkurrierenden und miteinander kollidierenden Perspektiven des zentralen Trios widerspiegelt und unter der Oberfläche gleichzeitig ein Gefühl hoher Risiken brodeln lässt, die sich für uns als Publikum durchgehend real anfühlen. „Wir haben versucht, die Zuschauer*innen in die subjektive und oft widersprüchliche Welt der Protagonist*innen zu entführen, mit all ihren Bestrebungen, ihren Makeln, ihren spezifischen Tonalitäten. Gleichzeitig wollten wir dem Publikum helfen, das größere Ganze zu rekonstruieren, das nicht nur das Dilemma dieser Charaktere beeinflusst, sondern auch uns, mit allen fatalen Konsequenzen, sollten wir nicht bereit sein, den Kurs zu ändern, um die Erde und unsere gemeinsame Zukunft zu schützen.”

ÜBER DIE SCHAUSPIELER*INNEN
Die zweifach Oscar®-prämierte Schauspielerin und Produzentin EMMA STONE (Michelle / Produktion) hat sich ihren Platz als eine der vielseitigsten und begehrtesten derzeit tätigen Kreativen Hollywoods gesichert, nachdem sie die Branche mit ihrer preisgekrönten Arbeit in vielen der meistbeachteten Filme des vergangenen Jahrzehnts gefesselt hat.
Zuletzt war sie im letzten Yorgos-Lanthimos-Film Kinds of Kindness (Searchlight) an der Seite von Jesse Plemons, Willem Dafoe, Margaret Qualley und Joe Alwyn zu sehen. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt und kam im Sommer 2024 in die Kinos.
Nach BUGONIA wird sie dieses Jahr noch im kommenden A24-Film Eddington auftreten. Der zeitgenössische Western von Autor und Regisseur Ari Aster ist außerdem mit Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Luke Grimes und Austin Butler besetzt und feierte seine Premiere im vergangenen Mai in Cannes.
Anfang 2024 war Stone Hauptdarstellerin und Produzentin von Yorgos Lanthimos’ gefeiertem Film Poor Things, der die Geschichte von Bella Baxter (Stone) erzählt, einer jungen Frau, die von einem exzentrischen, aber brillanten Wissenschaftler wieder zum Leben erweckt wird. Neben Stone gehörten auch Willem Dafoe, Mark Ruffalo, Ramy Youssef und Jerrod Carmichael zur Besetzung. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig 2023 und gewann in der Folge den Goldenen Löwen. Stone erhielt für ihre Leistung Oscar®, Golden Globe, Critics Choice Award, BAFTA sowie den Desert Palm Achievement Award des Palm Springs International Film Festival, während Poor Things selbst mit dem Golden Globe für den Besten Film – Musical oder Komödie ausgezeichnet wurde. Zusätzlich erhielt der Film diverse SAG-Nominierungen, u. a. für Stone, und insgesamt elf Oscar®- Nominierungen, u. a. als Bester Film. Damit ist Stone erst die zweite Frau, die im selben Jahr als Hauptdarstellerin wie als Produzentin für einen Oscar® nominiert wurde, nach Frances McDormand für Nomadland im Jahr 2021.
Im November 2023 startete mit The Curse von Showtime und A24 eine genreübergreifende Serie mit Stone als Hauptdarstellerin, die erzählt, wie ein vermeintlicher Fluch die Beziehung eines frisch verheirateten Paares stört, während beide versuchen ein Kind zu bekommen und gleichzeitig in einer problematischen neuen Realityshow mitspielen. Stone fungierte außerdem gemeinsam mit Dave McCary und Ali Herting unter ihrem Fruit-Tree-Banner als Ausführende Produzentin der Serie, die beim New York Film Festival ihre Premiere feierte und bei Showtime und Paramount+ ausgestrahlt wurde. Für ihre Rolle darin erhielt Stone 2024 eine Golden- Globe-Nominierung als Beste Schauspielerin einer Dramaserie.
2020 gründete Stone mit McCary und Herting die Produktionsfirma Fruit Tree, die einen First- Look-Deal mit Fremantle zu Entwicklung und Produktion neuer TV-Projekte von Dokus bis hin zu Formaten mit und ohne Skript abschloss, nachdem sie zuvor zwei Jahre lang den gleichen TV-Deal mit A24 unterhalten hatte. 2024 unterzeichnete Fruit Tree außerdem einen First-Look- Filmdeal mit Universal Pictures. Zu den Projekten, die Stone mit Fruit Tree realisiert hat, zählen u. a. Jesse Eisenbergs Regiedebüt When You Finish Saving the World, Problemista, ein Film, der im März 2023 beim South by Southwest Film & TV Festival uraufgeführt wurde, The Curse (gemeinsam mit Nathan Fielder sowie Josh und Benny Safdie), Julio Torres’ Serie Fantasmas, die im November 2024 online ging und 2025 einen Peabody Award gewann, Jane Schoenbruns gefeierter Film I Saw the TV Glow, der 2024 beim Sundance Film Festival uraufgeführt wurde und Nominierungen für Gotham wie Independent Spirit Awards bekam, sowie Jesse Eisenbergs gefeierter Film A Real Pain, der seine Weltpremiere beim Sundance Film Festival 2024 feierte, von American Film Institute wie auch National Board of Review zu den zehn besten Filmen 2024 gezählt wurde und Nominierungen für Oscar®, BAFTA, SAG Award, Critic’s Choice Award, Golden Globe, Gotham Award und Independent Film Award erhielt.
2018 war Stone neben Rachel Weisz, Olivia Colman und Nicholas Hoult in Yorgos Lanthimos’ Film The Favourite – Intrigen und Irrsinn von FOX Searchlight zu sehen und erhielt für ihre Performance diverse Nominierungen, u. a. für Oscar®, Golden Globe, SAG Award und BAFTA. Der insgesamt für zehn Oscars® nominierte Historienfilm erzählt von den politischen Machenschaften hinter den Kulissen der Herrschaft von Königin Anne, der letzten Monarchin des Hauses Stuart.
2016 gewann Stone den Oscar® als Beste Hauptdarstellerin für Damien Chazelles Film La La Land, für den sie außerdem mit SAG, Golden Globe und BAFTA sowie als Beste Darstellerin bei den Filmfestspielen von Venedig geehrt wurde. Gemeinsam mit ihrem Co-Star Ryan Gosling wurde sie beim Santa Barbara Film Festival als Darsteller des Jahres und gemeinsam mit Gosling und Chazelle beim Palm Springs International Film Festival mit dem Vanguard Award ausgezeichnet.
Im Sommer 2021 spielte Stone die Titelrolle der Cruella de Vil in Cruella von Disney+. Der Film erzählt die Hintergrundgeschichte der Schurkin aus 101 Dalmatiner und zeigt auf, was sie zu der ikonischen Welpenhasserin aus dem Original von 1961 gemacht hat. Der Film mit Emma Thompson in einer Nebenrolle startete im Mai 2021, verschaffte Stone eine Golden- Globe-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin – Musical oder Komödie und war ein solcher Erfolg, dass aktuell eine Fortsetzung in Arbeit ist, erneut mit Stone als Cruella.
2020 gehörte sie neben Ryan Reynolds, Nicolas Cage und Peter Dinklage zur Synchronbesetzung von Die Croods – Alles auf Anfang, der Fortsetzung des DreamWorks- Animation-Hits Die Croods. Der Film wurde trotz der Pandemie zu einem riesigen Kassenerfolg und erhielt eine Golden-Globe-Nominierung als Bester Animationsfilm.
Im Jahr davor kehrte Stone gemeinsam mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg und Abigail Breslin für Zombieland: Doppelt hält besser zurück, die Fortsetzung von Ruben Fleischers Abenteuerkomödienklassiker von 2009. Der Film kam im November 2019 in die deutschen Kinos.
Im Herbst 2018 war Stone sowohl Hauptdarstellerin als auch ausführende Produzentin der Netflix-Serie Maniac von Regisseur Cary Fukunaga, in der sie und Jonah Hill als Patient*innen eines mysteriösen Instituts von der Realität losgelöst sind. Die Serie nach Vorbild eines norwegischen Originals markierte Stones Fernsehdebüt sowie ihre erste Rolle als Produzentin. Dafür erhielt sie eine Nominierung für den Producers Guild Award sowie eine für den SAG Award als Hauptdarstellerin eines TV-Films oder einer Mini-Serie.
2017 spielte Stone in Battle of the Sexes – Gegen jede Regel (Fox Searchlight) neben Steve Carell als Bobby Riggs die Billie Jean King. Die Regiearbeit von Jonathan Dayton und Valerie Faris erzählt die wahre Geschichte des Tennismatches zwischen Ex-Champion Riggs und King und verschaffte Stone ebenfalls eine Golden-Globe-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin – Musical oder Komödie.
Ebenfalls mehrere Auszeichnungen konnte Stone für den gefeierten Film Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (Fox Searchlight) verbuchen, der einen SAG Award für das Beste Ensemble sowie Independent Spirit Award und Oscar® für den Besten Film gewann. Ihre Performance verschaffte ihr Nominierungen für Oscar®, Golden Globe, SAG und Independent Spirit Award.
Zu ihren weiteren Projekten gehören u. a. Woody Allens Irrational Man, Cameron Crowes Aloha – Die Chance auf Glück, Woody Allens Magic in the Moonlight, die zwei Teile des Superheldenfranchise The Amazing Spiderman, der Oscar®-nominierte Animationsfilm Die Croods von DreamWorks Animation, der Actionfilm Gangster Squad, Einfach zu haben, der ihr eine Golden-Globe-Nominierung und einen MTV Movie Award für die Beste Komödiendarstellung einbrachte, das preisgekrönte Drama The Help, die romantische Komödie Crazy, Stupid, Love, Freunde mit gewissen Vorzügen (Screen Gems), das Indiedrama Paper Man – Zeit erwachsen zu werden, die 20th-Century-Fox-Komödie Marmaduke, die Erfolgskomödie Zombieland (Columbia Pictures), die romantische Komödie Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen (Warner Brothers), die Columbia- Pictures/Happy-Madison-Erfolgskomödie House Bunny, The Rocker – Voll der (S)Hit (20th Century Fox) und die Komödie Superbad von Produzent Judd Apatow.
Wenn sie nicht vor der Kamera steht, tritt Stone für Stand Up To Cancer (SU2C) ein, eine bahnbrechende Initiative zur Beschleunigung innovativer Krebsforschung, die Betroffenen schnell zu neuen Therapien verhilft und inzwischen Leben rettet. Laura Ziskin, die verstorbene Produzentin von The Amazing Spiderman, hat die Organisation ins Leben gerufen und Stone an Bord geholt.
Zusätzlich zu SU2C sitzt Stone im Vorstand des Child Mind Institute, einer gemeinnützigen Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben von Kindern und Familien zu verändern, die mit geistigen Erkrankungen und Lernbehinderungen zu kämpfen haben. Sie ist außerdem Botschafterin für Gilda’s Club New York City, benannt nach der verstorbenen Komikerin und ursprünglichen SNL-Darstellerin Gilda Radner. Gilda’s Club bietet einen Ort, an dem Menschen, die unter Krebs leiden, zusammenkommen und einander emotional unterstützen können. Stone ist inzwischen aktives Mitglied der Gemeinschaft von Gilda’s Club und interagiert als solches mit den jüngeren Abteilungen für Kinder und Teenager. Außerdem ist Stone das aktuelle Gesicht von Louis Vuitton und fungiert als Botschafterin der Luxusmarke.
Der am 2. April 1988 in Dallas, Texas geborene JESSE PLEMONS (Teddy) begann seine Schauspielkarriere im zarten Alter von drei Jahren und demonstrierte bereits damals eine natürliche Begabung, die seine spätere erfolgreiche Karriere definieren sollte. Bekanntheit erlangte er als vielgeliebter Landry Clarke in der Emmy-prämierten Serie Friday Night Lights, in der er das Publikum mit seiner nuancierten Performance fesselte. Später beeindruckte er mit seiner verstörenden, aber vielschichtigen Darstellung des Todd Alquist in Breaking Bad, mit der er sich 2013 den IGN Award als Bester Fernsehschurke sicherte.
Zu seiner umfangreichen Filmografie zählen herausragende Rollen in Paul Thomas Andersons Psychodrama The Master, Scott Coopers Crimethriller Black Mass, Steven Spielbergs Drama über den Kalten Krieg Bridge of Spies – Der Unterhändler, John Lee Hancocks Crime-Comedy Game Night, Steven Spielbergs Drama Die Verlegerin, Martin Scorseses Epos The Irishman, Vince Gilligans El Camino: Ein „Breaking Bad“-Film, Shaka Kings historisches Drama Judas and the Black Messiah, Jaume Collet-Serras Actionabenteuer Jungle Cruise, Scott Coopers Horrorthriller Antlers, Charlie Kaufmans surreales Drama I’m Thinking of Ending Things, Jane Campions Western The Power of the Dog (für den er für einen Oscar® als Bester Nebendarsteller nominiert wurde), Martin Scorseses Historienepos Killers of the Flower Moon, Yorgos Lanthimos’ Anthologie Kinds of Kindness sowie ein kommender noch titelloser Film von Alejandro Iñárritu.
Im Fernsehen erntete Plemons viel Lob für seine Rolle in der zweiten Staffel von Fargo, die ihm eine Emmy-Nominierung und einen Critics’ Choice Award verschaffte, sowie für seine ebenfalls Emmy-nominierte eindringliche Performance in Black Mirror und einen fesselnden Auftritt bei Love & Death mit Elizabeth Olsen von HBO Max.
AIDAN DELBIS (Don) trat dieses Jahr dem Miracle Project bei, einem komplett inklusiven Kunstprogramm mit Fokus auf das Aufbauen von Kommunikation, Selbstvertrauen und Lebenskompetenzen für neurodivergente und behinderte Personen. Außerdem lernt er im Actors Circle L.A. Vor seinem Abschluss 2024 trat Aidan drei Jahre lang mit dem Schauspielkurs seiner Highschool auf, u. a. in „Dracula“ und „Almost, Maine“, was ihm eine Mitgliedschaft in der International Thespian Society auf Lebenszeit verschaffte, während er gleichzeitig Leichtathletik trainierte. Delbis bewundert die Arbeit von Vincent Price und ist großer Horrorfan, wobei Nightmare – Mörderische Träume, Scream und Es zu seinen Lieblingsfilmen zählen.
ALICIA SILVERSTONE (Sandy) ist bestens bekannt für ihre gefeierten Rollen, die ihr Emmy- und Golden-Globe-Nominierungen verschafft haben. Bis heute ist sie ein fester Name in der Schauspiel- wie auch Aktivismusgemeinschaft.
Jüngst stand sie für Pretty Thing vor der Kamera, den neuen Film von Regisseur Justin Kelly, in dem aus einer heißen, stürmischen Romanze ein ebenso fesselnder wie verstörender Erotikthriller wird, als eine erfolgreiche Frau ihrem jüngeren Liebhaber den Laufpass gibt und bald darauf zum Ziel seiner außer Kontrolle geratenden Obsession wird. Der Thriller startete im Juli in den US-Kinos und im Streaming.
Des Weiteren spielt sie aktuell in der Serie Irish Blood, die sie auch produziert hat und in der eine erfolgreiche Scheidungsanwältin aus Los Angeles sich nach Erhalt eines Briefes von ihrem Vater aufmacht, das Rätsel seines Verschwindens zu lüften.
Ende des Jahres wird Silverstone in dem Netflix-Weihnachtsfilm A Merry Little Ex-Mas zu sehen sein, den sie auch ausführend produziert hat. In der romantischen Komödie spielt sie eine Hälfte eines kürzlich getrennten Paares, das versucht, ein letztes Weihnachten mit seinen Kindern zu feiern, bevor sie umzieht und einen Neuanfang versucht. Kompliziert wird es, als ihr Ex seine neue Freundin mitbringt, was zu haufenweise Komik führt. Der Film erscheint am 9. November auf dem Streamingdienst.
Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass Silverstone in ihre ikonische Rolle als Cher Horowitz zurückkehren wird, und zwar für eine Peacock-Fortsetzungsserie zu Clueless – Was sonst!, die als Fortsetzung des Kultfilms aus den 1990er-Jahren fungiert. Silverstone wird außerdem gemeinsam mit den Autor*innen Josh Schwartz, Stephanie Savage und Jordan Weiss als ausführende Produzentin agieren.
2023 trat Silverstone für Netflix in Grant Singers Film Reptile auf, der sie neben Justin Timberlake auch mit ihrem ehemaligen Co-Star Benicio Del Toro wiedervereinte. Der Thriller erzählt von dem hartgesotten New-England-Detective Nichols (Del Toro) und seiner unaufhörlichen Beschäftigung mit einem Fall, der beginnt die Illusionen seines eigenen Lebens aufzurollen. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival 2023 und wurde kurz darauf auf der Plattform veröffentlicht. Außerdem spielte Silverstone mit Hasan Minhaj in dem Film Mustache, der beim SXSW Film Festival 2023 uraufgeführt wurde und den Publikumspreis gewann, sowie in Jennifer Reeders Horrorfilm Perpetrator, der seine Weltpremiere bei der Berlinale 2023 feierte und seine US-Premiere beim Tribeca Film Festival.
Ihr Spielfilmdebüt feierte Silverstone 1993 als Adrienne Forrestermade in dem Film Das Biest, in dem sie als Teenagerin einen älteren Mann in den Ruin treiben will, nachdem dieser ihre Zuneigung abgewiesen hat. Die Rolle verschaffte ihr zwei MTV Movie Awards, für die Beste Breakthrough Performance und die Beste Schurkin.
Nachdem sie in einer Reihe von Aerosmith-Videos unter der Regie von Marty Callner aufgetreten war, wurde Filmemacherin Amy Heckerling auf Silverstone aufmerksam und bot ihr die Hauptrolle der Cher in Clueless – Was sonst! an, der im Sommer 1995 zum Sleeper- Hit und Kritikerliebling wurde. Für ihre Darstellung erhielt Silverstone einen National Board of Review Award für die Beste Breakthrough Performance, MTV Movie Awards für die Beste weibliche Darbietung und Most Desirable Female sowie den American Comedy Award als Lustigste Schauspielerin in einem Film.
Daraufhin wurde Silverstone schnell zu einem Begriff, spielte als Nächstes das Batgirl in Batman & Robin mit George Clooney und war an der Seite von Benicio Del Toro und Christopher Walken Hauptdarstellerin und Produzentin der schwarzen Komödie Ärger im Gepäck. Zu ihren weiteren Filmprojekten zählen u. a. Yorgos Lanthimos’ gefeierter Thriller The Killing of a Sacred Deer mit Colin Farrell und Nicole Kidman, Gregs Tagebuch – Böse Falle!, Book Club – Das Beste kommt noch mit Jane Fonda, Diane Keaton und Candice Bergen, The Lodge mit Riley Keough und Richard Armitage, Last Survivors, The Requin – Der Hai, Hideaway – Das Versteckspiel mit Jeff Goldblum, Le Nouveau Monde mit James Gandolfini, Eve und der letzte Gentleman mit Brendan Fraser, Global Heresy mit Peter O’Toole, Scooby Doo 2 – Die Monster sind los, Beauty Shop mit Queen Latifah, Kenneth Branaghs Shakespeare-Adaption Verlorene Liebesmüh’, Stormbreaker mit Mickey Rourke und Ewan McGregor sowie Abgezockt! mit Woody Harrelson und John Cleese.
Im Fernsehen spielte Silverstone u. a. in Ryan Murphys gefeiertem Film American Horror Stories, Masters of the Universe – Revelation auf Netflix, in der Familiendramaserie Der Babysitter-Club nach Ann M. Martins Bestsellerbuchreihe, American Woman nach dem wahren Leben der Produzentin von The Real Housewives of Beverly Hills Kyle Richards, Suburgatory auf ABC, Kate Fox & die Liebe von NBC, wofür sie für den Golden Globe nominiert wurde, und in der von ihr auch produzierten ABC-Family-Trickserie Braceface (Alles klar, Sharon Spitz?).
2009 veröffentlichte Silverstone ihr erstes Buch „Meine Rezepte für eine bessere Welt“, das es auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste schaffte und Silverstones Reise zu einer bewussteren Ernährung beschreibt. Mit umfassender wissenschaftlicher Untermauerung offenbart sie darin, wie sie sich dadurch besser fühlt, als sie es je für möglich gehalten hat. Ihr zweites Buch „The Kind Mama: A Simple Guide to Supercharged Fertility, a Radiant Pregnancy, a Sweeter Birth, and a Healthier, More Beautiful Beginning“ veröffentlichte Silverstone im April 2014. Sie ist außerdem Mitgründerin von My Kind Organics, der ersten lebensmittelbasierten, natürlichen und nicht gentechnisch veränderten veganen Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt, mit der sie einen beachtlichen Erfolg gefeiert hat.
STAVROS HALKIAS (Casey) ist ein Comedian, Schauspieler und Autor aus Baltimore, Maryland, der inzwischen in New York lebt. Jüngst war er Autor, Produzent und Darsteller der Indiekomödie Let’s Start A Cult. Sein neustes Stand-up-Special Fat Rascal wird auf Netflix gestreamt und folgt auf sein Debütspecial Live At The Lodge Room, das in seinen ersten vier Tagen eine Million Male gesehen wurde und inzwischen die sieben Millionen übertroffen hat.
Als einer der heute gefragtesten Comedians auf Tour absolviert Halkias derzeit seine
„Dreamboat Tour“. Sein Podcast „Stavvy’s World“ stieg auf Platz 3 der iTunes Comedy Charts ein und konnte in seinem ersten Jahr Hunderttausende Abonnent*innen gewinnen. Neben BUGONIA ist er demnächst in Tony (A24) zu sehen, einem Film über Anthony Bourdain. Außerdem spielt er in der Netflix-Comedyserie Tires mit, wo er das Fernsehpublikum mit seinem schnellen Scharfsinn und seinem ungewöhnlichen Charme verzaubert.
Halkias ist Gründungsmitglied und ehemaliger Co-Moderator des Erfolgspodcasts „Cum Town“ (2016–2022) und war auch in Steven Soderberghs Sci-Fi-Serie Command Z zu sehen. Abseits der Comedy feierte er 2023 sein Laufstegdebüt bei der Paris Fashion Week von KidSuper und wurde von Vogue als „the plus-est of plus-size models“ gewürdigt. Sein ultimativer Traum? Berühmt genug werden, um seiner Mutter ein hübsches Zuhause zu kaufen, dann das Showgeschäft verlassen und ein Surf-’n’-Turf-Restaurant in East Baltimore eröffnen.

ÜBER DIE FILMEMACHER*INNEN
YORGOS LANTHIMOS (Regie, Produktion) ist ein international angesehener, sechsfach Oscar®-nominierter Regisseur, Produzent und Drehbuchautor und Gewinner zahlreicher Preise, darunter ein BAFTA, ein Golden Globe und der Goldene Löwe von Venedig.
Jüngst hat er den zeitgenössischen Anthologiefilm Kinds of Kindness inzeniert, den er gemeinsam mit seinem Partner Efthymis Filippou geschrieben hat. Der Film erzählt ein Triptychon verschiedener Geschichten, in denen dieselben Schauspier*innen jeweils unterschiedliche Charaktere spielen, darunter Jesse Plemons, Emma Stone, Willem Dafoe, Margaret Qualley, Hong Chau, Joe Alwyn, Mamoudou Athie und Hunter Schafer. Er kam im Frühsommer 2024 in die Kinos.
Seine jüngste Regiearbeit Poor Things von Drehbuchautor Tony McNamara nach dem Roman von Alasdair Gray spielte weltweit über 100 Millionen Dollar ein und wurde bei seiner Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2023 mit dem Goldenen Löwen für den Besten Film ausgezeichnet. Der Film war für insgesamt elf Oscars® nominiert, einschließlich Nominierungen für Lanthimos für den Besten Film und die Beste Regie, von denen er schließlich vier gewann, u. a. für Emma Stone als Beste Hauptdarstellerin. Außerdem war er für elf BAFTAs nominiert, von denen er fünf gewann, und erhielt zwei Golden Globes, u. a. als Bester Film – Musical oder Komödie, sowie zahllose weitere Preise. Der Searchlight- Pictures-Film markierte eine weitere künstlerische Zusammenarbeit im Zuge seiner Partnerschaft mit Emma Stone, die den Film auch gemeinsam mit ihm produziert hat. In weiteren Rollen spielen Mark Ruffalo, Willem Dafoe, Ramy Youseff, Jerrod Carmichael, Margaret Qualley und Christopher Abbott.
Davor veröffentlichte Lanthimos seinen Schwarz-Weiß-Stummkurzfilm Bleat, co-produziert von der Griechischen Nationaloper und so konzipiert, dass er ausschließlich mit einem klassischen Liveorchester aufgeführt werden kann, wie bei seiner Weltpremiere in Athen und seiner US-Premiere beim New York Film Festival 2023. Gedreht auf einer abgelegenen griechischen Insel während der Pandemie, zeigt Bleat Emma Stone als junge Witwe, die sich auf eine absolut außergewöhnliche Reise aus Sex, Tod und Wiedergeburt begibt.
Lanthimos’ Film The Favourite – Intrigen und Irrsinn, geschrieben von Deborah Davis und Tony McNamara und mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone in den Hauptrollen, wurde bei den 75. Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt, wo er den Großen Preis der Jury und die Coppa Volpi für die Beste Schauspielerin für Olivia Colman erhielt, die zusätzlich mit einem Oscar® ausgezeichnet wurde. Der Kritiker- und Publikumshit erntete ganze zehn Oscar®-Nominierungen, darunter Bester Film und Beste Regie für Lanthimos, zwölf BAFTA- Nominierungen mit sieben Gewinnen, darunter Herausragender britischer Film, fünf Golden- Globe-Nominierungen sowie die Rekordzahl von zehn British Independent Film Awards.
2009 erlangte Lanthimos mit seinem zweiten Spielfilm Dogtooth, Gewinner der Auszeichnung Un Certain Regard bei den 62. Filmfestspielen in Cannes und nominiert für den Oscar® für den Besten fremdsprachigen Film, internationale Aufmerksamkeit. Sein erster englischsprachiger Film The Lobster mit Colin Farrell und Rachel Weisz lief daraufhin im Wettbewerb der 68. Filmfestspiele von Cannes, wo er den Preis der Jury gewann. Er verschaffte Lanthimos und seinem Co-Autor Efthymis Filippou eine Oscar®-Nominierung für das Beste Originaldrehbuch. Darauf folgte The Killing of a Sacred Deer, ebenfalls mit Colin Farrell sowie Nicole Kidman und Barry Keoghan in seiner Durchbruchsrolle, der im Wettbewerb der 70. Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt wurde, wo er für die Goldene Palme nominiert war und den Preis für das Beste Drehbuch gewann. Der mit diversen Nominierungen für Europäischen Filmpreis und Independent Spirit Award bedachte Film wurde von Lanthimos inszeniert und produziert und er war Co-Autor des Drehbuchs.
Geboren in Athen, begann Lanthimos seine Karriere mit der Regie diverser Tanzvideos in Zusammenarbeit mit griechischen Choreograf*innen zusätzlich zu TV-Werbespots, Musikvideos, Kurzfilmen und Theaterstücken. Sein erster Spielfilm Kinetta feierte seine vielgelobte Premiere 2005 bei den Filmfestivals in Toronto und Berlin und sein Film Alps gewann bei den Filmfestspielen von Venedig 2011 den Preis für das Beste Drehbuch und beim Sydney Film Festival 2012 als Bester Film.
WILL TRACY (Drehbuch) war Autor und ausführender Produzent der HBO-Serie Succession, für die er drei Emmys sowie einen WGA Award für das Schreiben der Folge „Deal nach Plan” gewann. Er war Teil des anfänglichen Schreibteams von Last Week Tonight with John Oliver, wofür er drei Emmys gewann, und Schöpfer der HBO-Miniserie The Regime. Er ist außerdem der ehemalige Chefredakteur von The Onion.
Neben BUGONIA war er Co-Autor und ausführender Produzent von The Menu für Searchlight Pictures und Produzent von Mountainhead von HBO Films.
Im Jahr 2001 gründete ANDREW LOWE (Produktion) gemeinsam mit Ed Guiney die Produktionsfirma Element Pictures, die heute in Büros in Dublin und London für Kino und Fernsehen produziert. Als Gründer und Co-Geschäftsführer liegt sein Fokus auf der Produktion, der Finanzierung und der kommerziellen Auswertung der Element-Projekte.
Zu den aktuellen Werken, bei denen Lowe als Produzent fungiert hat, gehören zwei Debütfilme, die infolge ihrer Premieren bei Un Certain Regard in Cannes 2025 viel Kritikerlob erhalten haben: My Father’s Shadow von Akinola Davies Jr., der erste nigerianische Film, der im offiziellen Wettbewerb lief, erhielt eine besondere Erwähnung für die Camera d’Or, während Harry Lightons Pillion mit Alexander Skarsgård und Harry Melling mit dem begehrten Preis für das Beste Drehbuch (Un Certain Regard) ausgezeichnet wurde.
Lowe war außerdem Produzent von Yorgos Lanthimos’ englischsprachigen Filmen, darunter die von der Kritik gefeierten und mit mehreren Oscars®, Golden Globe und BAFTA prämierten Filme Poor Things und The Favourite – Intrigen und Irrsinn sowie The Lobster, The Killing of a Sacred Deer und Kinds of Kindness.
Vorangegangene Filmproduktionen waren u. a. Rungano Nyonis On Becoming a Guinea Fowl (BBC Film/Fremantle/A24), der in Cannes für die Beste Regie (Un Certain Regard) ausgezeichnet wurde, Stephen Williams’ historisches Biopic Chevalier mit Kelvin Harrison (Searchlight Pictures), Sebastián Lelios Das Wunder mit Florence Pugh (Netflix), Joanna Hoggs The Eternal Daughter (BBC Films/ A24) und The Souvenir: Part II (BBC Films/A24), Phyllida Lloyds Herself, Sean Durkins The Nest – Alles zu haben ist nie genug sowie alle Filme von Lenny Abrahamson, einschließlich des Oscar®-, Golden-Globe- und BAFTA-prämierten Films Raum und The Little Stranger.
Zu Lowes jüngsten Projekten als ausführender Produzent fürs Fernsehen zählen u. a. Nancy Harris’ Force of Nature: The Dry 2 (Britbox/ITV Studios), Shane Meadows’ Historiendrama The Gallows Pole (BBC/A24) und eine Adaption von Jordan Tannahills Buch The Listeners (BBC/Fremantle) von Regisseurin Janicza Bravo, die Ende 2024 gestartet ist. Dem vorangegangen waren u. a. Nancy Harris’ The Dry (Britbox/ITV Studios) und Lenny Abrahamsons Romanadaptionen Conversations with Friends und Normal People, beide nach Romanen von Sally Rooney (BBC/HULU).
Bevor er Element Pictures ins Leben gerufen hat, arbeitete Wirtschaftsprüfer Lowe als freier Produktionsbuchhalter und Leiter für geschäftliche Angelegenheiten beim Irish Film Board. Er ist Vorsitzender der IBEC (Vertretungsorgan der Irish Employers) Audiovisual Federation, Direktor des irischen Filmverleihs Volta Pictures sowie des Light House Cinema in Dublin.
Im Mai 2022 erwarb Fremantle einen Mehrheitsanteil an Element Pictures zur Ausweitung ihrer Kapazitäten und fortlaufenden Film- und TV-Produktion für ein internationales Publikum.
Im Jahr 2001 gründete ED GUINEY (Produktion) gemeinsam mit Andrew Lowe die Produktionsfirma Element Pictures, die heute in Büros in Dublin und London für Kino und Fernsehen produziert. Als Gründer und Co-Geschäftsführer beaufsichtigt Guiney die Entwicklung und Produktion der Element-Projekte.
Zu seinen aktuell produzierten Filmen gehören zwei Debüts, die jüngst bei Un Certain Regard in Cannes 2025 ihre gefeierten Premieren hatten: My Father’s Shadow von Akinola Davies Jr., der erste nigerianische Film, der im offiziellen Wettbewerb lief, erhielt eine besondere Erwähnung für die Camera d’Or, während Harry Lightons Pillion mit Alexander Skarsgård und Harry Melling mit dem begehrten Preis für das Beste Drehbuch (Un Certain Regard) ausgezeichnet wurde.
Guiney war außerdem Produzent aller englischsprachigen Filme von Yorgos Lanthimos: die von der Kritik gefeierten und mit mehreren Oscars®, Golden Globe und BAFTA prämierten Filme Poor Things und The Favourite – Intrigen und Irrsinn sowie The Lobster, The Killing of a Sacred Deer und Kinds of Kindness.
Andere Produktionen waren u. a. alle Filme von Lenny Abrahamson, vor allem der Oscar®-, Golden-Globe- und BAFTA-prämierte Film Raum, Rungano Nyonis zweiter Spielfilm On Becoming a Guinea Fowl (BBC Film/Fremantle/A24), der in Cannes 2024 für die Beste Regie (Un Certain Regard) augezeichnet wurde, Sebastián Lelios Das Wunder, Joanna Hoggs The Eternal Daughter und The Souvenir: Part II, Sean Durkins The Nest – Alles zu haben ist nie genug und John Michael McDonaghs The Guard – Ein Ire sieht schwarz.
Aktuelle TV-Projekte von Element sind u. a. die Serie The Cage des BAFTA-nominierten Autoren Tony Schumacher für BBC, Staffel 3 von The Dry von Autorin Nancy Harris für RTE/ITV und The Rachel Incident für Channel 4.
Zu seinen vorangegangenen Fernseharbeiten zählen u. a. Lenny Abrahamsons Conversations with Friends und die BAFTA-prämierte Folge Normal People, beides Serien nach Romanen von Sally Rooney, Nancy Harris’ The Dry Staffeln 1 und 2, Shane Meadows’ Historiendrama The Gallows Pole und eine Adaption von Jordan Tannahills Buch The Listeners für BBC.
Als Produzent war Guiney dreimal für den Oscar® für den Besten Film nominiert und wurde mit zwei BAFTAS, drei Europäischen Filmpreisen (einschließlich Prix Eurimages) und einem Golden Globe ausgezeichnet. Er ist außerdem Miteigentümer des LightHouse Cinema in Dublin, Irlands führendem Arthousekino. Im Mai 2022 erwarb Fremantle einen Mehrheitsanteil an Element Pictures.
Autor, Regisseur und Produzent ARI ASTERs (Produktion) Spielfilmdebüt Hereditary – Das Vermächtnis mit Toni Collette wurde 2018 zu einem Kritiker- und Publikumserfolg für A24. Aster setzte seine Genregrenzen sprengende Arbeit für A24 2019 mit seinem Thriller Midsommar mit Florence Pugh und Jack Reynor fort sowie 2023 mit Beau Is Afraid mit Joaquin Phoenix und Patti Lapone. Asters neueste Regiearbeit Eddington mit Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Emma Stone, Austin Butler, Micheal Ward und Luke Grimes wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2025 uraufgeführt.
Zusätzlich zum Schreiben, zur Regie und zur Produktion seiner eigenen Filme hat Aster gemeinsam mit seinem Produktionspartner Lars Knudsen 2019 die Produktionsfirma Square Peg gegründet, um mit einer Reihe anderer Autorenfilmer zusammenzuarbeiten, darunter Robert Eggers (The Northman), Kristoffer Borgli (Dream Scenario, The Drama), Guy Maddin und Evan und Galen Johnson (Tanz der Titanen) und Yorgos Lanthimos (BUGONIA).
LARS KNUDSEN (Produktion) ist ein preisgekrönter Produzent von über vierzig Filmen, darunter Ari Asters Hereditary – Das Vermächtnis, Midsommar, Beau Is Afraid und Eddington, Robert Eggers’ The Witch und The Northman, Andrea Arnolds American Honey und Mike Mills’ Beginners. Als Partner anderer Autorenfilmer*innen wie Yorgos Lanthimos, Kristoffer Borgli, David Lowery und Kelly Reichardt war Knudsen ausschlaggebend für die Realisation einzigartiger und bahnbrechender Geschichten für ein weltweites Publikum. Als Mitgründer von Square Peg neben Ari Aster steht Knudsen dank seines Engagements für die Förderung gewagter und mitreißender Erzählungen an vorderster Front der Schaffung eines zeitgenössischen Kinos.
Zu seinen kommenden Projekten zählen neben Yorgos Lanthimos’ BUGONIA Kristoffer Borglis The Drama mit Zendaya und Robert Pattinson, Lance Oppenheims Primetime mit Robert Pattinson sowie Henry Dunhams Enemies mit Austin Butler und Jeremy Allen White, alle für A24.
MIKY LEE (Produktion) ist Vizegeschäftsführerin der CJ Group und Gründerin von deren Unterhaltungs- und Medienabteilung CJ ENM. 1995 führte sie das Investment von CJ in DreamWorks SKG an, und seitdem hat sie sich eine Filmografie aufgebaut, zu der so gefeierte Werke gehören wie Lady Vengeance, Der Klang des Herzens, Durst, Mother, Snowpiercer, Die Taschendiebin, Parasite, Die Frau im Nebel, Broker, Past Lives – In einem anderen Leben sowie die kommenden Filme BUGONIA und No Other Choice.
Ihr Einfluss erstreckt sich über Film, Fernsehen und Musik sowie die breitere Kulturlandschaft. Sie hat Koreas erste Multiplexkette CJ CGV ins Leben gerufen und war mit KCON und den MAMA Awards eine treibende Kraft hinter dem weltweiten Aufstieg des K-Pop. Jüngst half sie beim Start von First Light StoryHouse zur Förderung authentischen Geschichtenerzählens von verschiedenen Autoren. Außerdem unterstützt sie als Angehörige der Gremien von Academy Museum of Motion Pictures, Hammer Museum, Berklee College of Music und Otis College of Art and Design schon lange Kunst und Bildung.
JERRY KYOUNGBOUM KO (Produktion) ist ein international angesehener Filmproduzent und Entertainmentmanager und aktuell Head of Global Project and International Film Production bei CJ ENM, einem führenden Entertainmentkonzern Asiens. Als ausführender Produzent und Produzent hat er zur Umsetzung von mehr als vierzig Spielfilmen weltweit beigetragen. Seine umfassende Erfahrung im Bereich strategischer Planung über Geschäftsmanagement bis hin zu globalem Vertrieb und Marketing haben Ko zu einer bedeutenden Kraft bei der Steigerung der globalen Reichweite des koreanischen Kinos und der Förderung kulturübergreifender Partnerschaften in der Filmindustrie gemacht. Zu seiner Filmografie zählen u. a. die gefeierten Filme Past Lives – In einem anderen Leben, Parasite und Die Frau im Nebel.
Vor Beginn seiner Unternehmenskarriere war Ko Filmkritiker und verfasste während des goldenen Zeitalters des koreanischen Kinos unter Pseudonym seit 2011 Artikel über die Filmindustrie. Außerdem unterstützte er als Redakteur und angestellter Journalist diverse Film- und Popkulturmagazine, darunter Today Prediction, Film 2.0 und Film Language.
ROBBIE RYAN (Kamera) beschloss im Alter von 14 Jahren, Kameramann zu werden, als er, seine Freunde und seine Cousins eine der Kodak-S8-Kameras seines Vaters bedienten und anfingen Kurzfilme zu machen. Ein Collegekurs in Kameraführung an der CAD in Dun Laoghaire befeuerte diese Leidenschaft weiter. Nach Abschluss des Kurses verließ Ryan Irland und machte sich auf nach London.
Für seine Arbeit an Yorgos Lanthimos’ The Favourite – Intrigen und Irrsinn erhielt er eine Oscar®-Nominierung und einen British Independent Film Award. Ebenfalls Oscar®-nominiert war er für Lanthimos’ Film Poor Things, mit dem er den British Society of Cinematographers Award erhielt. Für Kinds of Kindness (Searchlight) tat Ryan sich erneut mit Lanthimos zusammen, während er mit Bird seine langjährige Partnerschaft mit Andrea Arnold fortsetzte und sich den Irish Film & Television Award für die Beste Kameraarbeit sicherte.
Sein jüngster Film war Anton Corbijns Switzerland. Davor hat er mit Noah Baumbach an The Meyerowitz Stories (New and Selected) und Marriage Story gearbeitet, seine langjährige Zusammenarbeit mit Ken Loach an Sorry We Missed You und The Old Oak sowie mit Sally Potter an Wege des Lebens – The Roads Not Taken fortgeführt und für Regisseur Mike Mills Come on, Come on mit Joaquin Phoenix gedreht, für den er den Goldenen Frosch des polnischen Filmfestivals Camerimage erhielt.
Zu Ryans weiteren preisgekrönten Filmen zählen u. a. Red Road, Fish Tank, Wuthering Heights und American Honey von Regisseurin Andrea Arnold, Sarah Gavrons Brick Lane, Slow West von John Maclean, Catch Me Daddy von den Wolfe-Brüdern, Angels’ Share – Ein Schluck für die Engel, Jimmy’s Hall und Ich, Daniel Blake von Ken Loach, Ginger & Rosa von Sally Potter und Philomena von Stephen Frears.
Für seine Kameraarbeit an Wuthering Heights erhielt Ryan Preise bei den Filmfestspielen von Venedig, beim Seminci in Valladolid und bei den Evening Standard British Film Awards, während er für American Honey einen British Independent Film Award gewann. Zusätzlich erhielt er zahlreiche Auszeichnungen beim Filmfestival Camerimage, beim Cork International Film Festival, bei den Irish Film & TV Awards und den London Critics Circle Film Awards.
Ryan hat auch Werbespots für diverse bekannte Marken gefilmt, u. a. für Adidas, British Airways, Tourism Ireland, Vodafone, San Miguel, Marks & Spencer, Guinness, Mercedes Benz, Eurostar, YSL, Budweiser und Honda. Außerdem arbeitet er an Musikvideos für eine ganze Reihe von Künstler*innen, darunter Paolo Nutini, Ellie Goulding, Coldplay, Kaiser Chiefs, Basement Jaxx, Kasabian, Super Furry Animals, Stereophonics, British Rebel Motorcycle Club, Massive Attack, Plan B und Jarvis Cocker.
YORGOS MAVROPSARIDIS (Schnitt) ist ein in Athen arbeitender Filmcutter und Absolvent der Theatrical Workshop Drama School in Athen sowie der London Film School.
In seiner langen Karriere war er zweimal für BAFTA und Oscar® nominiert (für die Montage von Yorgos Lanthimos’ The Favourite – Intrigen und Irrsinn und Poor Things) und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. als Best Editor von der Europäischen Filmakademie wie auch mit dem American Cinema Editors Award für The Favourite – Intrigen und Irrsinn und mit dem British Film Editors Award für Poor Things.
JERSKIN FENDRIX (Musik) wuchs auf dem Land im englischen Shropshire auf, wo er lernte, Violine und Klavier zu spielen. Mit Anfang zwanzig zog er nach London und verbrachte zwei Jahre damit, in der Kultlocation Windmill Brixton im Süden Londons Live-Musik zu spielen.
2018 schrieb er die Musik für die experimentelle Oper UBU, die im V&A Museum aufgeführt wurde. Der Guardian nannte seine Partitur „brutal“ und „verstörend“. Im April 2020 veröffentlichte er über untitled (recs) sein Debütalbum Winterreise, eine „irre Sammlung von Popsongs“, die das Loud & Quiet Magazine zum Album des Jahres ernannte.
2023 schrieb er die Musik für Yorgos Lanthimos’ Film Poor Things und wurde damit zum ersten Komponisten, mit dem Lanthimos je gearbeitet hat. Seine Filmmusik erhielt viel Lob und eine Reihe von Nominierungen, u. a. für Oscar®, BAFTA und Golden Globe sowie einen Ivor Novello Award. An Kinds of Kindness arbeiteten beide erneut zusammen.
Jerskin Fendrix’ zweite Platte „Once Upon A Time… In Shropshire“ erscheint im Oktober 2025.
JAMES PRICE (Produktionsdesign) wuchs auf einem kleinen Familienbauernhof im Norden von Herefordshire auf. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Angewandter Kunst (1995-1998) zog er nach London, um im Master Produktionsdesign für TV und Film an der Kingston University zu studieren (2000-2001). 2002 begann er dann seine Karriere in den
Ausstattungsabteilungen von BBC- und ITV-Projekten wie Spooks – Im Visier des MI5, Hearts of Gold und Reversals, bevor er sich als künstlerischer Leiter einen Namen machte und an so vielfältigen Projekten wie Bullet Boy, Grow Your Own, Southcliffe, Kill Your Friends, Paddington 2 und Trust arbeitete. 2018 gestaltete Price seinen ersten Spielfilm, Sean Durkins The Nest – Alles zu haben ist nie genug mit Jude Law und Carrie Coon.
2020 durfte der erklärte Spionagefan James Watkins’ The Ipcress File gestalten, eine sechsteilige Miniserie nach Len Deightons Roman über den Kalten Krieg von 1962. Mit Watkins arbeitete er dann erneut an dem Film Speak No Evil für Blumhouse zusammen. 2019 wurden er und Shona Heath gebeten, gemeinsam das Produktionsdesign von Yorgos Lanthimos’ Poor Things zu übernehmen. Für seine kreative Arbeit erhielt Price 2024 den Oscar® für das Beste Produktionsdesign.
Zuletzt setzte er seine Partnerschaft mit Sean Durkin und Kameramann Matyas Erdely an ihrem vierten Film The Iron Claw für A24 fort. Die tragische wahre Geschichte der Familie Von Erich war mit Zac Efron und Jeremy Allen White besetzt.
TORSTEN WITTE (Maskenbild) begann seine Karriere als Hair & Make-up Artist in Deutschland, wo er an Printwerbung und Werbespots arbeitete, bevor er beschloss, in die Haute Couture zu wechseln und sein Handwerk auf den Laufstegen von Paris, Spanien und New York zu verfeinern.
Sein erstes Filmprojekt war die Leitung der Make-up-Abteilung von Little Miss Sunshine. Seitdem hat er u. a. an Verblendung, Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin, Der Spitzenkandidat, My Name Is Andrea, Pickled Herring und Holland mitgewirkt. Zu seinen kommenden Projekten zählen The Rip als Matt Damons Make-up-Artist und Animals als Leiter der Maskenabteilung.
Mit Emma Stone hat Witte zuvor bereits zweimal zusammengearbeitet: bei La La Land und Battle of the Sexes – Gegen jede Regel, jeweils als Leiter der Make-up-Abteilung und als Stones persönlicher Make-up-Artist.

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