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21 Bridges

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  • Einleitung


    Mit 21 Bridges präsentiert Regisseur Brian Kirk einen fast schon klassischen Action-Thriller, der stark auf Spannung setzt und durchweg ein hohes Tempo an den Tag legt. Gepaart mit einigen Twists und Überraschungen, kommt so sogar ein klein wenig Nostalgie auf.

    Nachdem in Manhattan acht Polizisten erschossen werden, erhält der in Ungnade gefallene New Yorker Police Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) eine Chance zur Wiedergutmachung: Er soll die Täter schnappen. Bei seiner Jagd nach den Mördern kommt er schon bald einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur und schnell verwischen die Grenzen darüber, wer hier eigentlich wen jagt. Als sich die Situation in der Nacht weiter zuspitzt, greift die Polizei zu einer außerordentlichen Maßnahme: Zum ersten Mal in der Geschichte werden alle 21 Brücken von Manhattan geschlossen. Die Insel ist völlig abgeschottet und niemand kommt mehr rein oder raus.



    Kritik


    21 Bridges gibt sich gleich von Beginn an düster und direkt. Es gibt keine Witze, welche die Stimmung künstlich auflockern sollen und auch keine sonstigen Comic Reliefs. 21 Bridges ist durchgehend ein harter Cop-Thriller, der ohne Moral daherkommt. Statt geredet, wird in der Regel direkt geschossen. Passend zu der dreckigen Atmosphäre findet der Film innerhalb einer einzigen, wolkenverhangenen Nacht statt, um die Gegebenheiten noch mehr zu unterstreichen.

    So geht es in den etwa 101 Minuten Laufzeit immer geradewegs vorwärts, Zeit zum Verschnaufen bleibt nur äußerst selten und ehe man sich versieht, haut 21 Bridges einem auch schon den nächsten Twist vor den Latz. Doch aber auch ausgerechnet diese Twists, sind mit die größte Schwäche des Films. Jeder einzelne ist schon mehrere Kilometer vorher sichtbar, rast gerade zu mit Nebelscheinwerfern auf einen zu. Dank der gelungenen Inszenierung kann der Film diese Schwäche zumindest halbwegs kaschieren und lässt zuweilen den Eindruck aufkommen, dass diese bewusst so offensichtlich inszeniert sind, um noch zu unterstreichen, wie sehr Chadwick Bosemans Figur in dieser sehr großen Verschwörung im Dunkeln tappt. Doch ein wenig mehr Subtilität hätte der Darstellung dieses Umstandes auch nicht geschadet, wenn nicht sie nicht sogar noch gefördert.

    Ein Pluspunkt ist wiederum Chadwick Boseman, der seine Figur stets so spielt, dass sie für den Zuschauer interessant ist, und hier kommt die offensichtliche Inszenierung der Twists dem großen Ganzen wiederum zugute. Zwar ist seine Figur die reinste Ansammlung sämtlicher Klischees, die es im Cop-Thriller Genre bisher zu sehen gab, doch glücklicherweise brechen diese dem Film keinen Zacken aus der Krone und lassen ihn weiterhin für gute Unterhaltung sorgen.

    Dass hier am Ende wieder alle Ereignisse überzeichnet sind ist zwar im Grundsatz kein Problem, doch eine kleinere Geschichte, auf wenige einzelne Personen konzentriert, hätte 21 Bridges ein wenig mehr Intensität gegeben. Ebenso, wenn man die Auswirkungen des Filmtitels mehr zu spüren bekommen hätte. Dass sämtliche Brücken, die nach Manhattan führen abgeriegelt wurden, schlägt sich im fertigen Film kaum auf die Atmosphäre aus. Die Stadt wirkt wie in jedem anderen Film und die Schlinge, die sich dank der Abriegelung angeblich immer enger um die Hälse der Täter schnürt, ist quasi nicht existent.



    Fazit


    21 Bridges ist ein durchaus gelungener Thriller, der mit einer spannenden Inszenierung und gut gewählten Darstellern punkten kann. In der B-Note muss er sich jedoch Abzüge bezüglich der (vielleicht gewollt) offensichtlichen Inszenierung aller Enthüllungen gefallen lassen. Für Fans des geradlinigen Action-Popcornkinos dürfte 21 Bridges jedoch ein gelungener Trip in die Vergangenheit sein, in der diese Art Film noch wesentlich öfters die Leinwände schmückte.


    6/10

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    Infos
    Originaltitel:
    21 Bridges
    Land:
    USA
    Jahr:
    2019
    Studio/Verleih:
    Concorde Filmverleih
    Regie:
    Brian Kirk
    Produzent(en):
    Joe Russo, Anthony Russo, Gigi Pritzker, Chadwick Boseman
    Drehbuch:
    Adam Mervis, Matthew Michael Carnahan
    Kamera:
    Paul Cameron
    Musik:
    Alex Belcher, Henry Jackman
    Genre:
    Action, Thriller
    Darsteller:
    Chadwick Boseman, Sienna Miller, J.K. Simmons, Stephan James, Taylor Kitsch
    Inhalt:
    Nachdem in Manhattan acht Polizisten erschossen werden, erhält der in Ungnade gefallene New Yorker Police Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) eine Chance zur Wiedergutmachung: Er soll die Täter schnappen. Bei seiner Jagd nach den Mördern kommt er schon bald einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur und schnell verwischen die Grenzen darüber, wer hier eigentlich wen jagt. Als sich die Situation in der Nacht weiter zuspitzt, greift die Polizei zu einer außerordentlichen Maßnahme: Zum ersten Mal in der Geschichte werden alle 21 Brücken von Manhattan geschlossen. Die Insel ist völlig abgeschottet und niemand kommt mehr rein oder raus.
    Start (DE):
    6. Februar 2020
    Start (USA):
    22. November 2019
    Laufzeit:
    101 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Links
    Webseite:
    https://www.facebook.com/21Bridges.derfilm/
    Bilder
    • 21-Bridges-Wide.jpg

      227,26 kB, 1.200×809, 25.290 mal angesehen

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Kommentare 2

  • Benutzer-Avatarbild

    ElMariachi90 -

    Das klingt doch nach einem Film für mich. Hatte den eigentlich gar nicht mehr im Kopf.

    • Benutzer-Avatarbild

      Burning -

      Ja, der Film dürfte definitiv was für dich sein. Gefällt dir sicher.