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Kingdom - Staffel 2

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  • Einleitung


    Noch vor dem Start der ersten Staffel, kündigte Netflix bereits eine zweite Staffel zur südkoreanischen Eigenproduktion Kingdom an. Das Vertrauen in die Zombieserie vor historischer Kulisse zahlte sich aus, da diese von Zuschauern und Kritikern gefeiert wurde. Und da Kingdom mit einem Cliffhanger endete, konnten Fans dankbar über die Gewissheit sein, dass die Geschichte auf jeden Fall weitererzählt wird. Und die zweite Staffel setzt auch inhaltlich nahtlos an die erste an.

    Nachdem sich die Pest immer weiter über das Land ausbreitet, versucht der Kronprinz Lee Chang nicht nur das Volk vor den nach Fleisch und Blut lechzenden Infizierten zu schützen, sondern auch vor dem intriganten Haewon-Cho-Clan, der das Land seit Jahren unterdrückt und die Epidemie erst heraufbeschworen hat. Neben dem Minister Cho muss sich der Kronprinz zusätzlich noch mit seiner skrupellosen Tochter herumschlagen.

    Auch die abermals 6 Folgen umfassende Staffel 2 wurde wieder von Kim Seong-hun (Tunnel) inszeniert. Die Drehbücher zu allen Folgen stammten auch wieder von Kim Eun-hee (Signal) nach ihrem eigenen Webtoon The Land of The Gods.
    Als Darsteller kehrten unter anderem Ju Ji-hoon (Along with the Gods), Ryu Seung-ryong (Telekinese), Kim Sung-kyu (The Gangster, The Cop, The Devil) und Donna Bae (The Drug King) in ihre Rollen zurück.

    © 2020 Netflix


    Kritik


    Die zweite Staffel von Kingdom kann sich gegenüber der ersten in allen Bereichen verbessern. Es wird mehr Drama, mehr Blut, mehr Tempo, mehr Action und mehr Zombies geboten. Und in den seltensten Fällen trifft dieser Satz zu - aber hier ist mehr wirklich mehr. Fast alle Fehler aus der Vorgänger-Staffel wurden nicht wiederholt. Rang diese in der Anfangsphase noch mit etwas deplatziert wirkendem Humor und einer etwas trägen Dramaturgie, wird in Staffel 2 auf ersteres fast komplett verzichtet und dramaturgisch wird die Handlung ab der ersten Folge nach vorne getrieben. Immer wieder werden interessante neue inhaltliche Aspekte aufgearbeitet und auch die Intrigen am Königshof fallen fieser aber auch stimmiger aus, wodurch sie der Bedrohung durch die Infizierten noch einmal eine zusätzliche spannende hinzufügt. Aber auch bei der Figurenzeichnung hat man sich spürbar verbessert. Wirkten die Charaktere in der ersten Staffel noch etwas blass, bekommen sie nun deutlich mehr Profil und auch Raum für dramatische Augenblicke. So kommt es in den sechs Folgen nicht nur einmal zu einem berührenden Augenblick.

    Glücklicherweise konnten die Macher nicht nur die leichten Schwächen der vorangegangenen Staffel ausbessern, sondern auch ihre Qualitäten beibehalten oder sogar noch steigern. Bei Ausstattung und Kulisse ist Kingdom wieder einmal erstklassig. Dazu gesellen sich aber auch immer wieder inszenatorisch originelle Szenen, bei denen sich Regisseur Kim künstlerisch auch ein wenig ausprobieren konnte. Die durchgängige visuelle Kraft wird so noch zusätzlich von einigen wirklich beeindruckenden Aufnahmen verstärkt. Untermalt von einem starken Score entfalten sie so einen langanhaltenden Eindruck.
    Staffel 2 ist bei den Actionszenen nicht nur quantitativ besser aufgestellt, sondern auch qualitativ. Die Auseinandersetzungen sind größer angelegt und entfalten so auch eine größere Bedrohung. Dazu sammeln sich über die sechs Folgen einige an, sodass Kingdom keinen Durchhänger zulässt.

    Darstellerisch bietet Kingdom wieder einen guten Cast, der zwar keine preisverdächtigen Leistungen offenbart, aber durchweg zu überzeugen weiß. Durch die etwas detailliertere Figurenzeichnung fällt es auch wenig schwer Sympathien zu entwickeln und mit den Helden mitzufiebern.
    Was man an der zweiten Staffel lediglich bemängeln kann, sind einige kleinere genretypische Logiklöcher, die zwar nicht gravierend ins Gewicht fallen, aber dennoch hin und wieder auffallen.

    © 2020 Netflix


    Drehbuchautorin Kim Eun-hee führt ihre Geschichte erfrischender Weise zu einem runden Ende, schafft aber gleichzeitig auch eine äußerst interessante Grundlage für eine dritte Staffel. Der Handlungsbogen, der in der ersten Staffel begonnen wurde, wird in der Mitte der letzten Folge eigentlich beendet. Danach nehmen sich der Regisseur und die Autorin aber noch einmal Zeit, um zu zeigen, wie es mit den noch verbleibenden Figuren weitergeht - nur um am Ende noch einmal eine, wie bereits erwähnt, äußerst interessante Tür zu öffnen. Dabei dürfen sich Fans des koreanischen Kinos auch noch über einen kleinen gelungenen Gastauftritt freuen, der in einer hoffentlich folgenden dritten Staffel zur Hauptbesetzung hinzugefügt wird.

    Fazit


    Die zweite Staffel von Kingdom kann sich im Vergleich zur vorangegangenen in allen Aspekten verbessern. Inszenatorisch wie dramaturgisch wird sich hier noch einmal spürbar gesteigert. Dazu gibt es mehr Blut, mehr Action, mehr Drama und mehr Zombies. Manchmal ist mehr dann doch einfach mal mehr.


    8/10

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    Infos
    Originaltitel:
    킹덤 (Kingdeom) / Kingdom (englischer Titel)
    Land:
    Südkorea
    Jahr:
    2020
    Studio/Verleih:
    Netflix
    Regie:
    Kim Seong-hun
    Drehbuch:
    Kim Eun-hee
    Musik:
    Mom Young-jin
    Genre:
    Horror, History
    Darsteller:
    Ju Ji-hoon, Bae Doo-na, Ryu Seung-ryong, Kim Sung-kyu
    Start (DE):
    13.03.2020 (Netflix)
    Start (USA):
    13.03.2020 (Netflix)
    Laufzeit:
    ca. 45 Minuten pro Folge (6 Folgen)
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Bilder
    • Kingdom-Staffel-2-02.jpg

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