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Alle südkoreanischen Oscar-Einreichungen der letzten 10 Jahre

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  • Bei den Academy Awards 2020 schrieb das südkoreanische Werk Parasite von Regisseur Bong Joon-ho Geschichte. Nicht nur als erster fremdsprachiger Film gewann er den Hauptpreis als bester Film, sondern er war auch der erste südkoreanische Film überhaupt, der für einen Oscar nominiert wurde - und gewann in diesem Zug sogar in vier von den sechs Kategorien, in denen er nominiert war. Parasite wurde in den Kategorien "Bester Schnitt", "Bestes Produktionsdesign", "Bestes Original-Drehbuch", "Bester fremdsprachiger Film", "Beste Regie" und "Bester Film" nominiert. Nur bei den beiden erstgenannten Kategorien ging das Werk von Bong leer aus.
    Neben unter anderem dem hervorragenden Essen, K-Pop und K-Dramas ist Südkorea auch für die hohe Qualität ihrer Filme bekannt. Vor allem seit dem neuen Jahrtausend durchläuft die Filmkultur dort eine enorme Entwicklung. So entstanden von Kritikern wie Publikum gefeierte Werke wie Brotherhood, A Moment to Remember, Oldboy oder Memories of Murder. Passend zu diesem Trend reichte Südkorea auch erst seit dem Jahr 2003 jährlich einen Film bei den Academy Awards ein. Und dennoch hat es fast zwanzig Jahre gedauert, bis einer der Titel auf der Liste der Nominierten landete. Da das eigentlich schwer vorstellbar ist, schauen wir einmal auf die südkoreanischen Einreichungen der letzten zehn Jahre und hinterfragen, ob Parasite tatsächlich das erste Werk von der koreanischen Halbinsel ist, das in dieser Dekade zumindest eine Nominierung bei dem begehrtesten Filmpreis der Welt verdient gehabt hätte.


    2010: Mother (Originaltitel: 마더, Bong Joon-ho)

    Eröffnet wird die Dekade passend mit einem Film von Parasite-Regisseur Bong Joon-ho. Mother gilt für viele Fans des Regisseurs als sein bestes Werk. Das Familiendrama im Gewand eines Thrillers konzentriert sich auf den Mord eines Schulmädchens für das der geistig zurückgebliebene Do-yun verantwortlich gemacht wird. Da seine Mutter aber von seiner Unschuld überzeugt ist, begibt sie sich auf eine selbstzerstörerische Suche nach der Wahrheit.
    Auch hier greift Bong einige seiner beliebten Themen auf. Die Familie steht in ihren verschiedensten Konstellationen immer wieder gern im Mittelpunkt seiner Filme. Aber auch die fragwürdige Arbeit der Justiz greift der Filmemacher nach seinem auf wahren Begebenheiten beruhenden Kultfilm Memories of Murder wieder auf. Feinfühlig und gewohnt subtil erzählt Bong bereits bei Mother vieles zwischen den Zeilen, wodurch sein Thriller nicht ohne Grund zu den besten Genre-Vertretern der letzten zwanzig Jahre zählt. Bereits hier wäre somit eine Nominierung durchaus verdient gewesen.

    Trailer zu Mother (OmeU)



    2011: A Barefoot Dream (Originaltitel: 맨발의 꿈, Kim Tae-kyun)

    A Barefoot Dream dürfte wohl der unbekannteste Titel in dieser Liste sein. Das auf wahren Begebenheiten beruhende Werk fand seinen Weg in nur wenige Länder über seine Heimat hinaus. Und auch in Deutschland erschien das Drama bisher nicht. Die südkoreanisch/japanische Co-Produktion erzählt die Geschichte des ehemaligen Fußballers Kim Shin-hwan, der in den südostasiatischen Inselstaat Osttimor auswanderte und dort eine Jugendmannschaft trainierte. An diesen Trainer ist die Hauptfigur des Films Kim Won-kang angelehnt, dessen Leben trotz seines Fussballtalents immer mehr in die Brüche geht. Daraufhin verschlägt es ihn nach Osttimor, wo er Kinder Barfuß beim Fußballspielen beobachtet. Seine Geschäftsidee Fußballschuhe an die Kinder zu verkaufen geht aufgrund ihrer Armut nicht auf. Jedoch verleiht er sie dann für wenig Geld an sie, womit er dann doch noch Erfolg hat. Als er das Talent der Kinder erkennt, beschließt er eine Jugendmannschaft zu gründen.
    A Barefoot Dream bietet durchaus Stoff für eine emotional mitreißende und inspirierende Geschichte. Die zu routinierte Inszenierung dieser dürfte aber ein nachvollziehbarer Grund gewesen sein, warum das Werk bei den Oscars übergangen wurde.

    Trailer zu A Barefoot Dream (OmeU)



    2012: The Front Line (Originaltitel: 고지전, Hun Jang)

    Gerade die Japan-Besetzung Anfang des 20. Jahrhunderts wie der Koreakrieg in den 50ern hat dem Land und den Menschen sehr schwer geschadet, worunter einige noch heute leiden. Wenig verwunderlich also, dass diese beiden Perioden immer wieder filmisch aufgearbeitet werden. The Front Line befasst sich dabei mit dem Koreakrieg, der das Land bis heute teilte. Die sinnlose Schlacht um einen Berg wird dabei großartig von Hun Jang in Szene gesetzt, wobei er aber trotzdem immer Zeit für menschliche Untertöne findet. Gerade die verschwindenden Linien zwischen Gut und Böse sind die Stärken dieses Werks. Die Absurdität des Krieges und dessen Auseinandersetzungen werden einem dabei wunderbar vor Augen geführt. Doch sind die großen Stärken des Films klar die zwischenmenschlichen Beziehungen der Soldaten zu den Gegnern auf der anderen Seite. Das verdeutlicht einem auf emotionale Weise, dass hinter jedem Soldaten auch ein Mensch steht. Egal wo man herkommt. Dadurch wird einmal mehr der Wunsch der Südkoreaner nach einer Art Wiedervereinigung der beiden Länder deutlich.
    Trotz der großen Qualität des Kriegsdramas dürfte die auf die breite Masse zielende teils reißerische Inszenierung dem Werk bei einem Award wie den Oscars, gerade wenn es um den Auslandspreis geht, im Weg gestanden haben.

    Deutscher Trailer zu The Front Line



    2013: Pieta (Originaltitel: 피에타, Kim Ki-duk)

    Kim Ki-duk dürfte einer der umstrittensten Filmemacher aus Südkorea sein. Seine Filme sind künstlerisch zwar beeindruckend, aber auch ebenso gewöhnungsbedürftig und ecken mit ihrer Art und ihrem Inhalt gerne an. Aber auch die Persönlichkeit selbst musste sich vor allem in den letzten Jahren einiger Kritik entgegensetzen, da ihm vermehrt Handgreiflichkeiten und sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden.
    Die Werke des unter anderem unter einer schweren Depression gelittenen Filmemachers gehören zu häufig vertretenen Filmen auf international renommierten Filmfestivals. In Venedig konnte Pieta beispielsweise als erster koreanischer Film den Goldenen Löwen gewinnen. Dennoch gehört Kim in seinem Heimatland zu den Außenseitern der Filmregisseure. Mit Ausnahme von Pieta sind seine Werke in Südkorea alles andere als Kassenmagenten. Das liegt wahrscheinlich viel an seinem Hang zu expliziter Gewaltdarstellung, schwachen Frauenfiguren und der fragwürdigen Darstellung von Tabuthemen wie Inzest oder sexuelle Gewalt. Als Folge liefen seine Filme häufig auch nur in wenigen Kinos, wodurch die kommerziellen Erfolgschancen natürlich von vornherein limitiert sind.
    Dennoch avancierte sein Werk um einen Schuldeneintreiber, der auf seine angebliche Mutter trifft und von ihr geläutert wird, zu einem Erfolg. Die intensive Kritik am Kapitalismus in Pieta ist dabei nur eine der von Kritikern viel gelobten Stärken. Auch handwerklich wurde das Werk immer wieder gepriesen und das obwohl Pieta auf mit etwa 100.000 Euro sehr niedrige Produktionskosten zurückgriff.
    Pieta war für europäische Filmfestivals ein willkommener Gast, für die Academy wahrscheinlich aber zu drastisch.

    Deutscher Trailer zu Pieta



    2014: Juvenile Offender (Originaltitel: 범죄소년, Kang Yi-kwan)

    Auch Juvenile Offender gehört zu den eher unbekannten Titeln, die bisher ihren Weg nicht nach Deutschland gefunden haben. Der spürbar günstig produzierte Film befasst sich, wie der Titel schon vermuten lässt, mit einem Jugendlichen Straftäter, der mit seiner Mutter wieder zusammen kommt, die ihn bei der Geburt weggab. Auch wenn der Film immer wieder auf soziale Probleme unserer Zeit und Gesellschaft hinweist, fällt das Werk dennoch zu unauffällig aus. Juvenile Offender ist ohne Frage ein gelungenes Drama, das aber zu selten sich von anderen starken Genrebeiträgen abheben kann.
    Kang Yi-kwans Film war daher eine überraschende Wahl, die sich nachvollziehbar den Konkurrenten aus den anderen Ländern geschlagen geben musste.

    Trailer zu Juvenile Offender (OmeU)



    2015: Sea Fog (Originaltitel: 해무, Shim Sung-bo)

    Und wieder Bong Joon-ho, doch dieses Mal nur als Drehbuchautor und Produzent. Die Regie bei Sea Fog übernahm hingegen Shim Sung-bo, der mit Bong gemeinsam nicht nur das Drehbuch zu diesem Film verfasste, sondern auch bereits mit ihm den beeindruckenden Thriller Memories of Murder schrieb. Mit Sea Fog feierte Shim sein Regiedebüt und beließ es bis heute auch unerklärlicherweise dabei. Denn der Film über ein Fischerboot, dessen Kapitän aus finanzieller Not heraus sich breitschlagen lässt, illegale Einwanderer zu transportieren, ist dramaturgisch stark und inszenatorisch experimentierfreudig. Letzteres mag nicht unbedingt jedem gefallen, hebt das Werk aber spürbar von zahlreichen anderen Dramen ab und lässt einen den Film nicht so schnell wieder vergessen. Auch diesem Stoff liegt wieder eine wahre Geschichte zugrunde, die zugegebenermaßen ein wenig zu melodramatisch aufgebauscht wurde. Dennoch ist Sea Fog ein sehenswertes Stück Film, das starke Darsteller und eine technisch spannende Umsetzung vorweist. Auf zahlreichen großen asiatischen Filmfestivals ausgezeichnet, hätte das Werk zumindest ein Platz auf der Shortlist der Academy Awards verdient gehabt.

    Trailer zu Sea Fog (OmeU)



    2016: The Throne (Originaltitel: 사도, Lee Joon-ik)

    Lee Joon-ik steuerte bereits 2007 mit seinem Historiendrama The King and the Clown einen offiziellen Oscarbeitrag bei. Mit The Throne folgte sein zweiter Versuch, der qualitativ auch noch ein ganzes Stückchen stärker daherkommt, als sein zur damaligen Zeit mutiger Film über eine homosexuelle Liebe am Königshof. The Throne stellt die problematische Beziehung eines Herrschers zu seinem Sohn dar, der nicht den ihm vorgesehenen Weg beschreiten möchte. Mit Song Kang-ho (Parasite) und Yoo Ah-in (Burning) herausragend besetzt, bekommt man in dem historischen Drama ganz großes Schauspielkino geboten. Beide Darsteller bewiesen bereits des öfteren, dass sie sich schauspielerisch auf extrem hohem Niveau bewegen. Trotzdem ist ihre Leistung in Lees Werk auf ein Neues erwähnenswert bemerkenswert. Beide durchlaufen eine Tortur. Wo Yoo seinen Schmerz und seine Trauer mit seinem ganzen Körper und seiner Seele ausleben kann, zeigt Song eine minimalistische, aber nicht minder intensive Darbietung. Beide Extreme fahren einem durch Mark und Bein und lassen einen erschütternd zurück. Dazu kommt die berührende und erschreckende Beziehung der beiden, die in gekonnt inszenierten Rückblenden über Jahrzehnte erzählt wird. Visuell stark, ohne zu pompös zu sein, erzählt Lee seine Geschichte durchdringend fokussiert auf seine beiden Protagonisten. Das dürfte dem ein oder anderen zu ereignislos erscheinen, ist aber auf emotionaler Ebene überwältigend.
    The Throne ist definitiv ein zu unrecht übergangenes Werk, das auch leider, wie viel zu viele der großartigen Filme von Lee Joon-ik, noch nicht in Deutschland erschienen ist.

    Trailer zu The Throne (OmeU)



    2017: The Age of Shadows (Originaltitel: 밀정, Kim Jee-woon)

    Mit Werken wie A Bittersweet Life, A Tale of Two Sisters oder I Saw The Devil lieferte Regisseur Kim Jee-woon beeindruckende Genrefilme ab, die berechtigt mittlerweile Kultstatus genießen. Bei The Age of Shadows widmete sich der Filmemacher der politisch verzwickten Lage während der Japanbesetzung. Dass die Koreaner bei ihrer schwierigen Geschichte besonders stolz auf ihre Triumphe sind und somit The Age of Shadows, der sich unter anderem einer Widerstandsgruppe widmet, in seinem Heimatland äußerst positiv aufgenommen und zu einem großen Kassenerfolg wurde, ist auch dank der erstklassigen Besetzung von Schauspielgrößen wie Song Kang-ho, Gong Yoo (Train to Busan) und Lee Byung-hun (The Fortress) wenig verwunderlich. Allerdings ist die Erzählung von Kim auch immer wieder zäh und sorgt bei Zuschauern ohne emotionale Bindung zur Geschichte für einige Durchhänger. Von daher war The Age of Shadows nicht die beste Wahl für die Oscars, vor allem da man in dem Jahr auch Park Chan-wooks Meisterwerk Die Taschendiebin hätte einreichen können, der damals sogar als erster koreanischer Film einen BAFTA gewann. Mit Parks Werk hätte man bestimmt bessere Chancen gehabt.

    Deutscher Trailer zu The Age of Shadows



    2018: A Taxi Driver (Originaltitel: 택시운전사, 2017, Hun Jang)

    Bereits mit dem Kriegsfilm The Front Line bewies Regisseur Hun Jang, dass er historischen Stoff mitreißend und emotional inszenieren kann. Mit A Taxi Driver nahm er sich einem weiteren wichtigen und traurigen Thema der koreanischen Geschichte an, als studentische Aufstände in Gwangju mit brutaler militärischer Gewalt niedergeschlagen wurden. Der deutsche Reporter Jürgen Hintzpeter war als erster internationaler Journalist vor Ort, um die Gewalttaten auf Video festzuhalten. Dabei bekam er Hilfe von einem einheimischen Taxifahrer. Die Geschichte der beiden wird in A Taxi Driver erzählt, auch wenn die Hintergründe des Taxifahrers fiktiv sind, da über den wahren so gut wie nichts bekannt ist.
    Mit angenehmen Humor schickt dabei Jang den Zuschauer auf die Reise, bis sein Werk im zunehmenden Verlauf immer mehr an emotionaler Wucht zunimmt. Starke Bilder begleitet von einem tollen Soundtrack überzeugen ebenso, wie der hervorragende Cast. Auch wenn Thomas Kretschmann als deutscher Reporter gerade in den emotionalen Szenen etwas unbeholfen wirkt, so begeistert ausnahmslos der Rest der Besetzung. Allen voran ein wieder einmal herausragender Song Kang-ho (ja, der Schauspieler wirkt in vielen erstklassigen Filmen mit), der trotz der respektablen Unterstützung den gut zwei Stunden langen Film im Alleingang trägt.
    Die äußerst dramatische Geschichte wird mitreißend inszeniert und weist einige höchst emotionale Szenen auf. Hier und da wird zwar vielleicht zu sehr auf die emotionale Ader gedrückt, was der überwältigenden Gesamtwirkung aber kaum schadet.
    Ganz starkes und wichtiges Kino, das zumindest auf der Shortlist einen Platz verdient gehabt hätte. Eine Nominierung war aufgrund der relativ kommerziellen Inszenierung jedoch unwahrscheinlich. Da hätte Jang künstlerisch etwas mutiger für sein müssen.

    Trailer zu A Taxi Driver (OmeU)



    2019: Burning (Originaltitel: 버닝, Lee Chang-dong)

    Von Lee Chang-dong wurden mit einschließlich Burning bereits drei Filme vom Korean Film Council als offizielle Vertreter des Landes bei den Oscars ausgewählt. Und Burning war dann auch der erste südkoreanische Film überhaupt, dem der Sprung auf die Shortlist gelang. Wenig verwunderlich, da in einer Zeit, in der Filme immer einfacher strukturiert sind und auf jede Frage eine klare Antwort liefern, Lee in Burning immer mehr Fragen in den Raum wirft, die sich um ein großen Mysterium tummeln. Dabei streut Lee zahlreiche Hinweise und Andeutungen, wodurch sich eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten offenbart. Doch mit einer Antwort des Filmemachers braucht man nicht zu rechnen. Vielmehr kann sich jeder Zuschauer individuell seine Interpretation des Gesehenen zusammenstellen.
    Der südkoreanische Filmemacher versteht es mit Burning eine so vielschichtiges Werk abzuliefern, dass es schwer fällt, den vollen Umfang beim ersten Schauen zu greifen. Zahlreiche Andeutungen und Symbole fallen einem noch Stunden nach Ende des Films ein, die man interpretieren und in den Kontext bringen kann. Handlungen und Blicke, die von den Darstellern so nuanciert platziert werden, dass man fast jede einzelne Szene auseinander nehmen kann. Und selbst wenn man nicht alles erfasst, was vermutlich auch nahezu unmöglich ist, bleibt am Ende eine unglaubliche Seherfahrung, die einen langen Nachhall hat. Burning ist in jeder Hinsicht überwältigend. Intellektuell wie emotional fordernd, keine Frage, aber das Werk übt eine ungemeine Faszination aus.
    Somit ist es an dieser Stelle völlig unverständlich, warum Burning nicht über einen Platz auf der Shortlist hinausgekommen ist. Spätestens hier wäre eine Nominierung bereits Pflicht gewesen.

    Deutscher Trailer zu Burning
    Infos
    Land:
    Südkorea
    Jahr:
    2010-2019
    Bilder
    • Parasite-02.jpg

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