ANZEIGE

Black Water: Abyss

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Einleitung


    Mit Black Water erschuf Regisseur Andrew Traucki (The Reef) zweifellos einen der eindrucksvollsten Krokodil-Horrorfilme. Vor allem die zahlreichen Aufnahmen von realen Krokodilen waren eine große Qualität des Films. 13 Jahre später begibt sich Traucki wieder in bedrohliche Gewässer und liefert die Fortsetzung zu seinem Tierhorror ab. Im Gegensatz zum Vorgänger schrieb Traucki jedoch nicht am Drehbuch zu Black Water: Abyss mit. Dies überließ er den beiden Autoren John Ridley und Sarah Smith, die vor allem im australischen TV-Bereich tätig sind. So standen sie unter anderem hinter den Serien Wild Boys und Bite Club. Smiths bekannteste Arbeit dürfte jedoch die als Autorin von McLeods Töchter sein.

    Im Zentrum von Black Water: Abyss steht eine Freundesgruppe, die ein noch unbekanntes Höhlensystem erforschen möchten. Überrascht von einem Sturm sitzen sie bald in genau diesem fest. Doch ist der Sturm noch das kleinste Problem, womit sie umgehen müssen. Denn die Höhlen werden bereits von einem Krokodile bewohnt.

    Auf dem Speiseplan stehen in der Fortsetzung unter anderem Luke Mitchell (Blindspot) und Jessica McNamee (Meg).

    © 2020 Leonine


    Kritik


    Als Regisseur von Black Water, The Reef und The Jungle konnte Andrew Traucki bereits einige Erfahrung im Tierhorror-Genre sammeln. Und das merkt man Black Water: Abyss auch an - im positiven wie im negativen Sinne. Denn der Filmemacher spult beginnend mit der ersten Minute gefühlt jedes Klischee aus dem Genre herunter. Ob Bilder, Soundtrack oder Figuren, alles scheint einem bekannt vorzukommen. Aber vor allem inhaltlich bedient sich das Werk an zahlreichen Elementen aus ähnlichen Genrevertretern. Doch bleibt Traucki zumindest in den ersten zwei Dritteln in seiner Inszenierung so souverän und vor allem überraschend effektiv, dass der zweite Teil von Black Water wirklich spannend ist. Der Regisseur bietet visuell immer wieder einige Augenblicke, die unter die Haut gehen. Das wird natürlich ebenfalls wieder von den zahlreichen Aufnahmen echter Krokodile beziehungsweise dem Einsatz von Animatronics unterstützt. Folglich bietet Traucki trotz vor allem inhaltlicher Einfallslosigkeit zu Beginn viel Nervenkitzel.

    Von den Darstellern werden auch angenehm solide Darbietungen geboten, wobei Luke Mitchell als mutiger Held sogar eine wirklich gute Figur macht. Jedoch rutschen die Darstellerleistungen mit dem Beginn des letzten Drittels ins Mittelmaß, als die Handlung mit einem Twist, der dazu wenig überraschend kommt, den Schauspielern neue Facetten abverlangt.
    Aber nicht nur die Darstellerleistungen lassen in dieser Phase nach, auch in allen anderen Aspekten degradiert sich das Werk unnötig. Durch die dramaturgische Wendung, nimmt der Film sich extrem viel Luft aus den Segeln, sodass die Spannung immens einbricht. Dazu gesellen sich ein paar schwache Computereffekte sowie zwei Angriffe, die irgendwie fast komplett gleich ablaufen. Traucki verliert hier in rekordverdächtiger Geschwindigkeit seine Zuschauer, sodass am Ende ein überaus ernüchternder letzter Eindruck vorherrscht. Zwar wird im Finale noch eine nette Idee präsentiert, die in ihrer Ausführung aber dermaßen einfältig umgesetzt wird, dass dem Zuschauer lediglich ein Kopfschütteln entlockt wird.
    Black Water: Abyss wirkt so trotz der knackigen Laufzeit von knapp 100 Minuten viel zu sehr in die Länge gezogen, da sich im letzten Drittel einiges wiederholt, die dramaturgischen Einfälle extrem vorhersehbar aber vor allem nervtötend sind und dem Regisseur einfach nichts mehr einfällt, um die Spannung wieder aufzubauen.

    Wer Werke wie 47 Meters Down: Uncaged, The Descent, Sanctum oder The Cave gesehen hat, wird hier reichlich Parallelen finden und folglich nicht überrascht werden. Dennoch kann man Black Water: Abyss seine spannungsreiche Anfangsphase nicht aberkennen. Danach fällt das Werk jedoch in anstrengende Belanglosigkeit.

    © 2020 Leonine

    Fazit


    Mit einem klischeeüberladenen aber dennoch überraschend effektiven Start bietet Black Water: Abyss so in der Anfangsphase ein ordentliches Spannungslevel. Jedoch knickt das Werk im letzten Drittel in allen Aspekten so stark ein, dass der Film im besten Fall einen mittelmäßigen Nachhall innehat.


    5/10

    :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:
    Infos
    Originaltitel:
    Black Water: Abyss
    Land:
    Australien, USA
    Jahr:
    2020
    Studio/Verleih:
    Screen Media Films / Leonine
    Regie:
    Andrew Traucki
    Drehbuch:
    John Ridley, Sarah Smith
    Kamera:
    Damien Beebe
    Musik:
    Michael Lira
    Genre:
    Horror, Thriller
    Darsteller:
    Jessica McNamee, Luke Mitchell, Amali Golden
    Start (DE):
    11.12.2020 (Heimkino)
    Start (USA):
    O7.08.2020
    Laufzeit:
    98 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Bilder
    • Black-Water-Abyss-01.jpg

      349,32 kB, 1.500×1.000, 32.117 mal angesehen

    64.850 mal gelesen